Montag, 2. Mai 2011

Sado-Masochismus-Lied wird Kassenschlager

Wer der Meinung war, daß die Sexuelle Dekadenz der heutigen Welt schon ihren Tiefpunkt erreicht hatte, wurde abermals enttäuscht: Die weltberühmte Sängerin Rihanna hat mit ihrem Lied S&M den ersten Platz der US-Amerikanischen Charts erreicht. Das Lied ist eine Verherrlichung der sexuellen Perversion „Sadomasochismus“, die von Personen praktiziert wird, die sexuellen Genuß bei Anwendung von Gewalt an sich oder anderen empfinden.

Das Lied erreichte in Deutschland den Platz 2 in den Charts, in Österreich nicht nur Platz 1, sondern dreifaches Platinum.

Das Lied läßt keinen Zweifel, worum es geht. In einer der Strophen wird folgendes gesungen: Stöcke und Steine mögen meine Knochen brechen, doch Peitschen und Ketten erregen mich. (Sticks and stones may break my bones/But chains and whips excite me).

Das Musikvideo dazu, dessen Ausstrahlung in etwa 10 Ländern verboten wurde, zeigt Gruppen von Menschen bei entsprechenden Handlungen, inklusive Peitschen und andere Gegenstände.

In den letzten Jahren hat die moralische Verkommenheit der Pop-Musik neue Höhen erreicht und benutzt immer mehr auch Elemente des Sadomasochismus.

Kommentare:

Yoshimo hat gesagt…

Als bisexueller BDSMler (aktiv) bin ich über diesen Artikel hoch erfreut. Die Verurteilung des Sadomasochismus durch Mathias von Gersdorff kommt einem Ritterschlag für die besagte Spielart gleich. Ich erlaube mir jedoch, einige Korrekturen zur vorliegenden Polemik anzubringen:

1.) Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, läuft SM nicht zwangsweise auf körperliche Gewalt hinaus. In der Tat ist die Erniedrigung des Partners (zum Beispiel allein mit Worten) in der Szene an der Tagesordnung. Darüber hinaus ist das Fesseln des Passiven ohne direkte Gewalteinwirkung sogar die beliebteste Disziplin. Wirkliche Masochisten, welche mit Peitschen und Stöcken geschlagen werden wollen, sind eher in der Minderheit. Und selbst wenn sie es nicht wären: Es ist ihre freie Entscheidung, genau wie die Sängerin Rihanna in ihrer Kunst sowie ihre Hörer in ihrem Geschmack frei sind.

2.) Das Verbot eines medialen Produktes (in dem Fall das Musikvideo zum Lied "S&M") bedeutet nicht, dass jenes Produkt "schlecht" ist. Vielmehr ist es den (Meinungs)diktatoren meist nur unangenehm, weshalb die Verbotskeule geschwungen werden muss.

3.) Stichworte wie "sexuelle Dekadenz" oder "moralische Verkommenheit" täuschen höchstens oberflächliche Geister darüber hinweg, dass es sich bei solchen Formulierungen um bloße Worthülsen handelt, welche schnell getippt doch nur mühsam mit einer klaren Bedeutung ausgestattet sind.

Ansonsten bleibt mir nur, ein bereits zuvor auf diesem Blog veröffentlichtes Zitat zu wiederholen: Erster und einziger Grundsatz der Sexualethik: der Ankläger hat immer Unrecht. /Adorno

ich hat gesagt…

Wie viele menschen werden in der Bibel nachgewieden umgebracht oder erhoben?
Da sind dann auch besonders lebenswürdige menschen und völker.
Oder man bringt eine freiheit ins spiel, die nur einigen vollen nutzen bringt.
Ihr seid nicht besser als andere.
Und das verwerfliche: Auch ihr zeigt es täglich und wollt es nicht erkennen.
Bringt doch einmal etwas über den nicht-arbeitskampf eurer mitarbeiter. Setzt euch mit deren problemen auseinander und helft diese zu bessern.
Ist es leichter, blind mit dem stock in der gegend rumzuhauen und freund und feind gleichermaßen zu treffen?
Was bringt's?
Bei Busch wird formuliert: Und dann am Ende kommt heraus: Du bist ein ganz famoses Haus.
Doch bei euch ist schon der putz abgebröckelt.
Freilich. Es gibt unschönes. Zeigt man mit dem finger drauf, wird es nicht besser.
Ich habe mir, zb, das ruchen abgewöhnt, doch mir ist es nicht gelungen, auch meine frau dazu bewegen zu können. Soll ich sie nun ständig mit dem hinweis auf unvernunft, was es ja wohl ist, zu nerven und nichts zu erreichen als verdruß?
Ein besinnliches leben steckt selten an, wie zb auch gesundheit. Doch mißgunst, neid, krankheit und alles bequeme schlechte steckt an und verdirbt andere leicht.
Da sollte man etwas finden, was bessert und hift. Nicht nur in worten. Muß man selbst mit sich anfangen und nicht zweifeln- Doch da zweifle ich.

Anonym hat gesagt…

ein deviant im bethaus! @yoshimo

nicht, daß ich etwas dagegen hätte. doch sag, warum das zufügen von schmerz [oder erniedrigung] dir erregung bereitet. und dann auch noch an beiden geschlechtern.
vielleicht ist sowas ja doch teil der schöpfung(sordnung), schließlich BIST du mit all deinen wünschen, träumen und hoffnungen.

Anonym hat gesagt…

Yoshimo versteht das Problem hier nicht:
Es geht nicht darum,was er praktiziert, das ist seine Sache, aber sexuelle Perversionen, die Sex von Liebe trennen wollen, zum Geschäft reduzieren,sollte nicht noch von staatlich geschützten, öffentlichen Medien verbreitet werden. Kinder und Jugendliche haben zu wenig Lebenserfahrungen, um das für sie Richtige frei wählen zu können.

Der Chorleiter hat gesagt…

Ich durfte die christliche Seite der Geschlechtertrennung kennen lernen. Ich werde auch heute noch von jungen Menschen mit den Problemen damit konfontriert.
Belegt man eins mit negativ, pervers, dann kann man zur Gegenseite naiv, wesensfremd feststellen.
Wenn jede Seite nur ihr vermeintlich vorhandens, natürliches in ihrem Sinne in den Vordergrund rückt, wird für junge Menschen nichts rauskommen.
Der Widerspruch der Meinungen trift auch hier junge Menschen nicht helfend, aber verwirrend.
Objektives wird übergangen, einfach nicht akzeptiert.
Nehmt euch die Zeit, rechtzeitig und ausgewogen mit euren Kindern zu reden. Drückt nicht nur alles bei ihnen rein unter der Rubrik: Meine Fehler sollen sie nicht noch einmal machen usf..
Die Ernte der Unausgewogenheit heben wir stets vor Augen.
Wer frei wählen soll, sollte auch mit dem nötigen Wissen zum Wählen ausgerüstet sein; unvoreingenommen und nicht bestimmend. Wer fordert sollte auch fördern.

Robin Hood hat gesagt…

War natürlich klar, dass die prosexuellen Aktivisten wieder aus ihren Löchern kommen. Der Artikel an sich schockiert mich nicht im Geringsten, da ich über die Verdorbenheit der westlichen Gesellschaft lange im Klaren bin. Was mich allerdings noch immer erzürnt, ist dass weiterhin auf einer christlich-orientierten Website versucht wird, sexuelle Abnormitäten zu propagieren. Wann kapiert ihr es endlich? Für uns Christen ist Sex unbedeutend. Uns geht es einzig um Liebe und diese ist seperat zu behandeln. Also lebt eure Perversionen ruhig weiter aus aber lasst uns damit in Frieden. Für gibt es wichtigere Dinge wie z.B. ewiges Leben in göttlicher Reinheit. Oder glaubt ihr im Ernst, Jesus hätte Sadomaso als etwas anderes als ekelerrgend empfunden? Aber davon versteht ihr sowieso nichts.

Auch dieses Gequatsche von wegen "unsere Kinder müssen frei Wählen können" entbehrt jeglicher Grundlage. Frei Wählen bedeutet seine Entscheidungen unbeeinflusst zu treffen. Man müsste seine Kinder demnach in freier Natur ohne direkten Kontakt zur Zivilisation aufwachsen lassen. Nur dann wäre gewährleistet, dass alle ihre Entscheidungen auf ihren eigenen Empfindungen basieren und nicht fremdgesteuert sind. Da auf dieser Erde aber nicht genug Platz vorhanden ist, damit jede Familie eine Insel allein bewohnt, ist man als Elternteil dazu verpflichtet, die Moralvorstellungen, von denen man überzeugt ist, an seine Nachkommen so gut es geht weiterzugeben.

D. hat gesagt…

Bemerkenswert, zu diesem Artikel fällt mir nichts ein, das man korrigieren könnte ("Popp-Musik" einmal ausgenommen, was mich angesichts des Themas schmunzeln lies), abgesehen von der omnipresenten Polemik, welche schon von Yoshimo angesprochen wurden. Mit anderen Worten, wir haben keinen Hetz-Artikel.

@ Robin Hood

"War natürlich klar, dass die prosexuellen Aktivisten wieder aus ihren Löchern kommen."
Aber bitte, prosexuelle Aktivisten bestimmt nicht, nur Menschen mit offeneren Ansichten. Aber wo wir schon beim Wort prosexuell sind, bedeutet das, dass Sie ein contrasexueller Aktivist d.h. ein Aktivist gegen Sexualität sind? Sicherlich ein interessanter Standpunkt.

"Für uns Christen ist Sex unbedeutend. Uns geht es einzig um Liebe und diese ist seperat zu behandeln."
Ich verweise anstandshalber nicht auf Missbrauchsskandale von Christen in katholischen Ämtern, allerdings würde ich an dieser Stelle ein bisschen in die Biologie einsteigen. Das Gefühl der Liebe erzeugt nachweisbar in dem Teil des Gehirns die meiste Aktivität, in dem das Zentrum für Triebe (z.B. Arterhaltung) sitzt. Vom biologischen Standpunkt ist hier eine Trennlinie Liebe/Sex eher schwierig zu ziehen. Dies nur am Rande. Allerdings glaube ich nicht, dass Sie für alle Christen sprechen, wenn Sie sagen, dass Sex für diese unbedeutend wäre. Ich glaube sogar, Sie wären dann in einer Minderheit, wären als Asexuell einzustufen, was widerrum bestimmt nicht Gottes Wille wäre.

"Also lebt eure Perversionen ruhig weiter aus aber lasst uns damit in Frieden."
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"Oder glaubt ihr im Ernst, Jesus hätte Sadomaso als etwas anderes als ekelerrgend empfunden?"
Ich glaube nicht, dass er sich dazu ausreichend geäußert hat, aber davon verstehe ich sowieso nichts, im Gedanken lesen von verstorbenen Menschen.

"Frei Wählen [etc.]"
Ihr Gedanke an sich hat einen Denkfehler. Wenn frei Wählen bedeutet, frei von äußeren Einflüssen Entscheidungen zu treffen, haben die Eltern ihren Kindern nichts vorraus, da jede Entscheidung von äußeren Einflüssen geprägt ist. Ergo können Eltern auch nicht frei wählen. Wieso also sollten Eltern grundsätzlich über die Köpfe der Kinder hinweg entscheiden? Man sollte Kindern statt dessen durchaus das Recht zusprechen, selbst ihre Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese nicht immer zu 100% mit den eigenen Vorstellungen konform oder richtig sind.
Sinnvollerweise ist hier anzumerken, dass sich dies erst auf Jugendliche bezieht, die alterstechnisch soweit sind, sich eine eigene Meinung zu bilden (ca. 14 aufwärts).

Gruß
D.

Yoshimo hat gesagt…

@ Anonym (1):

"Deviant" als Substantiv ist ein sehr schönes Wort. Danke sehr!

Zu erfragen, warum jemand den Sadomasochismus sexuell erregend findet, ist wohl vergleichbar mit der Frage, warum jemand seine Lieblingsfarbe für schön hält. Nach meiner Lieblingsfarbe (blau) gefragt, würde ich ihre kühlen aber dennoch beruhigenden Eigenschaften loben. Nach meiner Vorliebe für SM gefragt, wäre es die Kontrolle, das berauschende Machtgefühl, das Ausleben der in jedem Menschen schlummernden Gewaltfantasien sowie die Möglichkeit, den Geschlechtsverkehr so zu gestalten, wie ich ihn möchte und nicht wie der Partner ihn will. Und dem Passiven gefällt, dass man eben diese Dinge mit ihm macht, dass er sich fallen lassen kann. Doch Sie sehen: In beiden Fällen werden lediglich die Symptome der jeweiligen Leidenschaft beschrieben, nicht jedoch ihre Ursache.

Und selbstverständlich erachte ich mich - mitsamt meinen so genannten "Perversionen" - als Teil der Schöpfung.

~~~

@ Anonym (2):

Doch, ich erkenne das Problem (bzw. das Nichtvorhandensein eines solchen) sehr gut.

Es ging in dem Artikel nirgends um staatliche Medien. Und das öffentlich-rechtliche Radiosender "S&M" von Rihanna spielen, ist ihr Auftrag, an dem auch nichts zu kritisieren ist. Der Mehrheit der Hörer gefällt dieses Lied, sonst wäre es in den Charts nicht auf dem zweiten Platz. Und diese Mehrheit hat selbstverständlich das Recht, für ihre Gebühren das zu hören, was sie wollen. Wem dies nicht passt, der soll um- oder abschalten, jedoch nicht verlangen, dass die Welt sich seinen vorvorgestrigen Wünschen anpasst.

Des Weiteren bedeutet das Ausüben von Sadomaso keine Trennung von Liebe und Sex, funktioniert aber natürlich auch mit einer solchen Trennung - genau wie jede andere Form der Erotik. An dieser Stelle mal was zum Nachdenken: (1) Mit Liebe allein wäre die Menschheit schon lange ausgestorben, mit Sex allein dagegen nicht. (2) Liebe ist beliebig teilbar. Eine Mutter wird ihr Kind lieben, ihren Ehemann, eventuell auch den Mann mit dem sie ihren Ehemann betrügt, etc. (3) Sadomaso mag mit oder ohne Liebe funktionieren, was jedoch auf jeden Fall benötigt wird, ist Vertrauen.

Außerdem benötigen Jugendliche für ihre freie Entscheidung keine ausreichende Lebenserfahrung, sondern lediglich ihren Willen, ihre mit diesem Willen gebildete Meinung, welche letztlich zu Handlung führt, durch die sie Lebenserfahrung ansammeln. Und der Wille von Jugendlichen ist mit der Pubertät (dem biologischen Erwachsenwerden) stark genug, um sich nicht von Personen mit mehr Lebenserfahrung manipulieren zu lassen. Auch nicht von den Eltern, gegen welche sie aufbegehren. Entweder teilen Jugendliche die moralischen Beschränkungen ihrer Erzieher, oder sie tun es nicht und machen spätestens mit 18 was sie wollen. Aufdrängen kann man nur Kindern etwas - sollte aber nicht. Habt Mitleid mit allen Kindern, welche in einem christlich-konservativen Umfeld aufwachsen, denn ihnen wird viel genommen.

Yoshimo hat gesagt…

@ Robin Hood:

Natürlich kommen die "prosexuellen Aktivisten", die eigentlich nur etwas weltoffener sind, aus ihren *Löchern*. Sie werden anonym aus dem Internet heraus angegriffen, ihre natürlichen Triebe werden als widernatürlich hingestellt, teilweise wird sogar das Verbot ihrer Vorlieben und Fetische gefordert. Da haben sie das Recht, sich zu verteidigen. Mit dem Propagieren "sexueller Abnormitäten" hat dies gar nichts zu tun. Mal davon abgesehen, dass "abnorm" zwar nicht gänzlich falsch ist (Sadomaso wird von einer Minderheit praktiziert), jedoch impliziert "abnorm" nicht nur "abseits des Standards", sondern auch Attribute wie "schlecht", "inakzeptabel" oder gar "geistesgestört". Sie sollten ein neutraleres Wort finden, außer natürlich, sie möchten mich und meinesgleichen weiterhin mit falschen Anschuldigungen beleidigen.

Dafür, dass Sexualität für Christen keine Rolle spielen soll, pflanzen sich die Gläubigen seit gut 2.000 Jahren aber üppig fort. Und den klerikalen Würdenträgern fallen zurzeit verstärkt die Ministranten vom Schoß. Und generell wird um Verhütung, Homosexualität und sonstige sexuelle Themen mächtig Aufsehen betrieben, was wohl damit zusammen hängt, dass die Schöpfung auch nach Verwendung schreiende Geschlechtsorgane beinhaltet. Zu denen gehören nebst dem Penis und der Vagina im Übrigen auch auch der Mund, der Anus, die Hände, die Schenkel sowie die Brüste. Denn nur weil diese nicht dediziert der Sexualität dienen, kann ihnen das Prädikat des Geschlechtsorgans nicht abgesprochen werden.

Ihre Aussage, dass die Liebe getrennt von der Sexualität zu behandeln sei, stellt einen klaren Widerspruch zu den zuvor propagierten Werten dar. Sollte der Sex, mit welchem sich Christen fortpflanzen, in etwa ohne Liebe stattfinden?

"Oder glaubt ihr im Ernst, Jesus hätte Sadomaso als etwas anderes als ekelerrgend empfunden?"

-> Ja, das glaube ich im Ernst und fordere Sie auf, mir das Gegenteil zu beweisen. Seien sie nicht so töricht und projizieren ihre persönliche Abneigung auf den Propheten Gottes.

"Aber davon versteht ihr sowieso nichts."

-> Das bezweifle ich stark, doch Sie verstehen auf jeden Fall nichts von freien Entscheidungen. Die können nämlich sehr wohl auch unter beeinflussenden Begleitumständen getroffen werden. Vielmehr sind Begleitumstände gerade die Voraussetzung zur Willensbildung, die Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt ist das sichtbare Zeichen seines Willens. Lediglich wenn die Umstände zum Zwang werden (z.B. körperlicher Zwang), ist der Wille gezwungen, dem Willen des Bezwingers zu folgen. Ihre Gedankengänge, welche Sie letztlich in eine verschärfte Form der existenziellen Isolation auf einsame Inseln führte, sind reichlich naiv.

~~~

@ D.:

"Ich verweise anstandshalber nicht auf Missbrauchsskandale von Christen in katholischen Ämtern"

-> Jetzt haben Sie es ja doch getan. ;-) Ist aber ein netter Rhetoriktrick und absolut gerechtfertigt.

Ihre Ausführungen im Bezug auf die Fähigkeit zur Meinungsbildung von Jugendlichen sind im Übrigen absolut korrekt. Das sieht auch der deutsche Gesetzgeber so, welcher das Schutzalter auf 14 Jahre gesetzt hat, so lange die Initiative vom jüngeren Partner ausgeht, sowie auf 16, wenn die Initiative vom Älteren kommt - und dies selbstverständlich sowohl für hetero- als auch homosexuelle Handlungen. Ich selbst hatte den ersten Geschlechtsverkehr mit zwölf Jahren und geschadet hat es mir nicht, was von den Enthaltsam-bis-zur-Ehe-Fanatikern nicht gerade behauptet werden kann. Vielleicht trauern sie aber auch nur einer zu trockenen Jugend nach...

ich hat gesagt…

Hatten wir nicht schon einmal die frage nach christlicher liebe und nächstenliebe und dazu auch noch unbeantwortet?
Dass es schön wäre, wenn es so wäre, ist schön.
Doch wer denkt, dass gezeigte liebe erwartete, akzeptierte liebe sei, der irrt. Dann bräuchte es auch keine scheidung christlicher paare geben.
Wer gesehen hat, wie sich christliche liebe bei und nach der hochteit zeigt, kann schon ein wenig zweifeln.
Ließe sich noch weiter fortführen, doch es sollte hier vor allem einer lebensweise gehuldigt werdem, die öffentlich auch genügend kritik erfährt.
Macht ein intranet für zustimmer, dann ist die öffentlichkeit und eine - berechtigte - zurechtweisung und gegenmeinung ausgeschlossen; bis auf wenige ausnahmen.
So solltet ihr den widerspruch verknusen können.
So, wie ihr ein anderes leben als das eurer vorstellung ablehnt, kann ich nur sagen: Lebt so. Doch lasst den anderen ihr leben.
Den beweis, dass eure ansichten besser sind, eure vorstellungen allgemeingut darstellen, dem seid ihr heut entfernter als zu beginn eurer mär.
Abraham würde euch das bestimmt erklären können.

Anonym hat gesagt…

sehr geehrter herr yoshimo,

obwohl ich nicht mit allem einverstanden bin was sie sagen, bedanke ich mich herzlich für ihre antwort[en]. vor allem der punkt mit dem vertrauen bei s/m hat mir zu denken gegeben. auch ihre lebensweise zu verteidigen ist ihr gutes recht.
erlauben sie mir jedoch, ihnen einige fragen zu stellen.. sie sagen daß jugendliche ab 14 für sich selbst entscheiden können. das erscheint mir etwas niedrig, doch mit 16 haben sie auch meinen segen und ich hoffe für sie, daß ihr sehr frühes sexualerlebnis mit LIEBE verbunden war. doch was halten sie davon, daß selbst grundschulkinder [<<14j] bereits über sexuelle praktiken aufgeklärt werden obwohl das aufgabe der eltern ist? finden sie es richtig, daß pornografie im internet selbst für kinder frei verfügbar ist? finden sie es richtig, daß eltern verhaftet werden und ins gefängnis müssen, weil sie ihre kinder nicht an einer schulischen theateraufführung zum thema sexualerziehung teilnehmen lassen wollen?
die fragen sind vielleicht etwas aus dem zusammenhang, doch sie beschäftigen mich.

Anonym hat gesagt…

Die Perversen die sind Klasse, die sind erfolgreich+git bei Kasse!

Anonym hat gesagt…

Ich finde sexuelle Extase und Befriedigung gut

Yoshimo hat gesagt…

@ Anonym (3):

1.) Ja, mein erstes Mal war mit Liebe verbunden und wir haben auch heute noch Kontakt. Das Fortsetzen unserer Beziehung ist jedoch schwer, liegen zwischen uns doch ca. 9.000km Luftlinie.

2.) Ja, die Sexualkunde an Grundschulen ist richtig. Kinder müssen aufgeklärt werden, bevor sie geschlechtsreif sind und die Schule sorgt dafür, dass dieses wichtige Bildungselement auch allen Kindern zuteil wird. Es sei jedoch angemerkt, dass es sich hierbei um eine Diskussion im Elfenbeinturm handelt. Die Kinder werden von anderen Kindern aufgeklärt, sobald sie das erste Mal auf dem Pausenhof stehen. Genauso wie sie dort Schimpfwörter lernen und neuerdings auch Pornos über Mobiltelefone oder USB-Sticks tauschen. Ein "schwarzes Schaf" genügt, um alle "weißen Schafe" zu "kompromittieren".

3.) Ja, die freie Verfügbarkeit von Pornografie im Internet ist richtig. Pornos zeigen die "schönste Sache der Welt" und sollten keiner Zensur unterliegen. Außerdem sei die Alternative bedacht: Um das Internet vollständig kindersicher zu machen, müssten alle Nutzer einen Altersnachweis erbringen und könnten folglich beim Surfen identifiziert und grenzenlos überwacht werden. Herrn von Gersdorff würde das sicherlich gefallen, aber er ist ja nicht der Schmiernippel der Erdachse. Und ein generelles Pornografieverbot ist international nicht durchsetz- und ethisch nicht vertretbar.

4.) Ja, die Inhaftierung von gegen die Schulpflicht verstoßenden Eltern ist richtig. Die Schulpflicht ist eine der größten Errungenschaften Deutschlands. Sie ermöglicht allen einen Mindeststandart an Bildung und zu dieser Bildung zählt auch die Sexualität in all ihren Facetten. Das an den Haaren herbeigezogene Argument, die Religions- und Gewissensfreiheit der Eltern stünde über dieser sinnvollen Bestimmung des Staates, ist schlicht falsch. Da könnte ja jeder kommen, sich gegen geltendes Recht auflehnen und dies dann mit seinem Gewissen oder seiner Religion rechtfertigen. Ich bin prinzipiell der Meinung, dass sich der Staat so wenig wie möglich in das Leben seiner Bürger einzumischen hat, doch in diesem Fall ist die Einmischung unabdingbar. Kein Kind sollte ausschließlich religiös indoktriniert werden, sondern hat das Recht, die Welt weltlich zu sehen. So einfach ist das.

~~~

@ Anonym (4&5):

Stimmt, in den Medien wurde von Führungskräften wiederholt verlautbart, dass Schwule und Lesben die kreativsten, fleißigsten und cleversten Köpfe wären.

Und natürlich ist sexuelle Befriedigung gut. Es handelt sich hierbei um eine grundlegende, biologische Funktion.

Anonym hat gesagt…

Yoshimo steht eigenen Angaben zufolge auf Sex mit Tieren.

Typ, Du bist eindeutig krank, Deine Kommentare sind für uns bedeutungslos.

Reimer hat gesagt…

Wer andere nicht verstehen will,
sei dazu lieber würdig still.
Wer nur das eigene Denken ehrt,
der ist auf dieser Welt verkehrt.

Yoshimo hat gesagt…

Wo habe ich das geschrieben? Stimmt nämlich nicht. Aber als anonymer Schwätzer kann man natürlich viel behaupten.

Wenngleich ich nichts gegen Leute habe, die auf Sex mit Tieren stehen. Ich halte es diesbezüglich ganz mit Peter Singer.

Aber hey, hoffentlich bin auch ohne Tiersex "krank"! Auf dieses Prädikat aus Ihrem Munde möchte ich nämlich nur ungern verzichten!

Anonym hat gesagt…

das SM etwas ist was übertragen wird ob vom inhalt falsch und dem bürgr gegenüber dumm verachtend habe ich in frankfurt (M) feststellen dürfen. mein fahrzeug mit SM .. ... habe ich aus der hotelgarage wieder entfernen dürfen, da es anstößig sei.
jetzt bleibt noch das jur nachspiel zwecks geldrückgabe der vorzahlung bzw rücknahme der rechnung.
ein feiner staat sind wir und so gläubig. egal wie schwarz die seele ist, das jackett muß sauber sein.
dazu noch solche worte über kunst und lebensfreude. gut daß es auch menschen gibt die leben ohne zu meckern.