Mittwoch, 30. Juni 2010

Sogar der „Spiegel“ entlarvt linkskirchliche Intrigen gegen Bischof Mixa/Auch „Die Welt“ kritisiert unfaire „Schlammschlacht“

Felizitas Küble, Leiterin des kath. KOMM-MIT-Jugend-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Am Sonntag, den 27. Juni 2010, konnte der ehem. Oberhirte von Augsburg, Bischof Walter Mixa, sein 40-jähries Priesterjubiläum begehen. Eine offizielle Feier lehnte die jetzige Bistumsleitung, die ihren eigenen Bischof abgesägt hatte, freilich schroff ab. Dieser Vorgang ist allerdings bei weitem nicht die einzige Merkwürdigkeit in der Causa Mixa.

In der deutschen Medienwelt ereignet sich derweil Erstaunliches: sogar bei jenen Presseorganen, die sich selbst in den letzten Wochen und Monaten an der Berichterstattung gegen Bischof Mixa beteiligt hatten, beginnt anscheinend eine nachdenkliche bis selbstkritische Phase.

Offenbar dringt zunehmend die Erkenntnis ins Bewußtsein, daß man sich - vielleicht auch nur fahrlässig - vor den Karren linkskirchlicher Kreise spannen ließ und deren intriganten Interessen entgegenkam. Solch eine Einsicht geht ans „Berufsethos“, es trifft ins Herz journalistischer Unabhängigkeit und moralischer Selbstvergewisserung.

Während die „Welt“ vor ca. zwei Wochen eine „Kehrtwende“ im „Fall Mixa“ vollzog und das Kesseltreiben gegen diesen Bischof zunehmend kritisch bewertete, hat nun sogar das linke Wochenmagazin „Der Spiegel“ gewissermaßen „die Kurve gekriegt“ und das innerkirchliche Treiben gegen Bischof Mixa akribisch durchleuchtet.
Am Montag, den 28. Juni 2010, veröffentlichte der bekannte Kirchenredakteur Gernot Facius in der WELT eine scharfsinnige Analyse der Anti-Mixa-Kampagne unter dem Titel: „Schlammschlacht in der katholischen Kirche.“ - Dieser Artikel erschien zeitgleich auch in der „Berliner Morgenpost“, ebenfalls eine Zeitung aus dem Axel-Springer-Verlag.

Der Facius-Bericht beginnt mit den Worten: „Die Debatte über die Umstände des spektakulären Amtsverzichts des Augsburger Bischofs Walter Mixa (69) ist vorerst nicht zu stoppen. Ins Zentrum der Diskussion rückt jetzt die Frage nach dem Verhalten hochrangiger Vertreter der Kirche.“

Sodann befaßt sich Facius mit einem Kommentar der Würzburger kath. „Tagespost“:
„Symptomatisch für die Irritationen in großen Teilen des Katholizismus ist der Kommentar der in Würzburg erscheinenden "Tagespost". Die katholische Tageszeitung spricht offen von einer "Schlammschlacht" in der Causa Mixa. Die Kommentatoren zeigen sich empört über die "zunehmende Politisierung kirchlichen Handelns, die hier zutage trat". Über Wochen hätten kirchliche Kreise Medien "bedient". Am Ende sei ein vertrauliches Dossier Medienvertretern gezielt zugespielt worden, dessen Inhalt (angebliche Alkoholsucht und ebenfalls nicht belegte sexuelle Übergriffe Mixas) am Tag nach der Veröffentlichung seitens der Bischofskonferenz offiziell bestätigt worden sei.“

Aber nicht allein die ansonsten eher bischofsbeflissene „Tagespost“ kritisiert nun die innerkirchliche Treibjagd gegen Bischof Mixa. WELT-Redakteur Facius beruft sich in seiner kritischen Analyse ausdrücklich auf das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ und zitiert daraus wie folgt: "Fein dosiert hatte da die hochwürdige Augsburger Truppe mit Schmutz geworfen, unter den Augen des Münchner Erzbischofs Reinhard Marx und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Mal aus der sicheren Deckung heraus, gern aber auch im Blitzlicht der Medien."

Selbst der „Spiegel“, der monatelang äußerst kritisch über Mixa berichtet hatte, ist nun offensichtlich wenig amüsiert darüber, daß eine „ganze Kirchen-Armada“ an einem „Projekt“ gestrickt habe, das den Titel „Nieder mit Mixa“ trägt.

Kirchliche Kreise hätten sich „beeilt“, so der „Spiegel“, den damals noch amtierenden Bischof Mixa bei der Staatsanwaltschaft in München wegen Missbrauchs eines jungen Mannes anzuzeigen, ohne Mixa dazu anzuhören: "Das angebliche Opfer dementierte, die Ermittlungen wurden eingestellt...Eine ganze Kirchenarmada, so scheint es, hat an dem Projekt 'Nieder mit Mixa' gestrickt."

So scheint es - und so ist es wohl auch. Zu den besonders eifrigen Kampagnen-führern im „Fall Mixa“ gehört der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, der zuvor bereits durch unfaire Attacken gegen das bayerische Benediktiner-Internet Ettal aufgefallen war. (Siehe diverse EIP-Berichte zu Ettal, zuletzt am 14. April 2010: „Kloster Ettal widerspricht bischöflichem Pressesprecher...“).

Selbst die betont linksgerichtete „Frankfurter Rundschau“ bezeichnet Erzbischof Marx in einer Bilderschau als den „Beinharten“. Zudem heißt es dort: "Er wartet auf die Ernennung zum Kardinal.(...) Fiel durch extrem scharfes Vorgehen gegen Missbrauchsfälle im Kloster Ettal auf. Hat alle bayerischen Bischöfe auf seine demonstrativ harte Linie gezwungen." - Hierzu der Link: http://www.fronline.de/_em_cms/_multifunktion/em_art=galery&em_loc=3277&em_cnt=2773334

Insgesamt läßt sich feststellen, daß die Kritik an der Schlammschlacht gegen Bischf Walter Mixa, die in der bürgerlichen Presse bereits vor Wochen begann, nun auch mitten im linken Spektrum der Republik angekommen ist.

Damit wird es für linkskirchliche Agitatoren und bischöfliche Intriganten zunehmend enger. Wird ihnen am Ende etwa nur noch die - streckenweise geradezu lächerlich agierende - „Süddeutsche Zeitung“ als Sprachrohr übrig bleiben? – Das wäre wahrlich blamabel!

1 Kommentar:

Chorleiter hat gesagt…

Würde statt: hätte, wenn, aber, scheinen und ähnlichen Worten und Wortkombinationen eine klare Gegendarstellung gebracht worden, könnte man von Klarheit reden.
Für mich waren beide Seiten nicht um Aufklärung, Klarheit, Fairneß oder gar Objektivität bemüht.
Wer nicht miteinander reden will, der redet halt gegeneinander, aneinander vorbei.
Pfui für beide Seiten.
Leider werden diese wohl in diesem wie in anderen Fällen bei ihrer Haltung bleiben.
Ich traue weiterhin weder der Kirche noch den Medien.