Mittwoch, 30. Juni 2010

Anzeige gegen jungen CDU-Politiker - Kritik an Homo-Lobby und am Islam führte zu Meinungsterror

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Gegen den 33-jährigen Andreas Reifsteck wurde Mitte Juni 2010 von linker Seite Anzeige wegen „Volksverhetzung“ erstattet. Der CDU-Geschäftsführer von Karlsruhe hatte sich am 25. Mai in seinem Facebook-Account eine saloppe Kritik an der Forderung nach einem Adoptionsrecht Homosexueller erlaubt, indem er Freunden mitteilte: „Schwule und lesbische Paare wollen Kinder adoptieren? - Ja, aber bestimmt nicht auf diesem Planeten.“

Der flapsig klingende „Gag“ ist aus Sicht einer mitunter hysterisch agierenden Schwulen-Lobby offenbar Anlaß genug, Strafantrag wegen „Volksverhetzung“ gegen den jungen Christdemokraten zu erstatten, die Rassismus-Keule zu schwingen sowie eine Pressekampagne gegen ihn loszutreten.

So heißt es am 18.6.2010 in einer Schlagzeile der Regionalpresse „Ka-News“, einer online-Variante des „Südkuriers“ (www.ka-news.de): „Rassismus-Vorwürfe gegen CDU-Geschäftsführer.“

Dabei wird ihm auch folgende Facebook-Stellungnahme vorgehalten, mit der Reifsteck seine Ablehnung eines Adoptionsrechts für Homosexuelle begründete: „Ich halte das für falsch und krank. Kinder brauchen Mutter u n d Vater für eine gesunde Entwicklung - und keine zwei Mütter oder zwei Väter oder zwei Meerschweinchen.“

Dem CDU-Geschäftsführer wird außerdem angelastet, daß er den CSD bzw. die „Schwulen-Paraden“ am 21. Mai in Facebook als „Blödsinn“ bezeichnet habe: „Ministerpräsident Mappus schreibt kein Grußwort zum schwulen CSD. Vollkommen richtig so! Man muss sich nicht für jeden Blödsinn hergeben!"

Am 19.6.2010 beschwerte sich die unvermeidliche Schwulen-Webseite www.quer.de ebenfalls über den „umstrittenen“ CDU-Mann aus Karlsruhe und wies darauf hin, daß seine Ansichten in der eigenen Partei durchaus Anhänger finden:

„Der Ministerpräsident Baden-Württembergs hatte sich im Frühling nicht zum ersten Mal geweigert, den CSD zu unterstützen, den er selbst früher "abstoßend" genannt hatte... Das seit Jahrzehnten CDU-regierte Land gilt als Schlusslicht in Sachen Homo-Rechte. Zuletzt machte die „Junge Union“ des Landes mit einem konservativen Grundsatzpapier von sich reden, in dem die Homo-Ehe als "falsch und unsinnig" abgelehnt wurde. Reifsteck steht in seiner Partei also nicht allein und wird sich auf Freunde verlassen können.“

Als „rassistisch“ wird von den Anzeigenerstattern überdies folgende Reifsteck-Aussage über den Islam gewertet, wobei er sich auf einen FAZ-Bericht über Somalia bezog: „FAZ: „Somalia: Wer den Fernseher einschaltet, riskiert sein Leben.“ - Kranker Islam! Richtig krank!“ - Zudem habe er den Islam mit ironischen Anführungszeichen als „Religion der Liebe“ veralbert.

Als erschwerenden Umstand betrachten wird überdies ins Feld geführt, daß der CDU-Kommunalpolitiker sich erfreut über den Sieg des bekannten Islam-Kritiker Geert Wilders bei den niederländischen Parlamentswahlen geäußert hat.

Die homosexuelle Webseite „www.schwulst.de“ empörte sich am 22. Juni ebenfalls heftig über diese Facebook-Einträge Reifstecks, weil der CDU-Vertreter darin „konservativ-reaktionäre Statements vom Stapel gelassen“ habe. Dennoch werde er vom CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther „in Schutz genommen“, der die Kampagne um seinen Kreisgeschäftsführer als „aufgebauscht“ bezeichnet habe.

Dieses intolerante Kesseltreiben ist in Wirklichkeit nicht nur „aufgebauscht“, sondern von A bis Z unbegründet und schlichtweg lächerlich, wenn es nicht leider doch ernst zu nehmen wäre. Man fragt sich, ob wir nun in einem freien Rechtsstaat oder in Absurdistan leben, wenn harmlose Meinungsäußerungen und flapsige Facebook-Einträge bereits ausreichen, um den Rassismus-Hammer zu erleben, Theaterdonner in der Presse hervorzurufen und sich eine Strafanzeige wegen „Volksverhetzung“ einzuhandeln. Sind wir auf dem besten bzw schlechtesten Weg in eine schleichende Meinungsdiktatur?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

In der Tat hat die hysterische Meinungsmache mancher Lobbyorganisationen totalitären Charakter und ist mit der Realität allenfalls noch lose verbandelt.
Durch ein "Political Correctness", das sich fest im Besitz von Linksgrünen und Lobbyisten befindet, wird eine normale Meinungsäußerung im demokratischen Spektrum zum "Hate Crime".
Auf Knopfdruck werden alle Negativ-Assoziationen herausgeholt, in Stein gemeisselt, dann von von der Wand genommen und dem Betroffenen über den Kopf gezogen.
Das Traurige ist, es handelt sich beim PC einfach um eine Art "umgedrehten" gesunden Menschenverstand, ähnlich einem Kompass, der permanent nach Süden zeigt.
Niemals in allen diesen Fällen von Menschenjagd ging es den Betroffenen um wirkliche Homophobie.
Es ging allein darum dass nicht noch eine weitere gesellschaftliche Partikulargruppe auf Kosten des Steuerzahlers allen anderen gegenüber privilegiert wird.
Die Argumentation der Lobbyorganisiationen in Bezug auf die Adoption von Kindern durch Homosexuelle/Lesben wird dann ganz absurd:
Wird sonst immer die "Vielfalt" beschworen, wenn es um die unterschiedlichen sexuellen Betätigungsgemeinschaften geht, scheint für das zu adoptierende Kind nicht zu gelten: es hat nur "Einfalt" zu erwarten. Zudem hat ganz eindeutig ein Paradigmenwechsel stattgefunden; wo ursprünglich das Kindeswohl im Mittelpunkt steht, geht es mit einmal um das "Wohl" der Adoptierenden.
Die neomarxistische Dialektik scheint sich hier nicht einmal mehr die Mühe zu machen, dieses zu vertuschen.

Anonym hat gesagt…

Ich finde es sehr gut, daß dieser Politiker seine Meinung zu den beiden Themen Apoption von Kindern durch homosexuelle Paare und Thema Islam aüßert. Ich teile seine Auffassungen zu beiden Themen. Sehr bedenklich finde ich dagegen die "militant anmutende" Reaktion von Vertretern der "Schwulenbewegung". Übrigens finde ich es sehr, sehr gut, daß die Redaktion von kath.net sich nicht durch Androhungen von Anzeigen oder sonstigem angekündigten Druck, beeindrucken lässt und weiter ihre Meinung zu bestimmten Themen schreibt. Macht unbedingt weiter so!

kobüdahl hat gesagt…

Adoptionsrecht

Der CDU-Politiker Andreas Reifsteck hat völlig Recht; dabei kommt es mir nicht auf die Wortwahl an, sondern auf den Inhalt und die Grundaussage. Wo leben wir eigentlich. Ich empfand es bereits empörend, dass die Justizministerin sich für die Freigabe der Adoption durch Schwule oder andere gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen hat. Das ist wider die Natur! Zu Kindern gehören im besten Fall VATER+MUTTER, Mann und Frau. Traurigerweise auch manchmal nach missglückter Ehe (leider immer öfter) nur ein Elternteil. Kinder sind keine Verfügungsmasse, die man einfach so übernimmt, weil einem danach ist. Der intime Bezug des Blutes, der Zeugung und der Geburt gehören dazu. Nur im Ausnahmefall, wenn Eltern beispielsweise keine Kinder auf natürlichem Wege bekommen können, ist eine Adoption wünschenswert, weil hier potentielle Elternschaft nur durch physische Mängel verhindert wird. Es muss allein um das Kindeswohl gehen und nicht um irgendwelche Lobbyisten spezifischer geschlechtlicher Veranlagung. Kein Gericht dürfte eine derartige Anklage mit der kuriosen Begründung der „Volksverhetzung“ überhaupt annehmen. Aber heute dürfen ja sogar verurteilte Verbrecher gegen ihre Opfer klagen. Das alles hat weder etwas mit Demokratie noch mit Menschenrecht und Menschenwürde zu tun – ganz im Gegenteil. Hoffentlich lassen sich alle Befürworter und Verfechter christlicher Ideale, grundlegender Menschenrechte und von Moral und Sitte in der Öffentlichkeit und in der entsprechenden Gesetzgebung weder verunsichern noch entmutigen!
2.Juli 2010 Konrad Bütow

Konrad Bütow hat gesagt…

Adoptionsrecht

Der CDU-Politiker Andreas Reifsteck hat völlig Recht; dabei kommt es mir nicht auf die Wortwahl an, sondern auf den Inhalt und die Grundaussage. Wo leben wir eigentlich. Ich empfand es bereits empörend, dass die Justizministerin sich für die Freigabe der Adoption durch Schwule oder andere gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen hat. Das ist wider die Natur! Zu Kindern gehören im besten Fall VATER+MUTTER, Mann und Frau. Traurigerweise auch manchmal nach missglückter Ehe (leider immer öfter) nur ein Elternteil. Kinder sind keine Verfügungsmasse, die man einfach so übernimmt, weil einem danach ist. Der intime Bezug des Blutes, der Zeugung und der Geburt gehören dazu. Nur im Ausnahmefall, wenn Eltern beispielsweise keine Kinder auf natürlichem Wege bekommen können, ist eine Adoption wünschenswert, weil hier potentielle Elternschaft nur durch physische Mängel verhindert wird. Es muss allein um das Kindeswohl gehen und nicht um irgendwelche Lobbyisten spezifischer geschlechtlicher Veranlagung. Kein Gericht dürfte eine derartige Anklage mit der kuriosen Begründung der „Volksverhetzung“ überhaupt annehmen. Aber heute dürfen ja sogar verurteilte Verbrecher gegen ihre Opfer klagen. Das alles hat weder etwas mit Demokratie noch mit Menschenrecht und Menschenwürde zu tun – ganz im Gegenteil. Hoffentlich lassen sich alle Befürworter und Verfechter christlicher Ideale, grundlegender Menschenrechte und von Moral und Sitte in der Öffentlichkeit und in der entsprechenden Gesetzgebung weder verunsichern noch entmutigen!
2.Juli 2010 Konrad Bütow

Chorleiter hat gesagt…

Befasst euch mal mit der Entwicklung der Familievon anno dunnemals bis heute.
Eure Auslegung des Begriffes Familie stammt aus grauer Vorzeit, war dort, aus heutiger Sicht, mit Fragen behaftet.
Verlangt nicht nur das in eurem Verständnis logische, denn es ist es für die Allgemeinheit nicht.
Mit der Entwicklung des Menschen steht ihr schon seit Menschengedenken auf Kriegsfuß.
Wie auch bei der Erziehung: Wer sich nicht rechtzeitig von Kommenden löst - lösen kann - weil er kein Vertrauen bietet und die Voraussetzung dafür gegeben hat, wird die Entwicklung irgendwann störend hemmen.
Ihr schiebt alles auf den Glauben zu Gott. Ich glaube an den Menschen, denn dessen Wirken knn ich täglich beobachten, seine Worte einschätzen.
Mein Glaube ist Vertrauen.
Solange ihr wie greinende Kinder posaunt: Ich will das so, wie ich es will! Basta! und allem, was euch widerspricht nur mit Ablehnung begegnet, keinen neuen, nutzbaren Gedanken für alles findet, werdet ihr wohl oder übel für ie Allgemeinheit nichts vernünftiges bieten, ja euch selbst ins Abseitsbegeben und schmollen.
Solange es Leute gibt, die nicht merken oder merken wollen: Man kann nur einen Gott über alles setzten. Und ihrem das Pre geben und des Anderen Gott oder Götter mit Verachtung und Ablehnung entgegntreten, haben sie nicht verstanden, was - wer - Gott ist.
Tut nir für euch leid, aber es ist noch nicht zu spät einen Konsens für alle, besonders mit allen zu finden.
Ihr gebt Meinungsterror und ihr empfindet Meinungsterror.
Durchbrecht den Teufelskreis.

Gewissen 007 hat gesagt…

Lieber Chorleiter
ich habe mich gefreut zu lesen, dass auch Sie bekennen, dass man nur den einen Gott über alles setzen kann, weil er über allem ist und es auch nur diesen einen gibt.
Und dieser sagt, Knabenschänder erhalten ihren Lohn mit den Zauberern und Mördern usw.

Da zwei Knabenschänder und 2 Mädchenschänderinnen keine Familie ergeben, geschweigedenn einen Sinn, ist es auch sill-los, ihnen Kinder zu überlassen.

Laut geltendem Recht können Kinder nur in intakte "Familien" abgegeben werden aber nie in irgendwelche Rudel selbstverliebter, hyterischer, perverser Böcke und Weiber.

Chorleiter hat gesagt…

@ Gewissen 007
Sie haben zwar gelesen, was ich geschrieben habe, doch verstanden haben Sie es, leider, nicht.
Die Verhältnisse haben sich geändert. Ich sage: Weiterentwickelt.
Die religiösen Denkweisen haben sich nicht geändert, weil man meint, diese wären der Nabel der Welt.
Und über intakte Familien, wie Sie es meinen, sagt die Statistik genügend aus. Und das ist nicht immer positv.
Die Welt ist groß und wird immer größer.
Der Glauben nicht.
Machen Sie einen annehmbaren, verständlichen Vorschlag zu dieser Problematik.
Das Ablehnungsgetöse und die Bessewisserei bringt nichts.
Ich habe durch DEN Glauben DEN Glauben verloren.
Heute sage ich, ohne Trauer: Zu recht.

19er Flasche hat gesagt…

"Eure Auslegung des Begriffes Familie stammt aus grauer Vorzeit, war dort, aus heutiger Sicht, mit Fragen behaftet.
Verlangt nicht nur das in eurem Verständnis logische, denn es ist es für die Allgemeinheit nicht."

Kann ich nur zustimmen. Die Pojnte ist ja denke ich zusätzlich die, dass diese Auslegung des Begriffs Familie eben nicht einmal wirklich alt ist, sondern ihr nur der Anschein der "Natürlichkeit" verliehen wird. Tatsächlich aber hat sich dieses Modell der Famile (Vater, Mutter, Kinder + ev. Großeltern als Einheit im Sinne eines Lebenszusamenhangs) in weiten Teilen Europas erst im 19. Jahrhundert verallgemeinert - daran gibt es auch kaum historische Zweifel.
Selbst die ach so natürliche Arbeitsteilung hat es in reiner Form bei einer Mehrheit der Bevölkerung nie gegeben, ernsthaft ausgebreitet hat sie sich z.b. in Deutschland erst unter den Nazis und v.a. später wärhend dem "Wirtschaftswunder".
Ähnliches gilt für die Homosexualität, die in weiten Teilen der Bevölkerung im MA, also noch vor der euch vermutlich verhassten Aufklärung, oftmals nicht einmal sexuell konnotiert war (weshalb sie, ähnlich wie Masturbation, auch in Schriften kaum behandelt wird).
Es stellt sich hierbei für mich die Frage, mit welcher Legimitation Homosexuellen Paaren oder auch Einzelpersonen, so sie durch Ämter etc. für in der Lage befunden werden, ein Kind groß zu ziehen, das Recht abgesprochen wird dies auch zu tun.
Zumal gerade die Familie, der scheinbare Ort der Geborgenheit, tatsächlich laut jeder seriösen kriminalistisciehn Statistik in Deutschland und Österreich der bei weitem gefährlichste Ort ist (die Fritzls gibst in geringerem Ausmaß zuhauf. Die meisten Vergewaltigungen finden innerhalb einer Ehe statt).
Wie der Chorleiter schon geschrieben hat, hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt. Das eure Thesen vollkommen reaktionär sind, ist den meisten bewusst (sonst wären sie eben nicht reaktionär) - da hilft auch die Verwirr-Taktik, derartige Vorwürfe als "Rassismus" zu bezeichnen wenig (was ich im übrigen richtig erbärmlich von Frau Küble finde, da ich mir sicher bin, dass sie sich bewusst ist, was mit dem Rasssismusvorwurf gemeint war. Andererseits zeigt, es wie schwach diese talibanösen Positionen mittlerweile sind).
Zu dem rassistischen Stuss den Andreas R. getätigt hat, kann man nur sagen, dass er selbst der beste Beweis für die Absurdität derartiger und ähnlicher Behauptungen über "den Islam" (wer oder was das nun auch immer sein soll - wohl alle vom türkischen Elektriker in Wien über den drogenvercheckenden Bosnier in Stuttgart bis zu Osama bin Laden).
Somalia hat vielleicht 20 Millionen Einwohner, mit denen die restlichen 1,3 Milliarde Muslime in dem Ausmaß zu tun haben, in dem sich wohl eine Mehrheit der Christen hier für Verwirrte wie Andreas R. oder gar die Autorin obigen Jammerartikels für ihre Religion schämen muss.

19er hat gesagt…

"Eure Auslegung des Begriffes Familie stammt aus grauer Vorzeit, war dort, aus heutiger Sicht, mit Fragen behaftet.
Verlangt nicht nur das in eurem Verständnis logische, denn es ist es für die Allgemeinheit nicht."

Kann ich nur zustimmen. Die Pojnte ist ja denke ich zusätzlich die, dass diese Auslegung des Begriffs Familie eben nicht einmal wirklich alt ist, sondern ihr nur der Anschein der "Natürlichkeit" verliehen wird. Tatsächlich aber hat sich dieses Modell der Famile (Vater, Mutter, Kinder + ev. Großeltern als Einheit im Sinne eines Lebenszusamenhangs) in weiten Teilen Europas erst im 19. Jahrhundert verallgemeinert - daran gibt es auch kaum historische Zweifel.
Selbst die ach so natürliche Arbeitsteilung hat es in reiner Form bei einer Mehrheit der Bevölkerung nie gegeben, ernsthaft ausgebreitet hat sie sich z.b. in Deutschland erst unter den Nazis und v.a. später wärhend dem "Wirtschaftswunder".
Ähnliches gilt für die Homosexualität, die in weiten Teilen der Bevölkerung im MA, also noch vor der euch vermutlich verhassten Aufklärung, oftmals nicht einmal sexuell konnotiert war (weshalb sie, ähnlich wie Masturbation, auch in Schriften kaum behandelt wird).
Es stellt sich hierbei für mich die Frage, mit welcher Legimitation Homosexuellen Paaren oder auch Einzelpersonen, so sie durch Ämter etc. für in der Lage befunden werden, ein Kind groß zu ziehen, das Recht abgesprochen wird dies auch zu tun.
Zumal gerade die Familie, der scheinbare Ort der Geborgenheit, tatsächlich laut jeder seriösen kriminalistisciehn Statistik in Deutschland und Österreich der bei weitem gefährlichste Ort ist (die Fritzls gibst in geringerem Ausmaß zuhauf. Die meisten Vergewaltigungen finden innerhalb einer Ehe statt).
Wie der Chorleiter schon geschrieben hat, hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt. Das eure Thesen vollkommen reaktionär sind, ist den meisten bewusst (sonst wären sie eben nicht reaktionär) - da hilft auch die Verwirr-Taktik, derartige Vorwürfe als "Rassismus" zu bezeichnen wenig (was ich im übrigen richtig erbärmlich von Frau Küble finde, da ich mir sicher bin, dass sie sich bewusst ist, was mit dem Rasssismusvorwurf gemeint war. Andererseits zeigt, es wie schwach diese talibanösen Positionen mittlerweile sind).
Zu dem rassistischen Stuss den Andreas R. getätigt hat, kann man nur sagen, dass er selbst der beste Beweis für die Absurdität derartiger und ähnlicher Behauptungen über "den Islam" (wer oder was das nun auch immer sein soll - wohl alle vom türkischen Elektriker in Wien über den drogenvercheckenden Bosnier in Stuttgart bis zu Osama bin Laden).
Somalia hat vielleicht 20 Millionen Einwohner, mit denen die restlichen 1,3 Milliarde Muslime in dem Ausmaß zu tun haben, in dem sich wohl eine Mehrheit der Christen hier für Verwirrte wie Andreas R. oder gar die Autorin obigen Jammerartikels für ihre Religion schämen muss.

kobüdahl hat gesagt…

Verdrehungen, Halbwahrheiten, Leugnungen und ach so tolle Modernismen können zwar eine Diskussion beleben, helfen aber in der Sache nicht weiter. Die Auslegung des Begriffes "Familie" mag ja aus grauer Vorzeit stammen - aber was ändert das am fundamentalen Wert der Familie, die es eben seit bestehen der Menschheit gibt als VATER + MUTTER + KIND(ER). Gewiss hat sich durch die einzelnen Kulturen die Institution FAMILIE auch unterschiedlich ausgeprägt. Aber sowohl im Judentum, als auch im Christentum und im Islam gibt es eine Art Naturrecht für Familie, erfreut sich der offiziellen Hochachtung und Wertschätzung, wobei gerade das Christentum - im Laufe der Geschichte zunehmend bis in die heutigen Tage - die Gleichberechtigung der Geschlechter wertschätzt und den Schutz der Familie und des werdenden Lebens besonders hoch ansetzt. Alle Beliebigkeiten der jüngsten "Moderne" und alle sexuelle Freizügigkeit kann den enormen moralischen und gesellschaftspolitischen Wert der Familie zwar zu u7nterlaufen suchen, ja ihn praktisch verdrängen, ihn aber niemals auslöschen oder ungültig machen, genauso wenig, wie eine zerstörerische Sturmflut den lebenserhaltenden Wert des Wassers verdrängen kann.