Montag, 15. Februar 2010

Kardinal Caffarra: Katholisch und für Homo-Ehe sein schließen sich aus

Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna in Italien, hat die Politiker gewarnt, die homosexuellen Gemeinschaften eheähnlich Privilegien geben wollten. Solche Politiker seien nicht mehr katholisch (“È impossibile ritenersi cattolici se in un modo o nell’altro si riconosce il diritto al matrimonio fra persone dello stesso sesso”), so der Kardinal.

Auf nationaler Ebene hat die Homo-Lobby in Italien zur Zeit keine Chance, eheähnliche Rechte zu erhalten. Doch in manchen Regionen, die von linken, bisweilen ehemals kommunistischen Politikern regiert werden, versucht man Fakten zu schaffen. Vor allem in der Region Emilia-Romagna, in der die Kommunisten traditionell stark sind, und dessen Hauptstadt Bologna ist – der Bischofssitz von Kardinal Caffarra – gibt es solche Bestrebungen, um die normale, traditionelle Ehe anzugreifen.

Kardinal Caffarra ordnete die linke Antifamilienpolitik innerhalb einer umfassenden Krise der Ehe und der Familie im Westen ein. Ausdruck dieser Krise ist die Legalisierung eheähnlicher Partnerschaftsformen wie die sog. „Homo-Ehe“, die keine Rechtfertigung haben. Die Einrichtung solcher Partnerschaften ist nicht nur ein Angriff auf das Christentum, sondern auf das Gemeinwohl schlechthin, so der Kardinal.

Keineswegs handelt es sich um Diskriminierung, homosexuellen Paaren eheähnliche Rechte zu verweigern. Die Gerechtigkeit hat sich an der Wahrheit zu richten. Zwei Personen des gleichen Geschlechts können aus offensichtlichen Gründen keine Ehe eingehen, so daß sie auch kein Anrecht auf Rechte, die der Ehe zukommen, haben. Das Gegenteil wäre eine ungerechtfertigte Privilegierung. Auch ein Staat, der sich wertneutral verhält, muß sich für das Allgemeinwohl einsetzen- Normale Ehen sind existentiell für die Zukunft eines Landes wichtig und verdienen deshalb den besonderen Schutz des Staates, Homosexuelle Partnerschaften nicht.

Wie üblich reagierten Vertreter der Homo-Lobby empört.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Die Gerechtigkeit hat sich an der Wahrheit zu richten. Zwei Personen des gleichen Geschlechts können aus offensichtlichen Gründen keine Ehe eingehen [...]"

Lieber Mathias,
du verwechsels "Wahrheit" mit dem "Status Quo". Soweit ich weiß hat sich Gerechtigkeit unter anderem an Menschlichkeit zu richten, ansonsten sind Diktaturen Tür und Tor geöffnet.

Zwei Personen gleichen Geschlechts können wirklich aus offensichtlichen Gründen keine Ehe eingehen: Es ist ihnen schlicht verboten.
Du meinst bestimmt, dass sie keine Kinder miteinander zeugen können. Nun, was ist mit denen, die bereits Kinder haben und in die Ehe einbringen wollen? Oder was ist mit den Heteroehen, bei denen sie kinderlos bleibt? Was ist mit den Ehen, die aus Geldgier geschlossen werden? Was ist mit Ehen, bei denen bereits im Vorfeld bekannt ist, dass mindestens ein Partner zeugungsunfähig ist?

Anonym hat gesagt…

Hetze, Hetze, das kann der Herr von G. - wenn die katholische Kirche ganz katholisch Kinder mißbraucht, weil Ihre Priester sonst den kleinen Mann nicht aus der Hose lassen dürfen, ist das immer noch katholisch, wenn aber zwei gleichgeschlechtliche Menschen zueinander finden, ist das nicht katholisch. Herr von G., würden Sie Ihre Hetze nicht gegen Schwule betreiben - sondern mit den gleichen Worten über Juden schreiben - Sie hätten längst ´ne Klage am Hals, aber Schwule haben leider nicht die Lobby - sage ich als Hetero! Schämen Sie sich, Herr von G.!

Trapin hat gesagt…

An die Anonymen bisher

Es ist ja wirklich ein Witz, wenn man Ungerechtigkeit mit Ungerechtigkeit zu rechtfertigen sucht.
Gott hat sich ganz klar zu der Thematik geäußert.
Die Ehe ist heilig und schützenswert.

Der Begriff Ehe ist Platzhalter für genau eine einzige Deutung.
Alles andere ist Auflehnung gegen Gott: Sollte Gott gesagt haben....?

Ich bin da für Menschen, die da auf dem Weg sind. Es sind gar nicht so wenige wie uns die Homo-Lobby einsuggerieren will.

Heute ist es viel schwieriger, sich
als Homosexueller mit Veränderungswunsch zu outen wie als "Bekennender Homosexueller"
Unsere Gesellschaft ist krank; nicht diejenigen die sich der Mainstreamdoktrin bedienen.
Das sind bedauernswerte Verführte.
Die Verführer zur Dekadenz kommen mittlerweile aus allen politischen Lagern.

Chorleiter hat gesagt…

Dekadenz?
Leider kommen die Vertreter/innen der Vernunft und des Erkennens nicht aus aus dem religiösen Lager.
Wenn man sich, aus welchen Gründen immer, der Ehe, der Familie verweigert, sollte man sich tunlichst mit Sprüchen darüber zurück halten.
@Trapin:
Das Feld, das Sie bestellen wollen ist größer als Ihre gezeigte Erkenntnis. Hier wird das Gebiet Gleichgeschlechtlichkeit nicht anerkannt, behandelt mit spitzene Fingern. Was soll man als erkennender, bekennender Mensch von einem negierenden Beurteiler einer Sache erwartn?
Wir wissen mehr als die damaligen Schreiberlinge. Und wie sich Schriftstücke verändern, oder weiterverbreitet werden, oder einfach unterschlagen werden, oder hingebogen werden: Das hat die Geschichte oft genug gezeigt.
Eure angeführten Beweise sind auch nur die halbe Wahrheit.
Was wird in Rom in diesem Zusammenhang noch aufgehäuft, verheimlicht oder angepaßt oder hervorgezaubert?
Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede.
Ketzerisch: Wissenschaftliche Erklenntnis und Katholischer Glaube schließen sich aus.
So stellt es sich für mich dar.
Und wer von uns beiden der Weise oder der Verführte ist: Das wird die Zeit zeigen.
Ich bin Mensch. Und das von ganzem Herzen. Und bleibe es ohne wenn und amen.

Anonym hat gesagt…

"Es ist ja wirklich ein Witz, wenn man Ungerechtigkeit mit Ungerechtigkeit zu rechtfertigen sucht."

Ist das ein Eingeständnis, der Ungerechtigkeit, die die professionellen Anti-Gleichberechtigungs-Lobbyisten verbreiten?


"Gott hat sich ganz klar zu der Thematik geäußert.
Die Ehe ist heilig und schützenswert."

Der Knackpunkt ist aber, dass die Trauung ein religiöser Ritus und die Eheschließung ein rechtlicher Staatus ist.


"Der Begriff Ehe ist Platzhalter für genau eine einzige Deutung.
Alles andere ist Auflehnung gegen Gott: Sollte Gott gesagt haben....?"

Und was ist, wenn es demjenigen völlig egal ist was "Gott" gesagt haben soll?
Ich dachte, in Deutschland richtet sich das Rechtssystem NICHT nach einer religiöser Schrift, wie in so oft kritisierten islamischen Ländern?


"Heute ist es viel schwieriger, sich als Homosexueller mit Veränderungswunsch zu outen wie als 'Bekennender Homosexueller'"

Das mag vermutlich daran liegen, dass ein "Homosexueller mit Veränderungswunsch" meist aus einem krassen religiösen und/oder intolleranten Umfeld kommt. Dabei ist die freie Enscheidung nach Veränderung sehr fraglich.
Fraglich ist auch der "Erfolg" von diesen Umpolungen, da während und nach dem Prozess zahlreiche Betroffene Depressionen entwickeln und/oder den Freitod wählen.


"Unsere Gesellschaft ist krank; nicht diejenigen die sich der Mainstreamdoktrin bedienen.
Das sind bedauernswerte Verführte."

Du meinst vermutlich die Mainstreamdoktrin a la Gleichberechtigung. Wie währe es, wenn du den Balken aus deinem Auge ziehst und genauso kritisch über die Doktrinen, nachdenkst, denen du folgst?


"Die Verführer zur Dekadenz kommen mittlerweile aus allen politischen Lagern."

(Siehe Chorleiter)

Matthäsius hat gesagt…

»...du verwechselst "Wahrheit" mit dem "Status Quo".«
»Nun, was ist mit denen, die bereits Kinder haben und in die Ehe einbringen wollen? Oder was ist mit den Heteroehen, bei denen sie kinderlos bleibt? Was ist mit den Ehen, die aus Geldgier geschlossen werden? Was ist mit Ehen, bei denen bereits im Vorfeld bekannt ist, dass mindestens ein Partner zeugungsunfähig ist?«

Das Problem des heutigen Denkens ist, das Einzelfälle zum »Status Quo« gemacht werden. Minderheiten statt Mehrheiten wollen unsere Gesellschaft bestimmen und rechtfertigen sich mit Worten wie »Toleranz« oder »Diskriminierung«, und wenn die nicht mehr wirken mit »Hetze«, oder von den ganz Harten »Manipulation«...

»Soweit ich weiß hat sich Gerechtigkeit unter anderem an Menschlichkeit zu richten [...]«
Wer bestimmt denn, was menschlich ist? Also ICH finde es unmenschlich, selbst gegenüber Homosexuellen, ihnen Ehebeziehungen zu erlauben!

Matthäsius hat gesagt…

»Wenn die katholische Kirche ganz katholisch Kinder mißbraucht, weil Ihre Priester sonst den kleinen Mann nicht aus der Hose lassen dürfen, ist das immer noch katholisch [...]«

Nicht das ich mich hier hinter die kath. Kirche stellen will, aber lt. neuesten Pressemeldungen, hat der Papst das nicht so gesehen.

»[…] sondern mit den gleichen Worten über Juden schreiben - Sie hätten längst 'ne Klage am Hals […]«

Heutzutage wird man nach Gefühl verklagt und vielleicht bald auch verurteilt. Man sagt etwas, und schon FÜHLT sich jemand »diskriminiert« oder nicht »toleriert« oder oder oder …
Tatsächlich sind auch viele Juden hier nicht viel reifer wie die jammernden Homosexuellen (Stichwort »infantiles Klagen«).

»Schämen Sie sich, Herr von G.!« → »Hetze«

Matthäsius hat gesagt…

»Leider kommen die Vertreter/innen der Vernunft und des Erkennens nicht aus aus dem religiösen Lager.«

Es wäre ein größerer Exkurs darauf korrekt zu antworten, aber tatsächlich ist das Christentum humanistischer Vernunft gegenüber doch eher skeptisch. Zu recht, muß leider auch gesagt werden!
Vernunft und Erkenntnis sind auf ihre Richtigkeit meßbar, aber nur wenn ein Maßstab vorhanden ist, der sich nicht mit dem Winde dreht, wie das menschliche Denken.
Daher auch obige Skepsis.

»Hier wird das Gebiet Gleichgeschlechtlichkeit nicht anerkannt, […]«

Da haben Sie recht, Gleichgeschlechtlichkeit wird hier nicht als normal oder wünschenswert anerkannt, allenfalls als eine psychische Krankheit. Damit sind die Autoren dieses Blogs aber nicht allein. Viele der Leser sehen das auch so.
Aber dies ist ja ein freies Land, wo jeder nach seiner Façon selig werden darf, auch Homosexuelle und deren Befürworter. Auch sie dürfen sich Blogs und Fangemeinden und Lobbys usw. usw. zulegen und da ihre Meinung bekunden.

Und für Alle gilt, die Konsequenzen müssen wir alle gemeinsam tragen!

Chorleiter hat gesagt…

@Matthäsius
"..., aber tatsächlich ist das Christentum humanistischer Vernunft gegenüber doch eher skeptisch. Zu recht, muß leider auch gesagt werden!"
Warum zu recht?
Stets hat sich bisher das Christentum als Sachwalter des Lebens - nach anderen, gewesenen Richtungen des Glaubens - hervorgetan, aufgespielt. Und es entwickelte sich gleichzeitig eine Erkenntnis, die versuchte, die bestehenden Schieflagen, Fehler und das Absolute, das vermeinliche Nonplusultra der christlichen Aussagen, mit neuem, wahren Blick, wissenschaftlich fundiert in das rechte Licht zu rücken.
Das ist kein endgültiger Prozeß. Das Wissen nimmt mit jeder klar gewonnenen Erkenntnis zu; und ebenso mit jedem erkannten und beseitigten Fehler.
Der Glauben, ob der hiesigen oder anderer Religionen, haben sich von den Entwicklungen der Zeit entfernt, da sie auf Althergebrachtem verweilen. Daher fehlt ein Teil der Entwicklung.
(Z.B. gibt es heute noch eine Religon, die die Bewegung der Sonne um die Erde als Wahrheit lehrt.)
Gleichgeschlechtlichkeit mit Krankheit gleichzusetzen ist auch eine Art von Nichtwissen, denn das letzte Wort dazu ist noch nicht gesprochen.
usw.
Wer hat wohl den richtigen Umgang mit Problemen? Wer stellt die richtigen Fragen?
Ich erkenne hier nur ein Dogma, fern aller Kritik, mit geglaubter Fehlerlosigkeit.

Anonym hat gesagt…

tz... mit Kirche kann man nicht argumentieren. Die Bibel ist ein von Menschen geschriebenes und mehrfach überarbeitetes Buch - zu Deutsch: Alles, was nicht gepaßt hat, wurde passend gemacht - oder gestrichen. So auch die Sätze von Gott und Ehe... Ich frage mich nur, was diesen Club hier in nazihafter Weise antreibt, gegen Homosexuelle zu hetzen. Wieviele katholische Priester haben kleine Jungs missbraucht? - Auch eine Form der Homosexualität. Aber mit sowas befaßt sich ein Herr von G. in seiner Selbstherrlichkeit nicht. Die kath. Kirche hat vor knapp 20 Jahren erstmal anerkannt, daß die Erde keine Scheibe - sondern ´ne Kugel ist, die eigenen Mitarbeiter dürfen keine Familie haben - und so ein Verein will bei aktuellen Dingen mitreden???

Matthäsius hat gesagt…

»[...] und mehrfach überarbeitetes Buch - zu Deutsch: Alles, was nicht gepaßt hat, wurde passend gemacht - oder gestrichen.«

Das ist mal eine ganz neue These, die Sie durchaus noch etwas genauer erklären dürfen, am besten auch mit Beispielen hinterlegen.

Alexander Simon hat gesagt…

@Matthäsius
Das ist keine ganz neue These.
Das ist der Lauf der Geschichte, wie wir ihn kennen, der Umgang mit Schriftstücken alter Art.
Schauen sie mal über Weihnachten in ihrem schlauen Buch nach. Und behaupten sie, so sei es gewesen.
Glauben können sie das ganze, als Beweis ist es untauglich.
Aber so scheeen.
Ihre Art, anderen Äußerungen als Steilvorlage zu ihnen genehmen Entgegnung zu entlocken, ist gar nicht zu erkennen.
Glauben sie es einfach, doch sind sie nicht erstaunt, daß es andere nicht so sehen.

Anonym hat gesagt…

"Das Problem des heutigen Denkens ist, das Einzelfälle zum »Status Quo« gemacht werden. Minderheiten statt Mehrheiten wollen unsere Gesellschaft bestimmen und rechtfertigen sich mit Worten wie »Toleranz« oder »Diskriminierung«, und wenn die nicht mehr wirken mit »Hetze«, oder von den ganz Harten »Manipulation«..."

Mein lieber Mathäsius, du hast die Bedeutung des Wortes "Demokratie" immer noch nicht erfasst.
Jedes mal, wenn ich einen Beitrag von dir lese, kommt es mir so vor, als ob Demokratie für dich die "Diktatur der Mehrheit" darstellt.

Matthäsius hat gesagt…

Nun Chorleiter, ich befürchte, daß sie hier in die gleiche Falle tappen, wie alle die meinen die Wissenschaft hätte alle Antworten. Tatsächlich sind es aber die Wissenschaftler denen wir glauben schenken. Die Wissenschaft präsentiert nur Meßergebnisse, die Wissenschaftler, von denen wir schließlich in der Zeitung lesen, interpretieren diese auf Grundlage ihrer Weltanschauung. »Wenn das das Meßergebnis ist, dann muß es das und das bedeuten...«
So findet zum Beispiel die Wissenschaft heraus, daß in den vergangenen Jahrzehnten die Anzahl Homosexueller Paare in der Deutschland beachtlich gestiegen sei. Das ist ein Meßergebnis.
Ein Pfarrer ließt dieses Meßergebnis und folgert »Das ist ein klares Zeichen der Gottlosigkeit in unserem Land!«
Ein Wissenschaftler mit einer naturalistischen Weltanschauung veröffentlicht einen Artikel, in dem er schließt, daß dieses Ergebnis die Normalität der Homosexualität beweise.
Ein alter Psychologe, der Homosexualität noch als eine »Störung der Sexualpräferenz« eingliedert, warnt aufgrund dieses Ergebnisses, die Gesellschaft solle die frühkindliche Entwicklung ihrer Kinder nicht vernachlässigen.
Ein Vertreter der Homolobby deutet dieses Ergebnis als ermutigend und warnt in einem Zeitungsinterview die Politik davor, sich nun nicht zurückzulehnen im Glauben etwas erreicht zu haben. Homosexuelle würden trotz aller Bemühungen immer noch diskriminiert in Deutschland!

Ein Meßergebnis → (hier nur) vier verschiedene Interpretationen
Warum? Wer hat Recht?
Es sind vier verschiedene Weltanschauungen, und jede beruft sich mit seiner Interpretation darauf »die Wissenschaft hätte festgestellt...«
Hat die Mehrheit Recht? Dann bräuchten wir uns auch nicht unserer Nazivergangenheit schämen.
Hat die Minderheit recht? Und welche? Dann wären wir keine Demokratie mehr.

»Der Glauben, ob der hiesigen oder anderer Religionen, haben sich von den Entwicklungen der Zeit entfernt, da sie auf Althergebrachtem verweilen.«

Da könnten Sie teilweise sogar recht haben. Ein Fehler der Kirche in Europa in der Vergangenheit war, daß sie meinten, die Bibel hätte erschöpfende Informationen über Alles, auch Naturwissenschaftliches.
Nun, sie hat sie nicht, sie hatte sie noch nie und sie hatte auch nie den Anspruch selbige zu haben.
Aber die Bibel hat Antworten auf zwischenmenschliche, moralische Fragen. Fragen über die Beziehung zu Menschen und zu Gott.
Auch hier muß natürlich unterschieden werden, welche Antworten in einer bestimmte Zeit in eine bestimmte Kultur galten, die heute nicht mehr so relevant sind, aber über die Frage nach der Moral der Homosexualität sind die meisten Theologen sich einig, sie gilt als unmoralisch.

»Gleichgeschlechtlichkeit mit Krankheit gleichzusetzen ist auch eine Art von Nichtwissen«

Ich denke es ist eher Unwissend es als »normal« zu einzustufen. Hier weiß man beispielsweise nicht, das sich jeder 4. Schwule im Laufe seines Lebens mit HIV infiziert (normal, oder was?). Man weiß auch nicht das häufiger Analverkehr, wie er wohl von Schwulen praktiziert wird, häufig zur analen Inkontinenz im Alter führt.
All jene Beschwerden mögen uns zwar egal sein, schließlich sei es ja deren, nicht unser Leben, jedoch sind auch wir alle die, die diese gesundheitlichen Folgen zu bezahlen haben.
So ist zumindest männliche Homosexualität schlicht und ergreifend unwirtschaftlich.

(Für die ganz Pingeligen, ja, es gibt auch andere selbstverursachte gesundheitliche Folgeschäden, wie z. Bsp. bei Rauchern, und auch darüber sollte diskutiert werden, aber DANACH, NICHT davor!)

So, das war mein Beitrag für heute, alles weitere vielleicht das nächste mal...

Matthäsius hat gesagt…

»Das ist der Lauf der Geschichte, wie wir ihn kennen, der Umgang mit Schriftstücken alter Art.«

Woher wissen Sie das denn? Ist das etwa »wissenschaftlich erwiesen«?

»Schauen sie mal über Weihnachten in ihrem schlauen Buch nach. Und behaupten sie, so sei es gewesen.«

Was sei wie gewesen? Das müssen (Sie müssen natürlich gar nichts, sie dürfen...) Sie mir näher erklären!

»Ihre Art, anderen Äußerungen als Steilvorlage zu ihnen genehmen Entgegnung zu entlocken, ist gar nicht zu erkennen.«

Was ist Ihr Problem damit? Ich versuche es eigentlich nicht zu verheimlichen...

Chorleiter hat gesagt…

Es gab vor der christlichen Religion schon andere Erklärungen der Welt und des Lebens. Und jede hat das von sich gesagt, was heute jede Religion über sich sagt.
Und immer wurden Menschen wegen ihrer freien Denkweise im Leben behindert, von Diffamierung bis Tod reichte das Arsenal. Der Gedanke an die freie Denkweise blieb, wurde größer und entwickelt sich weiter. Die Auseinandersetzung mit Andersdenkenden benötigt viel Kraft, schafft aber die nötige Grundlage für ihr Bestehen, für ihre Entwicklung, für neue Einflußbereiche.

Das Thema Weihnachten ist hier ein anschauliches Beispiel, denn so, wie es in der Bibel geschrieben steht, kann es rein terminlich nicht gewesen sein. Doch die Verbindung zu vorangegangenem Glaubensrichtungen, die Besinnung auf deren Gedenktage und Riten ist auch heute noch erkennbar, nachweisbar.

Und so, wie sich theistische und deistische Anschauungen über die Richtigkeit und einzige Wahrheit untereinander streiten, tun es atheistische und freidenkende auch; Und gegeneinander.
Und so wird der Mensch, um den es eigentlich gehen sollte, zur Nebensache. Das eigene Denkprinzip soll über den Menschen stehen.

Da ist meine Erkenntnis, daß der Mensch Vernunft hat und diese für sich, für andere Menschen, das Leben und die Welt an sich effektiver einsetzen sollte, mein Credo, mein Kompaß in meinem Leben.
Beachtenswert.
Alles, was ich behindernd finde oder erkenne, benenne ich auch so.
Und habe ich etwas als wahr erkannt, dann bleibt es solange bestehen, bis Besseres würdig ist, diesen Platz einzunehmen.
So ist das für mich.
Deshalb ist manches auf dieser Seite angebotene nicht ohne Widerspruch lesbar, nicht zu verallgemeinern.
Z.B.
Daß Katholisch und Homo-Ehe sich ausschließen, kann ich vesrstehen, doch eine praktikable Lösung für die Betroffenen, das Problem allgemein wird nicht angeboten. Daher lehne ich das Angebotene ab.

So ist es auch mit dem schönen Gebot: Du sollst nicht töten.
Was soll ein Soldat machen? Oder brauchen wir ihn vielleicht gar nicht? Oder soll er nur ein bißchen totschießen? Oder nur die Einen, möglichst nur die Bösen? Wer ist böse? Sind die Anderen die Guten? Für wen? Lohnt es sich und warum?
usw usf
An etwas sollte ich einen Halt finden, anderen diesen Halt zeigen und vertrauen, daß dieses auch wirklich gut ist.
Zweifel und Starrsinn sollten wir besiegen, Vertrauen und Kameradschaft sollten wir stärken.

Matthäsius hat gesagt…

»Daß Katholisch und Homo-Ehe sich ausschließen, kann ich verstehen, doch eine praktikable Lösung für die Betroffenen, das Problem allgemein wird nicht angeboten.«

Das ist ein durchaus guter Einwand, aber soweit ich diese Seite verstehe, handelt es sich doch eher um eine Nachrichtenseite (Nachrichten sind nie neutral), und da bringt man doch eher selten Lösungen auf Probleme.
Ich bin mir jedoch sicher, daß die Betreiber dieser Seite durchaus praktikable Lösungen zu bieten hätten, jedoch auf dem Hintergrund ihrer Weltanschauung, und die wird Ihnen sicherlich weniger genehm sein. Lösungen wären hier diverse Angebote wie Therapien oder Selbsthilfegruppen, mit dem Ziel einer Heilung von homosexuellen Gefühlen. (Ich vermute mal, daß die kath. Kirche Homosexualität als psychische Krankheit betrachtet.)

Nun Chorleiter, ich hätte gern noch auf mehr geantwortet oder reagiert, aber ich merke, daß mir das alles nur zu viel Zeit raubt. Deshalb werde ich vermutlich meine Mitgliedschaft in diesem Blog beenden.

Zum Abschluß noch ein bekanntes Zitat von Albert Einstein: »Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.«
Einstein hatte recht. Deshalb ist auch die menschliche Vernunft unzuverlässig. Aber die Menschen sind zu dumm das zu begreifen.

Viel Spaß weiterhin

Gino hat gesagt…

Andere empfanden es so:
"Die Absurdität der religiösen Dogmen macht es zu einer endlosen Aufgabe, gegen sie polemisieren zu wollen."
(Arnulf Överland, Vorsitzender der norwegischen Akademie für Sprache und Literatur, 1889-1968)

Chorleiter hat gesagt…

Tja: Krankheit oder ... was?
Es ist nicht fest definiert und da läßt sich eine gewünschte (welche?) Veränderung (von wem?) nicht so ohne weiteres (wozu?) herbeiführen: Wissen oder Glauben?
Den Regelspender kann man nicht fragen. Daher bleibe ich bei meiner Feststellung: Hier gemachte Aussage katholisch bindend, allgemein nicht geklärt.
Schlußfolgerung: Für die Betroffenen nicht helfend, ergo: Es ist ein Fakt, noch zu klären wie man am besten damit umgeht.
Ich habe es NICHT als normal bezeichnet. Ich habe es NICHT als unnormal bezeichnet. Sie haben sich, trotz allem, festgelegt. Na gut.
Wenn der so hochgejubelte Kongreß zu diesem Thema etwas umwerfend Neues zu Tage gebracht hätte, würde diese Seite voll davon sein.
Seien Ihre Wege erleuchtet und nicht stolpersteinig.

Old Geezer hat gesagt…

...'für die Homo-Ehe sein' vielleicht schon, aber 'für Homosexuellepraktiken an Minderjährigen sein' geht dagegen ganz hervorragend zum dem Katholizismus einher.

Wie - kein Thema hier?
Erstaunlich, wo die Macher dieser Seite doch sonst so fixiert auf alles sexuelle sind, und in jedem Schatten ein homosexuelle Agenda vermuten...

Old Geezer hat gesagt…

@Trapin:

"Es ist ja wirklich ein Witz, wenn man Ungerechtigkeit mit Ungerechtigkeit zu rechtfertigen sucht."

Wo machen sie denn in den beiden ersten Kommentaren eine Ungerechtigkeit aus?

"Gott hat sich ganz klar zu der Thematik geäußert."

Das wäre das erste Mal!
Relativ eindeutig war sonst nur bei seiner Forderung nach alleiniger Anbetung - und selbst da ist nicht klar, ob er der einizige Gott sein will, oder nur als einziger Opfer erhalten möchte - schon schwierig nit seit Jahrtausenden toten Sprachen, in denen nur noch älter eSchriften zitiert werdne, die wiederun nur mündliche Überlieferungen zu rezitieren versuchen.

"Der Begriff Ehe ist Platzhalter für genau eine einzige Deutung."

Hmmm, laut Bibel schließt die Ehe die Pflicht mit ein, die Verwitwete Frau seines Bruders als Zweitfrau anzunehmen...
...kämpfen Sie doch mal dafür, auch das wird im bundesdeutschen Recht nicht gottgefällg verwirklicht!

Old Geezer hat gesagt…

"Homosexueller mit Veränderungswunsch"

...gibt es von dieser Art andere als jene leichtgläubigen die den Märchenonkeln in Robe die Legende abgekauft haben, sie müßten dafür in der Hölle schmoren?

Ich verstehe schon, das es schwer ist sich als leich zu beeinflussend zu outen, oder als jemand, der sich durch archische Moralvorstellungen verbiegen oder durch leere Versprechungen verführen läßt.

Old Geezer hat gesagt…

"Das Problem des heutigen Denkens ist, das Einzelfälle zum »Status Quo« gemacht werden"

Einzelfälle?

run 10% sind wohl homosexuelle, runf 1/4 hinreichend bisexuell um einem gelegentlichen Abenteuer etwas abzugewinnen, dazu noch etliche Prozent mit asexuellem Verhalten und die Trenssexuellen, wo der liebe Gott in der Schöpfung mal so richtig gepfuscht hat.

(übrigens alles nicht nur unter Menschen oder Primaten anzutreffendes Verhalten!)

Oder meinen Sie kinderlose Ehen?
Hat jemand Zahlen?
In meinem bekanntenkreis trifft das auf 2/3 der Ehen zu (zumindest wenn man damit meint, das keine gemeinsamen Kinder existieren); ich schätze, daß wird außerhalb der ganz fundamentalistisch mosaischen Kreise normal sein.

Ich gehe mal ganz star davon aus, daß die einzige echte Minderheit in dieser Diskussion die ganz thora- bibel- und koran-treuen orthodoxen sind, die sich wirklich und umfassend an irgendeine wörtliche Interpretation ihrer heiligen Schrift halten.

Aber wie hier schon jemand schrib, die Ehe um die es geht ist eine STAATLICHE Institution, es steht also den kirchen frei, ihre RELIGIÖSEN Sakramente Paaren zu verweigern, die ihren jeweiligen Vorstellungen nicht entsprechen - ohne das dadurch diese in ihrem Recht auf staatliche Anerkennung ihrer Partnerschaft Einschränkungen hinnehmen müßten.

...es KÖNNTE also alles ganz einfach sein.

Anonym hat gesagt…

jeder psychiater, psychologe, arzt schüttelt den kopf wenn er solche kommentare hört, man könne homosexualität wegtherapieren. zumindest nicht ein ganz durchgedrehter christ. ich bin auch christ, und denke nicht so wie ihr.

wie so etwas wunderbares heilen wollen??