Montag, 18. Mai 2009

Internetsperren: 92 Prozent der Deutschen für Kinderporno-Sperre

Die große Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge für eine Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet. 92 Prozent der Deutschen haben einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe für die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet plädiert.

Sieben Prozent sprachen sich nach Informationen von WELT ONLINE dagegen aus, ein Prozent machte keine Angabe.

„Das Ergebnis der Umfrage bestätigt meinen Eindruck, dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine Minderheit handelt wenn auch eine gut organisierte“, sagte der Chef der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann. Auf die Frage, welche Art von Internet bevorzugt werde, stimmten dem Bericht zufolge neun Prozent für ein völlig freies Internet, 84 Prozent für Kontrolle und Sperrung bestimmter strafbarer Inhalte durch den Staat. Fünf Prozent machten keine Angabe.

Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Anonym hat gesagt…

Hallo Chorleiter,
wenn Gottlosigkeit und Egoismus einen gemeinsamen Namen hätte, dann müsste Ihrer dafür stehen.

Gott segne Sie trotzdem!

Chorleiter hat gesagt…

Sollte der Herr Blog-Administrator mal neben Lesen auch Begreifen können: Es wäre schön. Oder will er nur seine Haut retten?
Die Zukunft wird es zeigen.
Chorleiter

Kuchenjunkie hat gesagt…

@ Autor:

Ich bin ehrlich gesagt etwas entsetzt über das, was ich hier bezüglich Internetsperren und Kinderpornographie von einem christlichen Menschen lesen muss.

Ich kann mir das daher nur so erklären, dass der Autor einem gedanklichen Fehler unterliegt, der vielleicht darauf beruht, dass er die wirklichen Hintergründe des Widerstandes gegen das Vorhaben von Frau von der Leyen nicht kennt.

1. Keiner der Gegner ist für Kinderpornographie, denn es ist ein abscheuliches Verbrechen.

2. Niemand will, dass Täter gedeckt werden. Diese müssen verfolgt und bestraft werden.

3. Daraus folgt, dass man sich zumindest unmoralisch verhält, wenn man bei diesen Verbrechen wegschaut.

Und dies ist genau der Vorwurf, den ich Ihnen persönlich machen muss, Herr Gersdorff, wenn Sie sich für die Internetsperren von Frau von der Leyen stark machen.

Denn diese Vorgehensweise ist nichts anderes als ein Wegschauen der Gesellschaft. Sie wollen einen Mantel des Schweigens über den Missbrauch hängen. Ein Stopp-Schild, das nur die Sicht versperrt.

Ich frage Sie allen Ernstes: Wie können Sie das mit Ihrem christlichen Gewissen vereinbaren?

Was haben sie gegen den Standpunkt der Gegner der Intersperren moralisch einzuwenden, der da lautet: Nicht wegschauen, sondern handeln und helfen! Entspricht dies nicht eher dem Gebot der christlichen Nächstenliebe?

Was wollen die Kritiker denn? Sie wollen, dass die Täter ermittelt und festgenommen werden. Denn es ist technisch überhaupt kein Problem, anstatt die Internetseite nur zu verhängen, den Server, auf dem sich das Bildmaterial befindet, zu lokaliesen und ihn dann zu beschlagnahmen, und somit diese furchtbaren Bilder ein für alle Mal zu löschen. Gleichzeitig kann man den Täter festnehmen und damit VERHINDERN, dass WEITERER MISSBRAUCH STATTFINDET!!!

Wegschauen hilft nicht! NUE HANDELN!

Keine Placebo-Lösungen. Hier spielen Sie, Herr Gersdorff, mit dem Leid von Opfern, um Rückendeckung für fragwürdige Gesetze zu geben.

Das ist in meinen Augen wenig christlich. Leider.

Bitte überdenken Sie nocheinmal die Argumente der Gegner. Es gibt noch mehr als hier von mir vorgetragenen. Zu finden bei www.netzpolitik.org

Freundliche Grüße
Kuchentester

Anonym hat gesagt…

Eine Nicht-Information. Es wird ein Ergebnis präsentiert, ohne die Fragen dazu, quasi vergleichbar einer Presseverlautbarung. Und so kann trotz ungeprüfter Fragestellung eine Meinung lanciert werden, deren Richtung der Auftraggeber der Studie natürlich durch die Fragestellung lenken kann. So wird die öffentliche Meinung und damit auch die dieses Blogs manipuliert.

Nämlich: auch alle Unterzeichner der Petition gegen Internetzensur sind gegen KiPo. Und KiPo ist schon immer strafbar, auch im Internet.

Eine Umfrage auf Plattitüden-Basis, die es nur gab, weil die Politik auf Grund sachlicher und technisch fundierter Zensurkritik ins Schwimmen kommt...

Stellen Sie sich vor, die Linken stellen eines Tages die Regierung und setzen (da die Listen ja geheim sein sollen) ihre und ein paar Kirchenseiten darauf. Kommen Sie nie dahinter, da die Liste ist geheim.

Und als letztes noch Niemöller auf den Weg um Ihnen zu zeigen, daß die Linie bspw. EBEN NICHT zwischen Internetaktivisten und bravem Bürger verläuft:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist.
Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Kuchenjunkie hat gesagt…

Ein Beitrag des NDR-Magazins ZAPP bringt die Diskussion um die Internetsperren sehr gut auf den Punkt:

http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zappinteraktivinternetsperren100.html

Bitte anschauen und dann noch einmal überlegen, ob die Internetsperren von Frau von der Leyen wirklich der große Wurf sind...