Freitag, 2. Mai 2014

Medien: Fernsehen bleibt weiterhin populär

Trotz steigender Zahlen zur Internetnutzung bleibt Fernsehen das beliebteste mediale Nutzungsmittel in Deutschland.

63 Prozent der Gesamtbevölkerung sehen fern, 54 Prozent lesen die Zeitung, 45 Prozent nutzen das Internet und 38 Prozent den Hörfunk. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt das Internet mit 76 Prozent weit vor der Zeitung mit 53 Prozent, dem Fernsehen mit 46 Prozent und dem Radio mit 26 Prozent. Die tägliche Nutzungsdauer des Fernsehens hat sich im vorigen Jahr kaum verändert, ist jedoch über die vergangenen zehn Jahre um 20 Minuten gestiegen. 2013 verbrachten die Bundesbürger im Schnitt täglich drei Stunden und 41 Minuten vor dem Fernseher. Frauen sehen mehr fern als Männer, und im Osten Deutschlands wird mehr Fernsehzeit aufgewendet als im Westen.

Am deutlichsten machen sich die Nutzungsunterschiede beim Alter bemerkbar. Kinder zwischen drei und 13 Jahren schauen täglich eineinhalb Stunden fern, Bürger über 60 Jahre mehr als fünf Stunden. Etwa drei Viertel der Menschen ab 40 Jahren sehen täglich fern; bei den unter 30-Jährigen ist es weniger als die Hälfte. Sie sitzen dabei nicht mehr unbedingt vor dem Gerät, sondern suchen sich zunehmend ihre Programme am Computer aus, etwa aus Mediatheken.

Der Anteil der Internetnutzer ab 14 Jahren ist 2013 auf 77,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gestiegen; 2012 waren es 75,9 Prozent. Besonders für die jüngere Generation der 14- bis 29-Jährigen hat das Internet eine hohe Bedeutung. Doch wenn es um die politische Meinungsbildung und aktuelles Geschehen geht, ziehen auch sie insbesondere das Fernsehen vor. Dafür setzten sie zunehmend mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-Computer ein.

Es entwickelt sich immer mehr eine unterschiedliche Nutzung. So dient das weltweite Netz in wachsendem Maße zur individuellen Kommunikation, etwa über soziale Netzwerke oder E-Mails, während Hörfunk und Fernsehen als Leit- und Begleitmedien weiter eine führende Rolle spielen.

Durch die zunehmende Sendervielfalt profitieren auch die kleineren Sender. In 63,1 Prozent der Fernsehzeit schalteten die Zuschauer die großen Sender ein – von ARD und ZDF bis ProSieben. Das waren zwei Prozentpunkte weniger als 2012.

Dies geht aus vergleichenden Untersuchungen hervor, über die die Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ (Frankfurt am Main) berichtet.

Kommentare:

Heimchen am Herd hat gesagt…

Hahaha. Frauen sehen mehr fern als Männer? Na klar, Teleshopping, Soaps...

Frauen und Propaganda... eine sehr interessante Geschichte! Für die politische Meinungsbildung ziehen sie TV immer noch vor?? Na dann gute Nacht. Eine gute Nachricht für unsere Qualitätsjournalisten.

Daß es das Fernsehen als eigenständiges Medium noch sehr lange geben wird, halte ich allerdings für eine Verschwörungstheorie. Eine Beruhigungspille für Alle, die vom TV leben. So verflochten, wie die Massenmedien mittlerweile sind, gebe ich dem Fernsehen in der westlichen Hemisphäre maximal noch 20 Jahre. Diktaturen werden länger an diesem unschlagbaren Propagandamedium festhalten als wahre Demokratien.

Selbst die Crew der Enterprise wußte: "Das Fernsehen? Das war in früheren Zeiten ein erfolgreiches Massenmedium, welches allerdings das Jahr 2040 nicht überdauert hat."

Ulrich hat gesagt…

Liebe Leute!

Ich gebe Euch einen wirklich sehr guten Rat, den ich einmal auf einer Jugend-Wallfahrt von einem französischen Rocker-Priester aus Paris bekommen habe: "Schmeißt den Fernseher aus dem Fenster, und Ihr werdet bald sehen, dass sich Euer Leben (zum Besseren) verändert." Das habe ich dann auch getan, und mein Leben hat sich (zum Besseren) verändert! Endlich mehr Zeit, um über Gott und die Welt nachzudenken und schließlich den wahren Gott zu finden! Nichts für ungut!

Grandloser hat gesagt…

Na wenigstens verschont Gersdoff mit seinen üblichen Plattitüden das Internet dumm, atheistisch und promisk macht. Ein echter Fortschritt. Sonst ist wie immer, die Nutzung macht den unterschied, bilden kann man sich hervorragend mit Arte und Phönix, oder leider auch das Hirn wegschauen bei RTL und konsorten.

Anne Nichtpoc hat gesagt…

Eigentlich eine positive Nachricht.Wirklich viel gucken nur die Betagten, die dann an die täusche Tagessau glauben. Interessant wäre, wie viele Nutzer sich im Internet für politische Nachrichten interessieren.Das dürften nicht so viele sein.Mein Fernsehtipp: Die Story.Die Doku über Garmisch Partenkirchen war umwerfend gut.Da schaffen es Fernsehmacher, unzensierte Infos unterzukriegen.Sogar das Fernsehen hat seine Lichtblicke,z.B. Tier und Landschaftssendungen und Filme mit guter Regie.Die laufen meistens spät, hier hilft ein DVD- Rekorder.

Zwiebelring hat gesagt…

Viele Sender bieten heute eine Online-Mediathek in der man Filme/Serien uws jederzeit aufrufen kann ! Wie Grandloser schon richtig ausgeführt hat sollte man die Privaten Assi Medien wie RTL&Co meiden und auf andere Sender ausweichen ! Am besten ist es immer noch die Glotze kalt zu lassen und etwas mit Kind&Kegel in der freien Natur zu unternehmen !