Montag, 24. März 2014

Bildungsplan 2015: CDU-Landesparteitag kritisiert grün-rote “Bevormundungspolitik”

Pressemitteilung des EAK der CDU, Kreisverband Rems-Murr

Bei ihrem Landesparteitag in Donaueschingen am 22. März 2014 forderten die Delegierten der CDU Baden-Württemberg die grün-rote Landesregierung auf, beim Bildungsplan verfassungsgemäße Grundlagen zu beachten.

Der Beschluss, den der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Rems-Murr mit initiiert hatte, fordert dazu auf, “in den Bildungsplänen des Landes Artikel 6 Abs. 1 des Grundgesetzes (Schutz von Ehe und Familie) und die Artikel 1 Abs. 1 (Entfaltung in Freiheit) und 16 Abs. 1 (Erziehung auf Grundlage der christlich-abendländischen Kultur) der Landesverfassung einzuhalten.”

Außerdem soll altersgerecht und in den geeigneten Fächern das Thema Nichtdiskriminierung (Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes) aufgenommen und dabei alle Formen einer möglichen Diskriminierung gleich behandelt werden.

Bei der inhaltlichen Ausgestaltung soll das Recht der Eltern beachtet werden, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder mitzubestimmen (Art. 15 Abs. 3 der Landesverfassung).

Eine Überprüfung von Einstellungen und Haltungen ist im Bildungsplan nicht vorzunehmen, da es nicht Aufgabe der Schule sei, gesellschaftspolitische Einstellungen zu vermitteln.

Der parteiinterne Landesfachausschuss Kultus, Jugend und Sport wurde beauftragt, sich zeitnah damit zu befassen, ob auf eine “spiral-curriculare” (d.h. immer wiederkehrende, dem Alter des Kindes entsprechende) Beschäftigung mit sexueller Vielfalt vor der 7. Klasse aus entwicklungspsychologischen Gründen verzichtet werden soll und ob der Unterricht hier von Fachlehrern, statt von außerschulischen “Experten” durchgeführt werden soll.

Peter Hauk, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, kritisierte in seiner Rede die einseitige Betonung der sexuellen Vielfalt im Bildungsplan als Beispiel der “Bevormundungspolitik” der grün-roten Landesregierung.

Es ist nun an der Zeit, dass die Landesregierung die Sorgen der Bürger ernst nimmt“, so David Müller, Kreisvorsitzender des EAK Rems-Murr.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sehr gut! Ich finde, es ist höchste Zeit, dass sich die Kirche zu dem Thema stärker und öffentlicher einschaltet! Erfreulich ist auch, dass sich langsam auch die CDU traut, diese Thema anzusprechen und zu kritisieren! Wir als Bevölkerung müssen bei der Demo am 5.4. in Stuttgart unbedingt aus diesem Kanal zeigen, wo wir hinwollen: diese Themen gehören in die Familie - nicht in die Schule!

Beobachter hat gesagt…

Auch ich finde es gut, dass Protest nun auch von dieser Ebene ausgeht - es ist höchste Zeit!
Abgesehen von diesem irrigen „Bildungsplan 2015“ hat die grün-rote Landesregierung BW schon genug Schaden im Schulsektor angerichtet: Einführung vieler Gesamtschulen, deren methodische Auslegung von einem Bildungs-Organisator aus der Schweiz „betreut“ wird, bei dessen eigener „Musterschule“ fast die Hälfte der Schüler bei der Mittleren Reife in den Prüfungen durchfällt.
Wie kann man einem solchen Chaoten die Schulentwicklung eines Bundeslandes anvertrauen, das bis vor kurzem noch an der Spitze des internationalen Vergleiches mithalten konnte! Dies zeugt von der Schamlosigkeit einer Kultus-Verwaltung, die offenbar selbst keine verlässlichen Ideen hat und sich so von einem solchen Bildungs-Versager über den Tisch ziehen lässt- Hauptsache „fortschrittlich“ ...

Anne Nichtpoc hat gesagt…

Die Abschaffung der Bildung in der Schule wird mittlerweile von allen Parteien betrieben. Die frühe Sexualisierung ist nur ein Versuch, unsere Kinder negativ zu beeinflussen.Zudem kann die systematische Zerstörung einer Geschlechtsindentität Menschen auf subtile Art in die Verunsicherung bezüglich ihrer Partnerwahl treiben.Ein Geschlechtsmerkmal ist ein Paarungsreiz und das Fehlen stört die Libido.In dem Sinne haben wir es hier mit dem Versuch der Störung einer gesunden Identität zu tun.

Anonym hat gesagt…

Schöne Worte nützen gar nichts. Wenn man sieht wie der grünfaschsten -mob sich an der Schlossplatzdemo jeweils aufführt, dann ist das genau die Sprache, die Kretschmann versteht.
Und sonst keine.

Wie wärs, wenn wir ein paar friedliche ukrainische Demonstranten dazuholen, von denen die Bundesregietrung so begeistert ist?

Dann wird es sicher spannend.

Zwiebelring hat gesagt…

Ne echte Schande das ein Verbrecherverein wie die Kirche sich ständig in " Weltliche Dinge" einmischt und gegen alles stänkert was mit Sex,Aufklärung usw zu tun hat ! Die leben immer noch im Mittelalter ! Bitte bringt mal echte Beweise für die ständige Behauptung das Sexualkunde/Gender schädlich für Kinder ist !

Beobachter hat gesagt…

Zwiebelring, du bist ein unbelehrbarer Negant: Du leugnest gesellschaftliche Missstände, indem du diejenigen angreifst, die sie nicht hinnehmen wollen!
Das ist absurd, und damit zeigst du, dass du gar nichts verstanden hast! Denk doch endlich mal darüber nach, welche Entwicklung unsere Gesellschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten genommen hat. Vielleicht begreifst du dann die Zusammenhänge etwas besser!
Warum wehrst du dich nicht gegen diejenigen, die ihre egoistischen Interessen versuchen durch unverschämten Druck anderen aufzuzwingen?
Nicht die Kirche ist unverschämt, sondern jene politischen Gruppierungen, die sich jede erdenkliche Freiheit herausnehmen und dies alles auch noch legalisieren lassen wollen. Diese sind es, die unserer Gesellschaft schaden!

Zwiebelring hat gesagt…

Wo ist der Beweis das Sexualkunde schädlich ist ? Wenn alles aufzählen wollte was die Kirche in den letzten 2014 Jahren verbrochen hat müsste ich mich nachher ne neue Tastatur kaufen weil die alte wegen Dauerbelastung zusammen gebrochen ist ! Was ist an der heutigen Gesellschaft so schlimm ?

Old Geezer hat gesagt…

Aha...
...und "Erziehung auf Grundlage der christlich-abendländischen Kultur" ist keine Bevormundung?
Zumal sich dieses Thema keineswegs mit ein paar Stunden Aufklärung über Fakten und Staatsbürgerliche Recht und Pflichten abhandeln läßt, sondern langwierige Indoktrination zu magischen Denken erfordert.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

" dass sich die Kirche zu dem Thema stärker und öffentlicher einschaltet!"

...im Gegenteil wäre es doch mal schön, wenn sich die Kirche raushielt, zumindest wenn ihre Pfründe nicht direkt bedroht werden, es sie sowieso nichts angeht, und sie prinzipiell zu dem Thema nichts zielführendes beizutragen haben.

"da es nicht Aufgabe der Schule sei, gesellschaftspolitische Einstellungen zu vermitteln"

Nicht?
Wo ist das Ziel des "verantwortungsbewußten Staatsbürgers" geblieben?

"Beschäftigung mit sexueller Vielfalt vor der 7. Klasse aus entwicklungspsychologischen Gründen verzichtet werden"

aha..
...entwicklungspyschologische Gründe..
...nach 7. Klasse...
...das ist dann mit 12-14, bei Sitzenbleibern evtl. sogar 15 oder mehr?
Da haben viele schon regelmäßigen Sex!
Da haben einige schon eigene Kinder!!!
Das ist ungefähr so, also würde man Verkehrserziehung erst mit 18 anbieten.

"„Es ist nun an der Zeit, dass die Landesregierung die Sorgen der Bürger ernst nimmt“, so David Müller, Kreisvorsitzender des EAK Rems-Murr."

"Die Bürger"?
Etwas rechenschwach, der Mann.
Wenn man anfängt, solche Trüppchen von Bildungsverweigerern zu berücksichtigen, kriegt man doch in fast keinem Bereich mehr irgendwas geregelt.
Dann muß man bei der Schulmensa auf die militanten Veganer und beim Schwimmuntericht auf die Hardliner-Muslime, etc.; und zwar nicht in der Form "Wenn Ihr partout nicht wollt und einen hinreichend guten Grund anbringen könnt, können Eure Kinder dem Unterricht fernbleiben, sondern vielmehr "weil uns das alles unheimlich ist, dürft Ihr auch Euren Kindern das nicht beibringen".