Freitag, 1. Februar 2013

Nur 15% der Deutschen halten ihr Land für kinderfreundlich

(PM Verband Familienarbeit) Der Aussage „Mein Heimatland ist kinderfreundlich“ stimmten in Deutschland im Jahr 2012 von 1000 Befragten nur 15% zu (Quelle: Link unten). 2010 waren es noch 21%. Damit landete Deutschland unter 10 europäischen Ländern mit Abstand auf dem letzten Platz. Vergleichbare Länder wie Frankreich, England, die Niederlande und Österreich schnitten deutlich besser ab. Auch mehr Griechen, Spanier, Polen und Schweizer halten ihre Länder für kinderfreundlich.

Was ist da los? Stellen deutsche Eltern überhöhte Ansprüche an ihren Staat? Oder ist die Meinung der Befragten ein Abbild der Wirklichkeit?

Nach den amtlichen Angaben der Bundesregierung werden Familien mit Wohltaten überhäuft. Allerdings beschrieb bereits der 5. Familienbericht (1994) eine „strukturelle Rücksichtslosigkeit“ unserer Gesellschaft gegenüber Familien. Diese besteht vor Allem darin, dass Eltern zwar ganz überwiegend die Kinderkosten tragen müssen, aber später ihre Kinder bevorzugt denen hohe Renten zahlen müssen, die keine eigenen Kinder erzogen und deshalb keine Lücken in ihrer Erwerbsbiografie haben. Diese Elternfeindlichkeit muss durchaus als Kinderfeindlichkeit verstanden werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Gertrud Martin vom Verband Familienarbeit kommentiert: „Die schönfärberisch gepriesene 'Vereinbarkeit von Familie und Beruf ' hat die volle Erwerbsarbeit beider Eltern zum Ziel. Die Familienarbeit soll in die Freizeit verschoben werden. Das dient der Minimierung der Löhne im Dienst der Aktionärsprofite auf Kosten der Kinder. Solange elterliche Erziehungsarbeit nicht gleichwertig wie Erwerbsarbeit anerkannt und honoriert wird, sind beide Arbeitsbereiche nicht wirklich vereinbar und die Gleichberechtigung von Mann und Frau bleibt Stückwerk.“

Vorstandsmitglied Dr. Johannes Resch: „Sogar das Elterngeld wurde zum kinderfeindlichen Instrument. Wer sein Kind nicht nach einem Jahr in die Krippe gibt, sondern selbst betreut, wird bei einem nachfolgenden Kind nur mit dem Mindestbetrag abgespeist. So wird die Erziehung der eigenen Kinder regelrecht bestraft. Eine Benachteiligung der Eltern wirkt sich aber immer auch zum Nachteil der Kinder aus. Offenbar haben die Befragten den kinderfeindlichen Charakter unseres Staatswesens zumindest gefühlsmäßig erfasst.

Kommentare:

sonne hat gesagt…

Deutschland ist leider kein kinderfreundliches Land. Es gibt doch nichts Schöneres als ein Kinderlachen. Gut, Kinder sind schon mal laut, aber was soll´s. Sind diese Menschen, die dies stört, nicht selbst mal Kind gewesen?

Old Geezer hat gesagt…

Das Zitat von Frau Martin faßt es sehr schön zusammen.
Die einzige echte Alternative wäre noch Betriebskindergärten und Ganztagsschulen zusammen mit einem Recht auf Arbeit und gerechter Entlohnung; ...aber dieses Modell ist im Kapitalismus noch unwahrscheinlicher als eine ehrliche Bezahlung des Jobs als Vollzeit-Elternteil.

Aber die Stoßrichtung (zumindest der Bundesregierung) geht ja nach den letzten durchgesickerten Plänen wohl eher in die entgegengesetzte Richtung, z.B. Kürzung der Witwenrente und Wegfall des Ehegattensplittings (ohne wie die SPD ein Familienspitting als Ersatz vorzuschlagen).

Der Herr Resch sieht das Elterngeld allerdings zu einseitig, denn die spezielle Herdprämie stellt nur eine auch völlig unzureichende und hochgradig ineffiziente Bestechung dar, um die Einforderung der sinnvollen staatlichen Kinderförderung zu reduzieren.
WIe unsinnig das Elterngeld ist, sieht man sofoert an der kurzen Laufzeit, ...als ob Kinder mit 3 alt genug wären um runf um die Uhr selbst klarzukommen und als ob die Wirtschaft Eltern mit Kindern über 3 Jahren, die so dreist waren, Elternzeit zu nehmen, zahlreich zu denselben Bedingungen einstellen würde wie vor der Elternzeit.




Old Geezer hat gesagt…

@Sonne:

Ich glaube, die wenigsten Eltern lassen sich durch mißmutige Nachbarn vom Kinderwunsch abschrecken...
...dazu bedarf es schon mächtigerer und grundlegenderer Hindernisse.

avo hat gesagt…

Lieber o.g., danke, für Ihren Kommentar!
Es ist nicht zu fassen; vorgestern noch fühlte ich mich wohl im DEMOKRATISCHEN WANDEL des Sowjet-Musikantenstadl "DDR", dann, also gestern, wurden SELBSTSTÄNDIG die Ärmel hochgekrempelt, in die Hände gespuckt, der Acker bestellt, die Früchte geerntet!- UND HEUTE fordert ein Ewiggestriger:
VORWÄRTS IN DIE VERGANGENHEIT!:
Staatliches Recht auf Arbeit (die dann, als Steigerung(morgen), auch noch FREI machen soll?)!?
Was hält o.g. denn davon?:

http://www.youtube.com/watch?v=7cD69v7mJYg

Außerdem könnte folgendes, vor allem ab Minute 7:36, für Schwärmer Ihrer Ideologie SEHR bereichernd sein!:

http://www.youtube.com/watch?v=DRYJVuoQKhw&feature=em-uploademail

P.S. Muß sich alles wiederholen? Nie wieder Sklaverei!
P.P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universiums!

Der Chorleiter hat gesagt…

Werter avo, es ist nicht verwunderlich, wenn wir die Freundlichkeit gegenüber Kindern vermissen. So unfreunddlich und unkorrekt Sie mit anderen umgehen lässt mich daran zweifeln, dass Ihre Wünsche ernst zu nehmen sind.

Es wiederholt sich alles. Doch kaum jemand bemerkt es. Wir sind Sklaven. Zum eines des Geldes, zum anderen unserer Unzufriedenheit.

Die Begriffe ändern sich, das Wesen dass sie beschreiben nicht. Wie sich auch das Wesen der Dinge ändert und trotzdem mit den alten Begriffen belegt wird.

Wir, die wir die Dinge nicht vom Kreuz aus betrachten, haben nun mal einen anderen Ausblick. Auch wenn sich viele Leute recken und strecken, sie versperren und die Sicht nicht.

Unsere Erfolge werden wir oft im Stillen geniessen, wie wir auch im kleinen Probleme angehen. Denn was andere davon halten sehe ich bei Ihnen.

Die Forderung nach einem ausgewegenen Leben bestand, besteht und wird bestehen.
Wenn Sie bemerken, dass Ihre Selbständigkeit zum Alleinsein geführt hat, kann es zu spät sein. Demokratisch ist nicht nur das Wollen der Masse durchzusetzen. Es soll auch Minderheiten beschützen.

Schützen wir selbst undere Kinder indem wir mehr auf das hören, was uns ihre Seele mitteilt, sagen möchte. Nicht nur auf das Echo, was von uns in sie hinein gerufen wurde.
Um andere zu achten sollte man bei sich damit anfangen.

Ich fühle mich nicht wohl, wenn andere nach dem Verhunzen feststellen: Es wäre besser gewesen, hätten wir es so gemacht, wie du es vorgeschlagen hast.

Dann steht für mich die große Frage: Was habe ich nicht beachtet, um sie von meinem Wollen zu überzeugen zu können?

Was ich in den Proben nicht ins Üben eingebracht habe, werde ich bei den Auftritten nicht abforden können. Wenn es auch noch so schön wäre.
Kinder an die Macht.

Anne hat gesagt…

"So wird die Erziehung der eigenen Kinder regelrecht bestraft."
Wie man als ausgewachsener Mann auf solche Gedanken kommen kann, die zur Zeit bis 1989 in einem Teil Deutschlands nicht bekannt waren, stimmt nachdenklich.
Erziehung ist eine Tätigkeit in und durch Gemeinschaft.
Die Kirche denkt, dass ihre Vorgaben für das Erziehen von Kinder durch die Sprache der Eltern nicht mehr als solche wahr genommen wird. Da irrt sie sich immer mehr. Ihre Vorgaben stimmen schon lang nicht mehr mit den bürgerlichen Bedingungen überein.
Kinderfreundlich wäre, auch kindgerecht, wenn sich die Erziehung nicht so zersplittert darstellen würde. Doch ohne solche Strafmeinungen, wie oben zitiert, und die stille Hoffnung, dass eine rein elterliche Erziehung mehr Kinder in den Schoß der Kirche treibt, wird von der kirchlichen Seite eine Mitarbeit zum Heranwachsen der Kinder nur im Sinne ihres Herrn, doch nicht der Kinder möglich sein.
Darunter leidet auch die Freundlichkeit zu Kindern. Wenn eine Praktikantin von einem katholichen Kindergarten abgelehnt wird, da sie "nur evangelisch" ist, Mitarbeiter, die sich anders verhalten als es die Männerbrut durch rituelle Regeln vorgibt, entlassen werden - das ganze zum Nachteil der Kinder - dann kann man als normaler Bürger dieses Staates nur feststellen: Es ist ein Kampf um die Köpfe, nicht um die Menschen. Und erst nicht für die Kinder.
In der Erziehung meiner Kinder ist die größte Schwierigkeit: Wie stelle ich mich und meine Kinder auf das Zusammenleben besonders mit christliche Elternhäusern ein. Wie weit kann und soll ich Zugeständnisse beim Umgang mit Freunden meiner Kinder und bei Situationen unter ihnen machen, wo die andere Seite knallhart keine Zugeständnisse macht?
Da liegt auch eine Art Kinderfeindlichkeit auf der Lauer. Ich behaupte mal aus meiner Sicht: Nur im Verhalten der Gegenseite.
Und da quappern sie hier von gottgegeben und naturgegeben.
Da fällt mir nur ein Film ein: Ihnen fehlt die sittliche Reife.
Es ist nicht meine Art so intensiv zu sprechen, doch unter Erwachsenen ist so etwas immer mehr angebracht, da anderes als streicheln und nicht so ernst gemeint ausgelegt wird.
Wer seine Kinder nicht im gesellschaftlichen Rahmen erziehen kann, dem fehlt etwas.
Dem Herrn mit "Gott schütze alle Kinder" mal die Frage: Hat er sie vor Angriffen aus nächster Nähe, also Erziehungsberechtigte, Obhutspflichtige, Erziehende, zu Vertrauende, irgendwie geschützt?
Wischiwaschi

Old Geezer hat gesagt…

@avo:

Tja, selbst Sie sollten in der Lage sein, der DDR zuzugestehen, daß deren Art, einige gesellscahftliche Probleme anzugehen, der BRD-Methodik überlegen war.

So wie z.B. das 'demographische Problem'.
Wie auch heutige Expertenkomissionen bestätigen, funktioniert 'unsere' Methode nämlich nicht, weil abgesehen von ein paar interlektuell völlig verschattenten Teenies jedem klar ist, welches finanzielle Risiko Kinder darstellen - gerade für Frauen, die selbst bei optimaler Versorgungslage in vielen Branchen als Mütter automatisch degradiert und in die letztne Drecksprojekte versetzt werden, in denen Fehlschläge, Kürzungen im variablen Lohnanteil, langfristig die Arbeitslosigkeit und somit Abhängigkeit vom Partner und Altersarmut praktisch garantiert sind.

Und wenn Sie einen dritten Weg außer 'staatlichen Garantiern' (DDR-Weg, wie sie es nennen, aber es wird auch von anderne Staaten so gehandhabt) oder 'Mutterschaftslohn' (dessen Finanzierung hier bisher neimand erklären mochte) kennen, nur raus damit.

Old Geezer hat gesagt…

@Chorleiter:

"Es wiederholt sich alles. Doch kaum jemand bemerkt es. Wir sind Sklaven. Zum eines des Geldes, zum anderen unserer Unzufriedenheit."

Nur um Mißverständnissen vorzubeugen.
Ich möchte hier nicht je Jagd nach dem Mammon das Wort reden;
ich spreche von eine hohen Wahrscheinlichkeit für Armut, insbesondere Altersarmut, in einem Außaß, daß der Betroffenen Jahre ihre Lebenserwartung kostet!
Da ist es IMHO völlig legitim zu sagen: Nein, da steht mein Kinderwunsch denn doch hinten an.

avo hat gesagt…

o.g.:
1. Kein Einspruch,
2. Plan unser Volk "auszudünnen", läuft auf Hochtouren,
3. "dritter Weg": zurück zu den
Wurzeln, siehe z.B. Frankreich:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/muetterrevolution-in-frankreich-frauen-wollen-wieder-ins-haus-zurueck-.html

4. Definitiv HEUTIGE Bundestagsparteien mit Mißachtung strafen, Eigeninitiativen entwickeln, WIRKLICHE
Fachleute konsultieren (das sind meistens die Kaltgestellten):

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/wolfgang-bergmann-ist-tot-wir-werden-ihn-sehr-vermissen-.html

P.S.
http://www.amazon.de/Vergessenes-Wissen-Eltern-Kinder-machen/dp/3942016850
P.P.S. WIR SIND DAS VOLK!!

Anonym hat gesagt…

Es wäre jetzt an der Zeit Kinder zu fragen, was findet ihr freundlich und was abstoßemd.
Sie sollen ja so unvoreingenommen sein.

Old Geezer hat gesagt…

@avo:

"2. Plan unser Volk "auszudünnen", läuft auf Hochtouren,"

Huh?
Können Sie das erläutern?

Die gesamtbevölkerung des Planeten muß redizert werden, da fürht kein Weg daran vorbei.
Zudem haben die meisten Spezies natürliche Regulatorien, die bei schlechten Lebendenbedingungen oder zu hoher Populationsdichte die Reproduktionsrate herunterregeln.
(Ob man nun Agression, Gewalt und Kriege als Teil dessen betrachtet, oder als Resultat wenn diese Regulatorien zu träge anspringen, ist eher eine philosophische Frage.)

In Frankreich ist die Situation auch eine ganz andere: hier ist es die norm, nach 3 Monten als Mutter wieder zu arbeiten - so ist die gesellscahftliche Erwartung und die Infrstruktur gibt das auch her.
Ja, sicher wollen einige Frauen lieber einen andere Lebensstil (auch bei uns gibt es 'aussteiger'), aber es ist dort nicht NOTWENDIG, um Kinder und Lebensstandard unter einen Hut zu bringen.

Selbst Däniken war sich zu schade, beim Koop-Verlag zu publizieren: wer da schreibt muß schon zu den ganz Beschrappten gehören.
Ebenso könnte Sie aus Ufologen-Foren zitieren.

Es gibt keine 'kaltgestellten Fachleute'.
Es gibt Personen, die so obskure und wenig fundierte These so plakativ publizieren, daß kein ernstzunehmender Experte mit diesen in einen Hut geworfen werdne möchte, und keine Organisation ihren Ruf wegen deren Schlampigkeit riskieren möchte, und keine ihrer Veröffentlichungen es durch die Peer-Reviews der respektablen Publikationen schafft (mangels Qualität).
Diese Autoren sind aber nicht kaltgestellt worden, die haben sich sleber kaltgestellt!
(Wie in der Geschichte mit dem Jungen der immer "Wolf" rief: darum verschwendet auch kaum jemand seine Zeit mehr mit Lesen von veröffentlichungen aus dem Koop-Verlag.)





avo hat gesagt…

o.g.:
Das Sie hier mitquasseln belegt doch die Nutzung eines Internetzugangs, warum nutzen Sie ihn nicht??:

http://www.welt.de/print-welt/article423170/Risiko-Deutschland-Joschka-Fischer-in-Bedraengnis.html

P.S. Frage: Experten, wie Sie, fordern die Bevölkerungsreduzierung, warum aber betreiben sie einen BevölkerungsAUSTAUSCH?:

http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/das-malmoe-desaster.html

P.P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universums!

Anonym hat gesagt…

"Papa. Woran merke ich obs einer gut mit mir meint?"
"Mama, der Papa von gestern war aber viel freundlicher!"

Nicht jeder, der Kinder mochte, ist kinderfreundlich. Micht jeder, der sagt, was ihn an Kindern nicht gefällt, ist kinderfeindlich.
Nicht jede Organisation, die für das Wohl der Kinder eintritt, ist kinderfreundlich.
Wer den Kindern das Leben vorlebt, hat es schwer. Doch es ist schön.