Dienstag, 13. September 2016

Rechtsgutachten: Unterricht zu »Akzeptanz sexueller Vielfalt« ist verfassungswidrig

(Demo für Alle) Kinder in der Schule zu »Akzeptanz jeglicher Art von Sexualverhalten zu erziehen«, ist verfassungswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt der Hamburger Verfassungsrechtler Prof. Dr. Christian Winterhoff in seinem am Montag vorgestellten Rechtsgutachten. Im Falle eines solchen »verfassungsrechtlich unzulässigen Sexualerziehungskonzepts« können Eltern ihre Kinder vom Schulunterricht befreien, so der Rechtsexperte.

Das 100seitige »Rechtsgutachten zur Verfassungs- und Gesetzmäßigkeit der Erziehung von Schulkindern an staatlichen Schulen in Schleswig-Holstein zur Akzeptanz sexueller Vielfalt«, das vom Verein »echte Toleranz e.V.« in Auftrag gegeben worden ist, hat eine Vielzahl von Gerichtsurteilen, Gutachten und Grundsatzentscheidungen zur Sexualerziehung der letzten Jahre analysiert und kommt zu dem Schluß: »Es ist mit der dem Staat obliegenden Neutralitäts- und Zurückhaltungspflicht unvereinbar und verstößt gegen das Indoktrinationsverbot, wenn Schulkindern die Akzeptanz vielfältiger sexueller Verhaltensweisen vermittelt und insbesondere Heterosexualität und andere sexuelle Orientierungen als gleichwertige Erscheinungsformen menschlicher Sexualität dargestellt werden.«

Zudem sei es verfassungswidrig, wenn LSBTTIQ-Lobbygruppen wie z.B. vom Netzwerk SCHLAU in den Schulen Projekte und Unterrichtseinheiten unter Ausschluß der Lehrer gestalten und im Zuge dessen »für Akzeptanz ihrer sexuellen Orientierung werben« würden. Dies gelte insbesondere dann, wenn nicht gleichzeitig »ein Vertreter einer gegenteiligen Sexualmoral anwesend ist, der sein Menschen- und Familienbild ebenso vermittelt (z.B. ein katholischer Priester)«.

Anlaß für das Rechtsgutachten war der Streit um neues Unterrichtsmaterial, das die schleswig-holsteinische Sozialministerin Kristin Alheit im April 2014 beim Lesben- und Schwulenverband in Auftrag gegeben hatte. Die Materialien, die aufgrund berechtigter Kritik bereits einmal überarbeitet worden sind, hält der Verfassungsrechtler ebenfalls für verfassungswidrig. »Das Unterrichtsmaterial verstößt gegen das Indoktrinationsverbot, weil es den Schülern die Wertvorstellung vermittelt, dass homosexuelle und heterosexuelle Verhaltensweisen gleichwertige Ausprägungen menschlicher Sexualität seien«.

Kommentare:

NikoBelik1 hat gesagt…

Homosexualität ist etwas Natürliches und nichts Böses,keine Krankheit oder Störung,genau das soll den Kindern vermittelt werden.Wir leben nun mal in einem Säkularen Staat,wenn Vertreter der Religionen dabei wären würden sie allen erzählen das Homosexualität etwas Böses und gegen die Natur bzw Schöpfung ist!Das Thema wird nicht mehr verschwinden,im Gegenteil es ist heute überall vorhanden und die meisten Menschen haben keine Probleme damit!

Kieotto hat gesagt…

Homosexualität ist eine Form fehlgeleiteter Sexualität, die von ihrer biologischen Ausrichtung, Nachkommenschaft zu erzeugen abgekoppelt ist. Deswegen kann Homosexualität nur als verkürzte Form von Sexualität gewertet werden. Sie kann deswegen nicht eigentliche Sexualität sein, sondern immer nur un eigentliche, der allerdings deswegen die Menschenwürde nicht versagt werden darf, besonders wenn Menschen ihr schicksalhaft unterworfen sind.

Verleih nichts hat gesagt…

Homosexulle machen weniger als 2% der europäischen Bevölkrung aus, Medial treten Sie aber auf, als wären sie 98% der europäischen Bevölkerung. Das hat mit Gleichstellung nichts mehr zu tun, sondern nur noch mit Indoktrination.

Analyse hat gesagt…

Homos...zum Lachen, wieviel Aufmerksamkeit diese kleine Gruppe erhält.

AR hat gesagt…


Der Einwand von NikoBelik1, Homosexualität sei doch nichts Böses, geht am Inhalt des Artikels vorbei. Hier geht es schlicht darum, dass der Bildungsplan mit seiner einseitigen Einflussnahme zur Gleichstellung aller sexuellen Partnerschaftsformen mit der Verfassung unvereinbar ist! Was von körperlichen Aufbau her mit der Möglichkeit zu Nachwuchs als natürlich gegeben angesehen kann, ist ja leicht zu erkennen. Wenn aber andere sexuelle Partnerschaftsformen den Kindern als gleichwertig untergeschoben werden sollen, ist das eine unzulässige Einmischung in das Erziehungsrecht der Eltern. Es geht hier nicht um das Thema Toleranz, sondern um eine Frage der Moral. Toleranz muss sein, keine Frage! Aber kein Mensch findet alles gleich gut oder gleich erstrebenswert - und schon gar nicht, wenn er dabei versucht, Gott in seine Gedanken mit hinein zu nehmen. Ja, der Staat soll zur Toleranz aufrufen, soweit es sich um nichts Schädliches handelt. Aber es ist eben verfassungswidrig, wenn der Staat sich über den Willen der Eltern hinweg anmaßt, den Kindern eine spezielle Form der Moral (oder Un-) unterzuschieben - noch dazu eine Form, die nur von einer sehr kleinen Minderheit praktiziert wird.

NikoBelik1 hat gesagt…

Und was wäre daran so schlimm ? In vielen Ländern,darunter die USA ist die Homoehe voll in der Gesellschaft akzeptiert (auf jeden Fall von den die nicht streng Religiös sind.Hier sind wir noch nicht soweit,dank des enormen Widerstand von Seiten der Kirchen und Christlichen Politiker wird das noch dauern bis es sich durchsetzt.Nur weil Homosexuelle die gleichen Rechte haben wie die "Normalen" in der heiligen Ehe zwischen Mann und Frau bedeutet das noch lange nicht das die Gesellschaft deswegen aussterben wird oder umprogrammiert!
Kieotto-Zur Menschlichen Sexualität gehört viel mehr als nur der reine GV zwischen Mann&Frau,im alten Rom und Griechenland (denen wir viele Moderne Errungenschaften verdanken) waren viele Formen des Menschlichen Sexualität völlig akzeptiert,das änderte sich erst als die Christen&Moslems alle bekehrt haben und ihnen ihre Moral&Wertevorstellungen aufgezwungen haben ! In vielen Ländern,gerade in Ländern wo Religion noch streng praktiziert wird ist Homosexualität immer noch ein Verbrechen das bestraft wird,viele Religiöse bieten eine Heilung dieser "Krankheit" an die keine ist!

Anonym hat gesagt…

Homosexelle haben schon die gleichen Rechte. Aber warum soll man etwas "Ehe" nennen, was es nicht ist? Was ist falsch an "eingetragenen Partnerschaften"? Warum sollen Menschen plötzlich Rechte etwa auf ein Kind haben, das sie natürlich nicht bekommen können? Sollen die 2% doch leben wie sie wollen. Aber lasst doch uns 98% in Ruhe mit Eurer Propaganda. Seid doch auch tolerant uns gegenüber und lasst uns leben und denken wie wir wollen und lasst uns unsere Kinder erziehen wie wir es für richtig halten!

NikoBelik1 hat gesagt…

Die Religiösen Deppen müssen sich anpassen und nicht die Gesellschaft.Die Religiösen wollen ja immer noch die Welt nach ihrem Willen formen !

Anonym hat gesagt…

Die wahren Christen werden gewinnen wir lassen es nicht zu das unsere Kinder mit Homosexualität angesteckt werden zu Sex Monstern gemacht.

Karl hat gesagt…

ich habe echt Respekt vor der Klarheit, mit der Niko Stellung bezieht: gegen Intoleranz, religiotische Moralkeulen und Fantasiewesen. Kein Rumgeeiere, um bloß keine Gefühle von Menschen zu verletzen, die bereits tief verletzt sind, wenn man sich gegen Indoktrination und Unfug ausspricht. Manchmal wollen hochreligiöse Menschen wahrscheinlich sogar genau das erreichen: so lange die angeblich verletzten religiösen Gefühle zur Schau tragen, bis das Gegenüber aus Rücksicht die eigene Meinungsfreiheit beschneidet und sich selbst zensiert. Dass er seine Ansichten zu Weltanschauungsfragen auch im Unterricht nicht aussen vor gelassen hat, finde ich super und bewundernswert.

Anonym hat gesagt…

Mal krass formuliert: Ich AKZEPTIERE Christen, obwohl ich den Wahnglauben an ein höheres Wesen, der auf einem alten sonderlichen Buch basiert, das nicht in unserer Kultur entstand, nicht verstehe. Ich stehe dafür ein, dass sich ein paar Christen zu Protesten in Wiesbaden versammeln dürfen und dass sich selbst eine Heidi Mund, die den Thron Gottes in Frankfurt errichten will, öffentlich äußern kann. Ich akzeptiere unser Grundgesetz, das Euch die Freiheit gewährt, Eure hinterwäldlerischen Vorstellungen zu artikulieren. Liebe Christen, da ihr es meisterhaft versteht, alles, was Euch an der Bibel nicht mehr passt, als im Kontext der damaligen Zeit entstanden interpretiert, versucht das bitte auch mal beim Thema Homosexualität. Sonst seid Ihr völlig unglaubwürdig.
An Frau Mund: "Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Einer Frau aber gestatte ich nicht, dass sie lehrt, auch nicht, dass sie über den Mann herrscht, sondern sie soll still sein. Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und ist in Übertretung geraten.“ "(1. TIMOTHEUS 2:11-14)."