Dienstag, 20. September 2016

Abtreibungslobby protestiert mit unterirdischen Parolen gegen Lebensrechtler

Felizitas Küble

Seit Jahren gibt es zwei linke Bündnisse in Berlin, die sich vor allem deshalb zusammengeschlossen haben, um den „Marsch für das Leben“ zu stören und zu torpedieren.

Im Vorjahr gelang es diesen Kreisen,  die Lebensrechtler-Demo durch rechtswidrige Aktionen stundenlang zu blockieren. Diesmal konnte die starke Polizeipräsenz diesen Verstoß gegen die Versammlungsfreiheit verhindern, wobei es auch diesmal wieder zu Sitzblockaden durch Abtreibungsbefürworter gekommen war.

Von den erwähnten beiden Dachverbänden ist das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ die gemäßigtere Variante; die andere Gruppierung besteht fast nur aus Linksradikalen, wobei schon der Name „What the fuck“ (= Was zum Teufel) Bände spricht. Dort wird schon in der Einladung zu rechtswidrigen Randalen aufgerufen: „Antifeminismus sabotieren! Christliche FundamentalistInnen blockieren!“

Beim relativ „bürgerlichen“ Bündnis tummeln sich jedoch ebenfalls Ultralinke in deren Reihen, z.B. ganz offiziell die Linkspartei. Auch die SPD gehört in diese illustre Runde, zudem die „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW).          (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/16/berlin-die-spd-unterstuetzt-ultralinken-protest-gegen-den-marsch-fuer-das-leben/)

Ausgerechnet diese tiefroten „Volksfront“-Strategen schreiben auf ihrer Webseite Folgendes:

„Zum fünften Mal hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung friedlich und vielfältig den breiten gesellschaftlichen Protest gegen das Ziel extremistischer Christ*innen, Abtreibungen noch weiter zu kriminalisieren, veraltete Rollenbilder politisch zu fördern und Schwangerschaftsabbrüche durchführende Mediziner*innen zu stigmatisieren, zum Ausdruck gebracht.“  (Quelle: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/5643/aktionstag-am-17-september-2016/)

Obwohl dieses Bündnis sich offen mit extremistischen Kräften verbündet, werden hier Lebensrechtler bzw. Christen („Christ*innen“) als „extremistisch“ diffamiert  – freilich ohne jede Begründung, geschweige Beweisführung.

Aufschlußreich ist auch die Foto-Serie dieser Aktionsfront für „sexuelle Selbstbestimmung“ mit Bildern von den Protesten gegen den Marsch fürs Leben. Dabei werden Transparente und Schilder mit folgenden Sprüchen hochgehalten:

„Mein Bauch ist mein Bier“  – „Lebensschützer spielen mit Nazis“  – „Ich kann kaum fassen, daß ich immer noch gegen diesen Scheiß demonstrieren muß“ – „Ficken statt Beten!“

Besonders „bürgerlich“ klingen diese teils unterirdischen Parolen allerdings nicht. Dass sich auch die SPD als demokratische Volkspartei auf diesen Niveau begibt, ist geradezu schändlich.

Kommentare:

NikoBelik1 hat gesagt…

Die Bösen sind immer auf der anderen Seite,man sucht sich ein paar Textstellen raus und verkauft diese dann als Meinung der Masse. Gegen Religiösen Fanatismus zu Demonstrieren ist nicht verkehrt,die meisten von denen wollen die Welt wieder so verändern wie es gerne hätten bzw wie es ihnen ihr Glaube/Religion und deren Märchenbücher vorschreiben.

Rolando hat gesagt…

Nein Niko, die Linksradikalen Abtreibungsbefürworter wollen den Tod, sie fallen zurück in die Antike, die Abtreibungsgegner wollen das Leben, das Glück und die Liebe, das wollen Sie doch auch, oder wollen sie getötet werden, wie die Kinder im Mutterschoß?

Rolando hat gesagt…

Niko, das hat mit religiösen Fanatismus nichts, aber auch gar nichts zu tun, es geht um Leben oder töten. Es ist ein Fanatismus zum Töten, das haben die wild schreienden Störer klar gezeigt, (oh wie armselig), absolut keine Argumente, nur dummes Gebrüll. Waren Sie in Berlin, kennen Sie die Situation, oder stützen Sie sich nur auf Ihre haltlosen "mittelalterlichen religiösen Fanatismus" Keulen, die wirkungslos sind, (bei vernünftigen Menschen).

AR hat gesagt…



Niko, alle wünschen sich eine Welt, zu dem ihr Gewissen JA sagen kann. Ich dachte, wir hätten aus der Geschichte gelernt, dass wir nicht das Recht haben, über Leben und Tod zu entscheiden oder darüber, ob ein Leben lebenswert ist (z.B. das eines behinderten Kindes). Fällt ihnen denn gar nicht auf, in welche Radikalität und in welchen Extremismus wir gerade wieder durch die Beseitigung aller moralischen Schranken zurück fallen?! Es wird ja dauernd gegen rechts gehetzt, aber hier ist offensichtlich, dass die selben Fehler auch von links kommen können ... Extrem rechts und extrem links gehen Hand in Hand, aber wir werden immer nur vor rechts gewarnt. Die Menschen haben seit Jahrtausenden nichts aus der Geschichte gelernt und heute ist es nicht anders. Niko, sie glauben, sie kämpfen für eine gute Sache? Weil sie die Rückendeckung der Medien haben? Ist der Einsatz für wirklich Gutes denn jemals so einfach gewesen? Denken sie zurück und überlegen sie, gegen wen in den Medien immer gehetzt wurde, z.B. im dritten Reich. Es hat sich nichts geändert und erst die Rückschau hat vieles offenbart ...

AR hat gesagt…

Hallo Niko,
ich tue mich mit manchen Einschätzungen schwer. Allerdings weiß ich lt. Statistik, dass es enorm viele Abtreibungen gibt, auch in Deutschland. Ich verstehe gut, wenn man im Fall von Vergewaltigung oder bei einer unheilbaren Krankheit für eine Abtreibung ist. Allerdings möchte ich gerne hierzu Folgendes zu Bedenken geben:
- Abtreibung infolge einer Vergewaltigung ist höchst selten. Dieses Argument wird gerne eingeworfen, um sie grundsätzlich als generelle Möglichkeit zu vertreten. Die Realität ist im Allgemeinen, dass das Kind gerade nicht ins Lebenskonzept passt und deshalb abgetrieben wird - oder wegen einer möglichen Behinderung. Ich weiß von einem Fall, wo die junge Mutter mit der Begründung das Kind abtreiben ließ, dass sie gerade in den Urlaub wollte (echt kein Witz, kommt von einem Insider aus der Klinik). Klar, ein Einzelfall, aber er zeigt die Problematik ...
- Wenn wegen einer wahrscheinlichen Behinderung abgetrieben wird, so nehmen wir uns das Recht, darüber zu entscheiden, ob dieses Leben mit Behinderung lebenswert ist. Ich glaube nicht, das wir das Recht haben, so eine Entscheidung zu treffen. Das hat es im dritten Reich auch gegeben und wir sollten diesen Fehler nicht wiederholen.
- Auch würde ich nicht wagen, darüber zu entscheiden, ab wann ein Mensch ein Mensch oder nur ein Zellklumpen ist. Wer kann sich diese Entscheidung anmaßen? Klar, dass jemand mit Respekt vor einem Schöpfer-Gott noch weniger bereit ist, diese Entscheidung zu treffen.
- Insgesamt ist es so, dass andere sich darüber ärgern, dass die Religion hier Einfluss nimmt und nüchtern sachlichen Entscheidungen quer schießt. Auch ich ärgere mich teilweise über solche Einflüsse. Aber ich bin davon überzeugt, dass das richtige Gottesverständnis die Entscheidung immer zum Wohl des Menschen beeinflusst, was wir hoffentlich alle wollen.

Liebe Grüße, AR

Rolando hat gesagt…

Lieber Niko, deswegen heißt es im Wort Gottes, in der Hl. Schrift, "werdet wie die Kinder",
doch sie werden hunderttausendfach abgetrieben, anstatt Vorbild für die Erwachsenen sein zu dürfen.

Fritz71 hat gesagt…

Die Gegendemonstranten sind traurig, daß Mutti sie nicht abgetrieben hat.

Anonym hat gesagt…

Eine tolle Seite,wieder ein paar radikale Christen die das Rad der Zeit zurückdrehen wollen, kommen solche Deppen an die Macht fallen wir zurück ins Mittelalter.

AR hat gesagt…

Aber nein, "Anonym", wir fallen nur zurück ins dritte Reich, aber nicht durch diese "radikalen Christen", sondern durch Menschen wie sie, die befürworten, dass wir unwertes Leben beseitigen dürfen. Es ist schon traurig, wie wenig bei diesen Vergleichen mit dem Mittelalter das Hirn eingeschaltet wird. Ist halt einfach, diese Klatsche anzuwenden, anstatt vernünftig zu argumentieren. Das Ausleben aller nur denkbaren Formen von Sexualität gab es auch schon seit Jahrhunderten. Sehen sie, wie auch sie ins Mittelalter zurück fallen wollen?

Hallo Niko, zu ihrem letzten Kommentar kommen mir noch folgende Fragen:
- Woher wissen sie so genau, dass Gott nur eine Erfindung des Menschen ist? Ich behaupte, das können sie gar nicht wissen, sondern nehmen es nur an, wenn auch sehr überzeugt. Ich habe mir zu diesem Thema schon sehr viele Gedanke gemacht und behaupte, schlüssige Argumente für die Existenz eines Gottes zu haben. Ich komme übrigens aus der Technik, habe mich mit dem Studium rumschlagen müssen und akzeptiere keineswegs irgend welche konstruierten und abgehobenen Ideen. Nein, ich behaupte auch aus wissenschaftlicher Sicht, es muss einen Gott geben.
- Können christliche Kinder denn nicht mit welchen anderer Hautfarbe und Religion spielen? Meine tun das öfters und ich ermutige sie dazu, denn es ist der Wille meines Herren Jesus Christus, hier keine Berührungsängste zu haben. Ich selber habe z.B. schon einen Homo zum Essen eingeladen und hatte auch keine Berührungsängste. Ich habe aber leider eher die Erfahrung machen müssen, dass die Kinder von aus dem Ausland zugezogener Eltern Freunde gleicher Nationalität und Glaubens gesucht hatten und deshalb manchmal eins meiner Kinder traurig wurde. Dieses Thema wird zu sehr unter den Tisch gekehrt, dass sich nämlich immer wieder auch Ausländer bewusst ausgrenzen. Aber ich gebe ihnen Recht: Kinder haben diese Probleme nicht und sind da ein gutes Vorbild für uns alle.
- Könnte es sein, dass sie ein etwas falsches Bild vom biblisch christlichen Glauben haben? Und kann es sein, dass sie den Glauben nicht mögen, weil er unserer Freiheit Grenzen setzt? Besteht eine gute Moral wirklich in einer totalen Toleranz und dem Gutheißen jeglicher Lebensform? Und nehmen die Angriffe der sogenannten Toleranten gegen überzeugte Christen nicht immer intolerantere und aggressivere Formen an, so dass wir langsam von einer Christenverfolgung sprechen müssen? Wie viel Gewissensfreiheit wird in Zukunft denn nich gestattet sein, ohne als Fundamentalist ausgegrenzt zu werden?

Sorry, konnte mich nicht bremsen, es sind vielleicht ein bisschen viele Fragen ...

Liebe Grüße, AR.

Rolando hat gesagt…

Lieber Niko, hier ein Lebenszeugnisse einer Zahnärztin, ich kenne sie,
http://gloria-patri.de/DIE-LETZTEN-DINGE/Vom-Blitz-getroffen;focus=CMTOI_de_dtag_hosting_hpcreator_widget_Download_12037650&path=download.action&frame=CMTOI_de_dtag_hosting_hpcreator_widget_Download_12037650?id=92943
Erst wenn Sie beide Seiten kennen, dann können Sie behaupten ob es Gott gibt oder nicht.

AR hat gesagt…

Hallo Niko,

du hast geschrieben, Religion / Bibel / ... schaden nur und bringen keinen Nutzen. Du meinst, man darf alles leben, wogegen das Staatsgesetz nicht ist. Auf welche Gesetze zielst du ab, auf unsere oder die eines üblen, diktatorischen Staates? Welche Gesetze sind denn die guten? Klar muss ich mich an unsere Gesetze halten, aber es wäre doch überheblich, zu glauben, unsere Gesetze sind alle gut. Ach du willst hier Veränderungen ... In manchen Fällen hat der Glaube Menschen davor bewahrt, sich am Unrecht eines Staates zu beteiligen. Ich sah erst vor Kurzem ein Interview, in dem ein Pfarrer die Hitler-Verehrung nicht mitgemacht hatte, weil sein Herr und Führer Jesus Christus hieß. Und solche Beispiele, auch die guter und barmherziger Taten aufgrund des Glaubens gibt es unzählige.
Dein Bsp. der Rehabilitation von Galileo Galilei und ähnliche treffen zu, aber sie zeigen nicht den Fehler des Glaubens an sich, sondern der Kirche, die vorgab, im Sinne Gottes zu handeln. Und so passen weder das Kreuzrittertum, noch der von dir zitierte Scheiterhaufen zu den Aussagen von Jesus Christus, der lehrte: "Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen, betet für sie, segnet sie ..." (etwas frei wiedergegeben). Aber eins ist doch klar: Wer diese Aussagen lebt, ist doch für seine Umwelt ein Gewinn! Und so halte ich mich an die Bibel, studiere sie und habe eine freikirchliche Gemeinde gewählt, die den biblischen Aussagen möglichst nahe kommt. Aber wer informiert sich hier noch?
Es bleibst bei deiner Behauptung, es gäbe keinen Gott, ohne dies zu begründen. Das ist eben dein "Glaube". Und du möchtest von mir ein schlüssiges Argument wissen, dass die Existenz Gottes beweist. Aso gut: Die Schöpfung beweist seine Existenz. Nun wird behauptet, es hätte sich doch alles rein zufällig entwickelt: Der Kosmos aus dem Urknall heraus und das Leben durch Evolution. Nun, die Evolution erklärt keineswegs diese Entstehung des Lebens. Ohne auf weitere Argumente näher einzugehen (würde völlig den Rahmen sprengen), gibt es eine einfache, leicht zu verstehende Tatsache, die Gott unausweichlich macht. Die Evolution setzt nämlich Leben voraus, dass sich aus eigenem Antrieb vermehren kann. Klar: Ohne Vermehrung keine Evolution! Doch diese Fähigkeit zur Vermehrung (z.B. Zellteilung) ist hoch komplex und verlangt nach einem außerordentlichen Aufbau. Dieser kann aber bis zur ersten teilungsfähigen Zelle nicht durch Evolution entstanden sein! Und die äußerst dürftige Erklärungsversuche über selbst gebildete Proteine im Wasser reichen nicht entfernt an eine teilungsfähige Zelle heran. Nein, eine solche Zelle kann sich gar nicht von selbst bilden, sie muss geschaffen worden sein!
Zum Thema Christenverfolgung: Diese liegt auch vor, wenn Christen öffentlich aufgrund ihres Glaubens beleidigt werden, wie du das hier tust. Oder wenn eine gläubige Krankenschwester entlassen wird, weil sie aus Gewissensgründen nicht abtreibt.
Noch ein Letztes: Du schließt Gott einfach aus. Aber wenn es ihn doch gibt und er sich offenbart hat, weil er will, dass wir ihn kennen lernen, dann machst du einen folgenschweren Fehler. Und dann hilft es auch nichts, einmal zu sagen, dass es doch viele falsche Religionen gab, denn Gott hatte ja auch dafür gesorgt, dass die Wahrheit nie unterging und sie hätte die Augen öffnen können - vorausgesetzt, man ist für die Wahrheit offen und lebt nicht in Rebellion gegen Gott ...

Liebe Grüße, AR.

AR hat gesagt…

Hallo Niko,

einen Punkt hatte ich gerade noch vergessen. Du schreibst: "Homosexuelle schaden niemandem und die Gleichstellung der Homoehe mit der normalen Ehe bedeutet nicht das Ende der Gesellschaft bzw der Menschheit". Nun, es geht hier nicht um das Ende der Menschheit. Die Bibel lehrt übrigens, dass alle Menschen Sünder sind, also auch alle Homo- und Heterosexuelle usw., incl. mir :-) Aber darum geht es hier nicht. Es geht hier um das Thema Ethik und Moral und die haben für jede Gesellschaft eine wichtige Bedeutung. Und zur Ehe: wie definieren wir sie? Wir meinen damit eine Lebensgemeinschaft, die aufgrund natürlicher Vorgaben alleine in der Lage ist, neues Leben hervor zu bringen. Von der Natur her ist hier die heterosexuelle Lebensgemeinschaft mit eine Alleinstellungsmerkmal ausgestattet! Und so macht es Sinn, die Ehe ebenso mit diesem Alleinstellungsmerkmal auszustatten. Es ist ja nicht so, dass Homosexuellen eine Lebensgemeinschaft verboten wäre, denn das wäre wirklich intolerant! Es macht aber Sinn, hier diese Alleinstellung der Ehe beizubehalten und nicht für Homoehen zu werben, denn eine Gesellschaft braucht auch eine Werte-Orientierung. Jugendliche machen so manche Entwicklungsphasen durch und da ist es für sie wichtig, sich orientieren zu können. Oder wer will bestreiten, das z.B. Sexualität ihre höchste Erfüllung haben kann, wenn es körperlich passt? Oder ist es nicht besser, wenn die Option eigener Kinder vorhanden ist? Nein, Toleranz ist keine Gleichmacherei ... Nächstenliebe denkt an alle und nicht nur an eine kleine Minderheit. Sie will auch für Kinder das Beste.
Ich empfehle hier mal nachzulesen: http://www.katholisches.info/2013/08/01/er-last-groste-homo-luge-platzen-grunder-von-young-gay-america-wurde-hetero/?fb_action_ids=560235574022309&fb_action_types=og.likes&fb_source=other_multiline&action_object_map=%5B553973667995678%5D&action_type_map=%5B%22og.likes%22%5D&action_ref_map=%5B%5D
Damit hat sich ein Ex-Homo bei den Homosexuellen sehr verhasst gemacht (wo bleiben hier jetzt Liebe und Toleranz?). Der Artikel kann Augen öffnen und er zeigt, dass Orientierung für Kinder wichtig ist. Nein, ich rede nicht vom bösen Homo (bin ja selber ein Sünder), aber zum Menschen JA zu sagen heißt nicht, alle seine Taten und Meinungen gut zu heißen. Toleranz setzt ja die andere Meinung voraus.

Ich habe schon Menschen erlebt, die ähnlich wie du gegen den christlichen Glauben hetzen. Sie wirkten immer sehr mit Hass erfüllt und verbiestert. Was ist mit dir passiert, Nico?

Liebe Grüße, AR.

F. M. hat gesagt…

Warum wollen nur alle Gläubigen die "Moral" ihrer Religion allen Menschen aufzwingen? Notfalls per Strafgesetzbuch, schlimmstenfalls mit blutiger Gewalt.
Ein Schwangerschaftsabbruch kann kein Mord sein, weil kein Mensch getötet wird. Deswegen wird eine Abtreibung auch nicht nach Paragraf 211 StGb verfolgt, sondern unter Paragraf 218 rubriziert.
Und wenn die verschiedenen Religionen, bei weitem nicht alle! behaupten, ein Mensch entstehe im Moment der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, so ist das deren spezielle religiöse Lehre, in diesem Falle der Simultanbeseelung und nicht der Sukzessivbeseelung, an die noch der Doctor Angelicus glaubte. Und diese spezielle religiöse Lehre allen Menschen aufzuzwingen, auch denen die nicht zur eigenen Gruppe der Gläubigen zählen, ist schlecht. Sie erkennen das daran, dass Sie/sie auch die Forderung der Muslime nach einem generellen Schweinefleisch- oder gar Alkoholverbot, nicht allzu freudig begrüssen würden.

@NikoBelik1

Der Urknall ist sehr wohl eine Theorie, aber eine Theorie ist nicht das, was Sie glauben dass eine Theorie ist. Das ist eher eine Hypothese. Eine Theorie ist, im wissenschaftlichen Sprachgebrauch, nicht umgangssprachlich, die höchste Stufe der Erkenntnis, die durch viele Belege gestützt wird und die aufgrund der in ihr enthaltenen Erkenntnisse Vorhersagen und Schlüsse zulässt, zum Beispiel auf die Ausbreitung des Lichts durch Einsteins Relativitätstheorie. Sie gilt genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem, unter Beachtung des Parsimonitätsprinzips, gerne auch Occams razor genannt, eine bessere, schlüssigere, einfachere Erklärung entdeckt wird.

AR hat gesagt…


Hallo F.M.,

ich finde die Behauptung sehr einseitig, dass alle Gläubigen die Moral ihrer Religion allen Menschen aufzwingen wolle. Es mag Religionen geben, die mit Gewalt etwas erzwingen wollen, aber der biblisch-christliche Glaube will das nicht. Aber er kann seine Werte durchaus vertreten, was doch völlig legitim ist, nicht wahr? Man könnte den Spieß auch umdrehen und behaupten, der Atheismus wolle seine Überzeugungen der Gesellschaft aufdrücken. Am Beispiel Hessens sehen wir z.B., dass der neue Lehrplan gegen den Willen der Elternvertretung durchgesetzt wurde. Da drängt sich doch die Frage auf, wer hier wem etwas aufzwingen will und wie weit ein Staat die Wünsche von Eltern übergehen darf ...
Aber ein Austausch von Ansichten hat nichts mit Aufzwingen zu tun, sondern mit einem Eifern um das Beste für die Gesellschaft - und da gehen die Meinungen eben auseinander.

Was das Thema "Evolutionstheorie" angeht, so mag sie wohl unsere (momentan) höchste Stufe der Erkenntnis sein. Denken wir mal einige Jahrhunderte zurück, was da höchste Stufe der Erkenntnis war ... Heute lachen wir über so Einiges und in weiteren Jahrhunderten lacht man über manche wissenschaftlichen Erkenntnisse von heute. Das Problem mancher Wissenschaftler ist, dass sie an einer gewissen Überheblichkeit leiden, so als ob das, was man heute zu wissen glaubt, eine ganz sichere Sache sei und jeder Irrtum ausgeschlossen. Und machen wir uns nichts vor: Die Hypothese eines allmächtigen Gottes ist nicht gerade wissenschaftlich, so dass die Forschung über die Entstehung der Erde und des Lebens Gott weitgehend ausklammern muss. Ohne Gott mit einzubeziehen halte ich die Evolutionstheorie für die beste aller Theorien, aber sie hat logische Fehler und ich beziehe die Hypothese eines allmächtigen Gottes mit in meine Überlegungen ein. Und im Falle einer Schöpfung durch Gott hätte die Wissenschaft eben auch das Problem, sich mit einem scheinbaren Alter auseinandersetzen zu müssen ...

Liebe Grüße, AR.
Und noch einen Gedanken da