Dienstag, 12. Juli 2016

Gläubige Apotheker müssen „Pille danach“ anbieten

Keine Religionsfreiheit oder Gewissenskonflikt in den Vereinigten Staaten: Auch gläubige Apotheker müssen entsprechend einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes die „Pille Danach“ anbieten.

Geklagt hatte eine Familie, die eine Apotheke führt. Sie hatten sich auf die Religionsfreiheit berufen und argumentiert, ihr christlicher Glaube ließe den Verkauf des Präparats nicht zu.

Das umstrittene Urteil erhielt harsche Kritik. Laut „Apotheke adhoc“ sieht Samuel Alito, Richter des Obersten Gerichtshofes, eine klare Verletzung der Religionsfreiheit: „Arbeite gegen deine tiefsten religiösen Überzeugen – oder verabschiede dich vom Apothekenmarkt“, so der Richter. Die Anwältin der Apotheker erklärte: „Amerikaner sollten die Freiheit haben, friedlich und im Einklang mit ihrem Glauben zu leben und zu arbeiten – ohne Angst vor ungerechten Strafen.“

In den Vereinigten Staaten steigt der Unmut gegen solche Entscheidungen, die als „Juristischer Aktivismus“ empfunden werden. Immer öfters treffen Gerichte Urteile, die einer gesellschaftspolitischen Intention folgen. Diese Urteile ersetzen die gesellschaftliche und parlamentarische Debatte.


Kommentare:

Markus Kenn hat gesagt…

Das ist unverständlich. Zum Einen verdankt die USA ihren Wohlstand dem christlichen Glauben, zum Anderen wird durch das Verhalten des christlichen Apothekers niemand geschädigt. Ganz im Gegenteil: Unschuldige Leben können so gerettet werden.

Anonym hat gesagt…

XD Ihren Wohlstand haben die USA sicher nicht dem Christlichen Glauben zu verdanken