Dienstag, 24. Mai 2016

Familienministerin will Jugendschutz-Gütesiegel im Internet

Um Eltern die Orientierung zu erleichtern, welche Produkte für ihre Kinder geeignet sind, plant Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) ein neues „Gütesiegel“ für Internetseiten.

Diese Information gab die Bundesministerin der Zeitung „Welt am Sonntag“.
 

Die Zeitung verwies auf ein Problem, daß viele Eltern haben, nämlich, "wie sie ihr Kind vor den Gefahren aus dem World Wide Web schützen sollen". Darauf antwortete Schwesig: "Diese Fragen stelle ich mir als Mutter eines neunjährigen Sohnes auch. Ich möchte den Kinder- und Jugendschutz modernisieren. Wir werden die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien umbauen zu einer Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz. Wir möchten ein neues Gütesiegel entwickeln, mit dem geprüfte Angebote ausgezeichnet werden können, die kinder- und jugendgerecht sind."

Dabei sollen die „Standards aus dem Offline-Bereich möglichst gut in den Online-Bereich“ übersetzt werden.

In Deutschland herrschen immer noch unterschiedliche Standrads für unterschiedliche Medien (Radio, Fernsehen, Videospiele, Internet, Druck etc.). Eine Konvergenz ist bislang nicht gelungen, was zu widersprüchlichen Regelungen in der Praxis des Jugendschutzes führt.
 

Ausnahmsweise ein vernünftiger Ansatz aus dem Schwesig-Ministerium. Manuela Schwesig hat vor wenigen Monaten ein zweites Baby bekommen, was möglicherweise ihr Verantwortungsgefühl für die moralische Gesundheit der Kinder gestärkt hat.

Ein Gütesiegel wäre natürlich immer noch zu wenig, um Kinder und Jugendliche angemessen im Internet schützen zu können. Die Bundesregierung muss nach Wegen suchen, dass Pornographie – die meist in Servern im Ausland platziert ist, nicht mehr erreichbar ist. Zudem muss sie dafür sorgen, daß die Platzierung von deutscher Werbung – davon leben diese Internetseiten – verboten wird. Diese Werbung ist schon nach heutigen Regeln fast immer illegal, denn sie ist nicht nur fast immer pornographisch, sondern in der Regel auch sittenwidrig (Pornographie, Geschlechtlichkeit mit Gewalt, unklare Beschäftigungsverhältnisse der Frauen etc.).


Das Zugänglichmachen von Pornographie an Minderjährige ist ein strafrechtlich relevanter Tatbestand. Der Staat ist dazu verpflichtet, seine Macht dagegen anzuwenden.

Kommentare:

NikoBelik1 hat gesagt…

Oh Himmel,wenn ich das schon lese kommt mir mein Essen wieder hoch,wieder die typischen Klischees und Vorwürfe der Religiösen Moralapostel,mich stören auch Sende wie Bibel TV oder K-TV oder andere Religiöse Seiten, wer schützt die Kinder davor ?
Pornografie gehört nun mal zu unserer heutigen Gesellschaft und das Kinder sich ab einem bestimmten Alter dafür interessieren ist völlig Normal,früher waren es eben die Playboy Hefte die heimlich gelesen wurden und heute sind es Filme ! Alle Filme und Spiele haben eine Altersfreigabe, an die halten sich nur die wenigsten, kleines Beispiel: Das Spiel GTA 5 ist ab 18 und darf eigentlich nur von Erwachsenen gespielt werden, der Großteil der Spieler ist allerdings zwischen 12-25, es gibt aber jüngere die dieses Spiel haben bzw spielen ! Die Eltern kennen sich meist nicht aus oder schauen nicht genau hin was die Kinder spielen, anstatt also wieder mal alles zu zensieren bzw zu verbieten wäre ein vernünftige frühe Aufklärung sicher besser,am besten ab der 1sten Klasse,die Eltern sollte man da am besten miteinbeziehen das sie auf dem Gebiet Aufklärung eher nötig haben als die Kinder!

onlineschelm hat gesagt…



Ich kann nur hoffen, dass auch die Kirchen endlich eine entsprechende FSK-Einordnung erfahren und man ihnen auch das Siegel verwehrt.

Schließlich erzählen die vollkommen bizarre Lügengeschichten mit der Absicht, schon kleine Kinder diesen Quatsch glauben zu lassen. Außerdem hängen in den Kirchen blutüberströmte, fast nackte, an Kreuze genagelte Leichennachbildungen herum.

Was das seit Jahrhunderten mit den Menschen macht...

Hulk hat gesagt…

Die Bibeldeppen mal wieder,alles zum Schutz der Kinder,ne schon klar und die Erde ist eine Scheibe ! Hier versucht eine kleine Gruppe allen ihren rückständigen Ansichten aufzudrängen,alles was einem nicht passt wird zensiert bzw verboten ! Sind erst mal Pornografie und alle Sachen die Sexualität zu haben haben verboten bzw zensiert kommen danach andere Dinge dran wie Musik,Videospiele,Filme,Serien,Bücher,Kunst und alles andere was die Religiösen stört,kurz wir fallen um 300 Jahre zurück in die Zeit als Kirche&co noch alles geregelt hat! Da kann ich nur sagen "Nein,Danke" ! Ich kann Niko nur Recht geben,klärt die Kinder&Eltern besser auf anstatt solche sinnlosen,nutzlosen Siegel zu vergeben,eines ist klar um so mehr etwas verboten bzw zensiert wird um so größer ist der Reiz für Kinder herauszufinden was dahinter steckt !

Anonym hat gesagt…



Bei dem Vorschlag handelt es sich um ein Hilfsmittel für Eltern.

Es wird nirgends auch nur ansatzweise erwähnt, dass man vor hat, das gesamte Internet zu prüfen oder Seiten ohne dieses Siegel zu sperren.
Niemand zwingt Eltern dazu, dass sie den Kindern nur noch diese Seiten vorsetzen.

Es geht lediglich darum, Standards zu entwickeln, die auf kindgerechten Seiten gelten sollte. Ich könnte mir vorstellen, dass es die Seiten nicht kindgerechte Inhalte mit anderen vermischen. Oder Nutzer können nicht externe Seiten oder Bilder verlinken. Chaträume haben Moderatoren. Es gibt Ansprechpartner bei Problemen. Persönliche Daten sind nicht öffentlich oder werden gar nicht erst erfasst. Bei Spielen gibt es kein gesteigertes Suchtpotenzial und keine Kaufmöglichkeiten.

Die Eltern sollen schnell sehen können, ob eine Seite solche Anforderungen erfüllt, ohne jedesmal selber prüfen zu müssen. Das ist auch kaum zu leisten.

Im Prinzip ist es auch nicht anders als ein Bio-Siegel. Oder schreien da auch viele, dass ein deutsches Bios-Siegel gar nicht alle Produkte auf den Weltmärkten überprüfen kann? Oder ob man danach nur noch Produkte mit diesem Bio-Siegel essen darf?

Meinungsfreiheit hat gesagt…


*Das Zugänglichmachen von Pornographie an Minderjährige ist ein strafrechtlich relevanter Tatbestand. Der Staat ist dazu verpflichtet, seine Macht dagegen anzuwenden *

Das macht er doch, zeigt ein Erwachsener absichtlich Pornografie macht er sich strafbar und wird verurteilt ! Schaut sich ein Minderjähriger in Abwesenheit der Eltern so was an kann niemand bestraft werden,keiner kann von den Betreibern der Seiten verlangen jeden zu überprüfen der diese Seite besucht, der Betreiber kann Schutzmaßnahmen ergreifen wie Angabe des Alters, aber keiner wird überprüfen ob der Besucher auch wirklich so alt wie er angibt !

Mal wieder versuchen hier ein paar Spießer,Konservative und Religiöse mit allen Mitteln einer Zensur durchzusetzen gegen das was nach ihrer Meinung schädlich ist !

Daniel hat gesagt…

Nobody cares.

Jörg Guttenberger hat gesagt…

Pornographie / Sexualisierung und Vegetarismus / Moral-Onanie / Leftismus gehören zusammen - das weiß "der Jude", der hinter den modernen Ideen steckt. Das wissen nicht die ahnungslosen PR-Agenten, die hier die Ideologien verbreiten, die ER für die nichtjüdischen Massen wünscht ...

Lupusmagnus hat gesagt…

Hmmm da hat sich wohl ein Troll mal wieder bei einem Pseudonym bedient.

Wie im Artikel erwähnt, befinden sich die meisten Server die der Verfasser beanstandet im Ausland. Damit ist der Inhalt dieser Seiten dem dortigen Gesetz unterworfen und nicht dem hiesigen. Ich bin kein Jurist aber muss sich die Werbung dann nicht auch nur an die Regeln des Serverlandes halten?

Auch bezweifle ich, dass die Ministerin mit ihrem Statement besonders Pornoseiten meinte. Wer da noch extra ein Gütesiegel braucht um zu wissen, dass Kinder sich das nicht ansehen sollten gehört vom Jugendamt überwacht.

Natürlich will Herr von Gersdorff kein freies Internet. Er will eins in dem alles strengstens kontrolliert und zensiert wird, natürlich so wie er es für richtig hält und wie es ihm seine Religion vorschreibt. Da bin ich strikt gegen, da es eindeutig gegen Meinungs, Kunst und in manchen Fällen womöglich auch Pressefreiheit geht.

NikoBelik1 hat gesagt…

Nicht nur das Internet soll zensiert werden wenn es nach ihm geht,das würde alle Bereiche des täglichen Lebens betreffen,egal ob es das TV-Programm,Musik,Zeitschriften wie BRAVO,Videospiele,Filme,Bücher u.v.m ! Und genau deshalb bin auch oft hier um die Dinge richtig zu stellen !

PS: Ich glaube auch nicht das der Beitrag oben vom echten Jörg ist !

Gronkh hat gesagt…

Meldet sich Herr von Gersdorff eigentlich auch mal zu Wort ? Er stellt hier immer nur Beiträge rein in denen er sich über die "Böse Welt" da draußen aufregt die nicht mehr nach Christlichen Werten lebt,wenn es nach ihm geht müssen alle so leben wie er es für richtig hält,leider übersieht er dabei das nie so kommen wird,im Gegenteil die Gesellschaft wird sich weiterentwickeln und Religion&Kirche spielen im Leben der jungen Leute immer weniger eine Rolle !

Anonym hat gesagt…

Der Alte Knacker soll sich doch aufregen ihn nimmt keiner Ernst bei solchen Leuten hilft nur noch ein Kopfschuss

Leo Trotzki hat gesagt…

Die „große Erzählung“ ist zurück

2. Juni 2016

Die Welle sozialer Kämpfe, die sich zurzeit weltweit ausbreitet, lässt die antimarxistischen Intellektuellen, die die „große Erzählung“ des Arbeiterkampfs und der sozialistischen Revolution für überholt erklärt haben, in einem recht kläglichen Licht erscheinen.

Momentan liegt das Zentrum der weltweit aufflammenden Klassenkonflikte in Frankreich. Auch diese Woche gehen die Streiks und Demonstrationen gegen das El-Khomri-Gesetz weiter. Die damit verbundenen Arbeitsmarktreformen wurden letzten Monat unter dem Ausnahmezustand, den Präsident François Hollande nach den Terroranschlägen 2015 verhängt hatte, durchs Parlament gepeitscht.

Am Dienstag begann ein unbefristeter Streik bei der Staatsbahn SNCF, ab Donnerstag legen auch die Beschäftigten der Pariser Bahn und Metro die Arbeit nieder. Bei der zivilen Luftaufsicht soll ab Freitag gestreikt werden, sodass der Flugverkehr in weiten Teilen des Landes zum Erliegen kommen könnte. Zuvor gab es bereits Streiks mit Hunderttausenden Teilnehmern, u. a. bei Ölraffinerien, und Massendemonstrationen mit über einer Million Teilnehmern. Es kam zu Zusammenstößen mit Polizeikräften, die zuvor im Rahmen des Ausnahmezustands unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung mobilisiert worden waren.


Und es war die Erklärung des russischen Revolutionärs Wladimir Lenin, die auch nahtlos auf die heutige Zeit der Kriege übertragen werden könnte:

„Der Imperialismus ist die Epoche des Finanzkapitals und der Monopole, die überallhin den Drang nach Herrschaft und nicht nach Freiheit tragen.“

Doch vor allem richtete sich der Unmut der Postmodernisten gegen den Revolutionär, der die Perspektive des Marxismus in Wort und Tat am gewandtesten ausdrückte: gegen Leo Trotzki, der in seiner Theorie der Permanenten Revolution erklärt hatte: „Die sozialistische Revolution beginnt auf nationalem Boden, entwickelt sich international und wird vollendet in der Weltarena.“ In seiner Geschichte der Russischen Revolution definierte er die Revolution als „gewaltsamen Einbruch der Massen in das Gebiet der Bestimmung über ihre eigenen Geschicke“.

Kurz zusammengefasst lehnten die postmodernen Theoretiker und die kleinbürgerlichen Gesellschaftsschichten, deren Interessen sie artikulierten, die Auffassung ab, dass die Gesellschaft in Klassen gespalten ist, dass der Staat ein Instrument der Klassenherrschaft darstellt, dass die objektive Logik der ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung verstanden werden kann, dass der Kapitalismus die Menschheit in eine Katastrophe führt und dass es die Aufgabe der Arbeiterklasse ist, unter der Führung einer revolutionären Partei dieses überholte System im Weltmaßstab zu stürzen und eine neue Gesellschaft auf der Grundlage der Gleichheit vorzubereiten.

Entgegen den Verlautbarungen der antimarxistischen Theoretiker, der Marxismus sei tot und begraben, durchlebt eine neue Generation von Jugendlichen, Studierenden und Arbeitern nun die „große Erzählung“ des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, der sozialen Polarisierung, des Kriegs und der Diktatur. In den nächsten Monaten und Jahren werden Millionen die großen Werke des Marxismus studieren und sich daran orientieren, um die großen Aufgaben zu lösen, vor denen die Arbeiterklasse nach wie vor steht.

Andre Damon

Jörg Guttenberger hat gesagt…

Zu "Jörg Guttenberger, 27.05.2016,21.35 Uhr"

Welches verdammte Drecines Namenskschwein hat sich hier wieder meines Namens bedient?