Dienstag, 8. Dezember 2015

Fünf Prozent der Jugendlichen von krankhafter Internetsucht bedroht

Das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf weist in einer neuen Studie darauf hin, dass Internetsucht schon im Kinderzimmer beginnen kann.

Eine Befragung von 100 repräsentativen Haushalten ergab folgende Situation:

Jedes vierte Kind verbringt an einem gewöhnlichen Wochentag rund eine Stunde im Internet, bei 29 Prozent sind es zwei Stunden. Am Wochenende sei jeder Fünfte schon sechs Stunden oder länger am Computer.

11 Prozent der Kinder haben schon mehrfach versucht, ihre Internetnutzung in den Griff zu bekommen, doch ohne Erfolg.

Diese Situation weckt Sorgen bei den Eltern: 22 Prozent gaben an, ihr Kind fühle sich ruhelos, launisch, niedergeschlagen oder gereizt, wenn es versuche, das Internet weniger zu nutzen oder damit ganz aufzuhören.

Laut Experten befinden sich viele Heranwachsende in akuter Suchtgefahr. Dr. Rainer Thomasius, Leiter des DZSKJ: „Die Daten deuten darauf hin, dass etwa 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter krankhaften Folgen ihrer Internetnutzung leiden.“

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