Dienstag, 27. Oktober 2015

Bischof Voderholzer (Regensburg) kritisiert Gender-Mainstreaming

(idea) – Scharfe Kritik am „Gender-Mainstreaming“ hat der katholische Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, geübt. Der Genderismus behauptet, dass es nicht nur Mann und Frau gebe, sondern „Tausende“ unterschiedlicher geschlechtlicher Orientierungen. Das Gender-Mainstreaming stelle die „Heterosexualität als das Normale und Schöpfungsgemäße“ infrage, schreibt er auf der Internetseite seines Bistums. In der Gender-Debatte gehe es „um die soziale und politische Akzeptanz der Homosexualität“. Darüber hinaus wollten die Genderismus-Anhänger ihre Anschauung durchsetzen, wonach „alle sexuellen Orientierungen als gleichrangig gelten“. Anlass für die Äußerungen ist ein neues Faltblatt „Geschlechtersensibel – Gender katholisch gelesen“ der (katholischen) Bischofskonferenz, das auf einer Tagung im Kloster Oberzell bei Würzburg vorgestellt wurde.

Faltblatt: Gender zu bestreiten ist ein Fehler

Das Papier weist die Auffassung von Gender-Kritikern zurück, dass es so etwas wie sexuelle Vielfalt überhaupt nicht gibt. Wer dies tue, begehe einen Fehler. Der Text wurde von der Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Prof. Hildegund Keul (Düsseldorf), und vom Leiter der Kirchlichen Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen, Andreas Ruffing (Fulda), verfasst.

„Eine Art drittes Geschlecht“ ist ein Defekt

Voderholzer hält das Papier für einseitig und stellenweise dürftig. Wenn dort beispielsweise Intersexualität als „eine Art drittes Geschlecht“ neben Weiblichkeit und Männlichkeit bezeichnet werde, wäre es „sicher für eine objektive Information von Nutzen gewesen, darauf hinzuweisen, dass sie ein Defekt ist, der aber äußerst selten vorkommt“. Weiter bedauert Voderholzer, dass Ehe und Familie in dem Faltblatt nicht vorkommen. Sexualität sei auf die Weitergabe des Lebens hin angelegt. In dem Zusammenhang will es sich Voderholzer nicht nehmen lassen, Homosexualität zu kritisieren: „Kritik ist noch keine Diskriminierung.“

Kardinal Müller: Gender-Ideologie zerstört die menschlichen Grundlagen

Anstelle des Verteilblattes empfiehlt Voderholzer, den von dem Hilfswerk „Kirche in Not“ (München) herausgegebenen „Glaubens-Kompass“ mit dem Titel „Gender-Ideologie. Ein Leitfaden“ zu lesen. Darin wird der Genderismus als „Perversion“ und „teuflische Ideologie“ bezeichnet, die im Kern atheistisch sei. Auch auf der am 25. Oktober beendeten Familiensynode der römisch-katholischen Kirche in Rom spielte das Thema immer wieder eine Rolle: Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, warnte dort vor einer „kompletten Zerstörung der menschlichen Grundlagen“ durch die Gender-Ideologie.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die beabsichtigte und bisher gut verborgene gesellschaftszerstörende Wirkung von Gender Mainstreaming wird sicher nicht gleich von allen bemerkt werden. Aber bald deutlich werden sollte, dass Gender Mainstreaming auch ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder ist.
Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert werden. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung.
Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und
Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
[siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 (http://www.amazon.de/Vergewaltigung-menschlichen-Identität-Irrtümer-Gender-Ideologie/dp/3) und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-945818-01-5 (http://www.amazon.de/trifft-Frauen-Kinder-zuerst-Genderismus/dp/394581801X)

Jan D. hat gesagt…

Gender-Mainstreaming schadet nicht nur Kindern und ihrer gesunden Entwicklung bei uns, sondern richtet weltweit schwere Schäden an. Nachgewiesen wird das im Buch "Die Genderung der Welt", Jan Deichmohle, AAVAA Verlag.

Was die Kirche sagt, bestätigt die Biologie: Sexualität hat mit Fortpflanzung zu tun, was weitreichende Folgen hat. Diese Folgen werden in Band 1 erörtert, "Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum - schwere Folgen", Jan Deichmohle, nexx Verlag. Außerdem wird gezeigt, warum Kultur und Geschlecht bedeutsam für Mensch und Gesellschaft sind, ihre Dekonstruktion schwere Schäden anrichtet.

Auch für die Kultur sind die Geschlechter und eine Gegenseitigkeit zwischen ihnen wichtig. Dies ist eine wissenschaftlich nachweisbare Universalie beim Menschen.

Mara hat gesagt…

Wer ist Frau Professorin aus Düsseldorf, die es wag,t die Lehren der Kirche nach ihrem "Gutdenken" zu ändern?
In meiner Arbeit als Psychotherapeutin sagten mir die meisten homosexuellen Männer und lesbische Frauen, dass sie den Gender auch nicht verstehen. Sie wollen unauffällig leben.
Wer sind diese Professorinnen, die mit so viel Unverschämtheit unsere Welt verändern wollen?
Mich wundert es, dass die katholische Kirche "mein Steuergeld" für solche "Propaganda-Blätter" verschwendet. Was soll das?