Dienstag, 4. August 2015

Gefahr durch Legalisierung: Rauschgiftkonsum steigt an

Neue Erkenntnisse zur Legalisierung weicher Drogen: Wie aus dem aktuellen Drogenbericht des UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hervorgeht, konsumieren eine Viertelmilliarde Menschen Rauschgift. Somit ist die Zahl proportional zur Weltbevölkerung gestiegen.

Besonders der Anteil des Suchtstoffs THC ist in den gehandelten Cannabisprodukten in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. THC wird mit Abhängigkeiten und psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Diese Entwicklung ist vorwiegend in Europa zu beobachten, parallel zu einer Zunahme von „Heimprodukten“. Zugleich gebe es Anzeichen dafür, dass die Zahl von Gesundheitsproblemen zunehme, die auf Cannabis zurückzuführen sind. Die Zahl von Personen, die deswegen medizinische Hilfe in Anspruch nahmen, ist in Europa zwischen 2006 und 2012 von 45000 auf 49000 gestiegen.

Trotz der erschreckenden Zahlen und der bekannten Risiken, nimmt der Druck in Bezug auf Cannabis, als vermeintlich weiche Droge in Deutschland von Lobbygruppen und Politikern zu, dieses Rauschgift zu legalisieren.

So will der Berliner Alternativbezirk Friedrichshain-Kreuzberg die angeblich “weichen Drogen“ Haschisch und Marihuana legal verkaufen lassen und hat dafür am 26.06.2015 einen Antrag gestellt. Es ist der erste dieser Art einer Kommune. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) unterschrieb das 25 Seiten umfassende Papier und schickte es an das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. In vier Verkaufsstellen sollen die Cannabis-Produkte staatlich kontrolliert registrierten Konsumenten aus dem Bezirk verkauft werden.

Konsum von Cannabis steigt durch Legalisierung an


In dem Unodc-Bericht wird auch die Entwicklung dort, wo Cannabis „legalisiert“ worden ist, erläutert. Ein Beispiel ist der amerikanische Bundesstaat Colorado. Demnach ist der Gebrauch dort stärker gestiegen als im amerikanischen Durchschnitt. Die Zahl an Anrufen bei Gift-Notfallstellen ist sprunghaft gestiegen, ebenso die Inanspruchnahme der Notaufnahmen von Krankenhäusern wegen Verschluckens von (für den Verzehr vorgesehenen) Cannabisprodukten. Zum ersten Mal traten auch Fälle auf, in denen Kinder solche Produkte verschluckten.

Viele Jugendliche sind in die Abhängigkeit gerutscht, weil Kiffen in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptiert ist. Trotz der zum Teil heftigen gesundheitlichen und sozialen Folgen gilt Cannabis noch immer als weiche Droge. Sein Konsum wird augenzwinkernd hingenommen, wie jüngst das Beispiel des Grünen-Chefs Özdemir zeigte, der demonstrativ neben einer Hanfpflanze posierte. Damit gewinnt er Sympathien bei seiner Klientel. Wer sich hingegen der verdienstvollen Aufgabe annimmt, Jugendliche vom Kiffen abzuhalten, der gilt schnell als Spießer.

Deshalb brauchen wir einen Stimmungswandel in der Gesellschaft, in der Politik, in der Öffentlichkeit gegen die Verharmlosung von Drogen wie Cannabis. Ein Beispiel kann man sich dabei an der Antiraucherkampagne der vergangenen Jahre nehmen.

Mit Angaben der FAZ vom 26.06.2015

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