Dienstag, 4. August 2015

Digitales Lernen in Kitas und Grundschulen schadet den Kindern

Warum Computer bis zum zwölften Lebensjahr tabu sein sollen.

Focus online vom 15.03.2015 berichtet: Aufwachsen ohne digitale Medien - das verlangen die Autoren eines neuen Buchs. Sie behaupten, digitales Lernen schade mehr, als dass es nütze.

Provokanter Titel: „Die Lüge der digitalen Bildung. Warum unsere Kinder das Lernen verlernen.“

Das Werk soll eine Debatte über den Einsatz von digitalen Medien in Kita, Schule und Uni auslösen, hoffen Lembke und sein Co-Autor Ingo Leipner. Ihr Grundsatz: „Computer sollten bis zum zwölften Lebensjahr tabu sein. Insbesondere kleine Kinder sind nicht in der Lage, virtuelle Signale vom Bildschirm zu verarbeiten.“

Keinerlei positive Lerneffekte

Gerald Lembke versichert dem Medium Computer „keinerlei positive Lerneffekte“. Er warnt gar, das Gerät fungiere oft nur als Substitut für Erlebnisse und Denkvorgänge. Lembke: „Das Reflektieren und Verarbeiten von Informationen muss ohne ihn passieren.“ Unter Entwicklungsbiologen und Neurowissenschaftlern sei es Konsens, dass „Computer weder die geistige noch die physische Entwicklung von Heranwachsenden fördern“.

Entschleunigung statt Elektronik. Die beiden Autoren fordern Zurückhaltung und führen Studien als Belege dafür an, dass „digitale Medien mit ihrer Geschwindigkeit, Reizüberflutung und Oberflächlichkeit Lernprozesse untergraben können“. Essenziell sei das unstrukturierte Spielen, nicht das herumtippen auf dem „ersten Lerncomputer“ oder der Fernsehkonsum. Mittlerweile hielten immer längere Bildschirmzeiten (199 Minuten pro Tag bei Sechs- bis 13-Jährigen) Kinder von realen Erfahrungen ab.

Zum Beispiel von der Natur. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung sind die Hälfte der Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren noch nie auf einen Baum geklettert. Fast ein Viertel hat nie oder selten ein Tier in der Wildnis gesehen.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Geniales Buch, weil es von einem geschrieben wurde, der feststellte, dass seine
Informatik-Studenten viel zu wenig Kreativität mitbringen durch zu hohen Medien-
Konsum in ihrer Kindheit...und deshalb z. B. alle Smartphones, Tablets, etc.aus seinen Vorlesungen vebannt sind...
Es zeigt das Ende der Kette: wenn unsere durchdegitalisierten Kinder plötzlich
kreativ - ja auch in der Computer-Branche, na klar! - in der Berufsausbildung sein sollen...und gar nicht anders können als versagen...
Dieses Buch kann man allen unter die Nase halten, die den Schutz der Kinder vor Medien für "ewig gestrig" halten!Das Gegenteil ist der Fall: Die Kinder, die jetzt
geschützt werden - werden die Stützen des künftigen Berufslebens und der Gesellschaft
überhaupt! Schutz heißt: daneben sitzen, wenn 12-jährige Sprösslinge ins Internet
"müssen", Smartphones sind bis mindestens 16 J. tabu.

NikoBelik1 hat gesagt…

Wie auch wenn viele in einer Stadt leben oder die Eltern es verbieten weil zu gefährlich ist ! Immer noch nicht verstanden das man nicht alles Topf werfen kann und Spiele eine Altersfreigabe haben,auch wenn es einigen nicht passt die Kinder von heute sind nicht die von gestern !