Dienstag, 14. Juli 2015

Black-Metal-Szene: Neue antichristliche CD mit dem Song “Kill for Satan”

Mathias von Gersdorff

Es wäre kaum sinnvoll, täglich über die neuesten Fabrikate der Black-Metal-Szene zu berichten. Doch die ErwähnunPodium5g der neuen CD der Hardrockgruppe “The Antichrist Imperium” (Das Reich des Antichristen) scheint mir wichtig genug. Eines der Lieder heißt “Kill for Satan” (Morden für Satan).

Unnötig zu sagen, dass mit einem empörenden Aufschrei gegen diesen Hass, diese Radikalität und diese Intoleranz kaum zu rechnen ist.

Dabei wäre es notwendig: Solche Fabrikate kommen praktisch täglich auf den Markt. Es sind nicht nur obskure Labels, die solche Musik prodizieren. Nein, hinter manchen dieser Produktionen stehen Multis wie SONY oder Universal.


Folgender Artikel von mir gibt einen Überblick über die antichristliche Hassmusik:

Speerspitze des Christenhasses (erschienen am 19. Februar 2013 als Kolumne der Jungen Freiheit) 

Mathias von Gersdorff
 

Daß die Christenheit in Europa – Deutschland inklusive – einer immerwährenden Hetzkampagne ausgesetzt ist, wird inzwischen nicht nur von kleinen Gruppen behauptet, sondern auch von Persönlichkeiten, Organisationen oder Medien, die zu den etablierten Größen des öffentlichen Panoramas gehören.

Gotteslästerung, Hetze und Verleumdung gehören zum Standardrepertoire derjenigen, die in Medien, Kulturbetrieb und Politik gegen das Christentum Stimmung machen. Vor allem konservative Christen können ein Lied davon singen, was es heute bedeutet, öffentlich für eine strenge Sexualmoral, gegen Abtreibung, für die traditionelle Ehe und für die Familie und gegen die Homo-Agenda einzutreten.

Doch fast unbeachtet blieben erstaunlicherweise bislang die Attacken auf das Christentum aus der sog. Death-Metal und der Black-Metal-Szene, beide Untergattungen des Heavy-Metals, die oft satanische Elemente beinhalten. In ihren Auftritten gehören satanische Symbole zur Bühnenausstattung, satanische Rituale werden zumindest ansatzweise exerziert.

Anerkannte Bands bei anerkannten Plattenfirmen

Wohlgemerkt: Hier ist nicht die Rede von obskuren Bands, die kaum jemand außerhalb der eigenen Szene kennt und in völlig unbekannten Clubs auftreten und dort ihre Aufnahmen verkaufen. Es geht hier um Bands, dessen Platten beispielsweise von SONY vertrieben werden und die bei Amazon, Buecher.de, Weltbild und die sonstigen großen Internethändler erwerben werden können.

Extremer Haß gegen das Christentum, bestialische Gotteslästerung, Sadismus und Gewaltverherrlichung: Das sind die üblichen Elemente von Bands mit Namen wie AEON, Rawage, Satans Wrath, Grand Supreme Blood Court oder Postmortem. Um sich ein Bild darüber zu machen, was Woche für Woche auf den deutschen Musikmarkt kommt, sollen hier einige Beispiele aufgelistet werden:

Reihenweise Christen ans Kreuz genagelt

Eine der extremsten Bands ist AEON aus Schweden, die sich auf besonders hasserfüllte Musik spezialisiert. „Aeon’s Black“ ist ihre letzte CD mit Titeln wie „I Wish You Death“, „Passage To Hell“ oder „Die By My Hands“. Das Heavy-Metal-Portal Metal.de, schrieb: „Wenn man die Schweden AEON als eine der blasphemischsten Bands im Death-Metal-Untergrund bezeichnet, hat das natürlich seine Berechtigung: Wie schon auf den vorangegangenen drei Alben werden auch auf dem neuen Werk ‘Aeons Black’ in den Texten reihenweise Christen ans Kreuz genagelt . . .“

Diese, sowie viele andere Black-Metal-Bands werden von SONY vertrieben. Daß das kein Versehen ist, erkennt man an den Beschreibungen. So schrieb SONY beispielsweise über die Platte „Evangelivm Necromantia“ von „Antropomorphia“: „Textlich dreht sich alles um Nekrophilie, Mord, Geisterbeschwörung und nekrolesbische Lust“. Der Text des Liedes „Fleisch“ in dieser CD schildert mit Details einen sadistischen Mord und die anschließende Vergewaltigung der Leiche. „Mein messer sinkt in deine weiche haut/Mit tränen in die augen schaust du mich an/Des warmes blut tropft auf meinen hand/Es ist deine angst die mir erregt und mich noch verrückter macht/Die körper total entstellt.“ (Rechtschreibfehler wurden beibehalten).

Strafrechtliche Relevanz

Besonders extrem ist die Band Rawage. Auf dem Deckblatt von „Triumph of Sin“ (Triumph der Sünde) ist eine realistische Zeichnung eines Geschlechtsaktes zwischen einem gehörnten Teufel in Ketten und einer nackten maskierten Frau abgebildet. Eines der Lieder ist „Jesus sodomized“ – eine unglaubliche Blasphemie (Eine der Bedeutungen von „sodomized“ ist jemand zum homosexuellen Verkehr zwingen).

Es ist kaum anzunehmen, daß manche dieser „Produktionen nicht strafrechtlich relevant sind. Jedenfalls sind sie jugendgefährdend und dürften nur mit einer Altersfreigabe „Ab 18“ verkauft werden – falls überhaupt.

Wichtig ist zu erkennen, daß diese Musik für die Zuhörer eine Art spirituelle Nahrung ist, etwas was in den Religionen das Beten ist. Durch das Hören verstärken sie ihre Haßgefühle und ihren Sadismus gegen das Christentum. Wie muß es im Inneren der Menschen aussehen, die diese bestialische Musik stundenlang hören und ihr emotionales Leben damit formen? Welche Phantasien voller Haß und Blasphemie werden geweckt?

Speerspitze der antichristlichen Agitation

Diese Musik bzw. ihre Anhänger bilden die Speerspitze der antichristlichen Agitation, die wir in gemäßigteren Varianten Tag für Tag erleben. Wie geht man dagegen vor? Vernunft und Argumente allein helfen hier kaum weiter. Solche irrationalen und exzessiven Impulse können nur aufgehalten werden, wenn die Christen furchtlos und voller Überzeugung auftreten. Eine Auseinandersetzung auf der Basis von Argumenten setzt voraus, daß sich die Gegenseite auf das Denken des anderen einläßt und ein Minimum von Empathie entwickelt. Bei Menschen, die einen dermaßen extremen Haß innerlich kultivieren, kann man in der Regel eine solche Fähigkeit nichtmehr erwarten.

Gewissermaßen wird hier ein Kampf zwischen zwei Menschentypen ausgetragen. Problematisch für die Seite des Christentums ist, daß bei vielen jegliche Kampfbereitschaft abhanden gekommen ist. Viele pflegen ein verbürgerlichtes Christentum, das eine Toleranz bis zur völligen Preisgabe des eigenen Profils praktiziert.

Nicht der weltlichen Macht beugen

Bloß mit Gemütlichkeit und Sanftheit wird man aber nicht die Öffentlichkeit für die Sache Jesu gewinnen können und noch weniger die unverschämten Attacken der satanischen Rockmusiker abwehren.

Wir brauchen dringend Persönlichkeiten mit dem Kaliber eines seligen Paters Rupert Mayer (Widerstand gegen den Nationalsozialismus) oder eines seligen Erzbischofs Alojzije Stepinac von Zagreb (Widerstand gegen den Kommunismus), die sich vor keiner weltlichen Macht beugen ließen, egal, wie machttrunken sie daher kam.






Kommentare:

NikoBelik1 hat gesagt…

Das ist alles nur reine Fantasie,da es weder Satan noch die Hölle gibt kann sich jede Band so benennen wie sie will ! Das keine Aufschreie kommen liegt auf der Hand,die meisten sind sich bewusst das es nur Musik ist, es wird keiner nach dem Genuss eines Liedes los ziehen und im Namen "Satans" morden, wenn jemand das macht hatte der/die schon vorher massive Probleme !

Konservative Christen werden immer weniger,die Zahl der "Gläubigen" geht Weltweit stark zurück,andere sind nur noch auf dem Papier "Christen" ! Nicht die Gesellschaft muss sich an die Kirche/Glauben anpassen sondern umgekehrt ! Über Gotteslästerung regt sich heute keiner mehr auf, außer einer kleinen schwinden Minderheit vielleicht!

Mit solchen Forderungen müssen sich die "Gläubigen Christen" nicht wundern das sie immer weniger werden, die meisten Leute sind eben im 21sten Jahrhundert angekommen und können Fiktion und Realität klar trennen !

MFG Niko

Basti hat gesagt…

Danke für den Tip.

Anonym hat gesagt…

Ihr Spinner müsst mal einsehen das eure zeit vorbei ist ! Kommt zurück in die Realität

Lehrer i.R. hat gesagt…

Man kann Mathias von Gersdorff nur zustimmen: Es reicht wirklich nicht, im stillen Kämmerlein zu beten und allein auf Gottes Hilfe zu hoffen - natürlich ist das Beten auch wichtig!

Doch Gott hat uns beauftragt, unseren Glauben zu bekennen - und das heißt auch, dass man ungerechte und verleumderische Angriffe gegen das Christentum aufzeigen und dass man darüber sprechen muss, denn sonst geben wir unsere eigentlich wichtigste Überzeugung verloren.

Dazu gehört auch, dass man über Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft mit den Mitmenschen reden muss, so dass sich eine breitere Erkenntnis durchsetzen kann und dass immer mehr Christen begreifen, wie wichtig es ist, unsere Lebensüberzeugung mit all ihren Zuwendungen zum Menschsein weiterzutragen.

Leider muss man immer wieder feststellen, dass hohe kirchliche Vertreter - besonders der evangelischen Kirche - sich nicht deutlich für die eigene Sache in der Öffentlichkeit verwenden, etwa indem sie ihren Glauben bekennen und sich für eine christlich orientierte Gesellschaft einsetzen. Das bloße Verwalten eines zunehmenden Mangels ist zu wenig!

Wir Christen müssen uns gegenseitig ermutigen und unsere Kinder und Enkel einführen in eine Lebensperspektive, die mehr ist als ein gekünstelt „lustvolles“ Dahinvegetieren auf einem Lebensweg, der nur auf Äußerlichkeiten aufbaut.

Satanistische Umtriebe in der Musikszene sind nicht zuletzt auch Ausdruck des - wohl eher unbewussten - Gefühls der Sinnlosigkeit des eigenen Daseins - doch ist die Hinwendung zur teuflischen Macht ein schlechter Strohhalm!

Anonym hat gesagt…

@niko, warum scheiß RTL, du bist RTL, da du jeden Beitrag kommentierst wirst du entweder dafür bezahlt oder hast keine Freunde, von anpassen der Kirche haben damals schon die Nazis gesprochen. Musik war immer schon Ausdruck eines Lebensstils, so auch bei den Black-Metallern. Ich kenne einige und die sind gestört. Niko du nervst einfach!

Markus hat gesagt…

Sehr geschätzter Lehrer i.R, die Leute die heute noch " im stillen Kämmerlein beten "
kann man an einer Hand abzählen,die evangelischen Kirche bemüht sich eben (wenn auch in kleinen Schritten) dem 21sten Jahrhundert zu nähern,neulich lief ein Gespräch mit einem Homosexuellen Pfarrer im TV der sich für die Homoehe ausgesprochen hat !
Die Katholische Kirche entfernst sich immer mehr von der echten Lebenswirklichkeit der Menschen, genau darum treten immer auch immer mehr aus, diese Entwicklung kann in immer mehr Ländern beobachten,in Ländern mit guter Bildung und freier Religionswahl schwinden die Zahlen der "Gläubigen" immer weiter ! Satan,Hölle,Engel usw sind nur fiktive Figuren an die heute keiner mehr wirklich glaubt ! Ich kann ihnen und Herrn Gersdorff nur raten, gehen sie raus sprechen mit den Kindern und Jugendlichen und beschäftigen sich mit deren Interessen,Sorgen und Ängsten,sie werden schnell merken das die (meisten)Kids nicht so oberflächlich sind wie es immer dargestellt wird !
Ich wünsche allen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende !

NikoBelik1 hat gesagt…

Wenn hier mal was stehen würde das halbwegs der Realität entspricht und nicht masslos übertrieben wird schreibe ich auch nicht ! Aha und die paar stehen dann also für alle,ne ist klar ! Wie wäre es mal mit einer brauchbaren Antwort und nicht immer nur Bibel Sprüchen und den immer gleichen Argumenten !

Knuddel hat gesagt…

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43338

Anonym hat gesagt…

Ich erinnere mich noch gut an ihren Artikel zum Erscheinen des Behemoth Albums "The Satanist" schon da verwendeten sie ganze Textpassagen , welche ich hier 1:1 wiederfinde. Nun ist seit Erscheinen dieses Albums ein Jahr vergangen und ich frage Sie: Wo sind die Heerscharen mordender Satanisten? Wo die brennenden Kirchen? Sie scheinen mir wesentlich mehr Panik an den Tag zu legen, als gerechtfertigt ist.