Dienstag, 16. Juni 2015

Zivilehe verteidigen heißt Rechtsstaat verteidigen

Mathias von Gersdorff

Der Bundesrat hat in einer Resolution gefordert, das Eherecht gleichgeschlechtlichen Paaren zu öffnen. 

Man fragt sich, ob sich die Volksvertreter im Klaren sind, was sie da fordern.


Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare käme einer Neudefinition der Ehe gleich. Anders ausgedrückt: Die Mehrheit, also die, die gerade die politische Macht besitzt, würde die Begriffe, die das politische und gesellschaftliche Leben bestimmen, umdeuten können.


Auf diese Weise könnte es dazu kommen, dass in Deutschland nach jeder Bundestagswahl, also je nach vier Jahren, eine neue Definition von Ehe gültig wäre.


So etwas nennt man Willkür.


Was gegenwärtig der Bundesrat hinsichtlich der Ehe fordert, nämlich die grundsätzliche Umdeutung des Begriffs, könnte bald von anderen Rechtsgütern wie dem Eigentum, der Würde, dem Recht auf Leben, der Freiheit, der Religionsfreiheit und weiteren gefordert werden.


Wer der Meinung ist, das könne nicht passieren, hat nichts aus der Geschichte gelernt.


Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, schreibt in seinem Buch „Gott oder nichts" (Dieu ou rien): „Die wichtigsten Maßnahmen revolutionärer Regierungen betrafen immer die Familie. Aus diesem Grund handelten alle Hirtenbriefe meiner ersten fünf Jahre als Erzbischof (im kommunistischen Guinea) von der christliche Familie, um sie zu schützen“.


Um eine solche Situation zu verhindern, haben sich die Väter des Grundgesetzes dazu entschlossen, den Grundrechten große Bedeutung zu geben. Diese sollten nie wieder der Willkür ausgeliefert werden. 


Doch genau das ist dabei zu geschehen.


In der öffentlichen Debatte kündigt sich diese Situation schon lange an. Wer sich irgendeiner der absurden politischen Forderungen der Homo-Lobby widersetzt hat, wurde rasch Opfer einer Schmutzkampagne. Zuletzt geschah das mit der Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer und mit der Kolumnistin des Westfalen-Blatts Barbara Eggert. Letztere wurde gekündigt, weil sie einem Ehepaar empfahl, ihre Tochter nicht als Blumenmädchen bei einer Verpartnerung von zwei Homosexuellen einzusetzen.


Werden in der öffentlichen Meinung die Grundrechte nicht mehr respektiert und geschätzt, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die Gesetze den Einzelnen nicht mehr schützen.


Deshalb müssen wir uns für die Zivilehe zwischen Mann und Frau einsetzen.




Nehmen Sie deshalb bitte an dieser wichtigen Initiative des Aktionsbündnisses „Demo für Alle“ teil und unterschreiben Sie diese Petition: http://www.citizengo.org/de/24468-ehe-bleibt-ehe

Kommentare:

NikoBelik1 hat gesagt…

65 Prozent der Gesellschaft sind für die Homoehe,in 20 Ländern gehört sie schon zum Alltag dazu, sogar in Irland (das früher streng Katholisch war ) ist sie kein Problem mehr,das zeigt eben das sich die Gesellschaft im Gegensatz zu Kirche und Religion weiterentwickelt und nicht mehr stur an veralteten Moral&Wertevorstellungen festhält !
Hier sind wir noch nicht so weit weil die Kirche immer noch einen starken Einfluss auf die Politik hat (besonders auf die CDU),wäre es nicht hätten wir längst das was eigentlich in einer Modernen Aufgeklärten Gesellschaft völlig selbstverständlich ist,gleich Rechte für alle,egal welcher Herkunft oder Sexueller Orientierung !

Grandloser hat gesagt…

Einerseits wird das Prozedere im BGB geregelt, welches anpassbar ist, andererseits hat dies nichts mit Willkür zu tun wie her Gerdorff ängstlich meint. Sondern durch demokratische Legitimation begründeter Wandel. Der Artikel 6 des GG unterliegt nicht der Ewigkeitsklausel und ist somit veränderbar, entsprechend im Rahmen des Grundgesetzes nach entsprechender Legitimation. Zu den Vätern des Grundgesetzes zumindest im Artikel 6 waren diese doch recht schlampig, da Sie es versäumt haben den Artikel genau zu definieren. Da steht nichts von christlich.....ebenfalls nicht im den dazugehörigen Paragraphen des BGB was auch richtig ist da wir hier von der säkularen Ehedefinition sprechen. Was sagt das Verfassungsgericht aktuell dazu?

Die manchmal als „Homo-Ehe“ bezeichnete, nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz begründete Lebenspartnerschaft, ist keine Ehe im Sinne des Art. 6 Abs. 1 GG. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Grundsatzurteil vom 17. Juli 2002 zwar entschieden, dass das Lebenspartnerschaftsgesetz nicht gegen den grundgesetzlich bestimmten Schutz von Ehe und Familie verstößt, allerdings gibt es mindestens ein Urteil in der deutschen Rechtsprechung, das die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft nicht als eigenes, sondern als Institut unter dem Dach des Art. 6 GG ansieht.Das Bundesverfassungsgericht hingegen stellte folgendes fest: „Der besondere Schutz der Ehe in Art. 6 Abs. 1 GG hindert den Gesetzgeber nicht, für die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft Rechte und Pflichten vorzusehen, die denen der Ehe gleich oder nahe kommen“

Ergo kann man die Homoehe mit den gleichen Rechten und Pflichten einführen, ohne dabei gegen den Artikel 6 zu verstoßen, den wichtigeren Artikel 1 genüge zu tun und dabei wird niemand schlechter Gestellt da den normalen Ehen rein gar nichts weggenommen wird. Es ist schon traurig das es Menschen gibt die für Ihr Leben ein festes Korsett von Schwarz Weiß brauchen um nicht mit den Rechten die Ihnen zustehen überfordert zu sein, besonders wenn diese anderen die selben Rechte nicht können obwohl sich für diese überhaupt nichts ändert.

Gronkh hat gesagt…

Leute wie Herr Gerdorff können scheinbar nur hetzen ohne dabei mal Fakten zu prüfen und sich richtig zu informieren,das zeigen die Beiträge hier ! Wir leben nun mal nicht mehr in der Zeit als Homosexuelle als "Krank" angesehen wurden bzw diese Neigung eine Straftat darstellte ( zum Glück) ! In vielen Ländern werden solche Leute immer noch verfolgt und meist in Ländern wo Religiöse Menschen an der macht sind und es an Bildung/Aufklärung fehlt !

raroke1 hat gesagt…

Minderheiten sollte man tolerieren, akzeptieren braucht man sie nicht. Schon gar nicht muss man das Unterste zu Oberst kehren und Homosexualität vermarkten, als gelte es, die Heterosexualität abzuschaffen. Was die Eliten da betreiben hat System und ist Hochverrat. Zerstörung der Rassen in Europa (Genozid) Zerstörung der Kulturen in Europa Zerstörung der Traditionen der europäischen Bevölkerungen Zerstörung der Identitäten der Menschen Zerstörung der Geschlechter (Genderwahnsinn) Zerstörung der Familie (Genderwahnsinn und Frühsexualisierung) Zerstörung unserer Kinder durch Zwang zur Frühsexualisierung in der Vorschule und Schule ohne Einverständnis der Eltern . So erhält man nach und nach Menschen, die haltlos, identitätslos, ohne Familie, ohne Kultur. außer der der Sexualität, auf der untersten Schiene des Daseins festgehalten, welche eine leicht mnövriebare Hammelherde darstellt, die in jede Richtung rennt, die man seitens der elitären Psychopathen vorgibt. Diese Richtung wäre die Agenda 21 der EIN WELT REGIERUNG, in eine noch nie dagewesene Diktatur der Versklavung, der Völker. Die NWO-Verfechter, die dieses schon sehr lange anstreben und in letzter Zeit einen Zahn zulegen, sind, wie man weiß dem Okkulten und Satanischen sehr zugetan und unsere EUliten spielen mit, sie wollen auch teil derer werden, die in dieser NWO zu den Gewinnern zählen.

Markus hat gesagt…

Klar,alles ist ja so Böse nicht wahr ! Immer die selben hohlen Phrasen ohne Inhalt,ich lache mich immer über solche Leute (wie raroke) kaputt ! Klar Kinder sollten am besten vor 18 nichts über Sexualität wissen weil es ja so schädlich ist und Homosexualität zerstört die Gesellschaft,ne is klar !

KH. G. hat gesagt…

In einer Entscheidung des Bundesverfassungsgericht werden Ehe und Familie konkret so definiert: "Ehe ist auch für das Grundgesetz die Vereinigung eines Mannes mit einer Frau zu einer grundsätzlich unauflöslichen Lebensgemeinschaft, und Familie ist die umfassende Gemeinschaft von Eltern und Kindern, in der den Eltern vor allem Recht und Pflicht zur Pflege und Erziehung der Kinder erwachsen. Dieser Ornungskern der Institute ist für das allgemeine Rechtsgefühl und Rechtsbewußtsein unantastbar." (BVerfGE 10,59/66)
KH. G.