Dienstag, 19. Mai 2015

Extreme Unterschiede bei der Einschulung

Die Unterschiede zwischen Vorschulkindern werden immer größer. Manche können schon das Alphabeth, sind konzentriert beim Zählen. Andere Kinder haben große Defizite und ihnen fehlen elementare Fähigkeiten.

Erfahrenen Pädagogen fällt auf, dass Eltern die Einschulung heute verstärkt als eine Stress-Situation wahrnehmen. Bildung hat dermaßen an Bedeutung gewonnen, dass Zukunftsängste ausgeprägter sind. Das führt dazu, dass manche Eltern mehr als früher versuchen, ihrem Kind den Schulstart zu erleichtern, indem sie es lange vor Schulbeginn speziell fördern.

Gleichzeitig hat auch die Gruppe der sogenannten bildungsfernen Eltern zugenommen, die ihre Kinder gar nicht oder nur wenig fördern können und Kinder, die durch Zuwanderung der Eltern eine andere Muttersprache haben. So kommt es, dass manche Erstklässler schon im Kindergarten mit einer Zweit- oder Drittsprache zurechtkommen, währen andere noch nicht einmal ihre Muttersprache richtig beherrschen. In den ersten Klassen treffen dann Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander. „Als Grundschullehrer stelle ich mir das sehr schwierig vor“, sagt der Vorsitzende des Landesverbandes der Kinderärzte, Wolfgang Lässig, der im Krankenhaus für Kinder- und Jugendmedizin St. Elisabeth und St. Barbara arbeitet.

Die Extreme seien auch bei den motorischen Fähigkeiten zu beobachten. Nach wie vor könnten viele Kinder nicht auf einem Bein stehen oder hüpfen. Auf der andern Seite gebe es die Gruppe von Kindern, die das gut beherrschen. Im Vergleich zu vor 20 Jahren gebe es auch immer mehr Übergewichtige, erwähnt Lässig.

Hilfe bei der Erziehung fehlt

Bei der Lösung des Problems der Extreme ist Lässig nach eigenem Bekunden ratlos. „Die Förderung in den Kindertagesstätten reiche alleine nicht aus.“ Die Eltern seien gefragt, ihren Kindern das Richtige vorzuleben. “Viele Eltern haben Schwierigkeiten mit dem Leben“, sagt Lässig. Sie seien bei der Erziehung unsicher. „Oft fehlt die Oma, die hilft, und selbst schon drei Kinder großgezogen hat“, glaubt der Mediziner.

Und: „Die Kinder akzeptieren zunehmend nicht mehr die Mutter“, schildert Lässig seine Beobachtungen aus den Sprechstunden. Es ist sehr auffällig, dass viele Kinder ihr nicht mehr gehorchen. Sie toben durch die Sprechstunden – Mütter stünden hilflos da. „Die Kinder kennen zunehmend die Regeln nicht, sagt Lässig abschließend.

Mit Material von Berlin online

Kommentare:

Germaniens letztes Topmodell hat gesagt…

Tja. Extreme Unterschiede. Auch Vielfalt genannt.

Mandy Kowalski hat gesagt…

Defizite der geistigen Entwicklungen scheint es ja auch bereits zu den Einschulungszeiten des "letzten Topmodels" gegeben zu haben. Früher nannten wir das allerdings nicht Vielfalt sondern Einfalt. Deutlich wird an dem Kommentar ebenfalls, dass diese Vielfältigkeitsdebilität auch im Laufe der Zeit in vielen Fällen nicht aufzuarbeiten ist.

Anonym hat gesagt…

Die Kinder werden heute doch überwiegend so früh wie möglich fremdbetreut.
Beide Eltern müssen ( zumindest wird es einem so suggeriert) für den Lebensunterhalt arbeiten gehen.
Der materielle Wohlstand muss gesichert sein.
Durch den frühen Kontaktverlust zur Mutter kommt es zu physischen und psychischen Problemen.
Eine Kinderkrippe oder ein Kindergarten ersetzt niemals eine Mutter.
Unsere Kinder brauchen keine Feierabend,- sondern eine Vollzeitmutter.
Doch ist man dies in diesem System wird man gleich als asozial angesehen.
Schließlich muss doch Geld erwirtschaftet werden.
Das dies aber immer mehr zum scheitern verurteilt ist, sieht man an der extremst steigenden Tendenz psychisch kranker Kinder und Jugendlicher.
Desweiteren ist ein Kind ein Mensch und keine Maschine, die man auf bestimmte Abfolgen programmieren kann.
Jedes Kind durchläuft seine eigenen individuellen Entwicklungsstufen.
Deshalb ist diese Gruppenvereinheitlichung auch nicht durchführbar!!!
Jedes Kind ist einzigartig und benötigt seine eigene individuelle Förderung, so wie sie nur die Mutter geben kann.
Aber die ist ja wie gesagt arbeiten.
Nicht die Kinder folgen nicht mehr auf ihre Mutter, sondern die Mütter haben den Kontakt zu ihren Kindern verloren.