Dienstag, 14. April 2015

Miley Cyrus´ Tätowierungen: Rastlosigkeit als Lifestyle?

Christiane Jurczik

Gezeichnet fürs Leben: Anscheinend lässt Sängerin Miley Cyrus alles was in ihrem Leben passiert als Tattoo auf ihrem Körper verewigen.

Was beabsichtigt sie damit?

Eines steht jedenfalls fest: Wie manches in ihrem Leben, zeigt sie auch bei den Tätowierungen ein exzessives und rastloses Verhalten.

Drogen, Partys, Autos, Tattoos, Männer: Cyrus´ Leben erscheint den Fans wie ein einziger Rausch im Tempo eines Actionfilmtrailers.

Sind ihre Tattoos so was wie eine Sehnsucht nach Beständigkeit?

Auf ihrer Brust hat das Bild ihres verstorbenen Hundes einen Platz bekommen -als Zeichen der Trauer. Doch schon bald hatte sie sich einen neuen Hund angeschafft.

Auch ihre Freunde und Interviewpartner (Rolling Stone auf den Fußsohlen) sind als Tattoos verewigt, so auch Cheyne Thomas. "Biewty" steht auf der Innenseite des Oberarms in großen Buchstaben geschrieben, wie ein neues Instagram-Foto zeigt. Mischung aus dem Spitznamen von Cheyne Thomas "Biew" und dem Wort "Beauty", Schönheit.

Viele ihrer jungen Fans machen es ihr nach und lassen sich an denselben Stellen mit den denselben Motiven tätowieren.

Der Körper einer ganzen Generation wird wie ein Facebook-Profil gestaltet: Alles bleibt, aber ändert sich laufend im rasanten Tempo.

Symptom einer Generation, die immer auf einer verzweifelten Suche ist, sich aber nicht von der Vergangenheit trennen kann?

Früher nannte man sowas Unfähigkeit, erwachsen zu werden.

Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

Frau Jurzcik was sind denn bitte "viele ihrer jungen Fans"? Die Frau hat eine (aus meiner Sicht erstaunlich) große Fangemeinde. Wie viel Prozent von der haben eins dieser Tattoos geschweige denn alle?

Außerdem wieso werfen sie ihr vor einen neuen Hund zu haben? Hätte sie erst fünf Jahre um den Hund trauern müssen? Oder nie wieder einen neuen haben.dürfen?
Menschen tätowieren sich aus unterschiedlichen Gründen, um sich zu erinnern, ihren Glauben zu bezeugen, sich einfach zu verschönern (liegt immer im Auge des Betrachters).
Ihre Aussage das jeder der sich mit einem Tattoo an etwas erinnern möchte oder seine Zuneigung zeigen möchte nur nicht erwachsen werden will ist genauso dumm wie falsch. Wenn ein Ehepaar sich den Namen des jeweils anderen tätowieren lässt wollen die dann auch nicht erwachsen werden?

Ganz ehrlich was wollen sie damit sagen diese Tattoos sind in kleinster weise besonders seltsam oder ungewöhnlich.

Sie wollen sich bloß über jemanden stellen, der anders ist und keine Lebensweise hat die sie für gut befinden.

Markus hat gesagt…

Viel heiße Luft um nichts,wie immer bei den Religiösen Fanatikern ! Kommt endlich ins 21ste Jahrhundert und lasst das Mittelalter hinter euch !

NikoBelik1 hat gesagt…

Wer ist Christiane Jurczik ? Klingt wie frei erfunden !
Wieder mal keine echten Daten oder Fakten sondern nur wieder die übliche Fundamentalistisch Religiöse Panikmache !

Jacqueline hat gesagt…

Tatoos dokumentieren Identifikationslosigkeit und die unerfüllte Sehnsucht nach Einzigartigkeit. Verständlich für Menschen, die sich als zufällige und Staubkorn-gleiche Episode in der Zeit begreifen. Ein hilfloses Aufbegehren gegen die Sinnlosigkeit einer dogmatischen Diesseitigkeit. Vormttelalterlich.

Lupusmagnus hat gesagt…

Jacqueline diese Verallgemeinerung ist absolut lächerlich und greift sogar noch kürzer als der eigentliche Artikel. Sie verallgemeinern so brutal das es schon weh tut.

Viele religiöse Menschen lassen sich ebenfalls tätowieren sei es nun ein Vers aus der Bibel ein Engel oder Dürers bietende Hände. Dies als dogmatische Diesseitigkeit zu bezeichnen ist schlicht falsch.

Genauso gibt es in anderen Kulturen einen rituellen Bezug zum Tätowieren.
Dem Oetzi ging es bei seinen Tätowierungen wohl kaum um Individualität auf Grund seiner "dogmatischen Diesseitigkeit".

die Bibel ist übrigens auch vormittelalterlich ist sie dadurch auch Mist? (in etlichen moralischen Fragen auf jeden Fall meiner Ansicht nach)

Ulrich hat gesagt…

Liebenswerter Markus!

Kann es sein, dass Sie unter einem Mittelalterkomplex leiden. Also, ich als erzkatholischer Zeitgenosse, der etwas auf das Papstum hält, kann mich nicht erinnern, so oft vom Mittelalter zu träumen, wie Sie andauern davon reden. Man möchte Ihnen zurufen: Hallo, aufwachen, wir leben im 21. Jahrhundert!!! Ich zumindest tue es!

Grandloser hat gesagt…

Jacqueline : Schauste hier schließt ein paar Lücken:

Susanna Elm: Pierced by Bronze Needles: Anti-Montanist charges of ritual stigmatization in their Fourth-Century context. In: Journal of Early Christian Studies. Band 4, 1996, S. 409–439

Innerhalb des Judentums stoßen Tätowierungen teilweise nach Lev 19,28 EU auf Ablehnung.[6][7] Tätowierungen, zu denen Juden gezwungen wurden (beispielsweise Nummern-Tätowierungen in Konzentrationslagern), werden toleriert (da sie unter Zwang passierten). Allerdings dürfen solche zwanghaften Tätowierungen nicht durch weitere Tätowierungen verändert oder unsichtbar gemacht werden.

Bis 1890 wurden in Bosnien katholische Mädchen tätowiert, um einen Übertritt zum Islam zu verhindern. Armenische Christen hielten die Tradition der Pilgertätowierung bis zum Ersten Weltkrieg bei; so lange wurde diese Form der Markung in Jerusalem angeboten. Koptische Christen in Ägypten tragen ein Kreuz an der Innenseite des rechten Handgelenkes, um sich vom Islam zu distanzieren. Unter den Tigray in Äthiopien und in Eritrea ist unter anderem das Tragen eines tätowierten Kreuzes aus dem orthodoxen Christenturm auf der Stirn verbreitet. In früheren Zeiten war Christen das Tragen von Tätowierungen verboten.

Eine besondere Form der religiösen Tätowierung stellt die in Südostasien verbreitete Yantra-Tätowierung dar.

Oder kurz Sie erzählen Unsinn...

Markus hat gesagt…

Ulrich,sie leben zwar Körperlich im 21sten Jahrhundert,genau wie Herr von Gersdorff oder Frau Kuby,geistig aber sind immer noch Mittelalter und sie klammern sich an die Bibel und veraltete Moral und Wertevorstellungen !

Ulrich hat gesagt…

Liebenswerter Markus!

Auch im 21. Jahrhundert lässt es sich unter Anleitung der katholischen Kirche sehr gut mit der Heiligen Schrift leben. Man muss nur einmal ausprobieren! Etwas Besseres gibt es nicht - und zwar in keinem Jahrhundert! Es gilt aufzuwachen, Markus!

NikoBelik1 hat gesagt…

Wie schön wäre es doch wenn sich alle wieder streng an die Worte der Bibel bzw die Richtlinien der Kirche halten würden,nicht wahr !
Dann könnte man alles verbieten lassen was einem in der eigenen engstirnigen Moral/Wertevorstellung nicht passt ! Kinder dürfen auf keinen Fall mit Sexualität in Berührung kommen bevor sie 16 sind und alles was über die rückständigen Moralvorstellungen der Kirche hinausgeht ist ja "Unnatürlich",das gilt besonders für Homosexualität und die Kindliche Sexualität ! Blind einem alten Märchenbuch folgen und dem was Vatikan kommt ! Die Bibel ist nur ein Buch,da kann man sein Leben auch nach Harry Potter ausrichten,kommt auf das selbe raus !