Dienstag, 28. April 2015

Deutsche Schüler sind mit Computern maßlos überfordert

Wer geglaubt hat, Kinder und Jugendliche würden durch das Aufwachsen mit Internet, Smartphones und Tablet-PCs automatisch zu kompetenten Nutzern digitaler Medien, sieht sich durch eine neue internationale Studie eines Besseren belehrt: Demnach ist gerade einmal die Hälfte der deutschen Achtklässler in der Lage, eine Internetadresse im Browser einzugeben und die gewünschte Seite aufzurufen.

Achtklässler in Deutschland liegen mit ihren Computer-Kompetenzen im internationalen Mittelfeld. Jedoch gibt es weit weniger Spitzenschüler als in vielen anderen Industrienationen, dafür mehr Jugendliche mit nur geringsten PC-Kenntnissen. Das zeigt die in Berlin vorgestellte ICILS-Studie, die die Kenntnisse von 12- bis 13-jährigen Jugendlichen in 24 Staaten vergleicht. Und deutlich stärker als in vielen anderen Ländern sind in Deutschland die Fähigkeiten der Schüler im Umgang mit Neuen Medien von ihrer sozialen Herkunft abhängig.

Deutlich besser als die Achtklässler aus Deutschland schnitten Gleichaltrige aus der Tschechischen Republik, Kanada, Australien, Dänemark, Polen, Norwegen, Korea und den Niederlanden ab. Leistungsschlusslichter bei der Studie sind Thailand und die Türkei. In Deutschland hatten sich bei dem 2013 durchgeführten Test 142 Schulen beteiligt. Einen Bundesländervergleich wird es nicht geben.

Deutschland, die Schweiz und die Niederlande sind laut Aussage von Eickelmann die einzigen Staaten, in denen der regelmäßige Einsatz neuer Medien im Unterricht nicht zu verbesserten Fachkompetenzen der Schüler führt. Computer würden vor allem zur Informationsbeschaffung eingesetzt, es werde zu wenig "kompetenzorientiert und fachübergreifend gearbeitet", kritisierte Bos.

Harsche Kritik übten die Schulforscher Wilfried Bos (Dortmund) und Birgit Eickelmann (Paderborn) an veralteten Computer-Ausstattungen in den Schulen. Fast jeder zweite Lehrer klagt über unzureichenden Internetzugang und instabile Verbindungen. Im Bundesschnitt müssen sich 11,5 Schüler einen PC in der Klasse teilen. Es gebe zu wenig Tablets oder andere mobile Geräte. Zudem spielten in vielen Fachlehrplänen Neue Medien noch kaum eine Rolle. Lehrer, die in Deutschland in der achten Klasse unterrichten, haben zudem weit weniger häufig an IT-Fortbildungen teilgenommen als ihre ausländischen Kollegen.

Mädchen erzielten bei dem Test in allen Teilnehmer-Staaten höhere Kompetenzwerte als die Jungen. Bei den Aufgaben sei es nicht um rein technische Dinge gegangen, sondern um die Anwendung von Wissen, erläuterte Eickelmann. In Deutschland finden sich zudem deutlich mehr Mädchen als Jungen in der obersten Leistungsgruppe.

Fazit der Schulforscher: "Die weit verbreitete Annahme, dass Kinder und Jugendliche durch das Aufwachsen in einer von neuen Technologien geprägten Welt automatisch zu kompetenten Nutzern digitaler Medien werden, trifft nicht zu."

Mit Informationen aus Welt.de

Kommentare:

Ronja hat gesagt…

hA hA das klaupt ir ja selber nicht, keine addrese eingebenkonnen. Das kann ja ein Baby.

gronkh hat gesagt…

XD Die Religiösen Fanatiker leben immer noch im Mittelalter auf jeden Fall vom Kopf her, alles Moderne ist eine Gefahr ! Nur die die Bibel ist für sie die "Wahrheit" !

Verleihnichts hat gesagt…

@gronkh: Im Artikel geht es eigentlich genau um das Gegenteil, dass nämlich die mediale Inkompetenz der 8-Klässler das Problem ist und nicht der religiöse Fanatismus.

Wer lesen kann ist da klar im Vorteil...;-)

Ulrich hat gesagt…

Liebenswerter gronkh!

Wir sind doch keine Lutheraner! Wir suchen die Wahrheit - ja! Zuerst in der Bibel - ja! Aber dann auch durch redliche Wissenschaft außerhalb der Heiligen Schrift! Von Katholizismus keine Ahnung!

NikoBelik1 hat gesagt…

Wozu erst in ein Märchenbuch schauen ? Leute ich glaube unser lieber Gronkh hat das Ganze sarkastisch gemeint,ihm ist sicher klar was im Artikel steht ! Herr von Gersdorff stellt solche Beiträge nur ein um zu zeigen wie "Gefährlich" allles Moderne ist und wie "dumm" Kinder sind, die sollten am besten mit 13-14 immer noch im Sandkasten spielen und bloß nichts von den "Verführungen" die überall lauern etwas mitkriegen ! Kinder sind heute kompetent genug um mit Computer&Co umzugehen, meine Töchter sind noch klein kennen sich aber mit Technik besser aus als ihre Mutter oder Großeltern!

Grandloser hat gesagt…

Tja Ulrich, ich nehme mal Ihren Rat wörtlich. Ich will ins Weltall fliegen, was sagt die Bibel? Nichts.
Ich will ein Auto bauen was sagt die Bibel dazu? Nichts. Gut für Technik ist die anscheinend nicht zu gebrauchen probieren wir es mal mit Biologie. Vererbungslehre? Nichts Medikamentenentwicklung wieder nichts und so weiter und so weiter oder kurz für nichts zu gebrauchen außer veraltete Moral und Philosophie zu verbreiten welche in einer fortschritlichen Gesellschaft vernichtend unbedeutend ist. Siehe die gut funktionierende Wirklichkeit mit geringen Resteinfluss des alten Propagandabuches....

666 hat gesagt…

Grandloser will ins Weltall fliegen. Endlich. Wart', ich schieß' dich auf den Mond...

Grandloser hat gesagt…

666, das können Sie gerne machen, aber wie ich schön polemisch dargestellt habe die Bibel wird Ihnen bei diesen Unterfangen wenig nützen.

NikoBelik1 hat gesagt…

Der Frühling ist da und damit auch die Trolle die aus ihrem Winterschlaf erwachen,wie süß !

Mal sehen was noch so kommt !

Anonym hat gesagt…

Was ist das hier für ein niveauloser, am Thema vorbei polemisierender Schlagabtausch?

NikoBelik1 hat gesagt…

Anonym,ihr Kommentar ist auch nicht gerade eine Bereicherung ! Also tragen sie doch mal was zum Thema bei,dann kann ich auch antworten !

Martin (16) hat gesagt…

Also ich kann mit dem Computer besser umgehen als meine Eltern,meine kleine Schwester auch !
Hier geht es es nur darum die Modernen Medien schlecht zu machen und den Leuten wieder zur Kirche zurück zu holen !