Donnerstag, 5. Februar 2015

Das neue Prostitutionsgesetz ist eine Schande

Mathias von Gersdorff
Um es vorweg zu sagen: Das neue Prostitutionsgesetz ist eine Schande für Deutschland.

Seit Jahren kritisieren Kriminologen und sonstige Experten das Prostitutionsgesetz der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Zu Recht: Das rot-grüne Gesetz hat mehr die Zuhälter als die Frauen geschützt. Das rot-grüne Gesetz war vielmehr ein Prostitutionsförderungsgesetz, denn es brachte die Prostitutionsindustrie zum höchstlukrativen Geschäft und machte aus Deutschland das Bordell Europas.

Eine Schande, denn Prostitution ist eine grausame Verletzung der Menschenrechte und müsste deshalb aufs Schärfste geächtet werden.

Was machen aber unsere Politiker aus der schwarz-roten Koalition: Anhand einiger kosmetischer Verbesserungen sollen die Gemüter der Frauenrechtler, der Jugendmedienschützer (seit Inkrafttreten des Gesetzes werden die deutschen Städte mit Werbung für Prostitution geradezu überschwemmt) und der Menschenrechtler besänftigt werden.

Die Prostitutionslobby, die schon 2002 die skandalöse Liberalisierung der Prostitution durchsetzte, hat sich wieder durchgesetzt.

Faszinierend, wie Manuela Schwesig, die ansonsten permanent über die Ungerechtigkeiten, die Frauen in dieser Welt widerfahren, heult und jammert, das neue Prostitutionsgesetz schönreden kann: "Ich freue mich, dass die Regierungsparteien meine Pläne zur Regulierung der legalen Prostitution unterstützen. Es wird erstmalig klare Regelungen für die legale Prostitution in Deutschland geben, die dem Schutz der Frauen dienen." Marcus Weinberg von der CDU ist froh, weil das neue Gesetz Prostitution WENIGER attraktiv für Kriminelle macht. Das Geschäft ist also immer noch für Kriminelle attraktiv – so gering waren am Ende die Ansprüche!

Nichts da. Kein Schutz. Das neue Gesetz verspottet diese armen Frauen, indem  Maßnahmen eingeführt werden, die in der Praxis kaum etwas bewirken können, wie etwa Anmeldepflicht, gesundheitliche Untersuchungen und Kontaktstellen für Gespräche. Das neue Gesetz will nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Frauen meist rein theoretisch als Selbständige „arbeiten“, doch in Wahrheit in völliger Abhängigkeit leben. Gegen diese informelle Struktur kann das neue Gesetz gar nichts anrichten.

Die Frauen werden nach wie vor ausgebeutet werden. Die Geschäftsstrukturen der Prostitution sind stets am Rande der Kriminalität. Frauen geraten in dieses System aus Not und sind darin praktisch gefangen.

Das lässt sich nicht durch ein paar kosmetische Striche reparieren. Was wir brauchen, ist etwas ganz anderes:

1. Prostitution muss als schwerer Verstoß der Menschenwürde- und rechte klassifiziert werden.
2. Prostitutionsstätten müssen als solche bezeichnet werden und nicht als Sauna, FKK-Paradies usw.
3. Jegliche offene oder versteckte Werbung muss verboten werden.
4. Prostitution muss wieder als sittenwidrig klassifiziert werden.

Flankierend dazu sind Programme nötig, die diese armen Frauen, Opfer von skrupellosen Menschen, aus dieser erniedrigenden Situation herausholen.

Fernziel muss die weitgehende Beseitigung der Prostitution sein.

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Ken!
Si!
Ja!

Anonym hat gesagt…

Der Mann hat einen Vollschaden !

NikoBelik1 hat gesagt…

Das ist jedem klar, auf jeden Fall denen die noch selber Denken und nicht Geistig im Mittelalter leben !

Das was Herr Gersdorff hier macht hat nichts mit Kinderschutz zu tun sondern ist nur Vorwand jedem seine Rückständige,Engstirnige Weltansicht aufzudrücken !

Anonym hat gesagt…

Was der Autor schreibt, ist richtig: Die Situation der Prostituierten in Deutschland ist eine Katastrophe. Das ganze grenzt an Sklaverei. Das macht der Autor deutlich genug. Die Kommentare davor sind völlig daneben.

Anna Grace hat gesagt…

Der 2. und 3. Kommentar sind von liberaler Kaltschnäuzigkeit gekennzeichnet. Man muss weder konservativ noch Christ zu sein, sondern sich einfach nur mal mit Zahlen und Fakten zu den Themen "Prostitution in Deutschland" und "Zwangsprostitution/ Menschenhandel" beschäftigt haben, vielleicht auch mal mit Polizeibeamten aus den entsprechenden Fachdezernaten gesprochen haben, um zu wissen, dass Deutschland dank der rot-grünen Prostitutionsgesetzgebung zum Bordell Europas geworden ist. Genau, wie es Herr von Gersdorff schreibt.

Lupusmagnus hat gesagt…

Herr von Gersdorffs Kommentar geht bei weitem darüber hinaus.

Er spricht von der Ächtung der Prostitution unter allen Umständen. Ich glaube ehrlich gesagt ihm geht es tatsächlich weniger um die Frauen als um die Anerkennung seines persönlichen Geschmacks und seiner persönlichen Ideologie als gültiges Gesetz und dies in allen Bereichen.

Wenn eine Frau Prostituierte sein will so ist dies aus meiner Sicht ihr gutes Recht. Natürlich ist Zwangsprostitution ein Problem. Allerdings wird man die Prostitution niemals vollständig verdrängen können. Schließlich ist es nicht so, dass es früher keine gab.

Das etwas getan werden muss gegen den derzeitigen Zustand ist richtig. Deswegen empfinde ich aber noch längst nicht alles was Herr von Gersdorff zu dem Thema sagt als korrekt.

Peter und Jolanda hat gesagt…

Ich habe seit 25Jahren mit Prostituierten zu tun. Dieses Milliheu ist Endstation für einen Menschen. Und 95% sind keine Edelnutten. Wers nicht glaubt, kann ja einfach mal ne Nacht mit ner Hure auf Jagd. Schon nach dem 2.gruusigen Stinker würdet ihr nicht mehr aufhören zu kotzen. Wie ist es wohl, einem versifften vollgepissten Alkoholiker den Ekelpenis ablecken zu müssen und darauf rumzulutschen???
Naaa? Und wenn die 17 jährige Natascha nicht macht, was verlangt wird, gibts so lange Schläge, bis sie es eben tut. Und damit sie das überhaupt ertragen kann, beginnt sie Drogen zu nehmen. Denn zur Polizei kann sie nicht. Denn manchmal gehört die nämlich zur Kundschaft. Und ansonsten macht der Zuhälter ihr Angst und droht ihr mit Gefängnis.
Genauso läuft das nämlich.

Gerd Quedenbaum hat gesagt…

Da sind sie wieder, die Stimmen der infantilen Weltverbesserer. -
Natürlich hat von Gersdorff recht. Es gilt immer noch das Wort der Alten: In der Politik muß Unmögliches fordern, wer Mögliches erreichen will. -
Der bei uns so seltsam "demokratischen" Schmusepolitik (nichts Halbes und nichts Ganzes)geht es um Macht und Pfründe, dazu braucht man Wählerstimmen - und die erreicht man nicht mit gebotener Härte.

NikoBelik1 hat gesagt…

Gegen so was wird sicher vorgegangen, aber wenn es nach Herrn
Herr Gersdorff oder anderen Christlichen Fanatikern ginge müsste alles verboten werden was solchen Leuten nicht passt,das zählen Sexualkunde,Pornos,Videospiele,Prostitution usw
Es würde wieder die Kirchenpflicht eingeführt und die Kirche würde wieder die Führung übernehmen ! Kurz gesagt ne Art Mittelalter 2.0 !

Anonym hat gesagt…

@Nikobelik: Sie übertreiben maßlos, nur um Recht zu behalten. Um die Frauen und um die Sache geht es Ihnen gar nicht. Informieren Sie sich lieber, was es für die Frauen bedeutet, als Prostituierte leben zu müssen, anstatt hier Ihren Gejammer auszubreiten.

NikoBelik1 hat gesagt…

Nicht übertreibe sondern Herr Gersdorff, sieht man ja schon an dieser Seite hier ! Das etwas gegen Menschenhandel und Ausbeutung getan werden muss ist klar und das wird auch bekämpft ! Fakt ist aber das Herr Gersdorff die von mir aufgeführten Punkte am liebsten verbieten lassen oder stark einschränken würde !

Grandloser hat gesagt…

Werter Herr Gersdorf leider machen Sie inhaltliche Fehler und unsachliche Polemik in Ihrem Kommentar.
Die Aussage Bordell Europa zu sein basiert auf keinerlei Fakten, da niemand in Deutschland weiß wie viele Prostituierte es gibt. Sämtliche zahlen die umher schwirren sind entweder geschätzt oder erfunden. Des Weiteren ist den letzten Jahren in der Statistik der Polizei der Menschenhandel kontinuierlich gesunken. Oder kurz es gibt keine Fakten die eine schlüssige Aussage in der Form zulassen. Daher ist die Meldepflicht nicht verkehrt in Neuseeland hat diese wunderbar funktioniert. In einen Punkt muss ich Ihnen Recht geben der Kondom Zwang ist in der Regel nicht überprüfbar.
Wegen der Menschenrechte, es wird nichts verletzt wenn jemand freiwillig Sex mit einen anderen Menschen hat und dies ohne Zwang geschieht. Das sollte unter anderem das Gesetz von 2002 ermöglichen. Prostitutionsgegner können oftmals Sex und Partnerschaft trennen bzw. sich dies aufgrund mangelnder Fantasie nicht vorstellen. Lassen Sie sich sich aber sagen, es gibt Menschen die mit einen solchen Umgang mit der Sexualität keine Probleme haben. Apropo Freiwilligkeit aktuelle Studien zeigen auf das der Großteil der Prostituierten sich aus freien Stücken dazu entscheiden, da es eine der einfachsten Möglichkeiten ist Geld zu verdienen, da man weder eine Ausbildung oder Kapital benötigt. Viele arbeiten auch Nebenher, finanzieren sich ihr Studium und auch einige wenige machen es aus sexueller Lust. Was Sie machen ist das wiederholen von Vorurteilen aufgrund mangelnden Wissens. Studie schauen Sie hier:

http://www.wien.gv.at/menschen/frauen/pdf/vergleichende-studie-prostitution.pdf

Zu guter letzt ist Ihr Forderungskatalog doch recht hilflos vor 2002 war Prostitution Sittenwidrig und gab es diese nicht in Deutschland, der Reeperbahn oder in Hintertupfingen? Genau gevögelt gegen Geld wurde überall.... Und wo wollen Sie die Grenze ziehen, diese sind variabel, ein One Night Stand der mit einen Geschenk beendet wird kann auch die simpelste Definition von Prostitution erfüllen: Sex gegen Vorteil. Demnach sind nicht wenige Ehen in der Vergangenheit auch nur sexuelle Zweckehen mit prostitutiven Charakter gewesen.

Ein Wort an Peter und Jolanda, Sie wiederholen Klischees und haben sich offensichtlich nicht informiert, den wüssten Sie das die Freier aus allen sozialen Schichten stammen. Das nächste mal bitte weniger Tränendrüse und mehr Objektivität bitte.

Butterkeks hat gesagt…

XD Genau das ist es doch,im Grunde ist es dasselbe wie mit der "Frühsexualisierung" unter dem Deckmantel des Kinderschutzes wird hier von Christlichen Fanatikern gegen Homosexuelle gehetzt und gegen Leute die sich für Sexualkunde aussprechen ! Hier tauchen immer wieder ein paar Vögel auf die sich hier aus kotzen und über den Verfall der Gesellschaft beklagen um dann nie wieder aufzutauchen ! Leute wie Niko,Lupusmagnus,WTF usw werden hier runtergemacht oder es wird nicht gelesen was sie schreiben ! Sie schreiben eben die Wahrheit und die passt den Fanatikern eben nicht ! MFG Butterkeks

Anonym hat gesagt…

Butterkeks, hier macht niemand jemanden runter. Ob sie aus deiner Sicht die Wahrheit sagen oder nicht, tut nichts zur Sache. ME ist das hier eine völlig legitime Diskussion mit zwei Standpunkten. Nur ist deiner soweit beschränkt, dass du einfach Unwahrheiten über das hier vorhandene Diskussionverhalten erzählst.

NikoBelik1 hat gesagt…

Was Butterkeks hier anspricht mag ja ein wenig übertrieben sein und trotzdem hat er Recht !
ME ? Was heißt das ?

Nachtfalke hat gesagt…

@NikoBelik1

ME = Meines Erachtens

Was soll die Frage? Willst du dich jetzt über zwei fehlende Punkte aufregen?

Anna Grace hat gesagt…

Satan greift nach unsren Kindern also schützt sie ! Keine Macht der Frühsexualisierung !