Dienstag, 20. Januar 2015

Studie der Uni Mainz: Jeder dritte Jugendliche psychisch belastet

Viele Kinder und Jugendliche leiden unter einer eingeschränkten psychischen Gesundheit. Das hat eine repräsentative Befragung von Forschern der Universitätsmedizin Mainz unter rund 3.800 rheinland-pfälzischen Schülern im Alter von 12 bis 18 Jahren ergeben. Demnach ist etwa jeder Dritte psychisch stark belastet, etwa jeder Achte zeigt Symptome einer sogenannten Depersonalisation.

Von einer sehr hohen allgemeinen psychischen Belastung berichteten rund 32 Prozent der Befragten. Das Ausmaß an Belastung entspreche dabei jener von Jugendlichen, die sich wegen seelischer Erkrankungen in stationärer Behandlung befinden, schreiben die Mainzer Forscher in der Fachzeitschrift "Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology".

Auffällig sei die hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die von stark belastenden Symptomen von Depersonalisation berichteten. Depersonalisation ist der Verlust bzw. die Veränderung des ursprünglichen, natürlichen Persönlichkeitsgefühls. Betroffene empfinden sich von sich selbst und der Umwelt abgetrennt oder erleben sich selbst und die Umwelt als unwirklich. In der Phase des Heranwachsens von Jugendlichen sind solche unangenehmen Erfahrungen nicht selten. In der Befragung gaben insgesamt 47 Prozent an, zumindest an einzelnen Tagen in den letzten zwei Wochen durch solche Symptome belastet gewesen zu sein. Dass jedoch 12 Prozent der Schüler stark belastende Symptome von Depersonalisation bekundeten, überraschte die Mainzer Forscher. Denn damit wies die Schülergruppe deutlich häufiger starke Symptome von Depersonalisation auf als die Allgemeinbevölkerung, in der dies nur mit einer Häufigkeit von ein bis zwei Prozent vorkommt.

Bei genauerer Untersuchung stellte sich heraus, dass Schüler, die Nikotin und Cannabis konsumierten häufig unter Depersonalisation litten. Auch soziale Ängste, männliches Geschlecht, geringere Schulqualifikation, stark verminderte Selbstwirksamkeit und schlechtere Fertigkeiten, Probleme konstruktiv zu lösen, hingen eng mit Depersonalisation zusammen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Natürlich werden solche Symptome immer auf Alkohol,Nikotin und Drogenkonsum zurückgeführt.
Wie schon richtig erkannt wurde, betrifft es aber unsere Schüler.
Unser ganzes Schulsystem ist vollkommen überaltert.
Um es genau zu sagen, ist seit 1939 keine Änderung vorgenommen worden.
Es herrscht Schulzwang und Schuldrill!!!
Die Kinder und Jugendlichen werden von klein auf mit so vielen" Wissen" vollgestopft, das für die Kinder überhaupt kein Raum für Ihre Persönlichkeitsentfaltung bleibt.
Der überwiegende Teil der sogenannten Wissensvermittlung wird im späteren Leben nie mehr gebraucht.
Im Gegenteil es wird nach dem stupiden auswendig lernen alles wieder vergessen.
Durch diesen ständigen Drill, die hohen
Anforderungen und damit auch Überforderungen werden Seelen krank und vor allem werden unsere Kinder ihrer Kindheit beraubt.
Dieser Wahnsinn fängt schon in der Kinderkrippe an.
Kinder und Jugendliche versuchen dann in eine andere Welt "abzutauchen"und dazu gibt es das Internet und auch die Drogen.
Das alles ein Hilfeschrei unserer Kinder ist, scheint niemand mehr zu registrieren.
Warum denn auch in einer Welt, in der alles nur noch auf Leistung, Funktionieren und vor allem auf Materialismus abgestimmt ist.
Je eher man funktioniert um so besser und darum müssen auch unsere Kinder so früh wie möglich gedrillt werden.
Wir Eltern haben für sie keine Zeit mehr, denn zuallererst muss der materielle Wohlstand gesichert sein.
Erst wenn der Mensch wieder zur Einfachheit und damit zu Gott zurückkehrt, werden sich diese furchtbaren Missverhältnisse auflösen.
Wir sind keine Maschinen, die man auf Leistung trimmen kann, wir sind Menschen, Geschöpfe Gottes.
Menschen brauchen Liebe, Zuwendung, Verständnis und wir alle haben unsere eigene Berufung, die sich aber leider unter diesen widrigen Umständen bei niemanden entfalten kann!!!
Im Gegenteil, wir werden von Anfang an alle krank gemacht!!!

Rippert hat gesagt…

@Anonym

Volle Zustimmung.

WTF hat gesagt…

Anonym was für einen Unsinn haben sie sich denn da zusammengesponnen? Wenn sie allen ernstes meinen, dass sich seit 1939 in der Schule nichts geändert hat beschränken sich ihre Erfahrungen mit der Schule wohl auf das Studium des Films die Feuerzangenbowle.

Gerd Quedenbaum hat gesagt…

@Anonym
Auch wenn ich Ihre Argumentation nicht in allen Einzelheiten teilen kann, Ihre offenkundige Grundhaltung teile ich absolut. -
Sie sollten wissen, daß unsere Schulsysteme und Unterrichtsziele bis etwa Anfang der fünfziger Jahre durchaus in Ordnung waren. Seither aber wird an den Systemen und Zilenen permanent herumgebastelt. - Und bringen Sie bitte nicht solche Erkenntnisse wie über Fächer oder Inhalte, die man später nicht mehr braucht. Das gibt es nicht. Insbesondere hatte jedes Lernen seinen Zweck. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen: Geschichtsdaten lernen, nicht um der Daten willen, weil das die Merkfähigkeit schulte. Schönschreiben, nicht um der Schrift willen,sondern weil man damit die Lesbarkeit des Geschriebenen übte und die Fähigkeit, mit der Schreibhand fein zu arbeiten. Aufsätze schreiben, nicht um der Aufsätze willen, sondern um Beobachtungsgabe, Merkfähigkeit, deutsche Sprache, Denkfähigkeit Formulierungskunst usw. zu üben. -
Wenn Sie sich mal die Schularbeiten der heutigen Schüler ansehen, dann werden Sie erkennen, daß von solchen Fähigkeiten nur das allernotwendigste für die alltägliche Verständigung vorhanden ist. Fürs Leben reicht das ganz gewiß nicht ! -

Anne Nichtpoc hat gesagt…

Kann ich zustimmen. Ergänzend:Reformschule heißt auch: Behindertenpädagogig.Ach würden sie doch noch ein bisschen gedrillt.Ein Gedicht auswendig lernen ist in Deutschlands Grundschulen bald eine Körperverletzung.Auf den Gedichtkanon , den Ulla Hahn fordert können wir lange warten. Unsere Kinder werden erst verzärtelt und dann mit überflüssigem Müll vollgestopft, also eine linksradikal autoritäre Schulform haben wir. Tu was du willst, aber so wie wir das wollen, da kann man nur noch Drogen nehmen.Die Lehrer stehen selbst unter den Drogen. Lesen durch Schreiben, Kompetenzorientieuung und wie der Quatsch alle heißt.Osama bin Laden sei unzweifelhaft der Täter vom 11.September steht im Schulbuch für Politk, obwohl die CIA ihn gar nicht für den Täter hält.Ein Schüler , der das im Internet recherchiert hat, wird vom Propagandalehrer kalt gestellt.Denken, auch heute in der Schule nicht erlaubt.Wer Werner Maser zitiert , der muß aufpassen ,dass er nicht von der Schule fliegt.Wer noch Zitate von Mommsen kennt, der sagt ,der größte Teil der Holocustgeschichte bestehe nur
aus Hörensagen und auch noch Finkelstein zitieren kann, und noch Gitta Sereny, die sagt Auschwitz wäre ein schrecklicher Ort aber kein Vernichtungslager gewesen, der sollte lieber gleich Drogen nehmen. Die sind möglicherweise aufbauender , als der Schulunterricht.
Hier auf dem Blog wissen das viele,ich weiß,aber wir müssen darüber reden, der Krieg hört einfach nicht auf, nicht in Israel und nicht in Deutschland.Schafft wir den Zinseszins ab und führen den ECU und die Landeswährungen in Europa wieder ein und die Weltherrschaft der Großbanken ist beendet, in deren Auftrag unsere Schulbücher gedruckt werden und eine sinnlose Reform die andere jagt.
Da tun mir auch die Lehrer leid.