Dienstag, 9. Dezember 2014

Täglicher Konsum von Cannabis lässt das Gehirn schrumpfen/Konsumenten spüren Folgen nicht, da sich Vernetzung stabilisiert

(Pressetetx - Michaela Monschein/pte016/11.11.2014/10:30) Regelmäßiger Cannabis-Konsum lässt das Gehirn schrumpfen, wie die University of Texas http://utdallas.edu ermittelt hat. Bis zu einem gewissen Maß wird der Verlust an Gehirnvolumen durch ein Mehr an Verbindungen zwischen den Neuronen ausgeglichen. Die Experten warnen jedoch davor, dass ein zu langer Konsum wahrscheinlich zu Schädigungen des Gehirns führt. Die Studie gilt als eine der ersten, die die neurologischen Langzeitfolgen untersucht hat.

Orbitofrontaler Kortex betroffen

Das Forscherteam um Co-Autorin Sina Aslan drei verschiedene Kernspinresonanz-Methoden, um unterschiedliche Eigenschaften des Gehirns zu untersuchen. "Die Ergebnisse legen eine Erhöhung der Konnektivität nahe, die strukturell und funktionell ist. Sie könnte den Verlust der grauen Zellen ausgleichen. Langfristig kommt es jedoch zu einer Verschlechterung der strukturellen Verbindungen", hält Aslan fest.

48 erwachsene Cannabis-Konsumenten zwischen 20 und 36 Jahren wurden untersucht. Ihre Werte wurden mit jenen einer Kontrollgruppe, die die Droge nicht konsumierte, verglichen. Die Cannabis-Konsumenten griffen im Schnitt drei Mal am Tag nach der Droge. Tests zeigten, dass die Mitglieder dieser Gruppe einen niedrigeren IQ hatten. Das schien jedoch nicht mit Veränderungen im Gehirn in Zusammenhang zu stehen.

Den Scans zufolge führte das tägliche Rauchen von Joints zum Schrumpfen des orbitofrontalen Kortex, der bei der Informationsverarbeitung und beim Treffen von Entscheidungen eine Rolle spielt. Er ist auch an den Reaktionen auf Belohnung und Widrigkeiten beteiligt. Eine starke Verbindung besteht auch zur Empathie. Schädigungen des orbitofrontalen Kortex gelten als Mitauslöser für manche Arten von Psychopathien.

Weitere Untersuchungen notwendig

Ein früherer Beginn des Cannabis-Konsums führte zu einer größeren strukturellen und funktionellen Konnektivität. Die größte Erhöhung zeigte sich zu Beginn des Drogenkonsums. Nach sechs bis acht Jahren kontinuierlichen Konsums nahmen die strukturellen Verbindungen ab. Diese Teilnehmer wiesen jedoch weiterhin eine stärkere Vernetzung auf.

Damit könnte laut der in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" http://pnas.org veröffentlichten Studie auch erklärt sein, warum Langzeitkonsumenten trotz einer Verkleinerung des orbitofrontalen Kortex keine Probleme zu haben scheinen. Laut der Mit-Autorin Francesca Filbey hat die aktuelle Studie nicht untersucht, ob diese Veränderungen des Gehirns eine direkte Folge des Drogenkonsums sind.

Die Folgen legten jedoch nahe, dass der Zeitpunkt des Beginns und die Dauer eine Rolle spielen. Zusätzlich dürften die grauen Zellen empfindlicher auf die Auswirkungen von THC reagieren. Weitere Studien seien nötig, um herauszufinden, ob eine Beendigung des Konsums die Veränderungen im Gehirn wieder rückgängig machen kann und ob ähnliche Auswirkungen auch bei gelegentlichen Konsumenten auftreten.

Kommentare:

Alf hat gesagt…

Tägliches Lesen der Bibel lässt das Gehirn auch schrumpfen, also muss dagegen was unternehmen !

Ralph Mielke hat gesagt…

wir merken es in den Berufsschulen.

Anonym hat gesagt…

@Ralph Mielke:

Ihr auch?

Anonym hat gesagt…

Was für ein Unsinn und ein großer Haufen vergeudete Forschungs-Gelder!
"Das Leben" ist derart komplex und der Organismus Mensch, incl. des Gehirns, ist derart flexibel, da bindende Rückschlüsse ziehen zu wollen, auf ei einzelnes "Phänomen" hat mit seriöser Wissenschaft nicht viel zu tun.
Was macht denn beispielsweise das Fernsehen mit dem Gehirn???? Speziell mit dem Gehirn von Kindern und Jugendlichen?
Was macht die Verdummungs-Maschinerie "Schule" mit den Gehirnen von Kindern und Jugendlichen? Was macht der Konsum von Junk-Food mit den Gehirnen von Kindern und Jugendlichen?
All das könnte man herausfinden, wenn man Kontroll-Gruppen hätte. Doch wo soll man die hernehmen??? Kinder die "BIO" aufwachsen, ohne TV, in einer Dorfgemeinschaft die selber wählen kann, was ihre Kinder lernen sollen (Anstand, Respekt, Ehrlichkeit, Kameradschaft, gemeinsames (wirklich soziales Zusammenleben, ohne KZ-Tierhaltung, usw.)
Was für Auswirkungen auf die Gehirne von Jugendlichen/erwachsenen hat der "normale" tägliche Konsum von Alkohol? Zucker? Farbstoffe? Zigaretten??? Stress? Leistungsdruck?
Es sind so viele schädliche (beeinflussende) Faktoren, die auf uns "moderne Menschen" wirken, da halte ich es für fragwürdig, wenn eine Studie sich solch ein Einzel-Phänomen herauspickt und daraus Rückschlüsse ziehen will.
Nur mal zum Vergleich: Jedes Jahr schaffen alleine in Deutschland immer um die 10 000 Menschen es, sich selber Umzubringen. Vollendeter Selbstmord also. Überlegt mal selber, wie viele Menschen den Versuch machen, es aber nicht schaffen. Es wird ein Vielfaches sein.
http://de.statista.com/themen/40/selbstmord/
Ich gehe mal davon aus, das die Meisten von denen keine täglichen Konsumenten von Cannabis waren………….
Gruß, Dirk

Ralph Mielke hat gesagt…

kommt es zum Unfall,bei ein Azubi von uns;wird der Betrieb regress genommen.Geldstrafe warum?
Wie will ein Betriebsinhaber sowas wissen.
Bekanntlich war dass das soziale Umfeld nicht gerade das beste war.
Meinetwegen koennen die machen was sie wollen,nur dadurch enstehende mitleidenschaft anderer der verursacht wurde.
Fuer mich hoert der SPASS da auf.