Dienstag, 21. Oktober 2014

Suchtexperte bei der WHO: Konsum von Cannabis sehr schädlich für Körper und Psyche

In den Augen vieler Jugendlicher und junger Erwachsener ist das Rauchen von Cannabis ein relativ harmloses Vergnügen. Dass dies so nicht ganz stimmt, stellte jetzt der Brite Professor Wayne Hall, Suchtexperte bei der WHO, fest. In der Fachzeitschrift Addiction fasste er die Erkenntnisse aus 20 Jahren Cannabis-Forschung zusammen.

Unfallgefahr: Eine tödliche Überdosis an Cannabis gebe es zwar nicht, so Wayne. Allerdings verdopple sich das Risiko, beim Autofahren einen Unfall zu bauen, nach dem Konsum von 

Cannabis. Kommt auch noch Alkohol hinzu, erhöhte sich die Gefahr eines Unfalls noch weiter.

Schwangerschaft: Während einer Schwangerschaft könne sich zudem durch Cannabis das Geburtsgewicht des Babys leicht verringern, so der Professor vom King's College in London.
 

Abhängigkeit: Darüber hinaus besteht Wayne zufolge auf lange sich gesehen die Gefahr, abhängig zu werden. So entwickelt einer von sechs Jugendlichen, die regelmäßig Cannabis rauchen, Anzeichen einer Abhängigkeit sowie einer von zehn erwachsenen Konsumenten.
 

Psyche: Durch regelmäßigen Cannabis-Konsum verdoppelt sich das Risiko für Schizophrenie und Psychosen, insbesondere bei Menschen, in deren Familie schon einmal psychotische Störungen aufgetreten sind.
 

Körper: Wer regelmäßig Cannabis rauche, laufe eher Gefahr, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken, resümiert Wayne. Im mittleren Lebensalter scheine sich zudem die Gefahr für einen Herzinfarkt zu erhöhen.
 

Lebensumfeld: Forschungsergebnisse deuten zudem darauf hin, dass Jugendliche, die regelmäßige Cannabis rauchen, häufiger einen geringeren Bildungsstand haben als ihre Altersgenossen und eher zu anderen verbotenen Drogen greifen. Unklar sei jedoch, ob es hier tatsächlich einen kausalen Zusammenhang gebe, so Wayne.

Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

Gut da möchte ich jetzt doch einmal doch auch Punkt für Punkt drauf antworten.

Unfallgefahr:
Wie hoch ist bitte die Gefahr wenn man trinkt? Vor Fahrtantritt sollte man generell keine Mittel genommen haben, welche die Wahrnehmung trüben. Bei legalen Mitteln bestehen hierfür Toleranzwerte bzw Verbote. Würde man Cannabis legalisieren müsste man nur eine entsprechende Regelung hinzufügen.

Schwangerschaft:
Schwangere sollen nicht rauchen, trinken, Haare färben bestimmte Medikamente nehmen und so weiter und so fort. Cannabis ist nur eine weitere Sache die dazu kommt.

Abhängigkeit:
Zwei von drei Personen die mal eine Zigarette geraucht haben entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Abhängigkeit wobei die gesundheitlichen Folgen von Tabak deutlich drastischer ausfallen als bei Cannabis. Wo bleiben die wöchentlichen Artikel gegen Rauchen?

Psyche:
Es ist alles abhängig vom persönlichen Gebrauch, körperlicher Verfassung und Vorgeschichte. Auf jeden der wirklich Schäden davon trägt kommt eine große Menge auf die dies nicht zutrifft und die dann auf Grund lachhaft drakonischer Drogengesetze wegen eines Joints ihre Existenz verlieren können.

Gesundheit:
Sie wollen jetzt doch hoffentlich nicht das ich hier all die gesundheitlichen Schäden aufzähle die durch Tabak, Alkohol, zu hohen Fleischgenuss usw. verursacht werden oder? Eine chronische Bronchitis ist natürlich keine schöne Sache aber Lungenkrebs wird hier gar nicht erwähnt...da der Suchtexperte hier ja wirklich alles an Argumenten auffährt scheint Cannabis in dieser Beziehung ja scheinbar deutlich ungefährlicher zu sein als ein völlig legaler Stoff (den man auch nie ganz verbieten wird weil da eine sehr mächtige Lobby hintersteckt, im Gegensatz zur "Homolobby" ist die sogar echt)

Lebensumfeld:
Wie der Mann schon sagte kein kausaler Zusammenhang bisher. Um aber das Argument "denkt denn auch nur einer an die Kinder" anzusprechen...Kinder dürfen nicht rauchen, nicht trinken und auch nicht entsprechende Mittel bis zu einem bestimmten Alter erwerben. Gleiches kann man auch für Cannabis durchsetzen und wenn man sein Gras nicht mehr beim Dealer mit den dutzend anderen Mitteln besorgt gerät man auch weniger in Versuchung/Gefahr diese auch mal zu probieren.

Schlussendlich ist mein Fazit:
Die Prohibition ist gescheitert wie schon jede andere zuvor. Ein regulierter Verkauf und entsprechende Beschränkungen wann man konsumieren darf dürften einen deutlich besseren Effekt haben als Panikmache.

PS: Ich bin selbst kein Nutzer. Habe es probiert und auf mich hat es keinen Effekt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass mündige Erwachsene das Recht haben diesen Stoff zu konsumieren. Solange sie dabei niemanden gefährden oder stören.

Lehrer i.R. hat gesagt…

Lupusmagnus, Ihre Ausführungen strotzen nur so vor Geradeaus-Verstand!

Doch an keiner Stelle wird die Emotion des Menschen mit einbezogen!

„Solange sie dabei niemanden gefährden oder stören.“

Das sagt sich so schön, aber genau da beginnen die Verzerrungen Ihrer rein verstandesgesteuerten Ausführungen. Es hat keinen Sinn, allen Menschen eine ausreichende Verstandeskraft zu unterstellen, wenn es um Drogen, egal welcher Art, geht! Gerade weil die Auswirkungen auf das Gehirn sehr, sehr individuell und damit verschieden sind.

Die unbedingte Notwendigkeit von Aufklärung hat in Ihren Ausführungen auch keinen Platz gefunden. Dabei ist dies ein sehr wichtiger Punkt: Aus Erfahrungen, Beobachtungen und wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen zu lernen, ohne selbst erst ausprobiert haben zu müssen!

Was nützen die von Ihnen ins Feld geführten gesetzlichen Gebote und Verbote, wenn deren Einhaltung in sehr vielen Fällen überhaupt nicht überprüft werden kann, da es viel zu viele Schlupflöcher von möglicher Heimlichkeit gibt! Wer soll all das überprüfen? Ans Tageslicht kommen missbräuchliche Verfehlungen doch fast immer erst dann, wenn sich schlimme Taten oder Unfälle aufgrund unerlaubten Vor-Verhaltens ereignen.

Gesetzesgeber bauen oft darauf, dass Gesetze auch befolgt werden - nur dann haben sie die gewünschte Wirkung - doch dies ist leider allzu häufig nicht der Fall, wie die Erfahrung zeigt.

Wehret den Anfängen - und genau da ist der kritische Punkt: von vornherein entlarven und abwehren, nicht beschönigen und so tun, als würden Gesetze ihre Befolgung selbst kontrollieren können ...

Was also soll der reine Verstandesansatz, wenn die Emotion (spricht: suchtauslösendes Moment) das Sagen hat?

In unserer zeitgenössischen Gesellschaft wird vieles toleriert, was nie hätte eintreten dürfen! Und genau hier liegen die Wurzeln von vielem, das sich in Folge davon fehlentwickelt. Insgesamt ist der Mensch in unserer Zivilisation zunehmend unzufriedener, weil er es nicht mehr lernt, grundlegende Lebens-Anforderungen zu erfüllen, die ein konsequentes Verhalten mit entsprechender Selbstkontrolle voraussetzen. Damit steigt aber auch die Bereitschaft, gewisse Mittelchen einzusetzen, die jenes Gefühlsdefizit angeblich ausgleichen können. Doch wir haben erfahren, dass dies leider nur allzu oft ins endgültige Abseits führt.

Ihre Verstandes-Predigt wird solche Menschen, deren es leider allzu viele gibt, überhaupt nicht erreichen!

Lupusmagnus hat gesagt…

Lehrer ich bin auf den Artikel eingegangen mehr nicht.

Natürlich muss man die Wirkungen bekannt machen und vor negativem warnen das bestreitet doch niemand.

Sie führen eine riesige menge hätte wäre könnte ins Feld ohne.irgendwelche Beweise für ihre These. Nehmen wir doch ein praktisches Beispiel.

Colorado

Dieser Staat der USA hat Cannabis legalisiert. Das Ergebnis sind eine niedrigere Verbrechensrate, deutliche Einsparungen in der Polizeiarbeit, kein bisher messbarer Anstieg Verkehrsunfällen/Süchtigen oder ein Anstieg bei der Nutzung anderer Drogen.

Es funktioniert.

Was wäre denn ihre Lösung? Komplette Prohibition von allem? Das hat noch nie funktioniert und nur zur erstarkung von organisierter Kriminalität geführt.

Wonach soll man sich denn bei der Lösung denn bitte richten wenn nicht nach dem Verstand? Natürlich fallen immer Leute durchs Raster so ist der Mensch nunmal. Man muss einen Weg finden von dem die Masse der Bevölkerung profitiert.

Wenn man ihren Gedanken folgt könnte man ja auch fast auf die Idee kommen wieso überhaupt Gesetze erlassen wenn sich nicht 100% dran halten.

Also bitte was wäre denn ihre emotionsbedenkende Lösung ich bin wirklich gespannt.

Lupusmagnus hat gesagt…

Oh und was wird denn alles toleriert was niemals hätte toleriert werden dürfen?

Lassen sie mich raten Musik die ihnen nicht gefällt? Kunst die ihnen nicht gefällt? Lebensweisen die ihnen nicht gefallen? Liebe die ihnen nicht gefällt?

Ich sehe keineswegs das unsere Gesellschaft heutzutage schlechter dran ist als früher.

Natürlich sind wir nicht frei von Problemen keine Gesellschaft war das, oder wird es jemals sein.