Dienstag, 2. September 2014

Prägung von Kindern und Jugendlichen durch das Internet

Digitale Medien haben den Alltag von Kindern und Jugendlichen verändert. Kommunikation läuft größtenteils nur noch über soziale Netzwerke. Dadurch bekommen Eltern immer weniger von ihrem Nachwuchs mit.

Alles was junge Menschen tun “tauschen sie mit ihren Freunden“ in den Digitalen Medien aus. Ein Klick, ein Wisch mit dem Finger auf dem Smartphone und schon ist man zum Beispiel im Netzwerk Facebook nicht mehr in einer Beziehung, sondern Single – und alle können es sehen. Das verändert den Alltag der Heranwachsenden stark.

Darüber berichten Jutta Croll, Jessica Euler und Carolin Müller-Bretl in der Fachzeitschrift „Soziale Arbeit“, dass vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin herausgegeben wird

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Wie es in dem Artikel heißt, nutzen in Deutschland 98 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen das Internet, 73 Prozent verwenden mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-Computer. Die Nutzung setzte früh ein: Ein Fünftel der Sechs- bis Siebenjährigen haben bereits Erfahrungen mit dem Internet gesammelt. Bis zum 13. Lebensjahr zählen fast alle (93 Prozent) zu den Nutzern. Dies müsse berücksichtigen, wer Jugendliche in ihrer sozialen Entwicklung unterstützen und vor Benachteiligung bewahren wolle. Das Internet sei ein wichtiges Instrument zur Teilhabe am sozialen Leben. Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen brauchten besondere Aufmerksamkeit, so die Autorinnen.

Kinder die in Einrichtungen und Jugendhilfe betreut werden sind besonders anfällig. Ebenso Heranwachsende mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder aus schwierigen familiären Verhältnissen. Diese hätten in der Regel weniger Ansprechpersonen und Vertraute, etwa Familie, Lehrer oder Freunde. Bereits im Alter von neun bis 13 Jahren sei festzustellen, dass die niedriger Gebildeten ihre Internet-Kompetenz schlechter bewerten als die höher Gebildeten. Gute Internetkenntnisse bestätigten sich 24 Prozent der niedriger gebildeten Kinder, aber 38 Prozent der höher gebildeten.

Spezielle Medientrainings an Schulen oder Jugendeinrichtungen können helfen auf Probleme wie Mobbing im Internet und den leichten Zugang zu Pornografie richtig zu reagieren. Für benachteiligte Heranwachsende müssten Mitarbeiter der Kinder- und Jugendsozialarbeit Ansprechpersonen sein. Zur entsprechenden Qualifikation dieser Fachkräfte diene das europäische Projekt SocialWeb – SocialWork.

Mit Angaben von idea Evangelische Nachrichtenagentur

Kommentare:

Zwiebelring hat gesagt…

Na klar, unsere Freunde von Märchenverein mal wieder ! Die Kids nutzen häufig das Internet, was für eine Überraschung ! Meine machen das auch, sie nutzen es für Hausaufgaben, zum Spielen, laden sich Inhalte runter z.b wie für Sims 3 oder Chaten mit ihren Freundinnen ,alles völlig harmlos!
Das Kinder in der Pubertät ihre Geheimnisse haben und nicht mehr alles mit den Eltern besprechen wollen ist auch völlig Normal, jedes Kind hat ein Recht auf ein Privatleben zu haben, wenn es wirklich mal was "schlimmes" gibt kommen sie schon von alleine zu den Eltern, genau so wenn es was "Gutes" zu berichten gibt, aber es gibt eben Dinge die man nicht mit Eltern teilt ! Wenn wir uns wieder mehr um die Kinder kümmern würden,sie Ernst nehmen, sich Zeit für sie nehmen dann hätte das bald ein Ende, ich spreche aus Erfahrung ! Ich war mit einer Gruppe Kinder (alle von 6-13) auf Ferienfahrt,vorher wurden Handy und Co einkassiert und den Eltern über gegeben, am Anfang gab es Protest, der legte sich nach ein paar Stunden, in der ganzen Zeit haben die nicht einmal nach Handy&Co gefragt, es gab ja immer was erleben,am Ende gab es Tränen zum Abschiedes hatten sich viele neue Freundschaften entwickelt und sogar ein paar Romanzen (OH Gott das ja Frühsexualisierung,die ist doch sooooo "Böse" !

ISIS hat gesagt…

"am Anfang gab es Protest, der legte sich nach ein paar Stunden"

HOHOHO, köstlich, LOOOL...

Zwiebelring hat gesagt…

Ach Junge wenn du nichts sinnvolles zum Thema beisteuern kannst troll dich ! Lies dein Märchenbuch und träum weiter !

Lehrer i.R. hat gesagt…

Zwiebelring, Ihre Ausführungen zu dieser Fahrt belegen doch, dass es so ist, wie in dem Artikel beschrieben.
Ich selbst habe bei Wandertagen vorher immer mit der Klasse festgelegt, dass nur zwei Handys mitgenommen wurden, für eventuelle Notfälle. Wer es mitbringen sollte, das wurde genau vorher ausgemacht, denn ich selbst hatte damals noch keins.
Auch bei längeren Busfahrten mit einer Klasse bestand das autonome Hörverbot (ab den 80er Jahren), damit der Kontakt mit dem Nachbarn und eine entsprechende Gesprächsentfaltung möglich waren.
Das heißt aber auch, dass man auf solche Dinge achten und sie sinnvoll regeln muss! Und genau das ist der Punkt, den zu wenige Verantwortliche beachtet haben - Eltern wie Lehrer oder heute auch Erzieherinnen - , sodass sich dieser Gebrauchsmissstand so richtig verbreiten und einnisten konnte.
Die Folgen: Ein Mensch kann Verbindung (virtuell) mit der ganzen Welt haben und dabei doch völlig „versingeln“.
Wo es an entsprechend notwendiger Konsequenz fehlt, da sind dem Missstand Tür und Tor geöffnet!

Zwiebelring hat gesagt…

Haben sie überhaupt genau gelesen was ich geschrieben habe oder nur wieder den Teil der in ihr (und das der Betreiber dieser Seite ) passt ?
Das die Kids am Anfang nicht einverstanden sind völlig Normal, immerhin wissen sie ja nicht warum sie ihre Handys abgeben müssen !
Wo bitte sind die Beweise das die Kids heute reihenweise "vereinsamen", das Problem heute ist doch wohl das die Kids zu wenig Möglichkeiten haben sich anders zu entfalten, in vielen Familien fehlt das Geld für Freizeitangebote, die Kinder sind bis Abends in der Schule,Nachhilfe,Kursen usw, Kinder werden zu Hause eingesperrt weil dank der Panikmache der Medien die Eltern (meist Mütter) überall Kinderschänder lauern sehen usw.
Missstand ? Nur weil die Kids vielleicht mal ein bisschen nackt Haut zu sehen kriegen und das im einem Alter wo das völlig Normal ist,meine Töchter lesen auch die "Böse" Bravo und sind ganz Normal, sie spielen mit ihren Freundinnen draußen,mit Barbies und auch hin und wieder am PC ein paar Spiele z.b Sims 3 ! Die Welt dreht sich nun mal weiter und hängt nicht im Mittelalter fest wie die Kirche (im Grunde alle Religionen) mit ihren Ansichten und Moralvorstellungen !
In 20-30 Jahren sind es unsere Kinder die sich über die "Jugend ohne Respekt und Anstand " aufregen !

Zwiebelring hat gesagt…

Nachtrag: Weltbild bitte einfügen

Anmerkung: Eine Bearbeitungsoption für Beiträge wäre sehr hilfreich !

ISIS hat gesagt…

"Das die Kids am Anfang nicht einverstanden sind völlig Normal, immerhin wissen sie ja nicht warum sie ihre Handys abgeben müssen !"

Warum hast du's ihnen nicht gesagt, du Held...

Ulrich hat gesagt…

Liebenswerter Zwiebelring!

Die Wertvorstellungen der katholischen Kirche stammen nicht aus dem Mittelalter, sondern schon aus dem Altertum. Gewisse sittliche Gebote stammen sogar vor der Gründung der Kirche durch Jesus Christus, da sie der Gott schon dem ausgewählten Volk Israel gegeben hat. Jesus Christus aber hat die Kirche als Raum der Vollendung dieser Gebote gegründet. Nichts für ungut!