Dienstag, 22. Juli 2014

Wohin die Heavy-Metal-Raserei führt: Subdurales Hämatom durch Headbanging

Headbanging (frenetisches Schütteln des Kopfes zu Rhythmus der Heavy-Metal-Musik) ist nicht ganz ungefährlich. Denn nicht alle Gefäße halten den ruckartigen Kopfbewegungen stand.

Beim Headbanging wird der Kopf im Takt von Rockmusik schnell vor und zurück, seitwärts, im Kreis oder in Achterform bewegt. Dass dies nicht ganz ungefährlich ist, zeigt der Fall eines 50-jährigen Rockfans, der sich in der neurochirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover vorstellte. 

Er klagte über Schmerzen im ganzen Kopf, die sich seit zwei Wochen kontinuierlich verschlechterten. Ein Trauma fand sich in der Vorgeschichte nicht, aber der Mann berichtete, er sei vier Wochen zuvor bei einem Motörhead-Konzert gewesen, wo er heftig getanzt hatte.

In der Computertomografie (CT) zeigte sich rechtsseitig ein chronisches subdurales Hämatom, das zu einer Mittellinienverschiebung geführt hatte. Nach Trepanation und Entfernung des Hämatoms verschwand der Kopfschmerz und der Patienten wurde nach acht Tagen entlassen. 

Bei der Nachuntersuchung zwei Monate später war er neurologisch unauffällig. Im Kontroll-CT wurde allerdings eine Arachnoidalzyste in der mittleren Schädelgrube erkennbar, die zunächst als Ausläufer des subduralen Hämatoms interpretiert worden war. 

Üblicherweise gelten solche, in der Regel asymptomatische Zysten als Zufallsbefunde. Sie können aber symptomatisch werden, wenn sie sich vergrößern oder sich in ihrem Umfeld eine Blutung ereignet.
Im Fall des 50-Jährigen vermuten die Ärzte, dass die schnellen abrupten Bewegungen des Headbanging zu einer Gefäßruptur und damit zu einer Blutung in den Subduralraum geführt haben. Die vorhandene Arachnoidalzyste sehen sie als Prädispositionsfaktor für die Hirnblutung.

In der Vergangenheit kam es durch rhythmischem Körpereinsatz auf Rockkonzerten bereits zu Karotisdissektionen, Mediastinalemphysemen, Schleudertrauma und Wirbelbrüchen. Und auch drei weitere Fälle eines subduralen Hämatoms nach Headbangings sind aus der Literatur bekannt. (St)


Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

So die Ärzte vermuten es ist also nicht sicher. Von diesem Vorfall sind nun drei Beispiele...wie sind denn die Statistiken zu Rugby, Fußball oder gar Boxen wie stark und häufig verletzen sich Menschen dabei am Kopf?

Ich weiß diese Seite tut alles um Metal als ultimativ böse und gefährlich darzustellen aber das ist nun.wirklich eine so geringe Menge an Fällen auf die gesamte Metal/Rockgemeinde das es schon lächerlich anmutet.

Prophet des Hirn hat gesagt…

Es gibt ,glaube ich, weltweit etwa 3 Fälle die jemals auf Head banging zurückzuführen waren. Bei den millionen an Metalfans also statistisch gesehen vollkommen unerheblich.

Old Geezer hat gesagt…

...ein Skandal!
Warum geht das nicht durch die Medien?
Wie auch die erschreckenden Folgen von Skifahren, Handball, Rollschuhfahren, Fußball, Radfahren, Kampfsport, Eiskunstlauf, Trampolinspringen...
...und den tausenden anderer Betätigungen, bei denen hohe Beschleunigungskräfte auf den Körper (oder Teile davon) wirken..

...ach ja, weil sich der Autor damit in der Öffentlichkeit lächerlich machen würde!

Anonym hat gesagt…

Also echt mal eure ganze "seite" ist sowas gegen die würde des Menschen. Jeder hat das Recht sich selber zu entfalten ... abschalten sollte man eure Seite. Oder einfach als Abschreckung für Leute die sich überlegen zum Christentum über zuschwäben. In diesem Sinne ...