Mittwoch, 2. Juli 2014

Katholische Bischöfe in Peru: Abtreibung aus medizinischen Gründen ist “unmoralisch, verfassungswidrig und illegal”

(Fides) – Nach der Verabschiedung des technischen Leitfadens zur therapeutischen Abtreibung durch das Gesundheitsministerium betonen die Bischöfe des Landes: “Wir lehnen diese Regelung ab, die erstmals in der Gesichte Perus, der Abtreibung und damit der Mord an unschuldigen Menschenleben den Weg ebnet. Die Bestimmungen des Ministeriums sind nicht nur unmoralisch, sondern auch verfassungswidrig und illegal".

In ihrer Verlautbarung betonen die Bischöfe: "Sowohl die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind haben dasselbe Recht auf Leben, das in beiden Fällen vom Staat geschützt werden muss". Die Bischöfe beklagen, dass "das Ministerium mit dessen neuen Normen den Willen der meisten Peruaner ignoriert, die mehrmals bei öffentlichen Kundgebungen in Lima und anderen Städten des Landes die Notwendigkeit des Lebensschutzes und die Ablehnung von Abtreibungen zum Ausdruck gebracht haben. „Wenn das Leben der Mutter und ihres Kindes in Gefahr ist, dann gibt es nach Aussagen von Experten viele medizinische Möglichkeiten, beide Leben zu retten“, so die Bischöfe weiter.


Der Leitfaden zur therapeutischen Abtreibung wurde im Rahmen des Nationalen Plans der Gleichberechtigung der Geschlechter 2012-2017 auf den Weg gebracht. Der Erzbischof von Lima, Kardinal Juan Luis Cipriani, bezeichnete die neuen Bestimmungen unterdessen öffentlich als “Leitfaden zum Töten“.

Kommentare:

Dantalion hat gesagt…

Also bestimmen ein paar alte Männer, ohne medizinische Bildung was gut für die Frau ist? Ein paar hundert/tausend Demonstranten spiegeln auch bei weiten nicht den Willen aller wieder. Wie Beispiele übrigens gezeigt haben, kann man nicht immer beide retten, deswegen lässt man also dann beide sterben? Wie sehr ich euch doch bemitleide.

Thomas hat gesagt…

Ihren Altersrassismus, @Dantalion, können sie getrost stecken lassen, wie ihre männerhassenden Attitüden. Wenn das alles ist, was sie an Argumenten vorbringen können, ist das mehr als ärmlich und wirklich bemitleidenswert.

Old Geezer hat gesagt…

Sollen sie einfach klage einreichen - auch Peru wird ein oberstes / Verfassungs-Gericht haben, daß die einzige relevante Kritik, nämlich die an der Verfassungverträglichkeit, beurteilen kann.
Aber es würde mich wundern, wenn in dieser Verfassung ausnahmsweise mal die Definition von Embryonen als "Mensch" oder "Staatsbürger" niedergeschrieben wäre.

Legal oder Illegal ergibt sich dann daraus, im Moment existiert wohl durch den Beschluß eine gesetzliche Regelung, also ist es demgemäß auch legal, bis ein höheres Gericht das Ganze dann evtl. kassiert.

Und über Moral kann man vielleicht gut diskutieren, aber nicht jeder teilt die eines katholischen Bischofs, und solange Peru keine Theokratie ist, die dessen oder deren Moral auch nicht bindend.

Aber wie so oft diskreditieren sich die Kirchenfürsten selber, mit polemischen Phrasen wie "Leitfaden zum Töten" und der völligen Ignoranz gegenüber medizinischen Fakten.

Grandloser hat gesagt…

Die Bischöfe sollten beachten das niemand abtreiben muss, wenn ihre Moral von der Sie behaupten das Sie alle Peruaner sie leben wurden wirklich so existiert, dann dürfte nur die Anzahl jetzt betriebener illegaler Abtreibungen legalisiert werden und sonst nichts. Zweitens wäre ich als Bischof vorsichtig mit meiner Glaubwürdigkeit, einmal in Sachen Kompetenz, Männer ohne sexuellen wissen wollen es besser wissen lächerlich und was ist zum Beispiel mit deren Gewissen bei Zinsen ? Zinsen sind Sünde.... Von daher sollten sich alte Männer ohne Kontakt und Kompetenz zu Gesellschaftlichen Themen zurückhalten. Ich nenne mal ein absurdes Beispiel, in der Arbeitsgruppe nach Fukuschima zu den Gefahren der Kernkraft saßen auch Zwei Vertreter der Kirchen.... nur leider steht nichts in der Bibel zum Thema Atome spalten.