Dienstag, 27. Mai 2014

Christen in Europa und weltweit: Statistiken belegen hohe Religionszugehörigkeit

Eine große Mehrheit der Europäer sind Christen. Die Säkularisation des Kontinents, von der permanent gesprochen wird, ist längst nicht so groß, wie in der Öffentlichkeit dargestellt wird. 

Martin Schulz, Spitzenkandidat der SPD für die EU-Wahl, wollte sogar christliche Symbole aus öffentlichen Gebäuden entfernen lassen.

Die konkreten Zahlen zeigen eine andere Realität: Etwas mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an. Protestantische Kirchen kommen in ihren verschiedenen Ausprägungen an zweiter Stelle. Weitere religionen sind die orthodoxen Christen, Muslime, Juden usw.

Die größte Religionsgemeinschaft in der Europäischen Union sind Katholiken: 273 Millionen oder rund 54 Prozent gehören der katholischen Kirche an. Fast alle lutherischen, reformierten und methodistischen Kirchen haben sich zur Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa zusammengeschlossen. Die sogenannte Leuenberger Konkordie vertritt fast 50 Millionen Mitglieder. Hinzu kommt noch die anglikanische Staatskirche von England mit rund 26 Millionen Getauften.

Die orthodoxe ist nach der katholischen und der evangelischen die drittgrößte christliche Konfession. In der EU gibt es acht selbstständige (autokephale) Kirchen: in Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Finnland, Polen, Estland sowie die der böhmischen Länder und der Slowakei. In Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Zypern sind sie die Mehrheitskirche. Aber auch Angehörige anderer orthodoxer Kirchen und altorientalischer Christen leben in der EU. Genaue Zahlen liegen nicht vor.

Zuwachs verzeichnen die sogenannten Konfessionslosen, also Menschen, die keiner religiösen Gemeinschaft angehören. Konkrete Zahlen für die EU gibt es nicht. Genannt werden 15 bis 17 Prozent. Grundsätzlich sagt natürlich die Zugehörigkeit zu einer Religion nicht aus, ob und wie intensiv sie praktiziert wird.

32 Prozent der Weltbevölkerung sind Christen, 84 Prozent gehören einer Weltreligion an

Die vom Pew Research Center’s Forum on Religion & Public Life veröffentlichte Studie, The Global Religious Landscape (Pew Forum), wertet mehr als 2500 Umfragen und Erhebungen, darunter die amtlichen Volkszählungen in den verschiedenen Staaten aus (Stand 2010). Von den 6,9 Milliarden Weltbewohnern sind 32 Prozent Christen, 23 Prozent Moslems, 15 Prozent Hindus, 7 Prozent Buddhisten, 6 Prozent Anhänger von Naturreligionen, 0,2 Prozent Juden und weitere 0,8 Prozent Anhänger kleinerer Religionen.

Mit Material aus kath.net

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sind Sie so blind oder tun Sie nur so ? Kein wirklicher Christ würde akzeptieren, dass Menschen deshalb Christen sein sollen, nur weil sie Mitglied in einer Kirche sind. Wenn ich mich in meine Garage stelle, mutiere ich nicht zum Auto.
Christ wird man nicht durch Geburt sondern durch Wiedergeburt. Und die bekommt man nur durch die persönliche Annahme des Evangeliums von Jesus Christus.
Ihre Darstellung zementiert den Selbstbetrug ! Das ist meines Protestes wert. # JR

Anonym hat gesagt…

Stimmt genau, deshalb bin ich und meine Frau aus der Kirche ausgetreten.

Anonym hat gesagt…

Aus der Kirche auszutreten, ist sicherlich der falsche Weg. Gerade die Kirche braucht wiedergeborene Christen! Also drinbleiben!

Verleihnichts hat gesagt…

Wenn jemand noch Mitglied einer christlichen Konfession ist, dann hat er einen Grund dafür. Als selbst Baptist hat man evtl. etwas andere Vorstellungen vom christlichen Glauben, als ein Katholik, aber deshalb die anderen Konfessionen als Nicht-Christen zu bezeichnen würde mir nie einfallen. Meiner Meinung nach stimmt es deshalb genau, was in diesem Artikel dargestellt wurde. Es gibt noch eine überwältigend große Anzahl an Christen in Europa, deshalb kann man mit Recht den Kontinent immer noch als christlich, abendländisch geprägt ansehen. Die Genderisten sind eine aggressive, aber sehr lautstarke Minorität.

Grandloser hat gesagt…

Naja Selbstbetrug stimmt eine Umfrage der EU hatte ergeben das 72 aller Europäer in einer Kirche sind aber nur noch 51 Prozent an einen Gott glauben. Und das Europa christlich ist wäre ist auch so eine Wunschvorstellung, das Christentum ist eine Phase die sich ihrem ende nähert, den alles was Europa ausmacht gab es schon vor dem Christentum oder wurde gegen den Widerstand des Christentums durchgesetzt, die Menschenrechte sind nur ein Prominentes Beispiel. Aber belügt auch nur selbst und glaubt ihr wärt der Nabel der Welt...

Old Geezer hat gesagt…

@Verleihnix:

"Wenn jemand noch Mitglied einer christlichen Konfession ist, dann hat er einen Grund dafür."

Ja, einen Job in einem konfessionellen Betrieb, die nächsten Kindergärten sind alle in konfessioneller Hand, die Erboma würde einen Infarkt erleiden, würde man austreten, man ist als Selbstständiger auf dem Lande auf soziale Netzwerke angewiesen, und die Kirchengemeinde ist da No.1, reine Gewohnheit, etc.

In meinem Umfeld schätze ich mal, das nichtmal 1/3 der in irgendwelchen Kirchen organisierten Leute nennenswert gläubig sind, und vielleicht 10% so konkret religiös, daß es für sie einen Unterschied macht, in welcher Kirche sie sind.

"Genderist" / Christ ist doch keine Partitionierung der europäischen Gesellschaft!
Man kann gut beides sein, oder auch keines.
Und die präsentierte Umfrage erfaßt keine Aussage wie man zum Themenkomplex von Geschlechterfrage/Emanzipation/Koedukation/gleichtgeschlechtlicher Ehe/etc. seht; ...ja nichtmal, ob die Leute wirklich Glauben oder ihre Religion praktizieren.

Old Geezer hat gesagt…

@Grandloser:

Oder z.B. die Umfrage letztes Jahr in NRW nach einer Jenseitshoffnung:
nichtmal 1/3 der Bürger erwarten irgendetws nach ihrem Tode.

Witzig auch, daß auf der andere Seiten das Jammern und Wehklagen geübt wird, in Deutschland könne das Christentum aussterben, weil so viele Moslems dazukommen, Christen aus der Kirche austreten, bzw. die Gesellschaft immer mehr ihren religiös motivierten Regeln und Moral vergißt.