Dienstag, 7. Januar 2014

Pornografie aus dem Internet: Weit verbreitet unter Kinder und Jugendlichen

(Kultur und Medien Online) Kinder können mit zunehmendem Alter Neugier für alles, was mit Sexualität zu tun hat, entwickeln. Bei der Suche nach Informationen können sie im Internet leicht ungewollt auf pornografische Inhalte stoßen. Das geschieht vor allem dann, wenn zuvor keine soliden moralischen Prinzipien von den Eltern vermittelt worden sind.

Eine altersgerechte Diskussion mit Kindern und Jugendlichen ist wichtig, um moralische Urteile zu vermitteln, ihre Anliegen zu verstehen und ihre Fragen zu beantworten. Es fördert die harmonische Entwicklung und hilft Jugendlichen Pornografie - falls sie irgendwie mit dieser in Berpührung gekommen sind - kritisch zu hinterfragen und Sex von Liebe zu unterscheiden. Ziel sollte die totale Verabscheuung und Verurteilung von Pornographie sein.

Die Schweizer Studie EU-Kids Online (2013) zeigte, dass bereits 21 Prozent der schweizerischen Jugendlichen zwischen 9 bis 16 Jahren sexuelle Inhalte im Internet gesehen haben. Einige rufen leider solche Inhalte gezielt auf, um ihre Neugier zu stillen. Doch oft werden pornografische Bilder oder Videos auch unabsichtlich gesehen, zum Beispiel in “Pop-up-Werbefenstern“.

Auch via Handy wird Pornografie verbreitet. 19 Prozent der Jungen und 2 Prozent der Mädchen haben bereits einmal einen Porno- oder Brutalo-Filme via Handy erhalten.

Laut einer Studie der Zürcher Fachstelle für Sexualerziehung haben männliche Jugendliche doppelt so häufig Pornobilder und Filme gesehen (91 Prozent) wie weibliche Jugendliche (44 Prozent). Die Mädchen sind eher durch Zufall oder durch andere Personen dazu gekommen, sich einen Pornofilm anzuschauen. Bei harter Pornografie haben sich die Jugendlichen beider Geschlechter beim Betrachten geekelt.

Offene Gespräche über Sexualität und Pornografie helfen, Bilder und Erfahrungen bei der Mediennutzung kritisch zu sehen und einzuordnen. Es ist wichtig daruf hinzuwirken, dass Kinder und Jugendliche die Bosheit von Pornographie erkennen. Medien wirken dort am stärksten, wo keine eigenen moralischen Urteile, keine Erfahrungen, keine Auseinandersetzungen mit anderen und keine klare eigene Haltung vorliegen.

Die Sexualerziehung zu Hause muss altersgerecht sein und darf nicht wertneutral erfolgen, sondern soll stets auf die christliche Sexualmoral hinweisen. Nur auf diesen Weise können Jugendliche eine gesunde Einstellung gewinnen. Medien, Spielfilme usw. vermitteln in der Regel das genaue Gegenteil.

Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

Man rennt bei mir offene Türen ein guter Beitrag dem ist nichts hinzuzufügen. Aber vielleicht macht mich ja noch jemand darauf aufmerksam, dass ich etwas übersehen habe es klingt viel zu sinnvoll um wahr zu sein :D

666 hat gesagt…

Das ist sicher nicht von euch, in den Augen der Kirche ist doch alles was mit Sex zu tun hat "Böse",ich sag nur Frühsexualisierung oder die böse "Bravo" ! Der Artikel ist gut !

Old Geezer hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Old Geezer hat gesagt…

Im großen und ganzen ein maßvollerer Artikel als man ihn hier sonst gewohnt ist, aber:

"Das geschieht vor allem dann, wenn zuvor keine soliden moralischen Prinzipien von den Eltern vermittelt worden sind"

Das wird beim Auffinden solcher Seiten wohl kaum ein Kriterium darstellen, höchstens beim konsumieren.
Und 'solide' bedeutet nicht zwangsläufig erotikfeindlich.

"Ziel sollte die totale Verabscheuung und Verurteilung von Pornographie sein."

Warum?
Wenn man Sex von Liebe und Zuneigung von Geschäft unterscheiden kann, sollte Pornographie für einen in ungefährliches Vergnügen sein, ein Genre wie jedes andere.

" Bei harter Pornografie haben sich die Jugendlichen beider Geschlechter beim Betrachten geekelt."

In welchem Alter? Zwischen 9 und 16 tut sich da einiges.

"dass Kinder und Jugendliche die Bosheit von Pornographie erkennen."

...und die wäre?
Vor allem jetzt im Verglich zu Kriegsfilmen, Krimis, religiöser der politischer Propaganda, betrügerischer Werbung, etc.?

"soll stets auf die christliche Sexualmoral hinweisen"

...um diesen anachronistischen Epic Fail am Leben zu halten?
Wie ich oben schon sagte: das böse in der religiösen Propaganda.

P.S.: Meine Generation hatte Privatfernsehen, Hochglanzmagazine, und den Videoverleih, die meiner Eltern Schmuddelhefte, und selbst zu Zeiten des 1. Weltkrieges gab es erotisch Photographie und gezeichnete Erotika.

P.P.S.: Es ist bisher nicht gelungen, eine negative Auswirkung von Pornographie auf die Entwicklung von Heranwachsenden schlüssig zu beweisen, also ist auch der Sachverhalt eines ausreichenden Angebots an Pornographie erst mal nichts negatives.

Anonym hat gesagt…

Die Verbreitung von Pornographie ist nach § 184 StGB strafbar, wird jedoch vom Staat nicht verfolgt, weil man diese Vorschrift nicht mehr als Offizialdelikt eingestuft hat. Das war ein sehr hinterhältiger Schachzug derer, die einst die Freigabe der Pornographie inzenierten (insbesondere Brandt und Kohl) und - wie zum Beispiel die SPD über den Hamburger Auerdruck-Verlag - finanziell vom Geschäft mit der Pornographie profitieren. Pornographie verstößt aber zweifelsfrei gegen Artikel 1 des Grundgesetzes, welcher unmittelbar geltendes Recht ist und jeden Politiker zum Schutz der Menschenwürde verpflichtet.In einem funktionierenden Rechtsstaat, was die Bundesrepublik leider nicht mehr
ist, wäre es die Pflicht des Staates einschlägige Internetseiten zu löschen und die Provider mit Strafen zu belegen, wenn sie solche nicht von sich aus löschen. Von unseren sogenannten "Demokraten" ist das aber nicht zu erwarten.