Montag, 20. Januar 2014

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU): Jede Form organisierter Selbsttötungshilfe muss verboten werden

Mit ungewöhnlicher Deutlichkeit hat sich der neue Bundesgesundheitsminister, Hermann Gröhe (CDU), gegen jede Form organisierter Sterbehilfe ausgesprochen.

In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 19. Januar 2014 erklärte Gröhe: „Meine Überzeugung ist, dass nicht nur die erwerbsmäßige – also ein besonders verwerfliches Geschäftemachen mit der Lebensnot von Menschen –, sondern jede Form der organisierten Selbsttötungshilfe verboten werden muss.“

Ob sich sein Wunsch erfüllt, ist noch ungewiss. Geplant ist ein Gesetz, dass die Sterbehilfe verbieten soll. Entwürfe dazu sollen interfraktionell im Bundestag erarbeitet werden. Die Abgeordneten sollen ohne Fraktionszwang abstimmen dürfen. Auf diese Weise könnte am Ende ein Entwurf angenommen werden, der „faule Kompromisse“ zulässt.

Die Bundesregierung plant keinen eigenen Entwurf.

Kommentare:

Bunte Welt hat gesagt…

Nein, Herr Gröhe, ich lass es mir nicht nehmen, über mein Ableben selbst zu bestimmen, wenn ich wegen Krankheit oder Unfall nur noch dahin sieche. Aber für diesen Fall habe ich Dank Prof. Hackethal schon vorgesorgt.

Anonym hat gesagt…

Glücklicherweise erlebt nicht jeder das Ersticken bei Lungenkrankheiten. Atmen Sie nur einmal, um ein Gefühl dafür zu bekommen, längere Zeit durch einen Strohhalm.
Danach vertreten Sie nicht mehr die Ansicht, daß Selbsttötung nicht erlaubt ist!
Ersticken ist schlimmer als Schmerz!