Donnerstag, 30. Januar 2014

Baden-Württemberg: Petition gegen "Bildungsplan 2015" sammelt fast 200.000 Unterschriften

(Junge Freiheit) Fast 200.000 Personen haben die Internetpetition gegen den Entwurf eines neuen Bildungsplans in Baden-Württemberg unterzeichnet, mit dem das Thema Homosexualität verstärkt im Unterricht behandelt werden soll. Bei Ende der Unterschriftensammlung in der Nacht zu Dienstag zählte die Petition 192.291 Unterstützer, 81.931 davon aus Baden-Württemberg. 50.000 Unterschriften seien handschriftlich eingegangen. Die Initiatoren der Petition hatten sich 100.000 Unterstützer als Ziel gesetzt.

Auf ihrer Internetseite bedankten sich die Verantwortlichen und kündigten an, nun die Übergabe der Petition an den Landtag vorzubereiten. „Wir blicken voller Erwartung auf die nächsten Tage und Wochen“, heißt es auf der Seite.

Der Bildungsplan, gegen den sich die Petition richtet, sieht vor, Schülern die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von „Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen (LSBTTI)“ zu vermitteln. Zudem sollen die Kinder verstärkt zur „Reflexion ihrer eigenen sexuellen Orientierung und Identität angeregt werden“ und lernen, „erlebtes Geschlecht, biologisches Geschlecht, soziales Geschlecht und juristisch zugeschriebenes Geschlecht“ zu unterscheiden.

Kommentare:

Lebensfreude hat gesagt…

Wenn nur ein viertel der fast 200.000 Unterstützer zur Demo am Sonnabend kommen würden, hätten die gleichgeschalteten Medien es nicht (mehr) so leicht, die Gegenstimmen im Volk keinzureden bzw. kleinzuschreiben.

Anonym hat gesagt…

Sexualerziehung hat an Schulen nichts zu suchen. Sexualität liegt in der Entscheidungsfreiehit eines jeden Einzelnen und wie er damit umgeht. Im Biologieunterricht wird ohnehin das Thema Fortpflanzung bedient und das genügt. Alles andere ist SAche der Eltern.
Wenn Lesben und Schwule von Kindersegen träumen, dann kommt kein Klapperstorch und stellt Kinder vor die Türe. Dieses Ereignis ist immer noch im Porgramm von Mann und Frau.
Das ganze Geschrei ich möchte da anerkannt werden, ich möchte dies ich möcht das und noch eines obendrauf, bekommt man langsam über.
Da müßten Eltern Tag und Nacht nicht nur schreien, sondern brüllen, wir wollen endlich eine Welt, in der Kinder geistig und körperlich gesund aufwachsen können, in der sie eine Zukunft haben.
Es wäre an der Zeit, den Schwerpunkt bei Kindern gerade auch im Ethikunterricht allgemein auf Respekt, Achtung gegenüber der Schöpfung und Würde eines jeden Menschen zu legen.
Voraussetzung, dass auch der andere dies beachtet und nicht Gewaltbereitschaft, Mobbing und Respektlosigkeit demonstriert.

Die Welt steht vor anderen Herausforderungen als sich um die sexuellen Neigungen einzelner zu kümmern.

Wo fängt das an, wo hört das auf? Morgen klagt ein Pädophiler dass er mit seiner Lust auf Kinder nur einem genetischen Programm folge.
Wieder andere glauben polygam leben zu müssen. Wieder andere brüsten sich, dass Ehebruch und Seitensprünge normaler Alltag sein sollte, damit jeder nach Laune und Bedürnis an einer sexuellen Beglückung teilhaben könnten.

Was zählt sind menschliche Qualitäten. Da gilt immer noch, was du nicht willst, das man dir tu, das für auch keinem anderen zu.

Anonyma

AR hat gesagt…

Ich kann mich den vorigen Kommentaren nur anschließen. Das Beispiel der Pädophilen passt sehr gut zu unserem Thema, denn es bestehen folgende Übereinstimmungen zu den Homosexuellen:
- Es handelt sich um eine Minderheit,
- die ein volles Recht auf Nächstenliebe, Menschenwürde, Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung und den Schutz vor Diskriminierung hat.
- Ihre sexuelle Neigung liegt in ihnen drin - möglicherweise angeboren.
- Sicher finden wir im Tierreich auch Verhaltensweisen, die sich dieser sexuellen Neigung zuordnen lassen.
Dennoch dürfen Pädophile ihre Neigungen nicht ausleben. Der Grund? Es gilt, die Kinder zu schützen. Und es widerspricht (noch!) unseren Moralvorstellungen.

So können in unserem Land Homosexuelle ihre Neigungen ausleben, weil es Erwachsene betrifft (naja, wohl auch nicht immer...).
Doch es ist etwas ganz anderes, wenn Kindern, die in ihrer Lebensphase Orientierung brauchen, vermittelt werden soll, dass gelebte Homosexualität der Ehe zwischen Mann und Frau gleichwertig ist.

Ich wurde von meinen Eltern nicht christlich erzogen und mir hat niemand gesagt, die Homosexuellen seien irgendwie böse oder so etwas. Aber ich war beim Anblick von gelebter Sexualität zwischen Homosexuellen immer angewidert. Ich habe mir das Gefühl nicht herausgesucht, es war natürlicherweise da. Und ich weiß, dass sehr viele Menschen ebenso empfinden, weshalb ja auch auf der ganzen Welt so viel darüber gewitzelt wird (ob das nun fair ist oder nicht). Dieses natürliche Gefühl wird jetzt als Krankheit mit dem Namen Homophobie gebrandmarkt, obwohl es nicht anerzogen ist, sondern der natürlichen und persönlich empfundenen Biologie des Menschen entspringt.
Man könnte noch die Frage stellen, ob es wissenschaftlich sicher gestellt ist, dass sexuelle Praktiken zwischen Pädophilen und Kindern wirklich den Kindern schadet? Es ist sicher kein Zufall, warum dieses Thema in Bezug zur politischen Vergangenheit der Grünen kürzlich in den Medien ein Thema war. Der geistige Nährboden ist halt in beiden Fällen der gleiche ...

Old Geezer hat gesagt…

Aber sicher gehrt Sexualerziehung in die Schulen!
Denn die Eltern können und wollen diese Aufgabe oft nicht - anständig - erledigen.
Und wie man auch hier im Forum immer wieder sehen kann, herrsch gerade und christliche-fundamentalistischen Kreisen oft eine erschreckende Bildungsferne.

Und natürlich reicht eine Erläuterung der Fortpflanzungsmechanik nicht, weil dieses in e Praxis eine völlig untergeordnete Bedeutung hat.

Solange Diskriminierungen, Spott, Dünkel und Anmaßung gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren an der Tagesordnung sind, muß die Erziehung gegensteuern; ...wir greifen ja auch erzieherisch gegen Rassismus ein.

P.S.: Die Befindlichkeit einzelner Betrachter kann doch nicht die Freiheitsrechte der Bürger einschränken!
Dann gucken Sie doch weg.
Wenn Sie im Freibad Ihre Frau/Freundin/Geliebte küssen, verbitten Sie s sich ja auch, wenn jemand Ihnen das mit dem Argument, Sie genügten seinen ästhetischen Ansprüchen nicht, verbieten wollte.

P.P.S.: Es finden auch viele den Anblick von Sexualität bei älteren Menschen unansehnlich; darf man die deswegen diskriminieren?

P.P.P.S.: Ich leite aus der Industrie ab, daß sich z.B. viele männliche Beobachter weibliche Homosexualität gerne zu Gemüte führen.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Morgen klagt ein Pädophiler dass er mit seiner Lust auf Kinder nur einem genetischen Programm folge. "

Ihnen ist der Unterschied zwischen einvernehmlichen Handlungen zwischen geschäftsfähigen Erwachsenen und Gewalttaten gegen Minderjährige aber schon ein Begriff, oder?

...sind wir hier in Strohmannshausen?

666 hat gesagt…

Schöpfung ist ein Märchen, aber Homosexualität sind Bestandteil der heutigen Zeit, es hat sie schon immer gegeben, leider waren die Leute damals noch nicht so tolerant wie heute, die Kirche hat damals schon alles verteufelt was mit dem Thema Sex zu tun hat ! Die Nummer mit den "Bösen" Pädophilen ist auch so was von ausgelutscht, nur die Hirni Medien wie RTL,Sat 1 oder hohle Seiten wie Klagemauer.TV gießen immer wieder neues Öl ins Feuer der Missbrauchshysterie! Sexualerziehung gehört in die Schule, man muss es eben nur vernünftig umsetzen

Helmut von Brandis hat gesagt…

Diese Kommentare taugen alle nichts denn was soll das Versteckspielen hinter irgendwelchen Ziffern, Anonymität, Decknamen unsw? Wenn ich eine Meinung zu einem Thema habe, stehe ich auch mit meinem Namen dafür ein.
Helmut von Brandis

AR hat gesagt…

Wenn Bildungsferne bedeutet, nicht jegliche Moralvorstellung ganz und gar einer totalen und modern daher kommenden Toleranz zu opfern, ja, dann bin ich bildungsfern. Nein, ich halte nicht alle Entwicklungen der letzten Jahrzehnte für Schritte in die richtige Richtung.
Es ist sehr billig, alles Alte als rückständig zu bewerten, nur weil es alt ist. Hier sehe ich einen fatalen Mangel an Differenzierungsvermögen. So wird alles in einen Topf geworfen, das christliche Verständnis der Ehe mit Sklaverei und Rassismus, nur weil es das alles eben schon einmal gegeben hat. Interessanterweise wird dann aber argumentiert, dass Homosexualität doch zu tolerieren sei, weil es sie schon immer gegeben hat. Interessant, nicht war?

Nun, ich führe hier gerne mal eine Bibelstelle aus dem Römerbrief, Kapitel1, an:

"Trotz allem, was sie (die Menschen) von Gott wussten, ehrten sie ihn nicht als Gott und brachten ihm keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken ins Nichts, und in ihren uneinsichtigen Herzen wurde es finster. Sie hielten sich für Weise und wurden zu Narren. ... Darum hat Gott sie entehrenden Leidenschaften ausgeliefert. Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen, und ihre Männer machten es genauso. Sie gaben den natürlichen Verkehr mit den Frauen auf und wurden von wildem Verlangen zueinander gepackt. Männer trieben es schamlos mit Männern. ... Und weil sie es nicht für gut hielten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, sodass sie tun, was man nicht tun darf."

Dieses Denken von natürlichem und widernatürlichem Geschlechtsverkehr teile ich und in diesem Zusammenhang führe ich die Natur als Beleg an, da wir von dieser Seite her klar erkennen können, was zusammen passt und was nicht. Wenn die persönlichen Empfindungen der eigenen körperlichen Geschlechtlichkeit widersprechen, können wir also leicht folgern, ob diese Empfindungen gesund sind oder nicht. Das ist keine Reduzierung der Ehe aufs Geschlechliche, sondern nur der Verweis auf Zusammenhänge, die jeder erkennen kann, der hier nicht die Augen verschließt. Dass unser Thema immer etwas mit der Sexualität zu tun hat, zeigt sich am Unterschied einer hömosexuellen Partnerschaft zur normalen Freundschaft. Und wieder vermisse ich hier ein entsprechendes Differenzierungsvermögen ... Wir reden also permanent von Partnerschaften, die sexuell gelebt werden. Nun sollte es nicht schwer sein, den Zusammenhang zwischen Sexualität und Schwangerschaft zu erkennen ... Das Eine hängt mit dem Anderen zusammen und es ist offensichtlich, was da zusammen gehört. Deshalb empfinden wir es natürlicherweise als ungesund, wenn Homosexuelle sich körperlich dieser Wahrheit nicht entsprechend verhalten. Aber dieses natürliche Empfinden wird ja nun als Krankheit und Intoleranz verteufelt. Wagen wir es doch und lassen die Eltern dieses Landes entscheiden!
Ich bin überzeugt davon, dass hier viele, die selber gar keine Kinder haben, in deren Erziehung eingreifen wollen, die doch den echten Eltern zusteht. Und sehr viele der echten Eltern wollen nicht die Vermittlung einer Moral, die auf unsere Triebe und dem Blick auf das Existierende beschränkt bleibt.
Und was das vergleichende Bsp. der Pädophilen angeht: Machen wir uns nichts vor, es geht doch nicht nur um gewaltsame Übergriffe auf Kinder. Nein, wir haben durchaus auch ein Empfinden bzgl. solcher Neigungen und würden sie als krank bezeichnen. Auf dieser Ebene sind nun beide Themen, das der Homosexualität und das der Pädophilie, miteinander vergleichbar. Nur der Umstand, dass es im einen Fall um Kinder geht, lässt uns hier noch offen Position beziehen. Aber schauen wir genau hin: Jetzt geht es auch um unsere Kinder! Und wir haben das Recht und die Pflicht, nicht jede Neigung als gesund darzustellen.

Old Geezer hat gesagt…

AR:

"Wenn Bildungsferne bedeutet, nicht jegliche Moralvorstellung ganz und gar einer totalen und modern daher kommenden Toleranz zu opfern, ja, dann bin ich bildungsfern"

Sie müssen 'Ihre' 'Moral' nicht opfern, Sie sollten nur wissen WARUM Sie sie beibehalten.
Wenn Sie an einem Aspekt dieser Moral nur festhalten, weil ein Prediger Ihnen verkauft, daß (z.B.) Homosexualität anerzogen wäre, und nur in den letzten Tagen verkommener Gesellschaften auftäte und eh eine der verdammungswürdigsten Sünden wäre, DANN sind Sie leichtgläubig und bildungsfern.
Wenn Sie aus einer inneren Überzeugung für sich diese Neigung ablehnen und den Kontakt mit solchen Leuten meiden oder selbst derartigen Praktiken entsagen, ist das nach wie vor Ihr gutes Recht.
Nur unterlassen Sie es zu versuchen, diese GANZ PERSÖNLICHE Haltung auch Ihren Mitmenschen aufzudrängen.

Der Römerbrief mag für diejenigen eine moralische Richtlinie sein, die a) praktizierende Christen sind, und b) diese Übersetzung heranziehen und c) hierin eine Handlungsanweisung und keine Situationsbeschreibung herauslesen und c) sich bemühen, jedem Detail der Bibel zu folgen; ...aber das trifft nunmal nur auch eine Minderheit der Gesellschaft zu, und diese soll auch nicht versagt sein, sich treu daran zu halten.

"Wenn die persönlichen Empfindungen der eigenen körperlichen Geschlechtlichkeit widersprechen, können wir also leicht folgern, ob diese Empfindungen gesund sind oder nicht. "

Woraus schließen Sie, das hier die Empfindungen abweichen und nicht die körperliche Geschlechtlichkeit?
Und wie kommen Sie darauf, daß Hormone und Verdrahtung nicht ebenso körperlich sind wie die Anlage von Organen?

"zeigt sich am Unterschied einer hömosexuellen Partnerschaft zur normalen Freundschaft"

Warum soll eine Ehe - egal ob gleich - oder andersgeschlechtlich - nicht primär auf Freundschaft und Vertrauen beruhen, und Sex oder Reproduktion an zweiter oder noch geringerer Stelle positionieren?

"Nun sollte es nicht schwer sein, den Zusammenhang zwischen Sexualität und Schwangerschaft zu erkennen ... Das Eine hängt mit dem Anderen zusammen und es ist offensichtlich, was da zusammen gehört."

Aha?
Darum bleiben bestimmt über 90% der Beziehungen und 505 der Ehen kinderlos?

"Aber dieses natürliche Empfinden wird ja nun als Krankheit und Intoleranz verteufelt."

Nein, nur die Ausweitung dieser Ansprüche auf ANDEREN Menschen!

"Wagen wir es doch und lassen die Eltern dieses Landes entscheiden!"

Was denn, wieder soll eine Minderheit über die Mehrheit bestimmen?
(Ich als Elternteil teile Ihre Auffassung übrigens auch nicht...
...und kenne da noch ein paar, die das auch nicht tun; ...und viele, die es tun, würden Abstand davon nehmen, ihre Meinung andere aufzudrängen, also sich an einer solchen Abstimmung zu beteiligen.).

"Und sehr viele der echten Eltern wollen nicht die Vermittlung einer Moral, die auf unsere Triebe und dem Blick auf das Existierende beschränkt bleibt"

Wie kommen Sie darauf, daß hier eine Moral vermittelt werden soll?
Wie sind hier nicht in der Predigt!
Es soll die ganze Spannbreite der Moralvorstellungen und auftretenden Neigungen und deren gesellschaftliche Position dargelegt werden.
Das ist etwas anderes!

Nach Ihrer Auffassung über die Vergleichbarkeit von Pädophilie und Homosexualität könnten sie sie auch mit beliebigen Religionen, Schönheitsidealen, Musikgeschmäckern, Kochrezepten und Modeerscheinungen vergleichen...