Montag, 27. Januar 2014

Aus Angst vor Vandalismus: Wachpersonal für Kirchen

WAZ berichtet am 08.01.14 über die schlechten Erfahrungen mit Vandalismus und Diebstahl an Kirchen. Immer wieder wurden Gegenstände entwendet und die Wände mit Graffiti beschmiert. Aus Angst setzt jetzt die Gemeinde ehrenamtliches Wachpersonal und feste Öffnungszeiten für die Gotteshäuser ein.

Bittere Erfahrungen mit Vandalismus und Diebstahl haben die Gemeinden vorsichtig werden lassen. Vor einiger Zeit nahmen Diebe in Mintard Kreuz und Kerzenständer aus der Dorfkirche mit.

Auch in der Pfarrei Himmelfahrt in St. Michael Speldorf gibt es eine „Kirchenwache“, seit dem dort eine Bank brannte. Nun sehen dort Ehrenamtliche nach dem Rechten. Ebenso ist es in St. Mariae auf dem Kirchenhügel, wo Helfer aus der Gemeinde nach dem Gottesdienst aufpassen.

Bedauerlicher Weise haben durch den Vandalismus einige Kirchen nur noch zu den Gottesdiensten geöffnet. Manche Kirchen stellen nur noch einen Andachtsplatz mit Blick in die Kirche zur Verfügung, in das eigentliche Gebäude kann man außerhalb der Messen nicht mehr hinein.

Traurige Resultate einer brutalen und haltlosen Gesellschaft

Die Zeiten, in der eine Kirche regelmäßig als Rückzugsort zur Besinnung oder für ein Gebet zur Verfügung steht, sind vorbei. Welche Kirchen wann geöffnet haben, erfährt man in den Gemeinden oder im Internet.

Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/muelheim/kirchen-setzen-aus-angst-vor-vandalismus-auf-wachpersonal-id8846810.html?service=mobile

hier noch der Link zum Artikel. Ich muss sagen ich war doch etwas verwundert, denn ich kenne es gar nicht anders, als dass Kirchen eben ihre Öffnungszeiten haben aber zum Ende des Artikels wurde es mir dann klar wenn man im protestantisch heidnischen Norden aufwaechst ist das eben anders.

Anonym hat gesagt…

Ja, die Zeiten haben sich geändert!Früer war nicht alles schlechter! Die jungen Leute haben zu viel Freizeit, gammeln herum und kommen dann auf solche Ideen!

Old Geezer hat gesagt…

"Traurige Resultate einer brutalen und haltlosen Gesellschaft"

Sie überschätzen hier die Position der Kirche als geachtetes Zentrum der Gemeinde und Symbol für Pietät und Nächstenliebe.

Die Kirchen haben sich zuletzt immer mehr als hart kalkulierende Wirtschaftsunternehmen präsentiert und werden weithin als ebenso verlogen und korrupt wahrgenommen wie Politik und Wirtschaft.
Daher ist es verfehlt, satanistische Jugendliche als Täter anzunehmen, wenn es auch eine gemeiner Trunkenbold, ein entlassener Diakonie-Mitarbeiter, Angehörige eines vom Kirchenmitarbeitern mißbrauchten Kindes oder von der Kirche im Stich gelassene Senioren, ein Handwerker, der von der Caritas ausgebootet wurde, usw. sein.