Sonntag, 8. Dezember 2013

Vitus Huonder, Bischof von Chur: Genderismus ist Angriff auf Ehe und Familie

Der Bischof von Chur hat sich gegen den sogenannten „Genderismus“ gewandt. In einem Brief zum Tag der Menschenrechte ruft Vitus Huonder die Gläubigen auf, ihre gesellschaftlichen Rechte zum Schutz der in der „Schöpfungs- und Erlösungsordnung grundgelegten Würde des Menschen“ einzusetzen. Ausdrücklich warnt er vor einer Weltanschauung, die davon ausgeht, dass der Mensch sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung frei wählen könne. Der Genderismus, der mit einem solchermaßen „sozialen Geschlecht“ argumentiert, diene zur Durchsetzung des „vermeintlichen Rechtes“ gleichgeschlechtlicher Paare, zu heiraten und Kinder zu adoptieren, schreibt Huonder. 

Der Bischof wertet den Genderismus als Angriff auf Ehe und Familie „als die tragenden Strukturen unserer Gesellschaft“. Die Ehe setze die „verbindliche und dauerhafte Einheit“ von Mann und Frau voraus. Der Genderismus hingegen betrachte „jede sexuelle Praxis“ als gleichwertig mit der Heterosexualität, so Huonder. Alle Lebensformen sollten zur „Ehe und damit zu künstlichen Reproduktionsmethoden und zur Kinderadoption“ berechtigen. Dem Menschen werde auf diese Weise die „moralische Orientierung für den rechten Gebrauch seiner Freiheit“ genommen, die ihn zur Elternschaft befähige, so die Folgerung des Bischofs von Chur.

Quelle: kipa in Radio Vatikan

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein Blinder redet über Farben...

Anonym hat gesagt…

Mann + Frau = 100 % eigene Kinder = 100 % Familie
Frau + Frau = 50 % eigene Kinder = 50% eigene Familie
Mann + Mann = 0 % eigene Kinder = 0 % eigene Familie

Saekular hat gesagt…

Anonym sie vergessen die Variablen Seitensprung, Unfruchtbarkeit, Zeugungsunfaehigkeit, Leihmutterschaft, Adoption, Samenspende, mangelnder Kinderwunsch und so weiter. Aber es zeigt deutlich ihr infantil einfaches Weltbild.

Anonym hat gesagt…

Ergänzung:
Mann + Mann = auch 50 % möglich dann aber auch nur 50 % eigene Familie.
alles total traurig - dass solche Debatten überhaupt statt finden
Es ist doch nicht so schwer zu verstehen, was mit" das eigene Fleisch und Blut" gemeint ist.
Und auch in diesem Sinne sich diese Werte von einer "echten Generation" auf die nächste Generation übertragen lassen.

Anonym hat gesagt…

Saekular
Danke für die Reaktion.
die von Ihnen aufgeführten Variablen habe ich bewusst in meiner Betrachtung ausgeschlossen - da ich von einem Idealbild der Familie ausgegangen bin.
Das es weit gefächerte Familien gibt ..weiss ich auch selbst. Hier geht es doch um die Familie Betrachtung im Sinne des besonderen Schutzes.. der von der Gender Bewegung Stück für Stück versucht wird zu demontieren.Und dies vor allem überwiegend auf Grund von sexuellen Begierden....welch Preis. ...welch ein Verfall

Saekular hat gesagt…

Wenn zwei Menschen Verantwortung für die Erziehung eines anderen Menschen übernehmen so sollten sie dafür vom Staat entsprechend unterstützt werden. ..nicht die Ehe ist die Keimzelle unseres Staates sondern diejenigen die Kinder aufziehen. Es ist daher eigentlich wichtig der Ehe die Steuerprivilegien zu entziehen und verstärkt denen zu geben die sich für Kinder entscheiden. ..ein adoptiertes Kind ist ja auch nicht eigen Fleisch und Blut bekommt trotzdem die gleiche Liebe und Werte mit wie das leiblich gezeugte...Außerdem hoffe ich doch sehr sie meinen nicht, dass homosexuelle keine Werte besitzen oder vermitteln könnten?

Grandloser hat gesagt…

Für Werte braucht man nicht einmal ein Familie, sondern nur ein Bezugsperson die als Vorbild dient. Das Kein ein Lehrer sein, der Papst oder die Eltern, Heimkinder bekommen auch Werte vermittelt obwohl diese keine Familie haben. Die Ehe als Familienmodell zu legitimieren ist ein historischer wie wirtschaftlicher Anachronismus. Denn die Ehe ist nur ein Ritual, vor der Ehe lebten die Menschen auch schon in Familienverbänden und hatten ihre Regeln dafür. Die "klassische" Ehe hat sich somit aufgrund der Unfähigkeit der Anpassung an neue Zeiten selbstüberlebt. Und muss ich mir vom Staat bescheinigen lassen das ich meinen Partner liebe? Und das Pfaffenwort ist noch wertloser, da es gesellschaftlich wie wirtschaftlich keinen Unterschied macht ob mit oder ohne. Da die ganze Diskussion nur die Zivilehe betrifft müssten eigentlich religiöse Menschen ruhig sein, niemand schreibt ihnen vor ob Sie nun Homosexuelle trauen oder nicht. Wird halt immer nur gern vergessen bei der Beschwörung des Weltuntergangs......

Old Geezer hat gesagt…

Woher will bitte ein von Familienleben wie realen Sorgen komplett abgetrennt lebender Bischof das wissen?

Aber was frage ich, fängt doch seine Erklärung mit einem reinen Phantasiekonstrukt an:
"Schöpfungs- und Erlösungsordnung "

Hallo Herr Bischof!
Die meisten Menschen glauben nicht mehr an ein Jenseits, halten die Erbsünde für ein Ammenmärchen und erwarten schon gar keine 'Erlösung'.
Was also sollen sie mit ihrer Erklärung anfangen können?

"diene zur Durchsetzung des „vermeintlichen Rechtes“ gleichgeschlechtlicher Paare, zu heiraten und Kinder zu adoptieren"

Typische klerikalen Propagandalügen - kennen wir seit dem 4. Jh. im großtechnischen Stil.

Nein, Herr Bischof es dient dazu, allen Menschen zu einem Recht darauf zu verhelfen, nach eigenem Gusto glücklich zu werden, ohne willkürliche Einschränkungen der Berufswahl oder auf antiquierten Traditionen beruhende Restriktionen der Lebensweise.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Wie kommen Sie denn darauf?

Mann + Frau = 100 % eigene Kinder = 100 % Familie"

Eher <50% Kinder, vielleicht 40% eigene Kinder, höchstens 30% eine Familie.

"Mann + Mann = 0 % eigene Kinder = 0 % eigene Familie"

Wieviele in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften lebenden Männer sind wohl bisexuell oder haben in ihrer Jugend mal mit Frauen experimentiert und Kinder aus diesen Beziehungen?

P.S.: Adoptierte Kinder sind sehr wohl eigenen Kinder und Teil der eigenen Familie!
Ebenso wie Stiefkinder!

666 hat gesagt…

Trennt Religion und Staat endlich völlig, streicht denen alle Mittel und Vergünstigungen, hört nicht auf den Mist den die verzapfen und denkt selbstständig ! Wer im Mittelalter leben will soll das tun aber andere damit in Ruhe lassen !

Anonym hat gesagt…

Ich kann mich leider des Eindrucks nicht erwähren, dass die hier veröffentlichten Kommentare als reine Provokation zu verstehen sind

VäterPower hat gesagt…

Wie wäre es denn, mal dem kranken Staat gewisse Mittel zu streichen, damit er den Leuten ihr Familienleben lässt.
Apropos Mittelstreichung: In Norwegen brachte es ein komiker mittels einer kritischen Fernsehsendung fertig, die Leute uber den Gender schwachsinnig derart in Rage zu bringen, dass man rasch die Mittel einfror und das ideologisch gehätschelte kartenhaus brach zusammen. Nun gibt es in norway kein Gender institut mehr.
Klasse

VäterPower hat gesagt…

Da kann man mal sehen, an welchen seidenen Fäden all diese Ideologien hängen.
Nichts ist unumstößlich.
Also, immer schön dranbleiben, dann wird das gute und normale siegen.

Grandloser hat gesagt…

Tja lieber VäterPower vielleicht braucht Norwegen kein Gender-institut mehr weil Sie alles erreicht haben? Als Bespiel sei mal die Öffnung der Ehe am 1.1.2009 genannt? Sehen Sie so einfach ist es, den die skandinavischen Länder sind die am höchsten entwickelten Staaten der Erde. Und es gibt Sie noch, von daher Reden Sie sich ihre Welt schön mit ihren "Komikern".