Mittwoch, 4. Dezember 2013

Professor Manfred Spieker: Studien erweisen Nachteile für Kinder in homosexuellen Partnerschaften

Mathias von Gersdorff und Felizitas Küble

In einem Kommentar zum Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 13. November 2013 mit dem Namen „Lückenhafte Erkenntnisse“ der Journalistin Susanne Kusicke, schreibt Manfred Spieker, emeritierter Professor für Sozialwissenschaften, die sog Bamberger Studie von Marina Rupp über die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sei veraltet und keineswegs unwidersprochen geblieben.

Maria Rupp äußerte sich in der im Jahr 2009 erschienene Studie positiv über die Lage von Kindern, die mit homosexuellen Paaren leben müssen. Schon damals hagelte es an Kritik - selbst an den Methoden. Es wurden nämlich nur 95 Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren telefonisch befragt. 78 Prozent stammten aus einer früheren heterosexuellen Verbindung und hatten durchweg ihre ersten fünf Lebensjahre gemeinsam mit Mutter und Vater verbracht. Zudem wurden die befragten Kinder und Jugendlichen von ihren homosexuellen Eltern ausgewählt, so der Deutsche Familienverband und das Institut für Jugend und Gesellschaft.

Die Rheinische Post vom 13. Juni 2013 schrieb zu dieser Studie: „Dr. Christl Vonholdt, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin beim Institut für Jugend und Gesellschaft, wendete ein, dass die meisten befragten Kinder ihre leiblichen Eltern kannten. Die Stichproben seien somit nicht übertragbar auf Adoptivkinder, die von Geburt an bei einem fremden, homosexuellen Frauen- oder Männerpaar aufwüchsen.“

Diese jetzige Stellungnahme von Professor Spieker ist insofern von Gewicht, weil die Studie von Maria Rupp immer in den Debatten um das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare zitiert wird. Auch das Bundesverfassungsgericht hat sie in den Beratungen des Urteils zur Sukzessivadoption verwendet.

Gegenwärtig setzt sich vor allem die SPD für die Öffnung des Adoptionsrechts für homosexuelle Paare. Im Koalitionsvertrag ist diese Öffnung zwar nicht ausdrücklich vorgesehen, doch auch nicht ausgeschlossen. Im Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP im Jahr 2009 wurde das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausdrücklich ausgeschlossen, obwohl die FDP dafür war.

Spieker führt aus, dass nach der Bamberger Studie weitere erschienen sind, die allesamt negative Ergebnisse mitteilen: Die jüngste dieser Studien nach jenen von Sotirios Sarantakos (Australien), Mark Regnerus (Vereinigte Staaten) und Loren Marks (Vereinigte Staaten) stammt von Douglas W. Allen, einem Ökonomen der Simon Fraser Universität in Vancouver.

Douglas W- Allen untersuchte die High-School-Abschlüss von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Haushalten in Kanada. Dieses Land hat schon 1995 die Ehe für Homosexuelle eingeführt. Sein Ergebnis, publiziert in der „Review of Economics of the Household“ (2013, Seite 635–658): Die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Abschluss nach zwölf Schuljahren zu erreichen, beträgt im Vergleich mit Kindern aus heterosexuellen Haushalten nur 65 Prozent.

Manfred Spieker erläutert: „Allen differenziert nach weiblicher und männlicher Homosexualität bzw. deren Haushalte sowie nach dem Geschlecht der Kinder. Mädchen haben es noch viel schwerer: Sie erreichen den High-School-Abschluss mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent in lesbischen und von nur 15 Prozent in schwulen Haushalten.“

Die Studie untersucht die ökonomischen Konsequenzen der Adoption durch homosexuelle Paare und geht nicht der Frage nach, wieso diese Unterschiede so groß sind. Doch Allen „neigt zu der Annahme, dass Väter und Mütter sich nicht gegenseitig voll ersetzen können. Fest steht für ihn nur, dass die landläufige Annahme, es gebe keine Unterschiede, nicht haltbar ist“, so Manfred Spieker.

Kommentare:

Grandloser hat gesagt…

Wenns der ist es kein Zufall, das ein Quellenlink fehlt und das er zu einen rein negativen Ergebnis kommt:

Manfred Spieker (* 4. April 1943 in München) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und emeritierter Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück

und der hier nur Angedeutete Artikel liest sich doch etwas anders

http://www.faz.net/aktuell/politik/adoptionsrecht-fuer-gleichgeschlechtliche-paare-lueckenhafte-erkenntnisse-ueber-das-kindeswohl-12674777.html

Schon wieder am täuschen, von Gersdorff und Küble kann man mit ihrer selektiven Wahrheit nicht wirklich ernstnehmen.

Anonym hat gesagt…

In der Zeitschrift "familienbunt" Ausgabe 3/2013, Seite 8, fasst Michaela F. Heeremann im Artikel "Habe ich zwei Mamas?" die Studie von Mark Regnerus zusammen:
„eine repräsentative Untersuchung in den USA (M. Re­gnerus, 2012) ...befragt nicht wie die bisherigen Studien die erziehenden Erwachsenen, sondern die erwachsen gewordenen Kinder zwischen 18 und 39 Jahren. Ziel der Untersuchung war es, eventuelle Unterschiede zu erheben zwischen denen, die bis zu ihrem 18. Lebensjahr bei beiden leiblichen Eltern aufwuchsen, und denen, die bei Alleinerziehenden, Adoptiv- oder Stiefeltern oder bei homosexuellen Paaren lebten. Sie zeigt, dass die negativen Unterschiede, die statistisch signifikant häufiger bei den drei erstgenannten festgestellt werden, noch deutlich öfter bei jungen Erwachsenen aus homosexuellen, – und zwar noch deutlich häufiger bei lesbischen als bei schwulen Familienkonstellationen auftreten: geringere Bildung, Arbeitslosigkeit, Sozialhilfebezug, geringere Zufriedenheit mit der Her­kunftsfamilie und mit der eigenen Partnerschaft, Unsicherheit bezüglich der eigenen sexuellen Orien­tierung, häufigere Drogenabhängigkeit und psychische Probleme wie Depressionen und Angststörungen, sowie die Erfahrung von sexuellem Missbrauch und Mobbing. Natürlich darf man dies nicht allein der sexuellen Orientierung der Erziehenden anlasten; zumal solche Probleme, wenn auch deutlich seltener, in allen Familienformen vorkommen. Dennoch ist das Auf­wachsen in homosexuellen Beziehungen für Kinder offenbar risikobehafteter, denn es fehlt, anders als bei klassischen Adoptiv­eltern, das hilfreiche Zusammenspiel von Mann und Frau: Kinder lernen am gleichgeschlechtlichen Elternteil, was es heißt, Mann oder Frau zu sein. An einem zugewandten, beteiligten Vater erleben Söhne durch Liebe gebändigte Kraft: sie beschützt, fördert und fordert. Fehlt dieses Vorbild, so suchen sie es sich häufig unter den aggressiven Machos der Straße oder in den Medien."
Kontakt: recht-des-kindes-auf-vater-und-mutter@web.de

Anonym hat gesagt…

Die Regnerus-Studie ist doch das Papier nicht wert.

666 hat gesagt…

Die Bibel auch nicht !

VäterPower hat gesagt…

Wie kann man nur annehmen, es gäbe keine Unterschiede.
Wer kinder hat, weiß daß es die natürlich logischerweise gibt.

VäterPower hat gesagt…

Haha 666
Was soll von Dir schon anderes kommen.
Aber Jesus Christus liebt Dich mit größerer Kraft als Du aufbringen könntest, ihn wegzustossen.
Er wartet auf Dich und möchte Gemeinschaft mit Dir.

Anonym hat gesagt…

Komisch wenn ich mich recht entsinne will er mich wenn ich nicht an ihn glaube egal wieso für immer foltern lassen aber daran bin ich ja selber Schuld was glaube ich auch nicht an eine Person deren Existenz so wie sie ein Buch es beschreibt nicht bewiesen ist....

Verleihnichts hat gesagt…

F.A.Z. Politik:

Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Lückenhafte Erkenntnisse über das Kindeswohl

Die Studie ist für Argumente für vs. gegen die sukzessive Adoption bei Lebenspartnerschaften untauglich. (...) Kindeswohlaspekte sind auch in der vorliegenden zitierten Studie nicht aussagefähig untersucht worden, schon gar nicht bezüglich männlicher Lebenspartnerschaften.“

Das ist ein original Auszug aus dem Bericht.