Donnerstag, 5. Dezember 2013

Martina Kempf: Bei 70 Prozent der Abtreibungen wird Druck auf die Frau ausgeübt

Martina Kempf ist Autorin von „Frauenfeindlich“. Dieses Buch ist eine wahre Schatzgrube an Fakten über Lebensrecht, Abtreibung, Post-Abortion-Syndrom usw. In loser Folge wird „Kultur und Medien Online“ über Fakten hinsichtlich Abtreibung berichten, die in „Frauenfeindlich“ enthalten sind (Frauenfeindlich: Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden, Bad Schussenried (Gerhard Hess), 2012, 16,90 EUR)

Martina Kempf schätzt, dass bei 70 Prozent der Abtreibung Druck auf die Frau, die ihr Kind eigentlich nicht töten wollte, ausgeübt wurde.

Dabei stützt sie sich auf Aussagen von Personen, die persönlichen Kontakt zur den betroffenen Frauen hatten, wie beispielsweise die Hebamme Maria Grundberger (bekannt durch den Film „Maria und ihre Kinder“).

Grundberger geht davon aus, dass in 70 Prozent der Fälle der Freund, der Mann oder die Eltern Druck auf die schwangere Frau ausüben. Dieser Druck kann schnell in Psycho-Terror ausarten.

Männer – so Kempf -, die das Kind nicht wollen, versuchen zunächst auf sanfter Art und Weise die Frau von den „Vorteilen“ einer Abtreibung zu überzeugen. Wenn das nicht wirkt, werden die Methoden immer heftiger. Dann heißt es „Das Kind oder ich!“. Panik empfindet dann die schwangere Frau, wenn sie sich alleine mit einem Säugling sieht.

Telefonterror oder gar körperliche Gehalt sind die nächsten Schritte. Unter diesen Umständen lassen viele Frauen das Kind töten, um die Partnerschaft zu retten.
Dabei ist klar: Die Beziehung ist sowieso kaputt.  Nicht selten fordern die Eltern die Abtreibung. Dann fühlt sich die schwangere Frau erst recht verlassen und kann schnell in Panik geraten.

Aus diesen Tatsachen urteilt Martina Kempf: Die Liberalisierung der Abtreibung und die Reform des § 218 StGB haben den Frauen Unterdrückung und keine Freiheit gebracht. Der Körper der Frauen sei heute vielmehr „versklavt“ und von Männern oder Eltern fremdbestimmt.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wer zählt die Liter an Tränen, die
Nacht für Nacht Frauen weinen, und
das nicht nur in Deutschland, weil
sie über ihre abgetriebenen Ungeborenen trauern ? Und weil sie innerlich auf Abstand zu ihren
Bedrängern = Partnern/Eltern gehen mussten ? Mag die Beziehung äußerlich intakt sein, innerlich bleibt der Vorwurf ein Leben lang.

Können Sie das auch mal öffentlich thematisieren ??? # JR

Grandloser hat gesagt…

Vielleicht gibt es da kaum Enthusiasmus weil die meisten Menschen damit leben können? Und das auch als gerecht empfinden? Sich nicht durch Schauermärchen wie das nicht existente Post-Abtreibung Syndrom kirre machen lassen? Weil es die Menschen so wollen?

Anonym hat gesagt…

Ja stimmt das Frauen zu Abtreibungen gezwungen werden gibt es erst seit der Liberalisierung der Abtreibungspraxis früher hat es sowas ja nie gegeben und sobald jede Form der Abtreibung verboten ist wird alles gut und niemand wird mehr gezwungen...
ich "freue" mich schon auf die Schlagzeilen über verblutete Frauen die sich in irgendwelchen Hinterhof Praxen zu Scharlatanen begeben haben und dadurch unfruchtbar oder verstümmelt sind...

Old Geezer hat gesagt…

Kann die Autorin ihre Vermutung auch irgendwie belegen?

Das erscheint mir doch sehr gewagt, dann:

- für denn Mann ist es in der Regel kein Problem, denn er könnte sie fast immer jederzeit jetzt oder später sitzenlassen (Unterhalt nach 3 Jahren nur noch fürs Kind Drücken davor ist auch meist trivial); aber die Optionen für die Frau sich mit Kind zu trennen sind viel schlechter als ohne Kind wirkt ich negativ auf die Chancen auf einen Job / eine Wohnung / einen neuen Partner aus).

- die Eltern der meisten heute ungewollt Schwangere legen weniger Wert auch das Gerede der Nachbar und haben selber bereit sowenig eigenen Kinder, daß sie sich doch tendenziell über Enkelkinder freuen. (Ausnahme bei Minderjährigen Töchtern, aber hier ist die Abtreibung meist wirklich die vernünftigere Alternative).

Es ist LÄCHERLICH, eine plumpe Nötigung auf trivial beweisbare Methoden (Telefonterror=) zu unterstellen, die Chancen mit so etwas durchzukommen wären vernachlässigbar gering
Subtiler Druck durch eine soziales Umfeld, welches die Übernahme von Hilfsleistungen schon im Vorfeld ablehnt (Eltern die Ersatzmutterschaft) oder bestehende Anforderungen an die Mutter aufrechterhält (Arbeitgeber, die im Vorherein Teilzeit ablehnen), dürften hier das realistischere Modell sein.

Anonym hat gesagt…

In diesem Blog tummeln sich immer mehr schräge Gestalten, deren Schreibe auf ein erheblich gestörtes Unrechtsbewußtsein schließen läßt. Ist das Zufall? Nein, sicher nicht! Es ist offensichtlich, daß es ihnen darum geht,ihren geistigen Unrat zu verbreiten. Mein Vorschlag: Einfach ignorieren, denn jede Diskussion mit solchen Nihilisten ist so sinnlos wie der Versuch auf einer Landebahn Weizen zu säen oder Blumen zu pflanzen.

Anonym hat gesagt…

Als eine Freundin von mir zu ihrer ersten Schwangerschaftsuntersuchung zum Frauenarzt ging, fragte dieser mehrmals ungefragt nach "Und Sie sind sich sicher, dass Sie nicht doch abtreiben wollen?" Völlig schockiert wechselte sie den Arzt.

Old Geezer hat gesagt…

@vorletzter Anonym:

Welchen Kommentar meinen Sie hiermit genau?

Ich habe jedenfalls nur den Status Quo beschreiben, IMHO auch relativ wertfrei.
Aber mich wunder nicht, aß einige Kreise hier die Diskussion scheuen, ist ihnen wohl bewußt, daß ihre Argumente allesamt dem Mottenkästchen bronzezeitlicher Mythen entstammen und in einer modernen Gesellschaft lange ihre Berechtigung verloren haben.

@letzter Anonym:
Könnte es nicht einfach sein, daß jener Arzt Ihre Bekannte kund deren soziales Umfeld und persönliche Lage kannte?
Oder daß es medizinische Kontraindikationen gab?
Daß ihm vielleicht begründete Zweifel an den Aussichten einer Mutterschaft zu diesem Zeitpunkt kamen?