Montag, 16. Dezember 2013

Kik: Anonyme Chat-App entsetzt Jugendschützer/Leichter Zugang für Pädophile - Sexting unter Minderjährigen nimmt zu

(Pressetext/pte/03.12.2013) Die App Kik http://kik.com wird von der Polizei als das "Nummer-Eins-Social-Media-Problem" bezeichnet, in das Teenager verwickelt sind. Ähnlich wie WhatsApp ist Kik eine kostenlose Chat-Anwendung, die es ihren Usern jedoch erlaubt, mit völlig Fremden anonym in Kontakt zu treten. Kreiert wurde die Anwendung für User ab 17 Jahren, das Hauptklientel ist jedoch gerade einmal elf bis 15 Jahre alt. Sexting bleibt eines der größten Gefahren für die Jugendlichen.

Nicknames als Gefahr

 
"Solch eine App ist für den Jugendschutz katastrophal. Das öffnet Pädophilen Tür und Tor", entrüstet sich der Wiener Jugendanwalt Anton Schmid http://kija.at im Inteview mit pressetext und fügt hinzu: "Das Internet zeigt uns die Grenzen der althergebrachten Jugendschutzmethoden auf. Es ist viel zu schnelllebig, um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können."

Die App hat bereits über 80 Mio. Nutzer weltweit und kann auf allen gängigen Smartphone-Betriebssystemen installiert werden. Statt der Telefonnummer oder des echten Namens, hat jeder einen Nickname. Vor allem in Kombination mit dem Fotodienst Instagram kann Kik gefährliche und für Teens nicht abschätzbare Konsequenzen haben.
Fotos werden dort öffentlich gepostet. Anschließend werden andere mit "Kik me" dazu einladen, privat mit ihnen zu chatten. Die Polizei hat bereits des Öfteren Bedenken in Bezug auf den anonymen Zugang für Pädophile geäußert. "Das Wichtigste ist eine gute medienpädagogische Erziehung. Junge Menschen müssen darauf vorbereitet werden, was sie im Web erwartet", fordert Schmid.
 

Nicht-jugendfreie Inhalte

 
Auch Sexting über Kik ist sehr beliebt und kann nur schwer von Minderjährigen ferngehalten werden. Vier Prozent der Teenager, die ein Smartphone besitzen, haben über verschiedene Dienste bereits Nacktbilder von sich versendet und 15 Prozent ebensolche Inhalte von ihnen bekannten Personen erhalten, erläutert das amerikanische National Center for Missing and Exploited Children http://missingkids.com .

Warum Kik bei der jüngeren Generation so populär ist, erklärt zum Beispiel die neueste Kampagne der beliebten Teenie-Boyband One Direction http://onedirectionmusic.com . Diese brachte vergangene Woche spezielle Digital Cards auf den Markt, über welche die Gruppe exklusive Inhalte veröffentlichen kann. Fans können sich auf der Plattform austauschen.

Kommentare:

666 hat gesagt…

Immer wieder der selbe Mist,die "Bösen Pädophilen" lauern ja überall,es soll schon Fälle geben wo sie im Briefkasten sitzen und warten bis ein Kind die Post holt oder sie kriechen die Toilette hoch und ziehen das Kind in Abfluss ! Immer alles schön hoch puschen das Medien verdummte Volk schluckt es schon !

Verleihnichts hat gesagt…

666 ist ein Forentroll...

Old Geezer hat gesagt…

Nun erklärt nochmal, was diese App von Kik schlimmer macht als andere?

Nicks statt Real Names?
Ist Standard seit 25 Jahren, bemerkenswert sind nur die Ausnahmen wie Fido, und bei denen waren oft die Namen auch erfunden, weil die echten Namen wegen technischer Probleme (7- oder 8-Bit Zeichnsätze, z.B.) sowie nicht darstellbar waren.

Auch die Anmeldung scheint mir nicht groß anders zu funkttionieren als bei anderen Diensten.

Möglichkeit zu Bildübermittlung?
Auch seit Mime/UUCode (also Urgestein des Arpanets) überall gegeben.

Allein die private Konferenz/Chatroom-Funktion wirkt im Bereich von Mobile-Apps etwas innovativ (zumindest anno 2008), aber auch hier sehen ich eher das Gegenteil von einer Übergrifffreundlichen Umgebung.

Und bis jetzt sind Sie die verläßlichen Zahlen zu Sexting noch schuldig geblieben; mal abgesehen davon, daß dafür zahlreiche andere Dienste ebenso genutzt werden können.