Donnerstag, 7. November 2013

Experten und Pädagogen warnen vor Sexting-Trend

Jugendliche lassen sich freiwillig nackt fotografieren oder fotografieren sich selbst und versenden die Aufnahmen über soziale Netzwerke an Freunde weiter. Über die Konsequenzen, dass nämlich diese eigentlich vertraulich gemeinten Fotos über das Internet von jedermann gesehen werden können, machten sie sich oft keine Gedanken, warnen Pädagogen und die Polizei.

Generell ist der Austausch von pornografischen Bildern von Minderjährigen, auch im Einvernehmen, verboten. Vielen Jugendlichen ist nicht klar, welche möglichen Folgen und Gefahren mit dem versenden der Fotos verbunden sind. Straftaten, wie Erpressung oder andere Formen von Cybermobbing und damit verbundene psychische Belastungen sind oft die Folge.

Dieser Trend ist schon seit zwei bis drei Jahren bekannt, sagte der Medienpädagoge Jens Wiemken aus Vechta und sein Kollege Moritz Becker. Allerdings sind erst jetzt die Leiter der weiterführenden Schulen in der Kreisstadt Cloppenburg zufällig auf das Phänomen aufmerksam geworden. In einem Elternbrief heißt es: “Die Bilder verbreiten sich schnell über Smartphones. Es besteht zudem wenig Hoffnung, diese jemals wieder aus dem Internet entfernen zu können“.
“Bei den Schülern ist es so, dass ihnen das Problembewusstsein fehlt“, sagte der Leiter eines Gymnasiums. Lehrer und Eltern seien völlig überrascht gewesen.

Anders als früher lernen heute schon Zwölfjährige Pornografie im Internet kennen. Es wird viel mehr fotografiert und die Einstellung zur Privatsphäre habe sich geändert, betont Wiemken. Das Sich-Selber-Fotografieren sei ein Mittel, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen. Wichtig ist in der Medienerziehung, den Jugendlichen die möglichen Folgen klarzumachen, wenn sie Texte oder Bilder von sich im Internet posten.

Eltern sollten mit ihren Kindern darüber reden, wenn diese beim sogenannten Sexting mitmachen, erklärt Kirstin Langer, Mediencoach der Initiative “Schau hin – Was dein Kind mit Medien macht“. Häufig hätten Teenager ein sehr reduziertes Bild davon, wie sie beim anderen Geschlecht Eindruck schinden können. “An dieser Stelle müssen Eltern als Gegenpol auftreten und das Bild geraderücken“.

Bei den Jugendlichen dürfe nicht der Eindruck entstehen: “Wenn ich will, dass mich jemand toll findet, muss ich ihm nur etwas von meinem Körper zeigen“, warnt Langer. Das sei vor allem für Kinder belastend, deren Äußeres nicht dem gängigen Schönheitsideal entspreche.

Der Missbrauch intimer Fotos oder Videos sei eine der schlimmsten Formen von Cyber-Mobbing, sagte der Kinder- und Jugendpsychologe Urs Kiener: “Für Jugendliche kann es äußerst belastend sein, wenn intime Fotos von ihnen im Netz kursieren. Sie fühlen sich dann oft extrem hilflos und verzweifelt“.

Mit Material aus RP.online und der Osnabrücker Zeitung

Kommentare:

Franklin Clinton hat gesagt…

Genau die heutige Jugend hat nur noch das eine im Kopf und alles ist ja so schlimm ! Immer schön übertreiben dann lesen die Leute auch bzw schalten ein !

Martina Pieper hat gesagt…

...nein, mein lieber Franklin Clinton, es ist noch VIEL schlimmer, als hier beschrieben. Vielleicht sollten Sie sich doch ein wenig schlau machen, Ignoranz hilft nicht, dumme Witzchen auch nicht!

Wir sind ALLE schuld an dieser Misere, jeder, der diese Medien in seinem Haus duldet und zu wenig hinschaut, ja, wir, die Eltern, DIe Großeltern, die Lehrer und und und....Wir schreien nicht auf, gehen nicht auf die Straße!...wir sitzen auf der Couch und konsumieren und verblöden!
Es ist wie das Waten durch den dicksten stinkenden Morast, die Lawine ist losgetreten und rollt und rollt. Gott läßt sich nicht spotten, die Menschen wollen nicht auf ihn hören......

Anonym hat gesagt…

Es ist wie Johannes von Jerusalem prophezeit hat. Kinder werden zu Opfern, werden auf das Körperliche reduziert und gnadenlos ausgebeutet. Einige Kinder haben dies schon verinnerlicht. Martina Pieper, Du hast Recht: Die Lawine ist losgetreten.

Trotzdem müssen wir die Lawine bekämpfen.

Anonym hat gesagt…

Bitte nicht ausblenden: Die systematisch versexte junge Generation wird morgen die Geschicke unseres Landes leiten. Zukunft, mir graut vor Dir! Klar ist, daß mit unseren "staatstragenden" Parteien im wahrsten Sinne des Wortes "kein Staat" mehr zu machen ist. Wenn wir eine Chance haben wollen, dieser neuen Spielart des Faschismus` zu entkommen und wieder rechtsstaatliche Verhältnisse zu schaffen, dann kommen wir an der grundlegenden Änderung der Parteienlandschaft nicht vorbei. Jede Stimme fürs Establishment ist eine verlorene Stimme, denn man kann (muß) sicher sein, daß mit diesem keine Änderungen zu machen sind. Neue Parteien braucht das Land!

Anonym hat gesagt…

Ja. Martina hat recht. Aber auch viellen Eltern fehlt das Problembewusstsein. Es ist ein selbstläufer geworden. Das schlimmste ist Das Kinder in dem Alter uns eltern überhaupt nicht zuhören und meinen sie wissen alles viel viel besser. war bei uns nicht anders. und schlimmer vielen Eltern ist überhaupt nicht bewusst dass sie überhaupt Kinder haben. wenn man Kinder nicht im Kleinkindalter schon beibringt wie man Selbstbewusstsein entwickelt beziehungsweise ihnen Selbstbewusstsein vermittelt dann haben die überhaupt keine Chance dagegen anzugehen geschweige denn überhaupt zu bemerken was vor sich geht. das kommt alles erst dann wenn sie sich schon völlig dieser Scheiße hin gegeben haben. der Herr hat damit vielleicht nicht nichts zu tun aber seine eigenen Gründe dafür hat er dennoch.

666 hat gesagt…

Wie wäre es mal mit Fakten,Zahlen und Daten, aber bitte nicht aus Quellen wie Vollpfosten TV RTL,Sat 1 oder schwachsinnigen Seiten wie Klagemauer.Tv oder JugendTv.net ! Mit Bibel Märchen kommen wir auch nicht weiter, auf etwas das nicht existiert kann man auch nicht hören !
Bietet den Kinder was sinnvolles, hört ihnen zu,nehmt sie ernst und nehmt euch Zeit. Leider muss man(n) heute Höllisch aufpassen um wegen der Missbrauchshysterie als Kinderschänder abgestempelt zu werden wenn gerade als Mann mit Kindern gut kann und Kinderlieb ist.Deutschland ist Kinderfeindlich und das spüren die Kurzen ganz genau, nicht umsonst fordern immer mehr 24 Stunden Kitas,Ganztagsschulen und ständige Betreuung ! Kinder die heute "Verhaltensauffällig" sind bekommen ne Pille verpasst udn werden so ruhig gestellt.In einem muss ich Martina Pieper völlig Recht geben durch die Privaten verblödet die Gesellschaft immer mehr, das beste Beispiel sind meine Nachbarn !