Montag, 25. November 2013

Es kann kein Recht auf Tötung von ungeborenen Kindern geben

Das Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen fordert die Zurückweisung des „Estrela-Berichtes“ im Europäischen Parlament

Das Herbstforum des Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen in Kassel - SOS LEBEN war selbstverständlich dabei - wendet sich in einer einstimmig am Samstag, 16. November beschlossenen Resolution entschieden gegen den vorliegenden „Bericht über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte“ („Estrela-Bericht“) des Ausschusses „Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter“ (FEMM) des Europäischen Parlaments, der nach bekanntlich turbulenter Zurückweisung an den Ausschuss nun in kürzester Zeit und ohne Änderungen erneut zur Abstimmung vorgelegt werden soll. 

Der „Estrela-Bericht“ enthalte „zahlreiche unrichtige Behauptungen und völlig inakzeptable Forderungen“. So werde unter anderem unter dem Oberbegriff der „reproduktiven Gesundheit“ erneut versucht, ein „Recht auf Abtreibung zu postulieren und als Handlungsziel der Politik der Europäischen Union zu platzieren“. Damit solle offenbar der Erfolg der Europäischen Bürgerinitiative „1 von uns“ hintertrieben werden. Damit werde eine Rechtsposition behauptet, die „in Wirklichkeit zur Tötung ungeborener Kinder führe“. 

Es dürfe aber nie hingenommen werden, dass einem Teil der „Menschen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit entzogen“ werde. „Ein rechtsstaatliches Europa darf darum auch nicht gestatten, dass die Tötung anderer Menschen ein Recht irgendeines Menschen sein darf.“ Weil menschliches Leben nach wissenschaftlichen Kriterien mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginne, müsse „gerade auch das kleinste und wehrloseste menschliche Leben den vollen Schutz der Menschenwürde erhalten.“ 

Es sei zudem völlig inakzeptabel, dass nebenbei „auch noch die Gewissensfreiheit von medizinischem Personal, nicht an Abtreibungen teilnehmen zu müssen, eingeschränkt werden“ solle. 

Darum fordere man das Europäische Parlament mit Nachdruck auf, dem Unrecht eines „vermeintlichen Rechtsanspruchs“ auf Schwangerschaftsabbruch entschlossen entgegenzutreten und den sogenannten Estrale-Bericht in den Beratungen in den  nächsten Wochen „endgültig abzulehnen“.  

 

 

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Warum führt man eigentlich diese sinnlose Diskussion immer wieder auf so grundlegend weltanschaulicher Ebene?

Es sollte doch inzwischen klar sein, daß nur ein Teil der Gesellschaft die Definition der Kirche vom Menschen von der Zeugung an akzeptiert.
Ebenso sollte durch die Geschichte hinreichend bewiesen sein, daß strikte Verbote keine Lösung darstellen.

Also KANN es nur eine Kompromißlösung geben, die das Bauchgefühl einer unbestimmten Menge der Bürger gegen die Ansprüche an die Willensfreiheit der andere großen Gruppe religiösen Minderheit abwägt und den religiösen Überzeugungen der kleinen Minderheit der Fundamentalisten erlaubt, für diese Gruppe intern gültig zu sein.
D.H. eine Fristen- und Indikationslösung für die breite Masse plus den diversen kultischen Gemeinden das Recht, dagegen zu predigen (in ihren eigenen Räumen), Leute auszustoßen, die dagegen verstoßen und in ihren 100%-Tochterunternehmen Abtreibung zum Kündigungsgrund zu machen.

Alles andere kann nie funktionieren.

Es steht den Kirche ja frei, effektiv Hilfeleistende Organisationen zu schaffen (und zu finanzieren), die werdenden Müttern in Not tatsächlich Hilfe anbieten, geeignete Jobs oder Wohnraum, finanzielle Unterstützung und Beratung, Vermittlung von Adoptions- und Pflegefamilien oder (Groß)Mütter, die ihnen einfach im Alltag helfen.

Grandloser hat gesagt…

Der Artikel ist wieder voll mit den üblichen Unsinn, niemand will die Gewissensfreiheit der Ärzte einschränken. Recht bedeutet hier nur das man eine Abtreibung vornehmen lassen kann bei Ärzten die das anbieten und nach Recht und Gesetz. Des weiteren ist es nach deutschen Recht erst eine Schwangerschaft und geschützt, wenn sich die befruchtete Eizelle einnistet. Aber das verstehen von deutschen Recht und Grundlagen liegt den Machern dieser Comedy-Seite eh nicht. Außerdem die Mehrheit der Europäer hat One of Us nicht unterschrieben, somit würde ich einfach mal behaupten das ihr demokratisch abgewiesen wurdet.