Donnerstag, 14. November 2013

Cybermobbing: Wie man Kinder schützen kann

Cybermobbing gehört bedauerlicher Weise zum Alltag vieler Nutzer im Internet. Besonders Jugendliche und Kinder sind von den meist anonymen Attacken im weltweiten Netz betroffen. Angstzustände und andere psychische Probleme sind die Folge. Doch es gibt beratende Einrichtungen, die Opern von Cybermobbing helfen, mit der schwierigen Situation umzugehen.

Eltern sollten stets versuchen wachsam die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet zu verfolgen. Die Auswahl einer kinderfreundlichen Suchmaschine im Internet könnte ein guter Anfang sein. Google und Co. Filtern von sich aus leider keine nicht jugendfreien Inhalte.

Für besonders junge Nutzer eignen sich laut “Hessischem Rundfunk“ speziell konzipierte Suchmaschinen, wie zum Beispiel “fragfinn.de oder “seitenstark.de“. Dort können Kinder bedenkenlos ihre Suchbegriffe eingeben, ohne auf fragwürdige Seiten im Netz zu gelangen – also auch nicht in Chaträume, in denen keine kindgerechten Voraussetzungen gegeben sind.

Wenn ein Kind seinen Eltern anvertraut, dass es Probleme mit Cybermobbing hat, findet sich auch außerhalb des Internets professionelle Hilfe. In verschiedenen Seminaren erhalten Kinder und Eltern ratsame Tipps, wie sie sich vor Situationen oder mit Mobbing und Beleidigungen im Netz am besten umgehen können. Speziell ausgebildete Experten-Teams versuchen durch aufklärende Gespräche, Kinder vor virtueller Gewalt und Missbrauch zu schützen. Dabei arbeiten sie in ganz Deutschland mit mehreren Grundschulen zusammen.

Eltern und Schule können Kinder und Jugendliche unterstützen, indem sie mit ihnen diskutieren, welche Folgen ihr Verhalten im Internet haben kann, was Cybermobbing für die Opfer bedeutet und sie informieren, dass man sich als Mobber strafbar machen kann.

Häufig stammen die Cybermobbing-Täter aus dem eigenen Umfeld. Das können Mitschüler, Kollegen aus dem Sportverein oder auch manchmal Freunde sein. Die Mobbing-Expertin Monika Hirsch-Sprätz rät gegenüber Deutschlandradio, auf virtuelle Attacken besser nicht direkt zu reagieren. Eine Anzeige wäre jedoch eine kluge Alternative gegen Angreifer aus dem Internet. Denn Verleumdung steht unter Strafe. Auch zu Pausen im Internet rät die Expertin. Wer das Mobbing bewusst ignoriert, kann als Opfer uninteressant werden.

Jugendliche können sich vor Cybermobbing schützen, indem sie grundsätzlich sensibel und kritisch mit privaten Daten im Netz umgehen – sowohl mit den eigenen als auch mit den Daten anderer.

Wer in Blogs, Sozialen Netzwerken oder Foren Angaben zu seiner Person macht oder Bilder veröffentlicht, macht sich verletzbar. Orientierung bietet die Checkliste “Sicherheit in Sozialen Netzwerken“ der Schweizerischen Kriminalprävention.

Mit Material von Jugend und Medien

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

"Häufig stammen die Cybermobbing-Täter aus dem eigenen Umfeld. Das können Mitschüler, Kollegen aus dem Sportverein oder auch manchmal Freunde sein."

Also im Klartext: Cybermobbing ist nur ein weiteres Werkzeugt im alten Mobbingspiel, welches nur zusätzlich zu den althergebrachten von den schon immer Mobbenden gegen die schon immer Gemobbten ins Feld geführt wird.

"Die Mobbing-Expertin Monika Hirsch-Sprätz rät gegenüber Deutschlandradio, auf virtuelle Attacken besser nicht direkt zu reagieren. Eine Anzeige wäre jedoch eine kluge Alternative gegen Angreifer aus dem Internet."

Prima!
Petzen, beim Lehrer anschwärzen oder gar bei der Polizei verpfeiffen hat sich ja also so wirksam herausgestellt...
...wenn man dann endgültig unten durch sein möchte und kollektive Klassenkeile beziehen mag, gerade auch vom Haupttäter, dem eh nichts droht, was ihn aus dem Verkehr zieht.

Ja, es ist eine NOTNAGEL, wenn nichts mehr hilft.
Aber gegen das gemeine Mobbing braucht es im Vorfeld eine geschlossene Front und ein offensives Vorgehen der Eltern, Lehrkräfte, Vereinsmitarbeiter, etc.

Anonym hat gesagt…

Dieser Artikel enthält eine ganze Reihe sinnvoller und wertvoller Hilfen! Old Geezer allerdings muss auch hier wieder seinen angeblichen Fachkunde-Senf dazugeben, damit das Ganze die richtige Würze bekommt.
Nein Danke, Old Geezer, Ihre grobschlächtigen Einlassungen helfen niemandem, denn Sie verzerren wieder einmal den eigentlichen Sinn des Originals!

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Dieser Artikel enthält eine ganze Reihe sinnvoller und wertvoller Hilfen!"

Habe ich nicht in Abrede gestellt.

Nur das Fazit aus diesem Artikel gezogen, welches im Widerspruch zu der hier oft wiederholten Behauptung steht, mit dem Internet käme eine ganz neuen Mobbing-Qualität auf.

Und vor dem einen Tip gewarnt, der schon seit Generationen nicht funktioniert und nur als letzter Versuch unternommen werden sollte, wenn ein Schulwechsel o.ä. eh schon ernsthaft angedacht wird.

Ich verzerre nicht, ich gebe meine Meinung zu dem Artikel ab - daß die nicht übereinstimmen muß, ist naheliegend.
Z.B. das einige Schulen mit präventiver Mobbingbekämpfung gute Erfahrungen gemacht haben.
Der Vorteil ist dabei nämlich, daß es nicht etwa als hilfloser Versuche eines Opfers ohne andere Option mißverstanden werden kann, sondern eine verläßliche Reaktion des Systems ist, die ohne Zutun des Opfers und ggf. zusätzlich zu allem was dem Opfer einfällt, auf die Täter zukommt.