Donnerstag, 28. November 2013

Birgit Kelle in Frankfurt am Main: Familien ihre Freiheit zurückgeben


Mathias von Gersdorff

Familien müssten finanziellen Spielraum wiedergewinnen, damit sie selber entscheiden, wie sie ihr Leben organisieren, so Birgit Kelle am 27. November in Frankfurt am Main.

Die Autorin von „Dann mach doch die Bluse zu“ und Trägerin des „Gerhard-Löwenthal-Preis“ (gestiftet von der Förderstiftung „Konservative Bildung und Forschung“ und der Wochenzeitung „Junge Freiheit“) im Jahr 2013 kritisierte scharf die in Deutschland übliche Besteuerung der Familien. Viele Familien würden dadurch zunächst unter dem Existenzminimum geraten, um später gnadenvoll vom Staat Leistungen zu erhalten.


Das deutsche Steuersystem geht davon aus, dass man den Familien nicht trauen darf. Sie seien nicht in der Lage, sinnvoll ihr eigenes Geld auszugeben und die Erziehung ihrer Kinder zu organisieren. Der Staat müsse das deshalb in die Hand nehmen. So entstünde einer immer größere Anzahl von „Familienersatzstrukturen“, wie Kitas, Kindergärten, Leihgroßmütter usw. usw.

Birgit Kelle kämpft für die traditionelle Familie und das klassische Mutterbild. Dennoch sieht sie sich keineswegs als eine Frau, die gegen den Strom schwimmt. Ganz im Gegenteil: Sie ernte ständig Zustimmung: die Mehrheit der Deutschen favorisiert die traditionelle Familie. Doch in Deutschland würde eine Politik betrieben werden, die sich an der Lebenswirklichkeit und an den Problemen von Minderheiten orientiert.
Birgit Kelle plädiert für einen Abbau der familienpolitischen Instrumente bei gleichzeitiger Reduzierung der Steuerbelastung, also in mehr Freiheit für die Familien.

Ob es in Deutschland eine Verschwörung gegen die Familie gibt, will Birgit Kelle nicht beantworten. Dennoch ist auffällig, mit welcher Verbissenheit man versucht, die Familie zu schwächen und die Kinder dem Elternhaus zu entreißen.



Um das zu erreichen, wird sogar die Sprache verbogen. So waren Kindergärten und Kindertagesstätten noch bis vor kurzem „Betreuungseinrichtungen“. Nun wurden sie in „Bildungseinrichtungen“ umgetauft.
Demzufolge fördert eine Mutter, die das Betreuungsgeld in Empfang nimmt und dafür ihr Kind nicht in die Kita schickt, die „Bildungsferne“ ihres eigenen Sprösslings.Mit dieser Umdeutung der Begriffe soll offensichtlich das Betreuungsgeld dämonisiert werden.

Was soll man machen? Die Frauen seien tief vom Feminismus beeinflusst und verunsichert worden. Sie fühlten sich im Zwang, sich nach Rollenmustern zu orientieren, mit denen sie sich eigentlich gar nicht richtig identifizieren.

Die Frauen müssten sich von diesen feministischen Rollenbildern befreien und leben, wie sie es wirklich wünschen.

Und die demographische Krise wird möglicherweise so große Zwangslagen schaffen, dass eine familienfreundlichere Politik gar nicht zu vermeiden sein wird. Hoffentlich.


Kommentare:

VäterPower hat gesagt…

Dann werden die Genderfaschisten erheben und alles niederknüppeln, was sich ihnen in den Weg stellt. Was wir jetzt erleben ist noch gar nichts.
Darum, weiter aufklären, social networking nutzen und sich friedlich dagegen stemmen.
Dann kollabiert dieser stinkende Haufen.

Old Geezer hat gesagt…

Was verdammt noch eins hat Genderpolitik mit der realen Arbeitswelt zu tun?
Da liegen bald 50 Jahre dazwischen!

Familien haben alle diese Möglichkeiten schon jetzt ...wenn der Arbeitsmarkt das hergibt.
Aber dieser wird nicht von der Politik per Dekret geregelt!

Arbeitsplätze für erziehende Eltern von kleinen Kindern sind dünn gesät, wo beide Eltern einne JOb haben, reichen Dumpinglöhne oft nicht aus, mit nur einem über die Runden zu kommen, selbst wo dieses geht, steht der andere im Trennungsfall vor Hartz-IV und Armenrente, usw.
Und ich sehe nicht, daß sich irgendeine Kirche gegen diese Zustände auf Seiten der Verursacher, also der Arbeitgeber, stark macht.
Selbst die Töchterunternehmen der Kirchen, wie Caritas und Diakonie, beteiligen sich an dieser Ausbeutungsspirale.

Viele Familien zahlen jetzt schon kaum Steuern, warum sie nämlich auch von weiteren Steuersenkungen gar nicht profitieren würden.
Genau das ist das von der Mehrheit der Familienpolitik-Experten anerkannte Argument gegen die Herdprämie: die Kohle kommt meist denen zugute, die sie nicht benötigen; es ist weit effizienter, Förderstrukturen für die bereitzustellen, die diese bedürfen.
nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern um auch gerade Kindern aus sozialschwachen und bildungsfernen Familien ein alternative Umfeld bereitzustellen, in denen Sie Dinger erfahren und lernen können, die ihnen ihre Eltern nicht bieten können oder wollen (womit sich der Kreis zu religiös fundamentalistischen Eltern und deren Motivation schlie8t.)