Dienstag, 22. Oktober 2013

Internetsucht – Eltern sollten genau hinschauen

Rund fünf Prozent aller Mädchen in Deutschland im Alter von 14 bis 16 Jahren gelten nach einer Studie im Auftrag der Drogenbeauftragten der Bundesregierung aus dem Jahr 2011 als internetsüchtig

Bei Jungen im gleichen Alter ist der Prozentsatz zwar etwas geringer, doch steigt bei ihnen das Suchtrisiko mit zunehmendem Alter. Das Deutsche Zentrum für Suchtfragen im Kinder- und Jugendalter weist darauf hin, dass sich eine drohende Online- oder Computerspielsucht oft frühzeitig erkennen lässt – wenn Eltern genau hinschauen und Alarmsignale wahrnehmen: Typisch für Abhängige ist u.a. die Vernachlässigung von Freunden und Hobbys: Onlinesüchtige kommen vom PC einfach nicht los.

Die digitale Medienwelt bietet unendlich viele Möglichkeiten, birgt aber gleichzeitig auch Risiken und Gefahren, die von vielen Eltern bis heute nicht erkannt oder unterschätzt werden. Die mobile beratung Kriftel lädt Eltern jetzt zu einem Informationsabend unter der Überschrift „Kids im Netz“ ein. Die Sozialpädagogin Johanna Kaus (mobile beratung) und ihr Kollege Kay Losert von der Fachstelle für Suchtprävention im Main-Taunus-Kreis möchten an diesem Abend erklären, was Väter und Mütter tun können, um ihren Kindern einen kompetenten Umgang mit dem Computer zu vermitteln. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 30. Oktober 2013 im Freizeithaus der Weingartenschule statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es vor allem bei Online-Spielen ein großes Suchtpotential: Sie sind oft so konstruiert, dass sie den Spieler mit immer neuen Gegenständen oder Fähigkeiten belohnen, wenn er weiterspielt. Je besser die virtuelle Spielfigur, desto größer ist die Anerkennung der Mitspieler. Höhere Levels können Nutzer aber nur erreichen, wenn sie entsprechend viel Zeit investieren. Auch soziale Netzwerke können bei intensiver Nutzung abhängig machen. Eine Vielzahl von Onlinekontakten kann das Gefühl vermitteln einen großen Freundeskreis zu besitzen. Von kategorischen Verboten zur Suchtprävention rät die Bundeszentrale eher ab. Besser sei es dagegen, feste Regeln zum Zocken oder Surfen zu vereinbaren. Auch darüber wird man am Informationsabend reden.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

Kommentare:

666 hat gesagt…

*Gähn* alles schon lange bekannt und schon x-mal durchgekaut !

Anonym hat gesagt…

@ 666
"Gähn" - Sie kauen auch immer auf den gleichen Zähnen! Warum gehen Sie eigentlich in dieses Forum, wo Sie doch immer nur rummeckern!

Old Geezer hat gesagt…

P.S.: auf der angedeuteten Gemeindeseite findet man das Thema nicht, und schon gar keinen Link zu irgendwelchen Studien, auf der Seite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung findet man das Thema und kurze Zusammenfassungen von Studien, aber KEINE "5% der weiblichen Teenager", sondern nur "1% der Bevölkerung zwischen 14 und 65" - also weniger als Nikotin-, Alkohol-, Arbeits- oder Spielsucht.

"Typisch für Abhängige ist u.a. die Vernachlässigung von Freunden und Hobbys: Onlinesüchtige kommen vom PC einfach nicht los."

Was ist so unglaublich schwer daran zu akzeptieren, daß nunmal heutzutage für viele Onlinespiele ihr Hobby sind und sie ihre Freunde in Chatrooms treffen; völlig analog der letzten oder vorletzten Generation, deren Hobby dann vielleicht Fußball oder ihre Band waren und die Ihre Freunde auf dem Sportplatz oder Konzerten trafen.
Das 'Rausgehen' ist keine generelle Qualität eines Hobbies, sondern ein Anforderung dieses speziellen Hobbies (es gibt auch andere wie Handwerken, Modellbau oder Lesen) und die lokale Nähe der Freunde und das physische Treffen waren Sachzwänge, weil man sonst nur Brieffreundschaften und teure 1:1 Telefonate zu Verfügung hatte.

Zudem: für viele Online-Aktivitäten muß man nicht am PC sitzen, da tut es ein Smartphone völlig.

666 hat gesagt…

@ Anonym Ich habe auf jeden Fall noch meine echten ! Nicht aufregen sondern den Kindern und Jugendlichen was anderes bieten !