Mittwoch, 25. September 2013

Über 4500 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in Berlin am 21. September 2013

Mehr als 4500 Teilnehmer nahmen in diesem Jahr beim Marsch für das Leben in Berlin teil, also wesentlich mehr als im Vorjahr, in dem 3000 Teilnehmer gezählt wurden. 

Pressemitteilung des Bundesverband Lebensrecht e.V.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht Martin Lohmann: „Die Pro-Life-Bewegung in Deutschland ist im Aufbruch. Auch und gerade unter jüngeren Menschen wächst die Sensibilität für das Leben. Dies belegen die zahlreichen jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim diesjährigen Schweigemarsch – ein eindrucksvolles und friedliches Zeugnis für das Leben!“ Der Marsch für das Leben begann um 13.00 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt. Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann betonte dabei: „Wir sind für den Frieden, aber gegen jede Gewalt! Wir sind für eine wirkliche Selbstbestimmung, für die Freiheit, für echte Humanität, für Toleranz, für die Schöpfung. Gemeinsam mit Albert Schweitzer sagen wir: Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft.“

Bei der Kundgebung legte eine Frau, die eines ihrer Kinder abgetrieben hatte, Zeugnis ab: „Sofort nachdem der Eingriff beendet war, wusste ich, dass ich mein Kind getötet hatte.“ Eine vom Down-Syndrom betroffene junge Frau äußerte: „Ich bin froh, dass ich auf der Welt bin und lebe!“ Beim Bühnenprogramm konnte Hedwig von Beverfoerde, Koordinatorin der Europäischen Bürgerinitiative „One of us“ in Deutschland, verkünden: „Vergangene Woche haben das europäische Quorum von einer Million Unterstützer erreicht! In Deutschland alleine haben mehr als 92.000 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben. Das macht Mut!“ Martin Lohmann unterstrich zu Abschluss des Marsches: „Auch in diesem Jahr ist der Friedensmarsch für das Leben ohne große Komplikationen verlaufen. Die Proteste gegen unsere Freiheitsbewegung sind letztlich nur starke Bestätigung dafür, dass wir einen Friedensmarsches für das Leben nötig haben. Wir sagen Ja zum menschlichen Leben, zur Würde jedes einzelnen Menschen, von Anfang an bis zu seinem natürlichen Ende! Wir wollen keinen Suizid auf Wunsch, keinen verordneten oder vorgeschriebenen Selbstmord im Alter oder bei Krankheit.

Wir sind für alle Menschen, für das Leben aller Menschen! Denen, die unter Verweis auf den eigenen Körper dafür plädieren, ohne Bevormundung leben und lieben zu wollen, rufen wir zu: Wir lassen uns gerne „bevormunden“ von Geist, Herz und Verstand! Wir wissen, dass wir mehr sind als nur unser Körper! Verantwortung und Freiheit haben etwas mit Geist, Herz und Verstand zu tun. Das ist gelebte Freiheit. Das ist Freiheit des Lebens. Das ist Freiheit für das Leben! Wir haben keine Angst vor echter Freiheit. Wir haben keine Angst vor dem Leben!“ Der Marsch für das Leben ging mit mehr als 4500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes vor dem Berliner Dom zu Ende. Hierbei spendete Hans-Jörg Voigt, Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) seinen bischöflichen Segen.

1 Kommentar:

Old Geezer hat gesagt…

Eigentlich ein erfreuhlich formulierter Artikel;
es wäre schön, wenn diese eine korrekte Beschreibung von Absichten und Stimmungen dieser Gruppen widerspiegeln würde.

Aber er ist nicht ohne Widersprüche:
Wie z.B. soll man Aussagen wie
"Wir sind für eine wirkliche Selbstbestimmung, für die Freiheit"
und
"Wir wollen keinen Suizid auf Wunsch"

Und auch der übliche Fallstrick des Schließens von sich auf andere findet sich hier wieder:
"Wir haben keine Angst vor dem Leben!“ "
Ihr vielleicht nicht, aber das muß nicht für alle Menschen gelten.
Und vielleicht ist ja auch Angst vor dem Leben nicht der einzige Grund für Suizid?

Und das andere Menschen andere Meinungen haben könnten, wird auch wieder ignoriert:
Z.B. impliziert "Denen, die unter Verweis auf den eigenen Körper dafür plädieren, ohne Bevormundung leben und lieben zu wollen, rufen wir zu: Wir lassen uns gerne „bevormunden“ von Geist, Herz und Verstand!",
daß alle Menschen dieselben Sehnsüchten teilen und durch Überdenken Ihrer Lage zu denselben Schlüssen kommen, was ja nunmal auch bekanntermaßen falsch ist.