Montag, 30. September 2013

Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland nehmen wieder zu

Nach Angaben der Polizei in Bremen nimmt der Menschenhandel weiter zu. Damit verbunden ist Zwangsprostitution und Arbeitsausbeutung. 

Wegen Menschenraubs, Vergewaltigung, Zuhälterei und Körperverletzung stehen zurzeit ein Deutscher und eine bulgarische Familie vor Gericht.

In 18 Strafverfahren wegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung hat die Polizei im vergangenen Jahr ermittelt – die meisten von ihnen kamen aus Bulgarien. Im Fokus der Ermittler ist der Bereich Menschenhandel mit dem Ziel der Arbeitsausbeutung.

Nach Angaben von Kriminalhauptkommissar Weisner, werden in Bremen und Bremerhaven bislang noch keine Verfahren wegen Menschenhandels in Verbindung mit Arbeitsausbeutung, eingeleitet.

Der bulgarischen Familie und der deutsche Helfershelfer müssen sich derzeit vor dem Bremer Landgericht verantworten. Sie sollen acht junge Frauen aus Bulgarien nach Deutschland gelockt haben und sie anschließend zur Prostitution gezwungen haben. Insgesamt sollen sie 57 Straftaten in diesem Zusammenhang begangen haben.

Viele der betroffenen Frauen stammen aus sehr armen Verhältnissen und wissen oft nicht auf was sie sich einlassen, sagt Diakonie-Beraterin Katharina Kähler. Auch werden sie in ihrer Heimat unter Druck gesetzt und das oft von ihrem persönlichen Umfeld. Sie werden mit falschen Versprechungen gelockt, denn diese Frauen gehen davon aus, dass sie selbstbestimmt arbeiten können, erklärt Kähler. Später müssen sie für viel Geld ein Apartment mieten und einen Großteil ihrer Einnahmen dafür abgeben. Anderen Frauen wird ein Job als Reinigungskraft oder in der Kinderbetreuung versprochen. Später stellt sich dann heraus, dass es sich um Prostitution handelt. Die Menschenhändler gehen mit extremer Brutalität dabei vor.

Aber auch deutsche Frauen aus gefestigten Familienverhältnissen rutschen manchmal in die Zwangsprostitution. Die Ursache liegt oft in der emotionalen Abhängigkeit von ihren Partnern, sagt Kähler weiter.

Im vergangenen Jahr holten sich 34 Frauen aus elf Ländern Hilfe in der Bremer Beratungsstelle. Über die Hälfte der Frauen kamen aus Bulgarien, elf Prozent hatten einen deutschen Pass und neun Prozent gaben als Herkunftsland Brasilien an.

Der Menschenhandel blüht, er sichert der organisierten Kriminalität einträgliche Geschäfte. Mindestens 40.000 Opfer, Kinder Jugendliche und Frauen, werden in Europa jedes Jahr von Menschenhändlerringen sexuell ausgebeutet. Viele von ihnen werden gezwungen in Bordellen zu Arbeiten. Deutschland ist ein wichtiger Markt für die Menschenhändler. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass mehr als jedes vierte Opfer jünger als 18 Jahre ist.

Nach Zahlen des Bundeskriminalamtes wurden im Jahr 482 Verfahren wegen “Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung“ abgeschlossen. Sexueller Missbrauch, Kinderpornografie oder Kinder die zum Betteln gezwungen werden, sind nicht erfasst. Die sind ohnehin nur Fälle, die aktenkundig wurden. Nach Ansicht fast aller Experten sind das die wenigsten. Die Dunkelziffer, so glauben sie, liege deutlich höher.

Seit dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 ist die Anzahl der Fälle von Menschenhandel in Verbindung mit Zwangsprostitution nach Angaben der Bremer Polizei “merklich angestiegen“. Innerhalb eines Jahres hat sich die Fallzahl verdoppelt.

„Wir haben hier anders als in anderen Städten fast nur Wohnungsprostitution“, sagt Katharina Kähler – und die Wohnung stehe unter besonderem Schutz. Spezielle Vorgaben und Regeln, um Zwangsprostitution vorzubeugen oder aufzudecken, gebe es nicht.

Die Täter stammen nach Angaben der Polizei meist aus dem Umfeld der Opfer. Es handele sich überwiegend um Männer zwischen 17 und 35 Jahren. Deren Hauptziel sei die „Gewinnmaximierung“, so Weisner. „Dazu bringen sie junge Frauen in die Prostitution, verhindern durch Gewalt und Drohungen ihren Ausstieg, beuten sie aus und verkaufen sie an andere Menschenhändler.“

Mit Angaben aus dem Weser Kurier vom 24.09.13

Kommentare:

Der Chorleiter hat gesagt…

Solange sich christliche Männer, auch verheiratete, unter den Kunden befinden, wird sich an dem Zustand nichts ändern. Auch zur Hochzeit des Glaubens war Prostitution eine gern gesehene Abwechslung. Von Männern wie von deren unlustigen Frauen.
Gäbe es nur Männer, die mit der eigenen Frau ein verständiges Zusammenleben haben und keine Zahlungswilligen, sähe es schon besser aus.
Doch der Zuspruch zur Prostituition war schon unter christlichen Verhältnissen gegeben. Nicht nur von ledigen Männern, Ehemännern und heranwachsenden Jünglingen vollzogen. (Es gab da mal ein Konzil, von denen die Zahl der dienstbaren Frauen und Mädchen bekannt ist.)
Jetzt ist es überschaubarer und nicht mehr so heimelich. Dafür wird das große Geld verdient, wenn auch zum Nachteil meist gezwungener.
Haben früher die so klaren Worte dagegen genutzt? Der Hinweis auf züchtigen Lebenswandel?
Und da soll es heute das Gesetzt schaffen?
Es ist, auch hier, in erster Linie eine Frage der Haltung jedes einzelnen Menschen. Die Blickrichtung Himmelreich hat nichts gebracht. die Abschreckung mit Strafe ist recht wirkungslos.
Was also tun? Für mich selbst habe ich es gefunden. Ein klares Nein zu diesen Dingen. Doch Zustimmung erfahre ich nicht von allen Seiten.
Warum wohl?
Manchmal habe ich das Gefühl, daß ständiger Hinweis auf einen Mißstand diesen eher fördert als beseitigt. Nicht nur bei diesem Problem.
Und wie viele mögen unter den Männern sein, die sich öffentlich dagegen aussprechen, es auf das schärfste verurteilen, und es in gemeinter Heimlichkeit doch tun?
Es gibt sogar Beispiele, daß ein einseitig gebrochenes Eheleben dem öffentlichen Ansehen kaum geschadet hat.
Da kann man es halt auch mal probieren? Halb fiel er, und halb zog sie ihn.
Es kommt eben schon in der Bibel vor. Wer hat es, und warum, erfunden?

Lehrer i.R. hat gesagt…

Vieles im Leben hängt noch immer von der Erziehung ab: Welche Lebensausrichtung erfährt ein Mensch in der frühen Kindheit und Jugend.
Hier hat sich flächendeckend in den letzten Jahrzehnten vieles geändert, denn Jugendliche und sogar schon Kinder haben Zugang zu sehr vielen Informationsquellen, dank der elektronischen Medien.
Betrachtet man deren Angebote, kann man die verzweifelten Anstrengungen so mancher Eltern verstehen, die verhindern wollen, dass ihre Kinder unkontrolliert in diesen Sog hineingeraten, denn was dort anzutreffen ist, spiegelt sich leider in einer gesellschaftlichen Befindlichkeit wider, die sich nicht gerade als nachahmenswert erweist.
Wer sich über die mediale Gegenwart ausreichend informiert, der weiß, wovon die Rede ist.
Nehmen wir den Bereich sexuelle Aufklärung: Hier kommt es ganz darauf an, unter welchen Vorzeichen eine solche Unternehmung läuft!
Eine der Ausrichtungen - leider sehr stark propagiert - versucht, schon Kindern eine völlig ungehemmte sexuelle Haltung zu erschließen. Dagegen gibt es andere Standpunkte, die darauf abzielen, Kindern hauptsächlich solche Kenntnisse zu vermitteln, die geeignet sind, sie nicht schutzlos einer Gesellschaft auszuliefern, die in punkto Sexualverhalten kaum noch Schranken kennt.
Auf einem Boden sexueller „Verherrlichung“ wächst dann auch der Bedarf an Möglichkeiten für das sexuelle Ausleben - die Nachfrage regelt ja bekanntlich das Angebot, aber auch: Gelegenheit macht Diebe!
Betrachtet man also die gesellschaftliche Entwicklung der jüngsten Jahrzehnte, so muss man sagen, dass es gerade gewisse „Befreiungen“ sind, die den Menschen in eine neue Art der Versklavung geführt haben - eine Art flächendeckender Sog von Möglichkeiten, gegen den viele keinerlei Rezept kennen sich zu wehren.
Erziehung in unserer Gegenwart hat also ganz klar die Aufgabe, dem Heranwachsenden Schutzmöglichkeiten zu vermitteln, damit er diesem um sich greifenden Netz gesellschaftlicher Vorgaben nicht wehrlos ausgeliefert ist.
Auch in den Schulen müsste hier mehr konstruktive Aufklärung geleistet werden, damit überhaupt ein breiteres Bewusstsein für den Gefahrenhorizont in der zeitgenössischen Gesellschaft entstehen kann.
Solange man aber alles unter dem Begriff „Ausleben erwünschter Freiheiten“ abtut, stößt man die heranwachsenden Generationen in einen immer größer werdenden Strudel eines hemmungslos „mitreißenden“ Daseins hinein.
Die christliche Besinnung auf ein Leben im Sinne der Botschaft Jesu war und ist gewisslich eine bedeutende Hilfe - nach meiner Lebenserfahrung die allergrößte! Dies kann man keinem Menschen aufzwingen, denn jeder Einzelne kann sich frei entscheiden, was er akzeptiert. Doch nach wie vor gilt: Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker!
„Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Matthäus 28, 19-20)

Grandloser hat gesagt…

Genau Lehrer früher war alles besser, oder doch nicht die Reeperbahn ist auch schon über hundert, beim Römern gab es Prostitution, der unterschied ist, früher wurde es versteckt und alle sind hingegangen, heute geht man damit offen um. Und zumindest in den USA hat es sich gezeigt, das seit der sexuellen Revolution die Preise verfallen sind und es insgesamt weniger Prostituiere gibt.

Und was ist daran falsch den Kindern zu sagen Sex macht Spaß, solange man sich im legalen Rahmen bewegt. Und recht haben Sie die Eltern sind gefordert Werte zu vermitteln, aber diese müssen aber auch der Lebensrealität entsprechen, und nicht wie ihm Christentum ´den Vorstellungen bronzezeitlicher Nomaden.
Oder wie erklären sich das sich die meisten Christen zu den Idealen bekennen, aber sagen wir mal 95% die Regeln aus Rom ignorieren, weil diese unzulässig in Privatleben eingreifen, beziehungsweise keinen Sinn mehr machen.

So ist auch mit der Prostitution, gegen legale und freiwillige Prostitution ist nichts einzuwenden, leider ist die Mehrheit aber illegal.

Old Geezer hat gesagt…

Bei einer Verdopplung bezüglich eines einzigen Landes von 20 von 'ständigem Zunehmen' zu sprechen, zumal dieses LAnd gerade erst einen Änderung diesbezüglicher Rechte vollzogen hat, ist eigentlich schon Lügen mit Statistik.

Mich würde auch mal interessieren, wie man bei Freizügigkeit noch Menschenhandel definiert - Schlepperei gibt es ja auch nicht mehr, wenn der Grenzübertritt legal ist.

"Menschenhandel mit dem Ziel der Arbeitsausbeutung" gibt es übrigens in vielen Branchen, ...eigentlich immer da, wo man unqualifizierte Kräfte gut einsetzen kann.
Und das Gros der Opfer geht nicht zur Polizei, weil ihr Lebens in dieser Form der Ausbeutung immer noch besser ist als das zuhause oder noch weiter in der Fremde als ungelernte Arbeitskraft.

Auch Ausbeutung ohne vorhergehenden Menschenhandel gibt es zuhauf hierzulande, das Opfer muß man schon bringen, wenn man im Kapitalismus leben will.

Old Geezer hat gesagt…

@Lehrer i.R.:

Wollen Sie uns jetzt weismachen, Prostitution - das "älteste Gewerbe der Welt" - gäbe es nur im Informationszeitalter?

"Eine der Ausrichtungen - leider sehr stark propagiert - versucht, schon Kindern eine völlig ungehemmte sexuelle Haltung zu erschließen"

Erstmal ist das falsch, denn es ist nirgendwo von "völlig ungehemmt" die Rede, sondern von pragmatisch, ungezwungen, unverklemmt, ohne falsche Scham, etc..

Zum anderen: Würden alle so leben, hätten alle Ihren Spaß, ausreiches Sex (mit der Ausnahme einiger weniger pathologischer Fälle) und es gäbe praktisch keine Markt für Prostitution; dafür vielleicht Sex als Kunst oder sportlichen Wettbewerb.

"Die christliche Besinnung auf ein Leben im Sinne der Botschaft Jesu war und ist gewisslich eine bedeutende Hilfe"

Sein Leben nach archaischen Märchen auszurichten, wird in den seltensten Fällen zielführend sein; die wenigen Positionen, in denen sich das Christentum mit allgemeinem menschlichen Einsichten deckt, kann man besser auch ohne den ganzen Schmonsens von Feuer und Schwefel vermitteln.

Sicher ist die Warnung vor dem Ehebruch in der Regel ein guter Rat; aber man sollte nicht aus den Augen verlieren, daß es in der Gesellschaft, die diese Regel bis zu uns tradierte, die Polygamie beim Adel verbreitet war und Ehen mit starken wirtschaftlichen Hintergrund arrangiert wurden, Neid und Statusdenken hier also eine größere Rolle spielte als die Verletzung romantischer Gefühle.
Diese 1:1 in die Gegenwart zu übertragen wird nicht funktionieren.

"Befreiung führt zu Versklavung"
huh?
Zuviel Orwell gelesen und Neusprech verinnerlicht?
Und das als Akademiker...

Sicher kann ein Sklave den Besitzer wechseln (siehe Bibel), wie wir es von Menschen kennen, die der Drogensucht entkommen, indem sie sich der Religion ausliefern; aber um frei zu sein muß man zunächst immer erstmal seinen Herrn abwerfen.

Lehrer i.R. hat gesagt…

@ Old Geezer
Wenn man Ihre Einlassungen auf meinen Originaltext liest, dann muss man feststellen:
Oberflächlich gelesen, einseitig abgekanzelt - und das offenbart Ihre völlig verbohrte Grundhaltung:
Hass auf alles Christliche (warum, weiß ich nicht) und daraus Verleumdung all jener, die nicht Ihre Grundeinstellung teilen!
Argumentation mit starren Schlagworten, die obendrein noch falsch abgestimmt sind!
Mit den Weisungen aus Rom habe ich nichts zu tun, denn ich bin nicht katholisch. Sie aber tun so, als sei jeder Christ ein „linientreuer von Rom abhängiger Nichtdenkender“ - doch vergessen Sie dabei selbst ein gründliches Nachdenken, eben weil Sie blind sind vor Hass!
Allerdings glaube ich nicht, dass mein Widerspruch gegen Ihre Ausführungen irgendetwas an Ihrer Denkweise ändern wird, denn Sie sind in keiner Weise dazu bereit!

@ Grandloser
Für Sie gilt nahezu das gleiche wie für Old Geezer: Zwei verbohrte Hasser, die nur darauf warten, wieder um sich schlagen zu können.
Es ist wohl sinnvoller, sich in Zukunft nicht auf so einen unsinnigen „Schlagabtausch“ einzulassen - Zeitverschwendung ...

Grandloser hat gesagt…

Gut Lehrer wie beim sachlich falschen Artikel über die Onlinesucht stelle ich fest, das Sie mir aufgrund fehlender Gegenargumente sofort einknicken und mir damit indirekt zustimmen. Und wieder ein leichter Sieg, Übrigens ich hasse nicht ich hinterfrage kritisch, das Sie dabei sofort bei ein bisschen Kritik abbrechen und sich verweigern zeigt mir deutlich wer hier hasst. Aber gut verstecken Sie sich vor der Realität, ist ihr gutes Recht.

Pauker hat gesagt…

Als Lehrer sollte man mit einigen Begriffen pfleglicher umgehen.
Eine Auswahl:
1. "dem Heranwachsenden Schutzmöglichkeiten"
2. "Bereich sexuelle Aufklärung"
3. "Auch in den Schulen müsste hier mehr konstruktive Aufklärung geleistet werden,"
4. "weil Sie blind sind vor Hass!"

Schutzmöglichkeiten sind ein Teil des Umganges mit Problemen und Gefahren. Doch wichtiger ist das Erkennen vom Beginn solcher Angriffe und das richtige Reagieren drauf. Nicht nur vor dem Stolpern warnen, sondern auch auf das richtige Ausweichen und das Schäden verhütende Fallen verweisen.
Sexuelle Aufklärung wird in einigen Gemeinschaften, wie Schulen oder Familien, so uneinig betrieben, dass man sich über Abwegiges nicht zu wundern braucht. Die davon betroffenen Kinder werden nicht geschult sondern gezerrt. Jeder in seine für richtig erkannte Richtung. Aufklärung sieht anders aus. Doch es gibt nichts, was allen Parten gefällt oder anerkannt ist. Auch nicht das was Kinder wollen.
Schulen möchten schon mehr leisten, doch es gibt Kräfte, die diese Leistung nur nach ihren Ansichten möchten. Zur Not mit Rechtsanwalt.
Das Gemeinsame von Schule und Elternhaus ist so, zum Leidwesen der Schüler, eher gestört als verbunden.
Das Wort Hass sollten Sie nicht wie ein Plakat vor sich hertragen.
Hier ist es, ganz ersichtlich, nur eine Unterstellung und damit nur beleidigend.
Sie können schwerlich Dinge verhindern, die zum Hassen führen könnten. Doch Sie können das vernünftige Reagieren darauf schulen.
Es war schwer, und es ist schwer, eine Position zu vertreten, die atheistisches und religiöses Denken gleichermaßen anerkennt und verbindet. Das ist besonders bei einer Erziehung nach Sicht und Einsichten des Schülers für einen Lehrer, also verprellten Außenstehenden, oft recht schmerzlich. Besonders, wenn das Wollen der Eltern über das Können des Kindes, in allen oder fast allen Belangen, hinausführt und zu Fehlentwicklungen führt.
Ich möchte nicht einschätzen, ob hier Beten geholfen hat oder helfen würde. Doch beim Nachdenken darüber habe auch ich die Hände öfter gefaltet. Was es für einige ausdrücken mag?
Mir half es. So meine ich.?
Prostitution?
Entsteht, vielleicht schon durch mancherlei Erziehungen. Wie auch der Menschenhandel.
Doch wer wird das ergründen?
Aus meinem Umfeld ist mir nur ein knackiges Mädchen bekannt, das so ihr Leben gestalten wollte und das mit gutem Ergebnis, wenn auch nicht in unserem Ort, erreicht hat.
Sie berichtete auch über Zwang anderer. Doch selbst sah es nur ihr freies, gewolltes Leben.
Auch gut gemeinter Rat zur Schulzeit war ihr noch gegenwärtig.
Und sie meinte, nicht dagegen verstoßen zu haben.
So ist das Leben. Nicht nach dem Hässlichen suchen und nicht nach Hass.
Man sollte das Leben anderer nicht mit den eigenen Gefühlen messen und für diese bewerten.
Als Eltern, Verwandter oder Lehrer ein Freund und nicht nur ein Wegweiser der Kinder sein, das sollten wir anstreben.