Freitag, 27. September 2013

Gratis-Spiele als Kostenfalle/Kinder oft Opfer "unfairer und aggressiver Geschäftspraktiken"

(Pressetext/pte020/26.09.2013/11:41) - Das rasant wachsende Geschäft mit In-Game-Gegenständen in Videospielen und Handy-Apps verlockt offenbar viele Anbieter zu "schmutzigen" Vermarktungsstrategien. Ein aktueller Bericht der unabhängigen britischen Kontrollbehörde Office of Fair Trading (OFT) http://www.oft.gov.uk hat insgesamt 38 der derzeit populärsten Spiele und Programme unter die Lupe genommen und dabei eigenen Angaben zufolge schwerwiegende Hinweise auf "potenziell unfaire und aggressive Geschäftspraktiken" gefunden. "Viele der betroffenen Hersteller verstoßen mit ihrer Vorgehensweise gegen das geltende Konsumentenschutzgesetz", kritisiert die OFT. Die Opfer derartiger Praktiken sind zumeist Kinder und Jugendliche, die oft mit "Gratis-Spielen" bewusst in eine Kostenfalle gelockt werden, so die Behörde.

"Kinder und Jugendliche kommen in der digitalen Welt mit verschiedenen Arten von Werbung in Berührung", erklärt Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator bei Saferinternet.at http://www.saferinternet.at , gegenüber pressetext. Das Problem dabei sei, dass es oftmals keine klare ausgewiesene Trennung zwischen dem eigentlichen Spielinhalt und der dazugehörigen Werbetätigkeit gäbe. "Hier müssen die Anbieter eindeutig nachbessern", fordert der Experte. Ein rechtliches Vorgehen gegen schmutzige Praktiken sei schwierig, da es sich zumeist um internationale Firmen handle. "Es ist aber auch wichtig, das Problembewusstsein auf Elternseite zu schärfen. Diese wissen oft gar nicht, dass es so etwas wie In-Game-Käufe überhaupt gibt", so Jungwirth.
Problemkind Gratis-Games

"Die Online- und App-basierte Spieleindustrie sollte Kinder und Jugendliche nicht unter Druck setzen, um In-Game-Einkäufe zu tätigen", stellt die OFT in ihrem Bericht klar. Im Zuge der genauen Untersuchung entsprechender Programme seien zahlreiche Beispiele für "unfaire und aggressive Geschäftspraktiken" gefunden worden. Besonders in der Kritik stehen dabei sogenannte "Freemium"-Titel, bei denen das eigentliche Spiel gratis angeboten wird und User per In-Game-Transaktion verschiedene Gegenstände oder Zusatzinhalte freischalten können.
"Ich glaube nicht, dass sich die Kinder voll im Klaren darüber sind, dass ein Klick auf 'Yes' gleichbedeutend mit dem Ausgeben von echtem Geld ist", zitiert die BBC den OFT-Geschäftsführer Cavendish Elithorn. Vereinzelt hätten Eltern zwar die Möglichkeit, die Geräteeinstellungen am Handy zu verändern, um ihre Sprösslinge vor ungewollten Kostenfallen zu schützen. "Die meisten Erziehungsberechtigten wissen das aber gar nicht. Erst wenn sie die Rechnung präsentiert bekommen, realisieren sie, was das bedeutet", schildert Elithorn.

Kommentare:

avo hat gesagt…

Heute habe ich eine mobile Maschine erworben und überprüfte, im Einklang meiner Mitfahrer, AUCH die Musikanlage; auf dem Weg schob ich eine Scheibe in die vorhandene Öffnung des Armaturenbrettes, darauf war unter anderem folgendes zu hören- welches ich toll fand und öfter abspielte :

http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3071671699161259589&postID=9103732284558617572

P.S. Abends durfte einer meiner Lütten, wie immer, in meinem Bett einlullen und auf die Frage was HEUTE schön war, fing er an folgende ANFANGSzeilen zu singen:

http://www.youtube.com/watch?v=_c3uPcOZF_Q

P.S. Wie lange darf ich meine Kinder noch SELBST in das Leben senden ?
P.P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universums!

avo hat gesagt…

Hui, da ist mir aber ein Patzer unterlaufen, ich revidiere den vorherigen Kommentar mit folgendem:

Heute habe ich eine mobile Maschine erworben und überprüfte, im Einklang meiner Mitfahrer, AUCH die Musikanlage; auf dem Weg schob ich eine Scheibe in die vorhandene Öffnung des Armaturenbrettes, darauf war unter anderem folgendes zu hören- welches ich toll fand und öfter abspielte :

http://www.maxilyrics.com/heinz-r%C3%BChmann-wozu-ist-die-stra%C3%9Fe-da-lyrics-3922.html

P.S. Abends durfte einer meiner Lütten, wie immer, in meinem Bett einlullen und auf die Frage was HEUTE schön war, fing er an folgende ANFANGSzeilen zu singen:

http://www.youtube.com/watch?v=_c3uPcOZF_Q

P.S. Wie lange darf ich meine Kinder noch SELBST in das Leben senden ?
P.P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universums!

Old Geezer hat gesagt…

Hier hätte ich gerne mal ein Beispiel für solche Geschäftspraktiken gesehen.

Ich kenne eigentlich nur die Modelle:
- entweder kann nur mit einer Ingame-Währung bezahlt werden, für die erst auf einem Konto des Anbieters reales Geld uin diese Spielwährung umgewandelt und eingezahlt werden muß; was nur ein Erwachsener über Kreditkarte oder das Kind mit eigenem Taschengeld in bar über eine Prepaid-Karte tun kann.
- oder es gibt eine anbieterweite, server und angebotsübergreifende Währung, die auch wieder nur von einem geschäftsfähigen Kunden mit Kreditkarte oder in bar über eine Prepaid-Karte erworben werden kann.

Mir ist aktuell keine Methode bekannt, mit der Kinder frei über größere Beträge Echtgeld verfügen und diesem im Spiel verballern können.

Selbst die klassische Handy-Abo-Masche wurde ja von Gerichten stark beschnitten.

Dantalion hat gesagt…

Tatsächlich sind hier die deutschen Gerichte schon weiter, siehe Urteil im Fall von "Runes of Magic". Somit ist das hier wieder nichts weiter als gezielte Desinformation.