Donnerstag, 22. August 2013

Vorbildlich: Skandinaviens größte Hotelkette verbannt Pornographie

Skandinaviens größte Hotelkette verbannt Pornofilme aus dem Pay-TV-Angebot ihrer 171 Hotels. Das Unternehmen wolle keine Branche unterstützen, die zum Menschenhandel beiträgt, heißt es zur Begründung.

Die Entscheidung keine Pornofilme in seinen Hotels zu zeigen, hat Petter Stordalen persönlich getroffen. Der Eigentümer der Nordic Choice Hotel Kette sagte: „Wir sind der Überzeugung, dass es ein selbstverständlicher Bestandteil unserer sozialen Verantwortung ist, keine Branchen zu unterstützen, die zum Menschenhandel beitragen“. Mit sofortiger Wirkung soll der Beschluss umgesetzt werden.

Kunst statt Obszönität

Im Hotel „The Thief“ in Oslo, einem Luxushaus der Kette, wurde das Porno-Angebot bereits durch eine Auswahl an „zeitgenössischer Videokunst“ ersetzt, teilte das Unternehmen mit. „The Thief“ sei somit das erste Hotel, das in allen seiner Zimmer „Kunst auf Abruf“ bereitstelle.
Auch die amerikanische Hotelkette „Mariott“ stellte bereits 2011 ihr Angebot an Erotikfilmen ein.

Nachahmenswert: Nordic Hotels war bereits in der Vergangenheit Vorreiter bei der Einführung neuer Hotelstandards. Als erste Hotelkette weltweit führte das Unternehmen 2006 ein Rauchverbot in allen seinen Zimmern ein. Seit 2008 finanziert es im Rahmen einer Kooperation mit einer Stiftung nach eigenen Angaben den Erhalt von 100 Quadratmetern Regenwald pro verkaufte Übernachtung.


Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Hmmm, ihm ist dann hoffentlich auch klar, daß er eigentlich KEINE Branche mehr bewerben kann?
Zumindest keine, die hauptsächlich in den kapitalistischen Industrie- und Schwellenländern betreiben wird.
Menschenhandel ist in deutschen Schlachthöfen, der Gastronomie und Baustellen ebenso üblich wie in der Textil und Elektroindustrie Südostasiens oder den Minen Afrikas und Südamerikas.

VäterPower hat gesagt…

Hey Old Geezer
Musst du alles mies reden?
Willst Du oder kannst Du nicht erkennen, dass Pornographie menschenverachtend ist. Vielleicht bist Du ja selbst an solchem Dreck beteiligt

Peter Lustig hat gesagt…

Ich finde es schon komisch, wenn etwas gesagt wird, anderes nicht, doch immer die eigene Auffassung vom anderen Teil in den Vordergrund geschoben wird. Über die Pornographie ist nichts geäußert worden.
Pornographie ist nicht menschen verachtend, wie Gift nicht tödlich ist. Doch der falsche Umgang damit schafft das unterstellte.
Doch was soll man in einer Branche schaffen, die nur mit Verboten und Geboten versucht, uns lustige Lebewesen zu verernsten.
Lust ist, das möchte ich gleich sagen, auch etwas verworfenes. Kommt immer darauf an wofür und wie gesteuert.
Mache alles mit Lust, merkst du nicht, dass du manches machen musst.
Da fällt mir doch glatt ein, dass im Unterricht die Kunst recht stiefmütterlich bis fast gar nicht behandelt wird.
Darüber regen wir uns dann später auf.
Haben sie schon einmal eine Ausstellung mit erotischem Inhalt gesehen, die von Lebensmuffeln nicht mit Pornographie üblen Inhalts verrufen wurde?
Ich vergaß. Der Glaube an das möglicherweise Verruchte lässt einen solchen Besuch nicht zu. Nur das Muffeln darüber. Wie eigenartig. Komme ich letztlich doch auf das mies reden.
Entweder Oder. Oder?
In der Zeit von tragbarer Technik ist es wirklich billiger, sich selbst damit zu bevorraten. Man kann ja die DVDs mit himmlischen Begriffen versehen. Hat man vielleicht Pluspunkte.
Nur gut, dass skandinaviens Ferienhäuser der Familie mehr platz bieten. Und ich konnte schon so manches Schnäppchen und manchen Leckerbissen kopiert bekommen.
Jetzt dürfen die Gehirnakrobaten mal mutmaßen, was das war!
Die Familie fand es gut.

Grandloser hat gesagt…

Und wie soll der Menschenhandel bei legaler Pornograhphie aussehen?
Ist für mich eher ein Marketing-Gag um ein Saubermann Image zu schaffen mit gar nichts dahinter.