Sonntag, 4. August 2013

Fall für den Verfassungsschutz? Grüne Jugend will Ehe abschaffen

Ist das nicht ein Fall für den Verfassungsschutz? Die Grüne Jugend will die Ehe abschaffen und attackiert so direkt § 6 GG: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung." 
In der Stellungnahme "Ja, wir wollen die Ehe abschaffen", schreibt die Nachwuchsorganisation von Bündnis90/Grüne:
"Wir stehen für die Überwindung der Ehe. Die GRÜNE JUGEND fordert die Einführung eines Familienvertrages, der allen Lebensentwürfen flexibel die Möglichkeit gibt, Verantwortung füreinander zu übernehmen."
Ebenso fordern sie die Auflösung der Institution Familie, die offenbar durch Kommunen und ähnlichen Gruppen ersetzt werden soll. Sie fordern "Offenheit, im Grunde eine Form der Polygamie: "Partnerschaft und Familie waren und sind für uns keine starren Institutionen, sondern müssen offen gelebt werden können!"

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zum Glück stehen noch viel mehr Menschen "für die Überwindung der Grünen", nämlich diejenigen, die sapere aude erst nehmen und noch fähig sind, zum langsichtigen Denken.

Onkel Kurt hat gesagt…

Das GG wird oft attackiert. Vor einer Änderung sollten wir uns nicht scheuen, wenn das Leben andere, bessere Wege beschreibt. Wer das mit solchen unwissenden Halbwahrheiten zu begegnen sucht: "...die offenbar durch Kommunen und ähnlichen Gruppen ersetzt werden soll.", ist nur auf Abstreiten, nicht auf klare Formulierung von Ja oder Nein aus. Der Rest des Artikels ist auch etwas wirr geraten. Nur ein Aufschrecken, kein deutliches Signal.
Wo bleibt der Ruf nach Verfassungsschutz, wenn es trotz fehlender Staatsreligion nur um Unterricht des christlichen Glaubens, christliche Feiertage, den Hinweis auf Schaffung einer Verfassung bei etwaigem Erreichen des deutschen Staatsgebietes geht?
Ihr predigt Halbheiten und wollt sie uns so als Ganzes vermitteln.
Auch Ehe und Familie hatten in unserem Raum schon immer nichts endgültiges zu sagen. Wenn es auch von einigen Seiten so dargestellt wurde.
Ihr wollt doch, wie schon des öfteren geschrieben, die Ehe nur als eine heilige Angelegenheit sehen. Der staat sollte sich möglichst raus halten.
Jetzt bekommt ihr die Rechnung: Eine andere Form des Zusammenlebens.
Wer denkt, dass man sich bei geistiger Unfreiheit durch den angetrauten Partner vertreten lassen kann, wird enttäuscht werden. Die Administration hat hier einen Fetzen Papier vor das normale Empfinden gesetzt.
Da regt sich bei euch nicht, wa?
Auch ihr seid nur ein Teil der Bevölkerung, nicht DAS Volk.

Anonym hat gesagt…

Klingt irgendwie nach der EKD.

Grandloser hat gesagt…

Im Prinzip haben die Grünen recht, auch wenn ich nicht soweit gehen würde. Zumindest erkenn den Sie die Lebenswirklichkeit nicht weniger deutscher an. Familei ist halt dort wo eine Gruppe von Menschen einen sozialen zusammenhalt bildet. Und dafür muss man nicht zwangsläufig miteinander verwandt sein. Und aus dem demographischen Blickwinkel betrachet ist es sicherlich sinnvoller Kinder zu fördern statt eine staatliche Gütergemeinschaft die oftals keine Kinder hervorbeingt oder nicht von Dauer ist.

Die religöse Ehe bleibt ja erhalten, von daher erhalten wer will und darf kann also noch immer den Bund der Kirche schließen, von daher sollte man mal über die Ausgestaltung und eventuelle Modernisierung ruhig Nachdenken.

Lupusmagnus hat gesagt…

Es gibt doch eine ganz einfache Lösung. Wir übernehmen das amerikanische System für diesen Fall. Freiheit der und Freiheit von Religion. Eine Kirche muss keine Homosexuellen verheiraten wenn es gegen ihre Grundsätze geht.

Hierbei auch freie Meinungsäußerung was das "sündige" Verhalten von Schwulen und Lesben betrifft.

Aber auch keine staatliche Unterstützung mehr für Bildungseinrichtungen in denen Ungleichheit und wissenschaftlich nicht haltbare Behauptungen gelehrt werden.

Grandloser hat gesagt…

Lupusmagnus: Diese Freiheit gibt es doch schon in Deutschland die einzige Eheform die staatlich anerkannt und gefördert wird ist die nichtkirchliche Zivilehe die man im Standesamt schließt. Deswegen ist das Gejammer der
Religösen auch nur heiße Luft, den niemand hat die Kirchliche Ehe, verboten, beziehungsweise zwingt diese 2 Männer oder Frauen zu verheiraten. Die Wahlfreiheit ist also gegeben, das nun die Kirchen mit ihren Ehebild auf dem absteigenden Ast sind hat andere Gründe.

Anonym hat gesagt…

Grandloser und seine "Lebenswirklichkeit", was bedeutet das? Lebenswirklichkeit in Afrika, sieh Dir diese Wirklichkeit an! Lebenswirlichkeit bedeutet nichts weiter als die zufällige, chaotische, menschenunwürdige Situation, in die sich Menschen freiwillig oder unfreiwillig befinden. Wie kann das ein Maß für das friedliche, kulturelle Zusammenleben von Menschen sein?

Grandloser hat gesagt…

An Anonym die Antwort haben Sie sich schon selbst gegeben, es die Wirklichkeit in der die Menschen. Und wie Sie gesagt haben durch eigenes Verschulden wie ohne. Und richtig in dieses Chaos muss man Ordnung bringen, besonders dann wenn mehrer Tausend Jahre alte Traditionen, damit überfordert sind und das Leben erst recht Menschenunwürdig macht. Der Schlüssel ist Anpassung, nicht Stillstand, besonder im Bereich Ehe sieht man es besonders gut.
Die Kirche geht noch immer von der Ein Ernährer Ehe aus, aber vergisst das für ein Großteil der deutschen dieses Modell nicht mehr praktikabel ist. Leider könne die Otto-Normal Bürger nichts für die Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft. Das was die meisten machen ist es sich mit den unabänderlichen Fakten zu Arrangieren und im kleinen die Welt zu verbessern. Und genau hier verliert die Kirche massiv aufgrund ihrer Geist-Sozialen Rückständigkeit und Unfähigkeit den entscheidenden Punkt zu machen. Für den Menschen da zu sein, den Mensch ist Glaube und Glaube ist der Mensch. Ohne ihn würde es sowas wie Götter nicht geben. Wo es hinführt wenn man die Bedürfnisse der Menschen ignoriert zeigt die insgesamt nicht vorhandene Bedeutung der Kirchen in Deutschland, deren Regeln in der regel von den Gläubigen nicht ernst genommen werden.

Zum Schluss lässt sich feststellen, das man immer der Lebenswirklichkeit Rechnung tragen muss wenn man als gesellschaftliche Institution bestehen will.

Onkel Herby hat gesagt…

Ist ja nur gut, dass die Grünen sich auch hier outen. Erst wollen sie die Deutsche Staatsbürgerschaft abschaffen und jetzt auch noch das! Zum Glück gibt es genügend Alternativen, um die sog. "grünen Themen" auch in anderen Parteien zu finden. Grün ja, "Roth, Trittin und Co.", nein danke! Hatten wir schon mal im Osten. Dort haben sie sich abgeschafft, auch hier wird es so werden. Braucht halt alles ein bisschen länger bei uns ;-).