Donnerstag, 22. August 2013

Berliner Verkehrs AG: Verbot für Erotikwerbung

Sie gehören seit 2006 zum Stadtbild von Berlin: Busse und Straßenbahnen, auf denen mit riesigen Lettern ein Großbordell angepriesen wird. Vielen Berlinern waren die intimen Anzeigen ein Dorn im Auge. Die BVG hat vorbildlich reagiert, mit der umstrittenen Werbung ist nun endgültig Schluss.

„Es gab Beschwerden von einigen Fahrgästen, die nicht wollten, dass Kinder und Jugendliche die Werbung sehen können“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz. „Also haben wir in Abstimmung mit Wall entschieden, die Werbeverträge mit dem Bordellbetrieb auslaufen zu lassen.“ Das Unternehmen vermarktet für die BVG die Werbeflächen. Laut Verkehrsvertrag dürfen bis zu 25 Prozent der Busfensterbereiche zugeklebt werden.

Doch nicht nur öffentliche Verkehrsmittel werden von dieser Branche genutzt. Überall in der Stadt gibt es Erotik-Werbung. Zum Beispiel vor dem Alexa wird für erotische Massagen geworben. Es gibt immer mehr Erotik-Werbungen an U-Bahn- oder Uhrensäulen in Berlin. Sehr leicht bekleidete Damen sind darauf zu sehen mit oft sehr eindeutigen Texten.

Ebenso wie die Bürger Berlins spricht sich die SPD gegen diese unschönen Werbebilder aus, sie sollen ganz aus der Stadt verschwinden. Lobenswert prüft die Partei wie man solche Werbung dezimieren kann. „Es müssen Möglichkeiten geprüft werden, in wie weit wir solche Werbungen eindämmen können“, sagt Björn Eggert, jugendpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten. „Gerade vor Einkaufszentren wie dem Alexa sehen viele Familien diese sehr eindeutigen Anzeigetafeln. Das darf nicht zur Normalität werden.“

„Wenn Sie Werbungen sehen, die Ihrer Meinung nach Grenzen überschreiten, dann informieren sie die Senatsverwaltung für Jugend oder die für Jugendschutz zuständigen Behörden“, fordert Eggert die Berliner Bürger auf.


Kommentare:

Grandloser hat gesagt…

Ganz ehrlich, das hätte man bedenken müssen als man das "Gewerbe" legalisiert hat. Tja vorher denken soll helfen. Und so ein bisschen Haut ist doch gar nicht schlecht versüßt denn Tag

666 hat gesagt…

Haben echt Langeweile und nichts besseres zu tun als sich über so einen Mist aufzuregen ? Die Kinder achten auf so was nicht mal und selbst wenn können sie damit beser umgehen als die verklemmten Eltern !

Anonym hat gesagt…

an Grandloser und 666
Ich befürchte, dass Sie beide nicht ernst zu nehmen sind. Sollten Sie Kinder haben, tun die mir wirklich Leid.
Ihnen gute Besserung.

Grandloser hat gesagt…

An Anonym, die Bordellwerbung die ich bisher in Berlin sehen konnte war vom optischen meist harmloser als die nackten der Menschen der Bild. Außerdem wie gesagt wenn man was legalisiert muss man auch mit der Werbung leben können. Sie können ihren Kindern ja auch einfach mal erklären was es zu bedeuten hat, statt wie die Verkehrsbetriebe einen auf Überrascht zu machen, das ein Bordell nun mal sexuell zweideutig wirbt. Diese Pseudoprüderie gibt erst seit dem Jahr 2000, davor waren alle entspannter, und heute zensieren in Tierdokus die Paarung aus jugendschutzgründen. Einfach nur verklemmt bescheuert.

Von daher wünsche ich ihnen auch gute Besserung, von ihrer Verklemmtheit.