Montag, 3. Juni 2013

Wie der “Spiegel“ 1996 einen prominenten Kinderschänder verherrlichte

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Lobrede auf den pädosexuellen Gajdusek: „Schuldfreier Kindertraum”

Wenn es gegen das Christentum  –   zumal die verhaßte katholische Kirche  –   geht, entwickelt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ einen ausgeprägten Jagdinstinkt und spielt sich gerne als Chefankläger auf.

Derzeit konzentriert sich das Hamburger Blatt allerdings darauf, die pädosexuellen Sündenfälle der grünen Partei aufzuspießen, wobei die entsprechenden Fakten im wesentlichen seit langem bekannt sind,  zuvor aber von der Mainstreampresse weitgehend unter der Decke gehalten wurden.

Aber nicht allein die Grünen, auch der “Spiegel” selbst hat allen Anlaß, vor der eigenen Haustür zu kehren, zumal die pädosexuellen Fehlleistungen der Grünen aus den 80er Jahren stammen, der “Spiegel” sich jedoch noch im Jahre 1996 (!) in unfaßbarer Weise vergalloppierte:

In seiner Nr. 20/96 veröffentlichte das Politblatt nämlich eine warme Lobeshymne auf den  -  so wörtlich -  “Knabenliebhaber” und Nobelpreisträger Carleton Gajdusek, dessen pädosexuelles Treiben mit rosa Brille schöngeschrieben wurde.


“Nobelpreis schützt vor Torheit nicht”

Dieser Spruch ist wohl wahr angesichts der zahlreichen Mißbrauchs(un)taten des am 12. Dezember 2008 verstorbenen Wissenschaftlers, der 1976 wegen seiner  Erfolge in der Virenforschung den Medizin-Nobelpreis erhielt.

Doch als der 72-jährige Amerikaner wegen Kinderschändung ins Gefängnis kam, war das für  Spiegel-Reporter Carlos Widmann Grund genug, sich ironisch über die Justiz in den USA auszulassen:

So heißt es bereits im ersten Absatz seines Artikels, der „Wissenschaftler von Weltrang“ sei jetzt in “äußerste Verdächtigkeit“ geraten. Er habe, so jammert der Redakteur, einige Nächte im Knast sogar „mit Dieben und Dealern im Gefängnis verbringen“ müssen.

Der vom “Spiegel” verteidigte Päderast fühlte sich schon früh zu Naturvölkern im Pazifik hingezogen, genauer: zu den kleinen Jungs dort.

Dies wiederum gerät im „Spiegel“-Bericht regelrecht zu einem „Faszinosum“:

„Der Südpazifik und seine Menschen, von denen Carleton Gajdusek sich zeitlebens magisch angezogen fühlte, wurden ihm zu Hause, in Amerika, zum Verhängnis. Welch ein Faszinosum, diese Naturvölker mit ihrer eigenwilligen Geschlechtsmoral!“
 

“Eher der Verführte als der Verführer”

Dabei erläutert das Nachrichtenmagazin seiner Leserschaft allen Ernstes,  der Herr Professor sei nicht etwa als Verführer der Knaben anzusehen, sondern eher umgekehrt, denn über die Tagebuch-Eintragungen Gajduseks heißt es dort:

„Er befleißigte sich in der Beschreibung des Ortsüblichen einer nahezu klinischen Genauigkeit: “Die Jungen strecken ihre Zungen leicht gekräuselt aus dem Mund, um mit einer öffentlichen Geste, die mir neu ist, Fellatio zu suggerieren.” – Im Kreis der Halbwüchsigen von Neuguinea scheint er eher der Verführte als der Verführer gewesen zu sein.“

Daß der später so berühmte Virologe seine  -  so der „Spiegel“ wörtlich -  „Schützlinge“ (!) in großer Zahl aus dem Urwald lotste, um sie daheim zu mißbrauchen, findet das Polit-Magazin offenbar eher drollig:

„All dies brachte der Amateur-Anthropologe Gajdusek schon vor 30 Jahren zu Papier, als er begann, junge Schützlinge aus den Urwalddörfern mit nach Amerika zu bringen, immer mit dem Einverständnis der Eltern.

In seinen Personaldaten hat der Wissenschaftler unter dem Stichwort “Familie” einmal 54 Adoptivkinder angegeben  -  manchmal lebten bis zu einem Dutzend Jungen gleichzeitig in seinem Haus.“
 

Mißbrauchsopfer mit “privilegierter Existenz”

Schließlich hatten diese Jungen aus der Südsee  eine „privilegierte Existenz“, weiß der „Spiegel“ zu berichten, duften sie doch mit weltberühmten Persönlichkeiten gemeinsam an einem Tisch tafeln:

„In puncto Bildungschancen führten diese Kinder und Teenager eine privilegierte Existenz, auch gemessen an ihren amerikanischen Mitschülern. Am Eßtisch im Hause Gajdusek löffelten Weltberühmte mit: die Ethnologin Margaret Mead, die über das Sexualleben der Südsee-Jugendlichen ein weitverbreitetes Buch geschrieben hat; der Nobelpreisträger und Gajdusek-Lehrmeister Linus Pauling; der Philosoph und Erfinder Richard Buckminster Fuller.“

Sodann heißt es weiter: „Gajdusek kann sich selbst nur als Wohltäter sehen“  –  und seine „früheren Zöglinge“ würden ihn angeblich „auch so betrachten“.

Überdies ist vom „knabenfrohen Tagebuch“ des Wissenschaftlers zu lesen, auch wird allen Ernstes von seinem „kinderlieben Lebensstil“ geflötet.

Daß er als Sexualstraftäter überführt wurde, ist wohl arges Pech für den “knabenfrohen” Päderasten. Wörtlich schreibt der „Spiegel“-Autor hierzu:

„Zwei frühere Abhängige des Wohltäters jedenfalls ließen sich zu Aussagen bewegen, die ihn der Unzucht (nämlich mit ihnen) beschuldigen. Dem widerspricht energisch-liebevoll, doch nicht immer überzeugend, die Mehrheit der dankbaren Zöglinge.“

Im Gefängnis ist Schluß mit der „Knabenliebe“ des „Wohltäters“, greint der „Spiegel“-Redakteur; seinem „schuldfreien Kindertraum“ kann er dort nicht mehr nachgehen, was ihm immerhin 30 Jahre lang vergönnt war  -  und das „beinahe unbehelligt“:

„Seinen Versuch, sich als Erwachsener diesen schuldfreien Kindertraum zu erfüllen, hat der Metzgerssohn aus Yonkers über drei Jahrzehnte beinahe unbehelligt betreiben können.“

Der so gerne auf einem hohen Roß sitzende „Spiegel“ befindet sich also tief im Glashaus, zumal er noch 1996  – als es längst ausführliche Mißbrauchsberichte in Medien gab  -  die Untaten eines rechtskräftig verurteilten Sextäters nicht “nur” verharmloste, sondern regelrecht glorifizierte.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was will Frau Küble und die deutsche Gesellschaft von ein Schmirblatt wie der spiegel erwarten? Die Verbreitung moralisch hochstehender Werte von einem linken Blatt? Das wäre ja wie wenn aus Volker Beck ein Heiliger der Römischen Kirche wird. Die Glorifizierung von Pädophilien durch die Grünen wurde bis heute nie an den Pranger gestellt und dies alles geschieht nun ausgerechnet vor der Bundestagswahl. Wie wäre es, wenn sich Frau Küble und Co. darum schnellstens kümmern würden endlich die Machenschaften der CDU/CSU und der FDP zu enthüllen, was das Thema Legalisierung der ABtreibung in Deutschland angeht. Herr Kohl und Herr Genscher sind die lebenden Täter der deutschen legalisierten Abtreibungsgesetze und diese beiden Herren standen bisher noch nie vor einem Gericht. Doch Gottes Gericht steht ihnen und ihren treuen Parteikollegen, die damals die Tötung von Kindern im Mutterleib legalisierthaben, noch bevor.
Wohlbemerkt: Ich möchte keine Verharmlosung der Schandtaten der Kinderschänder betreiben, ABER, sind nicht die damaligen Politiker der Legalisierung der Abtreibung auch Verbrecher und warum scheut sich Frau Küble etwas über diese Politiker zu schreiben, die leben noch!

Felizitas Küble hat gesagt…

Guten Tag,
ich bin 1984 aus der CDU ausgetreten wegen der fehlenden, von Kanzler Kohl aber angekündigten "geistig-moralischen Wende" - und zwar vor allem in puncto Abtreibung.
Seitdem (also seit fast dreißig Jahren!) veröffentliche ich scharfe Artikel gegen die Freigabe der Massenabtreibung - und die Mitverantwortung der Unionsparteien hierdran, zB. in der Internetzeitschrift CHRISTLICHEN FORUM und vorher jahrzehntelang im KOMM-MIT-Kalender.
Die Attacken der linksradikalen Pro-Abtreibungs-Lobby gegen mein Engagement (inkl. Vandalismus an unserem Verlagsgebäude in Münster)sind Ihnen wohl nicht bekannt, obwohl sich reihenweise ultralinke Artikel gegen meinen Einsatz im Internet finden.
Freundlichen Gruß!
Felizitas Küble

avo hat gesagt…

Liebe Frau Küble ! Ich liebe Ihre messerscharfen Beiträge, doch der Tipp auf Ihren Namen verbindet mich NICHT mit einem israelischen FRIEDENSaktivisten !
P.S. Gott schütze Sie, allein schon deshalb, rechtzeitig der AUCH verlogenen "CD"U den Rücken gekehrt zu haben !
P.P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universums, z.B. Uri Avnery !!!

Anonym hat gesagt…

Danke für Ihre Antwort Frau Küble.
Sicher haben Sie die richtigen Konsequenzen gezogen und sind aus der CDU ausgetreten und auch Ihr Engagement GEGEN die Massenabtreibung verdient acuh meine Hochachtung. Leider sind diese Aktikivitäten bis heute ohne Frucht.
Dennoch "kämpfen" sie weiter und denken Sie daran, dass die Römische Kirche NICHT gegen die ABtreibung ist, im Gegenteil die kirche hat selbst viele Abtreiber in ihren höchsten Reihen der Kardinäle und Bischofe. Sie sind die Wölfe im Schafspelz.
Einen schönen Tag noch!

avo hat gesagt…

Kann jemand an den "BRDDR"-Spiegel bitte folgendes weiterleiten:

http://www.feldpost.dfg-vk.de/

P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universums !
P.P.S. FREE Murxisten all nations, wo seid ihr ??