Dienstag, 4. Juni 2013

“Frustessen”: Übergewichtige Kinder müssen mit hohen Gesundheitsrisiken rechnen

Mangelnde emotionale Zuwendung bei Kindern bewirkt durch Frustessen häufig schon im frühen Lebensalter erhebliches Übergewicht. Dies  ist  bei Kindern und Jugendlichen ist mit einem höheren Gesundheitsrisiko verbunden als bisher angenommen.

„Ein symbolischer Hunger wie der nach Geborgenheit, Liebe oder Anerkennung kann [...] den Magen so beeinflussen, als ob ein echtes Verlangen nach Nahrung gestillt werden sollte.“ (2)

„Weil Essen dann anderes bedeutet als den physiologischen Hunger zu stillen, geschieht auch anderes; es wird mehr gegessen, als für den Energiehaushalt nötig ist.“ (3) 

Prof. Dr. Neal Halfon (1) von der Universität California untersuchte mit seinem Team den Zusammenhang zwischen Körpergewicht und 21 psychosozialen, gesundheitlichen und sozio-demografischen Faktoren bei insgesamt 43.000 Kindern im Alter von 13 bis 17 Jahren:  15 % dieser Kinder wurden als übergewichtig eingestuft (BMI zwischen der 85. und 95. Perzentile) und 16 % als adipös (BMI > 95. Perzentile).

Die Untersuchung zeigt, dass übergewichtige und adipöse Kinder deutlich häufiger Gesundheitsstörungen aufweisen:
• Emotionale- oder Verhaltensstörungen
• Probleme in der Schule
• ADHS
• Depression
• Lernstörung
• Entwicklungsstörungen im Bereich der Knochen, Muskeln oder Gelenke
• Asthma
• Allergien
• Kopfschmerzen sowie
• Ohrentzündung

Diese Kinder litten darunter häufiger als gleichaltrige Studienteilnehmer mit Normalgewicht. Übergewichtige Kinder hatten ein 1,3-fach erhöhtes Gesundheitsrisiko für Entwicklungsstörungen und andere Dysfunktionen. Adipöse Kinder wiesen sogar ein doppelt so hohes Risiko für die genannten Störungen auf.

Vom Übergewicht betroffene Kinder sollten daher dringend bezüglich ihrer Komorbidität untersucht und begleitet werden. Vor allem aber sollten sich Eltern von klein auf Zeit nehmen für ihre Kinder und diese nicht ohne Not in Krippen und Horten abgeben, in denen sie emotional zu kurz kommen   -  mit den später daraus resultierenden Gesundheitsstörungen.

Quellen:
1 HALFON, N.; LARSON, K.; SLUSSER, W.: Associations Between Obesity and Comorbid Mental Health, Developmental, and Physical Health Conditions in a Nationally Representative Sample of US Children Aged 10 to 17. Academic Pediatrics, Volume 13, Issue 1, 2013, Pages 6–13.
2 LUBAN-PLOZZA,B.; PÖLDINGER,W.: Der psychosomatische Kranke in der Praxis. Lehmann, München 1973
3 MITSCHERLICH,A.: Krankheit als Konflikt. Studien zur psychosomatischen Medizin I. Suhrkamp, Frankfurt 1970.


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Kommentare:

Silke Rothstein hat gesagt…

Immer mehr Kinder bekommen den Grossküchenfraß von Lebensmittelkonzernen.Die Gehirnwäsche der Lebensmittelindustrie ist weit fortgeschritten. Die Tabelle von Dr. Kollath steht. Gesund ist das , was natürlich und möglichst wenig industriell bearbeitet wurde.Das gilt, wird aber gerne verschwiegen.

Old Geezer hat gesagt…

Naja, wenn ich sehe, was unsere Eltern und Großeltern zu futtern bekamen, steht man sich mit dem kontrollierten Produkten der Lebensmittelindustrie gar nicht so schlecht, solange die Kontrollen gut genug sind, den nächsten Panscher im Zaum zu halten.

Natürlich = Gut ist nicht immer korrekt, man denke nur an Mutterkorn und andere natürliche Toxine, oder die offensichtliche Problematik, Nahrungsmittel frisch und Zeitnah vom Feld an die Konsumenten in den Ballungsgebieten zu bekommen; da sind oft Konservierungsmittel das kleinere Übel.

Silke Rothstein hat gesagt…

Gegen Köche und vernünfige Kleinküchen habe ich nichts,Old Geezer.Mulikonzenrne, die den Kindern für 50 Cent Massenware, u.a. mit Novoviren verseuchte gefrorene Erdbeeren, ja die Massenküche ist keineswegs keimfrei,anbieten,kann nicht gesund sein.Eine Pizza, auf der nur noch Konservierungsstoffe und kein echter Käse oder Schinken mehr zu finden ist, sollte als Sondermüll gelten.Wer sagt, dass keimfreie Nahrung gesund ist? H-milch ist minderwertige Milch, die säuert nicht mehr, die verfault.(siehe Kopp online:Neun Gründe, warum Sie nie wieder industriell verarbeitete Lebensmittel essen sollten von
Ethan A. Huff)Industriezucker wird überall als billiger Füllstoff verwendet. Mehr als 60 g am Tag ist schädigend, sogar für die Gene.Stevia und das aus Mais hergestellte Xylit benutze ich als Zuckerersatzstoffe.Die Lebensmittel-und Pharmaindustrie sind keine getrennten Komplexe. Die arbeiten zusammen beim Vergiften des Menschen.Jod gehört nicht ins Essen und auch kein giftiges Fluor in die Zahncreme. Pulverisierte Milch,ein totes Präparat, schädigt(Siehe Dr. Bruker.Er wurde zu Unrecht als Ökofaschist diffamiert.) Kinder brauchen Liebe, besonders die der Eltern,viel Natur und natürliches Essen.